{"id":2834,"date":"2026-09-19T17:03:31","date_gmt":"2026-09-19T15:03:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fairever.gold\/?p=2834"},"modified":"2026-09-20T14:55:34","modified_gmt":"2026-09-20T12:55:34","slug":"gold-kleinbergbau-asm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-kleinbergbau-asm\/","title":{"rendered":"Gold-Kleinbergbau (ASM)"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"2834\" class=\"elementor elementor-2834 elementor-2811\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-874a4b2 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"874a4b2\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-11bc0aa elementor-widget elementor-widget-html\" data-id=\"11bc0aa\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"html.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<p>Rund 100 Millionen Menschen weltweit leben vom Gold-Kleinbergbau.<sup><a href=\"#fn1\" id=\"ref1\">1<\/a><\/sup> Er f\u00f6rdert sch\u00e4tzungsweise 15 % des Goldes, das jedes Jahr aus Minen kommt \u2013 stellt aber 90 bis 95 % aller Arbeitspl\u00e4tze im weltweiten Goldbergbau.<sup><a href=\"#fn2\" id=\"ref2\">2<\/a><\/sup> Dieser Artikel gibt den \u00dcberblick: wie der Sektor gewachsen ist, wie dort gearbeitet wird, welche Sch\u00e4den entstehen und welches Potenzial in ihm steckt.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Der Gold-Kleinbergbau ist der gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber des Goldbergbaus.<\/strong> 15\u201320 Millionen Menschen arbeiten direkt in ihm, rund 100 Millionen leben von ihm \u2013 bei nur rund 15 % der F\u00f6rdermenge.<\/li>\n<li><strong>Je Kilogramm Gold besch\u00e4ftigt der Kleinbergbau rund hundertmal so viele Menschen wie der industrielle Gro\u00dfbergbau.<\/strong> Wer soziale Wirkung sucht, findet sie hier \u2013 und nirgendwo sonst in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung.<\/li>\n<li><strong>Die Methode entscheidet \u00fcber den Schaden, nicht die Betriebsgr\u00f6\u00dfe.<\/strong> Zwischen schlechtester und bester Praxis liegt beim Quecksilber ein Vielfaches und beim Diesel rund Faktor drei \u2013 bei identischem Endprodukt.<\/li>\n<li><strong>Der Sektor ist die gr\u00f6\u00dfte menschengemachte Quecksilberquelle der Welt.<\/strong> Auf ihn entfallen rund 37 % aller Quecksilber-Freisetzungen in Luft, Wasser und Boden. Wie viel eingesetzt wird, h\u00e4ngt dabei vollst\u00e4ndig vom Verfahren ab.<\/li>\n<li><strong>Die meisten Kleinbergleute treffen keine Wahl, sondern nutzen die einzige Option, die sie haben.<\/strong> Fehlende Alternativen, fehlende Bildung und unerreichbare Formalisierung halten den Zustand fest, nicht Gleichg\u00fcltigkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<h2>Was Gold-Kleinbergbau ist \u2013 und was nicht<\/h2>\n<p>Kleinbergbau ist Bergbau mit <strong>viel Handarbeit und wenig Kapital<\/strong>. International spricht man von <em>artisanal and small-scale mining<\/em>, kurz ASM; bezogen auf Gold von <em>artisanal and small-scale gold mining<\/em>, kurz ASGM. Gemeint sind Einzelpersonen, Familien, Kooperativen und kleine Betriebe, die Gold mit einfachem Ger\u00e4t gewinnen \u2013 im Stollen, im Flussbett, im Tagebau.<\/p>\n<p>Die <strong>ma\u00dfgebliche Definition<\/strong> stammt von <strong>der OECD<\/strong>. In ihrem Leitfaden zur Sorgfaltspflicht in Mineralien-Lieferketten hei\u00dft es, Kleinbergbau seien \u201eformelle oder informelle Bergbaubetriebe mit \u00fcberwiegend vereinfachten Formen von Exploration, Abbau, Aufbereitung und Transport. Kleinbergbau ist normalerweise wenig kapitalintensiv und nutzt sehr arbeitsintensive Technik.\u201c<sup><a href=\"#fn3\" id=\"ref3\">3<\/a><\/sup> Die Definition umfasst ausdr\u00fccklich beides: Einzelne, die allein oder im Familienverbund sch\u00fcrfen, und Kooperativen mit Hunderten oder Tausenden von Mitgliedern.<\/p>\n<p>Der Gegensatz dazu ist der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-grossbergbau\">Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>: hochmechanisiert, kapitalintensiv, meist in der Hand internationaler Konzerne, mit sehr wenigen Besch\u00e4ftigten je gef\u00f6rderter Menge Gold. Beide Formen existieren oft im selben Land, manchmal auf demselben Berg.<\/p>\n<p>Entscheidend ist eine Unterscheidung, die in der Debatte st\u00e4ndig verwischt wird: <strong>Kleinbergbau ist nicht gleich illegaler Bergbau<\/strong>. Der Sektor zerf\u00e4llt in drei Gruppen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Formalisiert:<\/strong> Der Betrieb hat Konzession, Lizenz und Rechtsstatus, zahlt Abgaben und unterliegt staatlicher Aufsicht. Diese Gruppe ist die kleinste.<\/li>\n<li><strong>Informell:<\/strong> Der Abbau ist nicht verboten, aber unregistriert \u2013 meist, weil die Formalisierung zu teuer, zu langwierig oder praktisch unerreichbar ist. Das ist die gr\u00f6\u00dfte Gruppe.<\/li>\n<li><strong>Illegal:<\/strong> Der Abbau findet in Schutzgebieten, auf fremdem Grund oder unter Kontrolle krimineller Strukturen statt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer diese drei Gruppen in einen Topf wirft, kommt zwangsl\u00e4ufig zu falschen L\u00f6sungen. Ein Gro\u00dfteil dessen, was in Schlagzeilen als \u201eillegaler Goldbergbau\u201c erscheint, ist rechtlich betrachtet informeller Bergbau von Menschen, die gern legal arbeiten w\u00fcrden.<\/p>\n<h2>Wie der Kleinbergbau seit 2000 gewachsen ist<\/h2>\n<p>Der wichtigste Treiber des Wachstums ist <strong>der Goldpreis<\/strong>. Im Jahresdurchschnitt 2001 kostete eine Feinunze Gold 271 US-Dollar.<sup><a href=\"#fn4\" id=\"ref4\">4<\/a><\/sup> Am 9. September 2026 waren es 4.418 US-Dollar.<sup><a href=\"#fn5\" id=\"ref5\">5<\/a><\/sup> Das ist mehr als eine Versechzehnfachung in 25 Jahren \u2013 und f\u00fcr Menschen ohne Landtitel, Ersparnisse oder Arbeitsvertrag ist Gold damit die zug\u00e4nglichste Einkommensquelle, die ihre Region zu bieten hat.<\/p>\n<p>Eine saubere globale Zeitreihe speziell f\u00fcr den Gold-Kleinbergbau existiert nicht. Als Indiz taugt die rohstoff\u00fcbergreifende Zahl f\u00fcr den gesamten Kleinbergbau: 1999 sch\u00e4tzte die Internationale Arbeitsorganisation die Zahl der Besch\u00e4ftigten auf rund 13 Millionen, die Weltbank nennt heute rund 45 Millionen in 80 L\u00e4ndern.<sup><a href=\"#fn6\" id=\"ref6\">6<\/a><\/sup> Das ist mehr als eine Verdreifachung \u2013 \u00fcber alle Rohstoffe hinweg, nicht nur Gold.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gold selbst lassen sich zwei Fixpunkte vergleichen. Eine viel zitierte Studie sch\u00e4tzte die weltweite Kleinbergbau-Produktion f\u00fcr das Bezugsjahr 2011 auf 380\u2013450 Tonnen.<sup><a href=\"#fn7\" id=\"ref7\">7<\/a><\/sup> Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2023 kommt auf einen Medianwert von 520 Tonnen, bei einer Spanne von 380\u2013870 Tonnen.<sup><a href=\"#fn8\" id=\"ref8\">8<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Neben dem Preis wirken weitere Kr\u00e4fte: fehlende Einkommensalternativen im l\u00e4ndlichen Raum, Migration in Abbaugebiete, W\u00e4hrungsverfall und politische Krisen.<\/p>\n<h2>In Zahlen: wenig Gold, sehr viele Menschen<\/h2>\n<p><strong>15\u201320 Millionen Menschen<\/strong> arbeiten weltweit direkt im Gold-Kleinbergbau. Die Vereinten Nationen nennen 10\u201315 Millionen, darunter 4\u20135 Millionen Frauen und Kinder; neuere Sch\u00e4tzungen des Intergovernmental Forum on Mining gehen von knapp 20 Millionen in rund 70 L\u00e4ndern aus.<sup><a href=\"#fn9\" id=\"ref9\">9<\/a><\/sup> Rechnet man vor- und nachgelagerte T\u00e4tigkeiten sowie Familienangeh\u00f6rige hinzu, leben rund 100 Millionen Menschen von diesem Sektor.<sup><a href=\"#fn1\">1<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Die F\u00f6rdermenge liegt bei etwa 500\u2013600 Tonnen Gold im Jahr.<sup><a href=\"#fn10\" id=\"ref10\">10<\/a><\/sup> Zum Vergleich: 2025 wurden weltweit rund 3.672 Tonnen Gold aus Minen gef\u00f6rdert, so viel wie nie zuvor.<sup><a href=\"#fn11\" id=\"ref11\">11<\/a><\/sup> Der Anteil des Kleinbergbaus betr\u00e4gt damit rund 15 %; einzelne Quellen nennen bis zu 20 %.<sup><a href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup><\/p>\n<p><strong>Die wichtigste Kennzahl<\/strong> des Sektors ergibt sich aus dem Verh\u00e4ltnis beider Zahlen. Im Kleinbergbau arbeiten rund 25 bis 40 Menschen direkt an jedem Kilogramm Gold. Im industriellen Gro\u00dfbergbau sind es etwa 0,3. Je Kilogramm Gold besch\u00e4ftigt der Kleinbergbau also <strong>rund hundertmal so viele Menschen<\/strong>.<sup><a href=\"#fn12\" id=\"ref12\">12<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Anders gesagt: Ein Bergmann im Kleinbergbau f\u00f6rdert im Jahr etwa eine Feinunze Gold, also rund 31 Gramm. Im Gro\u00dfbergbau sind es rund 100 Unzen je Besch\u00e4ftigtem. Ein Ehering mit 5 Gramm Feingold aus dem Kleinbergbau entspricht rechnerisch rund acht Wochen Arbeit eines Kleinbergmanns.<\/p>\n<p>Alle diese Zahlen sind Sch\u00e4tzungen, und <strong>die Spannen sind gro\u00df<\/strong>. Zwischen 10 und 20 Millionen Besch\u00e4ftigten liegt der Faktor zwei; bei der F\u00f6rdermenge reicht die wissenschaftliche Bandbreite von 380 bis 870 Tonnen. Das ist kein Mangel an Sorgfalt, sondern die Folge von Informalit\u00e4t: Wer nicht registriert ist, taucht in keiner Statistik auf. Die Unsch\u00e4rfe ist selbst ein Befund \u2013 sie zeigt, wie sehr diese Menschen im Schatten arbeiten.<\/p>\n<h2>Wie im Kleinbergbau Gold abgebaut wird<\/h2>\n<p>\u201eKleinbergbau\u201c beschreibt keine einzelne Methode, sondern <strong>ein ganzes Spektrum<\/strong>. Zwischen der Frau, die mit einer Waschpfanne im Fluss steht, und der Kooperative mit Kugelm\u00fchle, R\u00fctteltisch und Zyanidanlage liegen technische Welten. Und genau dort entscheidet sich, wie viel Schaden entsteht.<\/p>\n<h3>Wo das Gold liegt<\/h3>\n<p><strong>Der Lagerst\u00e4ttentyp<\/strong> bestimmt alles Weitere. Der Kleinbergbau baut drei Arten von Vorkommen ab:<sup><a href=\"#fn13\" id=\"ref13\">13<\/a><\/sup><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Alluviale Lagerst\u00e4tten, sogenannte Seifen:<\/strong> Goldpartikel, die Fl\u00fcsse aus verwittertem Gestein herangetragen und abgelagert haben \u2013 in Flussbetten, Terrassen und Schwemmebenen, oft nur wenige Meter tief.<\/li>\n<li><strong>Verwitterte Gesteinszonen, sogenannte Saprolite:<\/strong> Gold in weichem, teilentfestigtem Gestein. Leicht zu l\u00f6sen, aber unregelm\u00e4\u00dfig verteilt.<\/li>\n<li><strong>Prim\u00e4res Hartgestein:<\/strong> Gold in mineralisierten G\u00e4ngen, mit 10\u201350 Gramm je Tonne Gestein, in Einzelf\u00e4llen bis zu 200 Gramm. Muss gesprengt, gebrochen und gemahlen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum Vergleich: Industrielle Tagebaue verarbeiten Erz mit durchschnittlich rund einem Gramm je Tonne.<sup><a href=\"#fn14\" id=\"ref14\">14<\/a><\/sup> Kleinbergleute k\u00f6nnen nur reiche G\u00e4nge wirtschaftlich von Hand abbauen \u2013 und bewegen deshalb je Kilogramm Gold nur einen Bruchteil des Materials, grob 50 bis 100 Tonnen statt hundert bis \u00fcber tausend.<sup><a href=\"#fn15\" id=\"ref15\">15<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Seifengold ist meist grobk\u00f6rnig und l\u00e4sst sich rein mechanisch gewinnen. Hartgesteinsgold ist fein verwachsen und verlangt Zerkleinerung \u2013 hier beginnt der Chemikalieneinsatz.<\/p>\n<h3>Wie das Gold aus dem Boden kommt<\/h3>\n<p>Vier Abbauformen dominieren, und sie <strong>unterscheiden sich stark in ihrer Wirkung<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Goldwaschen von Hand:<\/strong> Waschpfanne oder Batea, oft im Nebenerwerb und h\u00e4ufig von Frauen ausge\u00fcbt. Der geringste Eingriff, aber auch der geringste Ertrag.<\/li>\n<li><strong>Alluvialer Tagebau:<\/strong> Abschieben der Deckschicht, Auswaschen des goldhaltigen Kieses \u00fcber Schleusen, oft mit Hochdruckwasser. Zerst\u00f6rt Boden und Vegetation gro\u00dffl\u00e4chig.<\/li>\n<li><strong>Fluss- und Schwimmbagger:<\/strong> Schwimmende Saug- oder Schaufelbagger graben Flussbetten um, tr\u00fcben das Wasser und verlagern Sediment \u00fcber weite Strecken.<\/li>\n<li><strong>Untertagebau:<\/strong> Sch\u00e4chte und Stollen entlang der Erzg\u00e4nge, meist ohne Fachplanung, Bel\u00fcftung oder ausreichenden Ausbau. F\u00fcr die Bergleute die mit Abstand gef\u00e4hrlichste Variante \u2013 f\u00fcr Natur, Landwirtschaft und Anwohner dagegen die schonendste, weil an der Oberfl\u00e4che kaum etwas zerst\u00f6rt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht selten kommt alles zusammen: In vielen Regionen arbeiten Handw\u00e4scher, Kooperativen mit Stollen und mechanisierte Baggerbetriebe im selben Flusstal.<\/p>\n<h3>Vom Gestein zum Gold: Aufbereitung und Chemie<\/h3>\n<p>Wie fein das Erz gemahlen wird, entscheidet \u00fcber <strong>Ausbeute und Chemikalienbedarf<\/strong>. Zerkleinert wird von Hand, mit Backenbrechern oder mit Kugel-, Hammer-, Stempel- und chilenischen M\u00fchlen. Ein verbreiteter Fehler: Viele Betriebe mahlen nur auf etwa 2 Millimeter statt auf unter 0,5 Millimeter, sodass ein gro\u00dfer Teil des Goldes im Gestein eingeschlossen bleibt.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Danach folgt die Anreicherung, rein mechanisch \u00fcber Schleusen, R\u00fctteltische, Spiralen oder Zentrifugen. Gute R\u00fctteltische liefern Konzentrate mit \u00fcber 50 % Goldgehalt.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup> Wer sauber anreichert, braucht anschlie\u00dfend <strong>deutlich weniger oder gar kein Quecksilber<\/strong> \u2013 das ist der wichtigste Hebel des ganzen Sektors.<\/p>\n<p><strong>Quecksilber<\/strong> ist trotzdem das verbreitetste Trennmittel. Es bindet Goldpartikel zu einem Amalgam, das anschlie\u00dfend erhitzt wird, bis das Quecksilber verdampft. Die schlechteste Praxis ist die Amalgamierung des gesamten Erzes: im Verh\u00e4ltnis von 4:1 bis 20:1 und mehr zum gewonnenen Gold, bei Ausbeuten, die selten \u00fcber 30 % liegen.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup> Wird nur das Konzentrat amalgamiert, sinkt das Verh\u00e4ltnis auf etwa 1:1 bis 1,3:1. Retorten und Abzugshauben fangen den Dampf auf und senken die Emissionen um 75\u201395 %.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup><\/p>\n<p><strong>Zyanidlaugung erzielt die h\u00f6chste Ausbeute<\/strong> \u2013 oft 90 % des im Erz enthaltenen Goldes.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup> Sie gilt vielen als bedenklich, ist im Vergleich zu Quecksilber aber das kleinere \u00dcbel: Zyanid reichert sich weder im K\u00f6rper noch in der Nahrungskette an und baut sich in der Umwelt ab, vor allem durch Ausgasen, Oxidation, Photolyse und mikrobiellen Abbau.<sup><a href=\"#fn16\" id=\"ref16\">16<\/a><\/sup> Seine Gefahr wirkt akut und ist deshalb allen Beteiligten bewusst, w\u00e4hrend Quecksilber langsam, geruchlos und unsichtbar vergiftet.<\/p>\n<p>Die hohe Ausbeute ist dabei <strong>mehr als ein wirtschaftliches Argument<\/strong>. Wer gleich beim ersten Durchgang so viel Gold wie m\u00f6glich herausholt, l\u00e4sst weniger davon in den R\u00fcckst\u00e4nden zur\u00fcck. Genau diese Halden werden sonst Jahre sp\u00e4ter ein zweites Mal aufbereitet \u2013 und zwar mit Zyanid. Trifft es dann auf quecksilberhaltiges Material, entstehen l\u00f6sliche Quecksilber-Zyanid-Verbindungen, die sich in Gew\u00e4ssern leichter ausbreiten und das Quecksilber biologisch verf\u00fcgbarer machen.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup> Kontrolliert und von Anfang an richtig eingesetzt, ist Zyanid deshalb ein Weg aus dem Quecksilber.<\/p>\n<p>Und es geht <strong>ganz ohne Quecksilber<\/strong>. Bei der Direktschmelze wird ein hochwertiges Konzentrat mit Flussmitteln wie Borax eingeschmolzen, bis sich das Gold von den \u00fcbrigen Mineralen trennt. Ein Beispiel aus der Mongolei zeigt eine komplette quecksilberfreie Kette \u2013 Backenbrecher, chilenische M\u00fchle, Schleusen, R\u00fctteltisch, Direktschmelze \u2013 mit rund 70 % Ausbeute.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup> Sie eignet sich allerdings nur f\u00fcr kleine, hochhaltige Konzentrate und skaliert schlecht. Wer den Ausstieg aus dem Quecksilber will, muss Betrieben also entweder gute Anreicherung plus Direktschmelze oder eine sicher betriebene Zyanidanlage finanzieren \u2013 beides kostet Geld, das im informellen Sektor niemand hat.<\/p>\n<h2>Wo im Kleinbergbau Gold abgebaut wird<\/h2>\n<p>Gold-Kleinbergbau findet in <strong>70 bis 80 L\u00e4ndern<\/strong> statt, fast ausschlie\u00dflich im Globalen S\u00fcden.<sup><a href=\"#fn9\">9<\/a><\/sup> Drei Gro\u00dfregionen pr\u00e4gen das Bild.<\/p>\n<p><strong>Asien<\/strong> stellt in absoluten Zahlen die meisten Kleinbergleute, mit Schwerpunkten in China, Indonesien, auf den Philippinen, in Myanmar und in der Mongolei. F\u00fcr 2014 wurden dort rund 10,6 Millionen Menschen im Kleinbergbau aller Rohstoffe gez\u00e4hlt, davon allein 9 Millionen in China.<sup><a href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup> Die Mongolei gilt zugleich als Beispiel f\u00fcr weit entwickelte quecksilberfreie Verfahren.<sup><a href=\"#fn13\">13<\/a><\/sup><\/p>\n<p><strong>Subsahara-Afrika<\/strong> folgt mit rund 9,9 Millionen Kleinbergleuten (2014, alle Rohstoffe), ist aber die Region mit der h\u00f6chsten gesellschaftlichen Abh\u00e4ngigkeit: In afrikanischen L\u00e4ndern hingen 5\u201320 % der Bev\u00f6lkerung direkt am Kleinbergbau, gegen\u00fcber 0,1\u20135 % in Lateinamerika und 0,1\u20131 % in Asien.<sup><a href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup> Schwerpunkte sind Ghana, Burkina Faso, Mali, Niger, Sudan, Tansania und die Demokratische Republik Kongo.<\/p>\n<p><strong>Lateinamerika<\/strong> ist mit rund 1,4 Millionen Kleinbergleuten (2014, alle Rohstoffe) die kleinste der drei Regionen<sup><a href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup> \u2013 und zugleich die am besten dokumentierte, weil der Abbau dort in den Amazonasregenwald und in die Anden vordringt. Schwerpunkte sind Peru, Kolumbien, Bolivien, Ecuador, Brasilien, Venezuela und die Guyanas. Die Auspr\u00e4gungen unterscheiden sich stark: In Ecuador stammen 85 % der nationalen Goldproduktion aus dem Kleinbergbau, in Bolivien kommen 99 % des Goldes aus Bergbau-Kooperativen.<sup><a href=\"#fn17\" id=\"ref17\">17<\/a><\/sup><\/p>\n<h2>Die Probleme des Gold-Kleinbergbaus<\/h2>\n<h3>Quecksilber: die gr\u00f6\u00dfte Quelle weltweit<\/h3>\n<p>Der Gold-Kleinbergbau setzt <strong>mehr Quecksilber frei als jede andere menschliche T\u00e4tigkeit<\/strong>. Auf ihn entfallen rund 37 % der j\u00e4hrlich rund 2.200 Tonnen, die weltweit in Luft, Wasser und Boden gelangen.<sup><a href=\"#fn18\" id=\"ref18\">18<\/a><\/sup> Praktisch das gesamte im Sektor eingesetzte Quecksilber landet in der Umwelt.<\/p>\n<p>Die Wirkungskette reicht <strong>weit \u00fcber die Mine hinaus<\/strong>. Quecksilber gelangt in Fl\u00fcsse, wird dort von Mikroorganismen in Methylquecksilber umgewandelt, reichert sich in Fischen an und erreicht so Menschen, die nie eine Mine von innen gesehen haben. Es sch\u00e4digt vor allem das Nervensystem, besonders bei Ungeborenen und Kleinkindern.<\/p>\n<p>Wie viel eingesetzt wird, h\u00e4ngt vollst\u00e4ndig vom Verfahren ab: Bei der Amalgamierung des gesamten Erzes sind es im Mittel rund 5 Kilogramm Quecksilber je Kilogramm Gold, bei der Amalgamierung von Konzentrat 1 bis 2 Kilogramm.<sup><a href=\"#fn19\" id=\"ref19\">19<\/a><\/sup> Feldmessungen im brasilianischen Amazonas zeigen, dass mit Retorten von 1,7 eingesetzten Kilogramm nur noch rund 0,19 Kilogramm in die Umwelt gelangen.<sup><a href=\"#fn20\" id=\"ref20\">20<\/a><\/sup> Zwischen schlechter und guter Praxis liegt hier <strong>ein Vielfaches<\/strong> \u2013 und genau hier setzen verbindliche Standards an. Mehr zu den \u00f6kologischen Folgen des Goldabbaus insgesamt: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-umweltzerstoerung\">Gold &amp; Umweltzerst\u00f6rung<\/a>.<\/p>\n<h3>Zyanid: beherrschbar, aber selten beherrscht<\/h3>\n<p>Zyanid ist gegen\u00fcber Quecksilber <strong>das kleinere \u00dcbel<\/strong> \u2013 aber nur unter Kontrolle. Genau daran fehlt es im Kleinbergbau meist. Ein Praxisleitfaden von planetGOLD und dem Artisanal Gold Council h\u00e4lt fest, dass der Zyanideinsatz im Sektor \u201eh\u00e4ufig ohne die entscheidenden Schutzvorkehrungen und ohne verantwortungsvolle Betriebsf\u00fchrung\u201c stattfindet und die \u00dcberwachung der Abw\u00e4sser \u201eweithin mangelhaft\u201c sei.<sup><a href=\"#fn21\" id=\"ref21\">21<\/a><\/sup> Gelaugt wird in ungedichteten Becken und Halden, entgiftet wird selten \u2013 und was \u00fcbrig bleibt, versickert oder flie\u00dft ab. Anders als im Gro\u00dfbergbau droht dabei selten der spektakul\u00e4re Dammbruch. Das Risiko ist leiser: undichte Becken, Starkregen, direkte Einleitung.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gew\u00e4sser und Anwohner ist das <strong>folgenreich<\/strong>. Wasserlebewesen reagieren deutlich empfindlicher auf Zyanid als Landlebewesen, und beim Abbau der Verbindungen werden zus\u00e4tzlich Schwermetalle aus dem Gestein gel\u00f6st und mobil.<sup><a href=\"#fn21\">21<\/a><\/sup> Eine Felduntersuchung auf den Philippinen zeigt, wie nah das an den Menschen liegt: Dort standen Laugungsbecken teils nur f\u00fcnf Meter von Wohnh\u00e4usern entfernt, die R\u00fcckst\u00e4nde liefen unbehandelt \u00fcber Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben in den n\u00e4chsten Fluss, und bei 35 % der untersuchten Bergleute waren die Zyanidwerte im Blut erh\u00f6ht.<sup><a href=\"#fn22\" id=\"ref22\">22<\/a><\/sup> Das Problem ist also nicht der Stoff, sondern der unkontrollierte Umgang mit ihm \u2013 und der l\u00e4sst sich mit Technik und Aufsicht beheben.<\/p>\n<h3>Waldrodung: Gold ist der gr\u00f6\u00dfte Treiber<\/h3>\n<p>Zwischen 2001 und 2023 hat der Bergbau weltweit 19.765 Quadratkilometer Wald direkt zerst\u00f6rt \u2013 und Gold ist mit knapp 42 % <strong>der gr\u00f6\u00dfte Einzeltreiber<\/strong>, vor Kohle mit 26 %.<sup><a href=\"#fn23\" id=\"ref23\">23<\/a><\/sup> Das entspricht rund 8.200 Quadratkilometern, etwa der dreifachen Fl\u00e4che des Saarlands. Die dabei freigesetzten Treibhausgase summieren sich \u00fcber den Zeitraum auf 0,75 Milliarden Tonnen CO2, davon rund 0,39 Milliarden allein durch Goldbergbau.<\/p>\n<p>Zwei Drittel dieser Entwaldung gehen auf <strong>Bergbau zur\u00fcck, der in keinem offiziellen Register auftaucht<\/strong>. Beim Gold sind es sogar 73 %.<sup><a href=\"#fn23\">23<\/a><\/sup> Das Problem liegt also nicht dort, wo hingeschaut wird, sondern dort, wo nicht.<\/p>\n<p>Am deutlichsten sichtbar ist das im Amazonasgebiet. Dort hat sich der Bergbau-Fu\u00dfabdruck zwischen 2018 und 2024 mehr als verdoppelt, auf gut 2 Millionen Hektar; mehr als die H\u00e4lfte davon entfiel auf Brasilien.<sup><a href=\"#fn24\" id=\"ref24\">24<\/a><\/sup> In Peru summiert sich die Zerst\u00f6rung bis Mitte 2025 auf 139.169 Hektar, zu 97,5 % in der Region Madre de Dios \u2013 etwa die eineinhalbfache Fl\u00e4che Berlins.<sup><a href=\"#fn25\" id=\"ref25\">25<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Der Mechanismus ist bei alluvialem Abbau immer derselbe: erst die Vegetation entfernen, dann die Deckschicht abschieben, dann das goldhaltige Material auswaschen. Zur\u00fcck bleiben Sand, Ger\u00f6ll und quecksilberbelastete T\u00fcmpel \u2013 eine Landschaft, die sich von selbst nicht mehr bewaldet, weil der Oberboden fehlt.<\/p>\n<h3>Klimabilanz: Diesel abseits jedes Stromnetzes<\/h3>\n<p>Der Energiebedarf im Gold-Kleinbergbau wird fast vollst\u00e4ndig mit <strong>Dieselgeneratoren<\/strong> gedeckt. Abbaugebiete liegen selten am Stromnetz; Pumpen, Bagger, M\u00fchlen und Licht h\u00e4ngen an Aggregaten. Die bislang gr\u00fcndlichste Feldstudie \u2013 47 Standorte im brasilianischen Amazonasgebiet \u2013 kommt auf rund 16 Tonnen CO2-\u00c4quivalent je Kilogramm Gold, bei einer Spanne von 10 bis 30 Tonnen.<sup><a href=\"#fn20\">20<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Auch hier entscheidet <strong>die Methode<\/strong>. Untert\u00e4giger Hartgesteinsbergbau liegt in derselben Studie bei rund 9,8 Tonnen je Kilogramm, alluvialer Abbau mit Bagger bei 18, Flussbagger bei 25,7 und manueller alluvialer Abbau bei 29,2 Tonnen.<sup><a href=\"#fn20\">20<\/a><\/sup> Der Grund ist derselbe wie beim Quecksilber: Wo wenig Gold in viel Material steckt, muss mehr bewegt, gepumpt und gewaschen werden \u2013 und der Dieselverbrauch steigt mit. Der Gro\u00dfbergbau liegt im globalen Durchschnitt bei 23 bis 33 Tonnen je Kilogramm Gold.<sup><a href=\"#fn26\" id=\"ref26\">26<\/a><\/sup> Eine Einschr\u00e4nkung geh\u00f6rt zu diesen Zahlen: Die Datenbasis f\u00fcr den Kleinbergbau ist d\u00fcnn. Hier tr\u00e4gt im Wesentlichen eine einzelne regionale Feldstudie, w\u00e4hrend der Wert f\u00fcr den Gro\u00dfbergbau auf 194 Minen in 35 L\u00e4ndern beruht.<\/p>\n<h3>Gesundheit und Sicherheit der Bergleute<\/h3>\n<p>Im Kleinbergbau fehlt <strong>fast alles, was Arbeit sicher macht<\/strong>. Stollen werden ohne Fachplanung getrieben und ohne ausreichenden Ausbau befahren; Einst\u00fcrze und Versch\u00fcttungen geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen. Sprengarbeiten finden oft ohne Ausbildung statt.<\/p>\n<p>Hinzu kommen die schleichenden Sch\u00e4den. Quarzstaub f\u00fchrt zu Silikose, einer unheilbaren Lungenerkrankung. L\u00e4rm, Vibration und schweres Heben zerst\u00f6ren Geh\u00f6r und Gelenke. Schutzausr\u00fcstung ist selten, medizinische Versorgung in abgelegenen Abbaugebieten noch seltener.<\/p>\n<p>Das gilt auch <strong>au\u00dferhalb des Stollens<\/strong>. In vielen Abbaugebieten fehlen sauberes Trinkwasser, Abwasserentsorgung und Strom. Boomtowns entstehen binnen Monaten und ohne Planung, mit entsprechenden Folgen f\u00fcr Hygiene, Kriminalit\u00e4t und die Sicherheit von Frauen. Wer krank oder verletzt ist, verdient nichts \u2013 eine Absicherung gibt es nicht.<\/p>\n<h3>Wer dort arbeitet \u2013 und warum<\/h3>\n<p><strong>Kinderarbeit<\/strong> ist im Gold-Kleinbergbau verbreitet. Weltweit arbeiten nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation \u00fcber eine Million Kinder in Minen und Steinbr\u00fcchen. In Burkina Faso und Niger bestehen 30\u201350 % der Belegschaft im Goldbergbau aus Kindern, in Mali sind rund 20 % der Kleinbergleute minderj\u00e4hrig.<sup><a href=\"#fn27\" id=\"ref27\">27<\/a><\/sup> Ausf\u00fchrlicher dazu: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-soziale-auswirkungen\">Gold &amp; soziale Auswirkungen<\/a>.<\/p>\n<p>Frauen stellen einen erheblichen Teil der Arbeitskraft, vor allem beim Zerkleinern, Waschen und bei der Amalgamierung \u2013 also gerade dort, wo der Quecksilberkontakt am h\u00f6chsten ist. An Eigentum, Konzessionen und Entscheidungen sind sie deutlich seltener beteiligt.<\/p>\n<p>Entscheidend ist <strong>der Grund, aus dem diese Menschen dort arbeiten<\/strong>. Der Kleinbergbau wird, wie es das Intergovernmental Forum on Mining formuliert, \u201ein der Regel als Weg aus der Armut betrieben oder als T\u00e4tigkeit, die ein unzureichendes Einkommen erg\u00e4nzt \u2013 besonders in Gemeinschaften, in denen es kaum alternative Besch\u00e4ftigung gibt\u201c.<sup><a href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup> In den meisten Abbauregionen gibt es keine Fabrik, kein B\u00fcro und keine zweite Einkommensquelle.<\/p>\n<p>Schulbildung endet fr\u00fch, Wissen \u00fcber die Wirkung von Quecksilber ist kaum vorhanden, und wer heute nichts verdient, hat morgen nichts zu essen. Das ist keine Entschuldigung f\u00fcr Kinderarbeit oder Umweltzerst\u00f6rung. Aber es verschiebt die Frage nach der Verantwortung: Die meisten Kleinbergleute treffen keine Wahl zwischen gut und schlecht, sondern nutzen die einzige Option, die ihre Region hergibt.<\/p>\n<h3>Ein edles Metall, ein miserabler Preis<\/h3>\n<p>Wer informell Gold f\u00f6rdert, <strong>verkauft es selten zu guten Bedingungen<\/strong>. Ohne Konzession gibt es keinen Bankkredit, ohne Kredit keine Ausr\u00fcstung. Zwischenh\u00e4ndler springen ein: Sie finanzieren Werkzeug, Treibstoff und Quecksilber vor \u2013 und sichern sich im Gegenzug einen Teil der F\u00f6rderung, bevor die Bergleute selbst etwas verdienen.<\/p>\n<p>Wie gro\u00df dieser Teil ist, <strong>ist untersucht<\/strong>. In der Demokratischen Republik Kongo geht \u00fcblicherweise ein Drittel der Produktion an die R\u00fcckzahlung der Vorfinanzierung.<sup><a href=\"#fn28\" id=\"ref28\">28<\/a><\/sup> In Ghana beschreibt die OECD ein verbreitetes Modell mit 30 % f\u00fcr den Konzessionsinhaber und 40 % f\u00fcr den Sponsor \u2013 erst der Rest wird unter den Grabenden aufgeteilt.<sup><a href=\"#fn29\" id=\"ref29\">29<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Beim Preis je Gramm entscheidet vor allem <strong>die Entfernung<\/strong>. Je abgelegener der Verkaufsort, desto gr\u00f6\u00dfer die Marge des H\u00e4ndlers. In Burkina Faso erhalten Bergleute an der Mine f\u00fcr Kleinmengen 85\u201387 % des LBMA-Fixings, w\u00e4hrend Exporteure im selben Land 97 % bekommen.<sup><a href=\"#fn30\" id=\"ref30\">30<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Wer vorfinanziert ist, kann nicht warten und nicht vergleichen \u2013 verkauft wird dort, wo der Kredit herkam. Daraus entsteht ein Kreislauf aus Vorfinanzierung und Verschuldung, der \u00fcber Generationen wirken kann. Der Goldpreis mag auf Rekordniveau stehen; bei denen, die das Gold aus dem Boden holen, kommt davon <strong>nur ein Bruchteil<\/strong> an.<\/p>\n<h3>Wo Bewaffnete den Abbau kontrollieren<\/h3>\n<p>In einigen Regionen ist Gold l\u00e4ngst <strong>eine Einnahmequelle bewaffneter Gruppen<\/strong>. Am gr\u00fcndlichsten dokumentiert ist das f\u00fcr den Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dort arbeiten 85 % der erfassten Kleinbergleute in Goldminen \u2013 Gold ist damit mit Abstand der wichtigste artisanale Rohstoff der Region.<sup><a href=\"#fn31\" id=\"ref31\">31<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Von rund 132.320 erfassten Bergleuten waren 61 % von \u201eInterferenz\u201c betroffen, also von illegaler Abgabenerhebung durch bewaffnete Akteure. Nichtstaatliche bewaffnete Gruppen waren an 29 % der besuchten Minenstandorte pr\u00e4sent, Einheiten der kongolesischen Armee an 37 %.<sup><a href=\"#fn31\">31<\/a><\/sup> Diese Anteile beziehen sich auf alle Rohstoffe; da 85 % der Bergleute im Gold arbeiten, betreffen sie ganz \u00fcberwiegend den Goldbergbau.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bergleute bedeutet das die schlechteste aller Konstellationen: keine Rechte, keine Ausweichm\u00f6glichkeit und ein Abnehmer, der Abgaben mit Gewalt eintreibt.<\/p>\n<h3>Wohin das Gold verschwindet<\/h3>\n<p>Ein erheblicher Teil des Kleinbergbau-Goldes verl\u00e4sst sein Herkunftsland, <strong>ohne je deklariert zu werden<\/strong>. Allein 2022 wurden mindestens 435 Tonnen aus Afrika geschmuggelt \u2013 mehr als eine Tonne pro Tag, im Gesamtwert von 24\u201335 Milliarden US-Dollar j\u00e4hrlich. Zwischen 2012 und 2022 hat sich der Schmuggel mehr als verdoppelt. Hauptabnehmer sind die Vereinigten Arabischen Emirate, die Schweiz und Indien.<sup><a href=\"#fn32\" id=\"ref32\">32<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Die Route ist gut dokumentiert. Die Emirate importierten zwischen 2012 und 2022 rund 2.596 Tonnen undeklariertes afrikanisches Gold. Im selben Zeitraum f\u00fchrte die Schweiz \u00fcber 1.670 Tonnen aus Dubai ein.<sup><a href=\"#fn32\">32<\/a><\/sup> M\u00f6glich macht das eine Regel, die nach Schweizer Recht den letzten Verarbeitungsort als Ursprung definiert: Gold aus den Emiraten gilt als emiratisches Gold, unabh\u00e4ngig davon, wo es tats\u00e4chlich aus dem Boden kam.<\/p>\n<p>Am Ende der Kette kann aus frisch abgebautem Gold <strong>\u201eRecycling-Gold\u201c<\/strong> werden. Nach einer Analyse von IUCN NL gen\u00fcgt in der Praxis eine einzige Umwandlung nach der Erstraffination, damit Gold als recycelt deklariert wird \u2013 auch wenn es aus illegalen Quellen stammt und gerade erst abgebaut wurde.<sup><a href=\"#fn33\" id=\"ref33\">33<\/a><\/sup> Mehrere Untersuchungen weisen darauf hin, dass illegal gef\u00f6rdertes Gold auf diesem Weg in die formale Lieferkette gelangt. Was der Begriff tats\u00e4chlich abdeckt, kl\u00e4ren wir im Artikel <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/was-ist-recycling-gold\">Was ist Recycling-Gold?<\/a>.<\/p>\n<h2>Warum sich daran so wenig \u00e4ndert<\/h2>\n<p>Formalisierung ist der naheliegende Ausweg \u2013 und <strong>f\u00fcr die meisten unerreichbar<\/strong>. Konzessionsverfahren dauern Jahre, kosten Geb\u00fchren, verlangen Gutachten, Rechtsberatung und oft die Zusammenarbeit mit weit entfernten Beh\u00f6rden. Wer t\u00e4glich um das Einkommen k\u00e4mpft, kann diesen Weg nicht vorfinanzieren. Der informelle Status ist deshalb selten eine Entscheidung, meist ein Ergebnis.<\/p>\n<p>Pauschale Verbote <strong>verschlimmern die Lage<\/strong> regelm\u00e4\u00dfig. Ecuador zeigt das exemplarisch: Quecksilber ist dort gesetzlich verboten, wird im Kleinbergbau aber weiterhin heimlich eingesetzt.<sup><a href=\"#fn17\">17<\/a><\/sup> Das Verbot hat den Einsatz nicht beendet, sondern in die Illegalit\u00e4t verschoben \u2013 dorthin, wo niemand mehr schult, misst oder kontrolliert. Der passende Handel ist l\u00e4ngst entstanden: Die Environmental Investigation Agency dokumentierte, dass in vier Jahren mindestens 200 Tonnen illegales Quecksilber aus Mexiko nach Peru, Bolivien und Kolumbien geschmuggelt wurden, organisiert von kriminellen Kartellen.<sup><a href=\"#fn34\" id=\"ref34\">34<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Auch Standards f\u00fcr den Kleinbergbau <strong>ziehen daraus Konsequenzen<\/strong>. Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/fairmined-gold-standard\">Fairmined Gold Standard<\/a> verzichtet bewusst auf ein sofortiges Quecksilberverbot und reguliert den Einsatz stattdessen \u2013 mit der Begr\u00fcndung, als Bedingung im Standard w\u00fcrden \u201e95 % aller Kleinbergleute von der Entwicklungschance durch Fairmined ausgeschlossen\u201c.<sup><a href=\"#fn35\" id=\"ref35\">35<\/a><\/sup> Wer ausgeschlossen wird, h\u00f6rt nicht auf zu sch\u00fcrfen. Er sch\u00fcrft nur ohne Regeln weiter.<\/p>\n<h3>Wenn die Branche wegschaut<\/h3>\n<p>Dieselbe Logik gilt f\u00fcr <strong>die Abnehmerseite<\/strong> \u2013 und dort ist sie besonders wirksam. Die London Bullion Market Association beschreibt in einer eigenen Untersuchung \u201eeinen Trend unter den Raffinerien der Good Delivery List, das Risiko zu meiden, indem sie die Raffination von ASM-Gold ablehnen\u201c.<sup><a href=\"#fn36\" id=\"ref36\">36<\/a><\/sup> Der Grund ist nicht mangelndes Interesse, sondern Aufwand: Die Sorgfaltspr\u00fcfung f\u00fcr Kleinbergbau-Gold ist komplexer und teurer als f\u00fcr Gold aus Gro\u00dfminen.<\/p>\n<p>Die Folge <strong>l\u00e4sst sich beziffern<\/strong>. Von 5.038 Tonnen, die Good-Delivery-Raffinerien 2020\/21 verarbeiteten, waren nur 21 Tonnen als Kleinbergbau-Gold erfasst \u2013 rund 3 % der damals gesch\u00e4tzten Weltproduktion von 700 Tonnen aus dem Kleinbergbau.<sup><a href=\"#fn36\">36<\/a><\/sup> \u00dcber 95 % dieses Goldes laufen also au\u00dferhalb der gepr\u00fcften Kan\u00e4le.<\/p>\n<p>Einzelne Raffinerien haben den R\u00fcckzug offen erkl\u00e4rt; ein Schweizer Unternehmen stellte 2019 das gesamte Kleinbergbau-Gesch\u00e4ft ein und begr\u00fcndete das mit der \u201eanhaltenden Komplexit\u00e4t in der Lieferkette\u201c.<sup><a href=\"#fn37\" id=\"ref37\">37<\/a><\/sup> Eine Untersuchung zur Integration von Kleinbergbau-Gold h\u00e4lt fest, dass viele Raffinerien schlicht \u201eeine Politik haben, kein ASM-Gold anzunehmen\u201c.<sup><a href=\"#fn30\">30<\/a><\/sup><\/p>\n<p><strong>Wohin dieses Gold stattdessen flie\u00dft<\/strong>, benennt die LBMA selbst: Es gelangt \u201e\u00fcber die Pfade des geringsten Widerstands\u201c in die internationalen M\u00e4rkte \u2013 \u00fcber H\u00e4ndler, Sammler, Zwischenverarbeiter und Zwischenraffinerien, die keine nennenswerte Sorgfaltspr\u00fcfung verlangen.<sup><a href=\"#fn36\">36<\/a><\/sup> Der Ausschluss beseitigt das Gold nicht, er beseitigt nur die Sichtbarkeit.<\/p>\n<p>Dass solche Ausschl\u00fcsse reale Folgen haben, ist untersucht. Nach der US-Konfliktmineralien-Regulierung kam es in der Demokratischen Republik Kongo faktisch zu einem Bann auf artisanalen Bergbau, der nach einer Analyse in <em>PLOS ONE<\/em> \u201ehunderttausende Bergbaugemeinschaften ihrer Lebensgrundlage beraubte\u201c \u2013 begleitet von messbar mehr Gewalt in den betroffenen Gebieten.<sup><a href=\"#fn38\" id=\"ref38\">38<\/a><\/sup> Bis zu zwei Millionen Bergleute wurden durch Formalisierungs- und Regulierungsanforderungen ausgeschlossen.<sup><a href=\"#fn39\" id=\"ref39\">39<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Der Kleinbergbau ist damit nicht die Ursache dieser Missst\u00e4nde, sondern <strong>ihr Symptom<\/strong>. Die Ursachen liegen in fehlenden Alternativen, in unerreichbarer Legalit\u00e4t und in einer Lieferkette, die Undurchsichtigkeit belohnt und Hinsehen bestraft. Wer die Herkunft seines Goldes nicht hinterfragt, h\u00e4lt dieses System in Gang. Wer sie hinterfragt, beginnt es zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Das Potenzial: was dieser Sektor bewegen kann<\/h2>\n<p>Die Arbeitsintensit\u00e4t, die den Kleinbergbau so verletzlich macht, ist zugleich <strong>seine gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke<\/strong>. Je Kilogramm Gold h\u00e4ngen hier rund hundertmal so viele Arbeitspl\u00e4tze wie im Gro\u00dfbergbau. Jede Verbesserung der Bedingungen erreicht also ungleich mehr Menschen.<\/p>\n<p>Die Wertsch\u00f6pfung <strong>bleibt in der Region<\/strong>. L\u00f6hne, Eink\u00e4ufe und Dienstleistungen zirkulieren vor Ort, statt als Konzerngewinn abzuflie\u00dfen. In vielen Abbauregionen ist der Kleinbergbau der gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber und der wichtigste Geldkreislauf \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Kleinbergbau l\u00e4sst sich <strong>mit anderer Erwerbsarbeit verbinden<\/strong>. In den Anden ist es verbreitet, dass Familien saisonal zwischen Bergbau und Landwirtschaft wechseln. Solche Kombinationen machen Regionen widerstandsf\u00e4higer, weil das Einkommen nicht an einem einzigen Preis h\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die Technik f\u00fcr sauberere Verfahren <strong>existiert bereits<\/strong>. Bessere Mahlfeinheit, Schleusen, R\u00fctteltische, Retorten, Direktschmelze mit Borax und kontrollierte Zyanidanlagen sind erprobt und funktionieren im Kleinbergbau. Woran es fehlt, sind Kapital, Schulung und Aufsicht \u2013 nicht die Methode.<\/p>\n<p>Und der Sektor misst inzwischen <strong>selbst, was er bewirkt<\/strong>. Die <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/alliance-for-responsible-mining-arm\">Alliance for Responsible Mining<\/a> hat als erste Organisation ein Instrument entwickelt, das die Klimabilanz-Methodik des GHG Protocol auf die Verh\u00e4ltnisse im Kleinbergbau \u00fcbertr\u00e4gt, und misst damit Emissionen einzelner Bergbauorganisationen \u00fcber alle drei Scopes.<sup><a href=\"#fn40\" id=\"ref40\">40<\/a><\/sup> Das ist bemerkenswert, weil der Sektor lange gar nicht erfasst wurde: Der World Gold Council hat ihn aus seiner eigenen Klimastudie ausdr\u00fccklich ausgeschlossen, mangels belastbarer Daten. Genau diese L\u00fccke wird gerade geschlossen \u2013 und aus den Messungen folgen konkrete Ma\u00dfnahmen: Photovoltaik, effizientere Motoren, Aufforstung.<\/p>\n<p>Formalisierung wirkt, <strong>wo sie erreichbar ist<\/strong>. Mit legalem Status kommen Zugang zu Krediten, planbare Abnahme, messbare Arbeitsbedingungen und die M\u00f6glichkeit, in Ausr\u00fcstung zu investieren statt nur den n\u00e4chsten Tag zu \u00fcberstehen. Und r\u00fcckverfolgbares Gold erzielt deutlich bessere Preise als Material, dessen Herkunft niemand belegen kann.<sup><a href=\"#fn39\">39<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Entscheidend ist dabei <strong>der Abnehmer<\/strong>. Ein Kleinbergbau-Betrieb kann Sicherheit, Umweltschutz und Sozialstandards nur finanzieren, wenn jemand am anderen Ende der Kette bereit ist, daf\u00fcr zu zahlen \u2013 verl\u00e4sslich, \u00fcber Jahre. Fragen nach Herkunft und Bedingungen sind deshalb kein moralisches Beiwerk, sondern das Signal, an dem sich vor Ort entscheidet, ob sich Ver\u00e4nderung rechnet.<\/p>\n<p>Und dort, wo Einkommen planbar wird, <strong>ver\u00e4ndert sich mehr als das Einkommen<\/strong>. Kinder gehen zur Schule, statt am Waschtrog zu stehen. Gesundheitsversorgung wird finanzierbar. Frauen r\u00fccken in Positionen mit Entscheidungsgewalt. Das ist keine Nebenwirkung des Bergbaus, sondern das, was nachhaltige Entwicklung im Kern ausmacht.<\/p>\n<h2>Was ihr mitnehmen solltet<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>Der Gold-Kleinbergbau ist klein bei der F\u00f6rdermenge und riesig bei den Menschen.<\/strong> Rund 15 % des Weltgoldes, 90 bis 95 % der Besch\u00e4ftigung im Goldbergbau, rund 100 Millionen Menschen, die davon leben \u2013 und je Kilogramm Gold rund hundertmal so viele Arbeitspl\u00e4tze wie im Gro\u00dfbergbau.<\/li>\n<li><strong>\u00dcber den Schaden entscheidet die Methode, nicht die Betriebsgr\u00f6\u00dfe.<\/strong> Amalgamierung des gesamten Erzes und offenes Abbrennen richten ein Vielfaches des Schadens an wie saubere Anreicherung mit Retorte, Direktschmelze oder kontrollierter Zyanidierung \u2013 bei gleichem Endprodukt.<\/li>\n<li><strong>Die Probleme sind real und gravierend, und die Bergleute sind nicht ihre Ursache.<\/strong> Quecksilber in einem Ausma\u00df, das den Sektor zur gr\u00f6\u00dften menschengemachten Quelle weltweit macht, Gold als gr\u00f6\u00dfter Einzeltreiber der bergbaubedingten Entwaldung, Kinderarbeit, Silikose, Schuldabh\u00e4ngigkeit. Die Menschen arbeiten unter diesen Bedingungen, weil es keine Alternative gibt, keine erreichbare Legalit\u00e4t und keinen Abnehmer, der nach der Herkunft fragt.<\/li>\n<li><strong>Richtig gemacht ist Kleinbergbau eines der wirksamsten Instrumente nachhaltiger Entwicklung, die der Rohstoffsektor kennt.<\/strong> Nirgendwo sonst erreicht ein Kilogramm Gold so viele Menschen. Genau deshalb entscheidet sich hier, ob Gold Schaden anrichtet oder Entwicklung tr\u00e4gt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jeder Einkauf ist eine Stimme f\u00fcr das eine oder das andere System. Wenn euer Gold belegte Herkunft und messbare Wirkung haben soll, <a href=\"https:\/\/fairever.gold\/shop\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schaut euch an, was wir vorr\u00e4tig haben<\/a> \u2013 oder fragt uns, was zu eurer Fertigung passt.<\/p>\n<h2>Weitere Leseempfehlungen<\/h2>\n<ul>\n<li>Das industrielle Gegenst\u00fcck, das sich in fast jeder Hinsicht unterscheidet: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-grossbergbau\">Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>.<\/li>\n<li>Beide Formen nebeneinander, mit allen Abw\u00e4gungen: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-kleinbergbau-vs-gold-grossbergbau\">Kleinbergbau und Gro\u00dfbergbau im Vergleich<\/a>.<\/li>\n<li>Was Zertifizierung im Kleinbergbau konkret ver\u00e4ndert: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/was-ist-fairmined-gold\">Fairmined Gold<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Quellen<\/h2>\n<ol>\n<li id=\"fn1\">planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/introduction-asgm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>An Introduction to ASGM<\/em><\/a> (laufend) \u2013 World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/esg\/artisanal-and-small-scale-gold-mining\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal and Small-Scale Gold Mining<\/em><\/a> (laufend) <a href=\"#ref1\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn2\">IGF \/ IISD, <a href=\"https:\/\/www.iisd.org\/system\/files\/publications\/igf-asm-global-trends.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Global Trends in Artisanal and Small-Scale Mining (ASM)<\/em><\/a>, 2018 \u2013 Besch\u00e4ftigungsanteil im Goldbergbau S. 3; Regionalzahlen (Datenstand 2014, alle Rohstoffe) und Bev\u00f6lkerungsanteile (2009); Zitat zur Armutsgetriebenheit des Sektors. Zum Anteil an der F\u00f6rdermenge zus\u00e4tzlich UNEP Global Mercury Partnership (12\u201315 %) und World Gold Council (bis zu 20 %). Originalwortlaut des Zitats: \u201eis generally pursued as a route out of poverty or as an activity to complement insufficient income, especially in communities where alternative employment is hard to come by\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref2\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn3\">OECD, <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/en\/publications\/oecd-due-diligence-guidance-for-responsible-supply-chains-of-minerals-from-conflict-affected-and-high-risk-areas_9789264252479-en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas<\/em><\/a>, 3. Auflage 2016, Begriffsbestimmungen \u2013 Originalwortlaut: \u201eformal or informal mining operations with predominantly simplified forms of exploration, extraction, processing and transportation. ASM is normally low capital intensive and uses high labour-intensive technology.\u201c Wortgleich zitiert von der LBMA und der Europ\u00e4ischen Kommission; \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref3\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn4\">National Mining Association, <a href=\"https:\/\/nma.org\/resources\/historical-gold-prices-1833-to-present\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Historical Gold Prices 1833 to Present<\/em><\/a> (Jahresdurchschnitt 2001: 271 USD\/oz) <a href=\"#ref4\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn5\">Fortune, <a href=\"https:\/\/fortune.com\/article\/current-price-of-gold-09-09-2026\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Current price of gold: September 9, 2026<\/em><\/a> <a href=\"#ref5\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn6\">ILO (1999), zitiert nach IGF \/ IISD 2018 \u2013 Weltbank, <a href=\"https:\/\/www.worldbank.org\/en\/news\/opinion\/2025\/02\/14\/a-new-era-of-renewal-in-artisanal-mining\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>A new era of renewal in artisanal mining<\/em><\/a>, 14.02.2025 (Zahlen gelten f\u00fcr den gesamten Kleinbergbau, nicht nur Gold.) <a href=\"#ref6\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn7\">Seccatore, Veiga, Origliasso, Marin, De Tomi, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0048969714006603\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>An estimation of the artisanal small-scale production of gold in the world<\/em><\/a>, Science of the Total Environment, 2014 (Bezugsjahr 2011) <a href=\"#ref7\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn8\">Cheng, Watari, Seccatore, Nakajima, Nansai, Takaoka, <em>A review of gold production, mercury consumption, and emission in artisanal and small-scale gold mining<\/em>, Resources Policy 81, 2023, DOI 10.1016\/j.resourpol.2023.103370 <a href=\"#ref8\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn9\">UNEP Global Mercury Partnership, <a href=\"https:\/\/www.unep.org\/globalmercurypartnership\/what-we-do\/artisanal-and-small-scale-gold-mining-asgm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal and Small-Scale Gold Mining (ASGM)<\/em><\/a> (laufend) \u2013 IGF, <a href=\"https:\/\/www.igfmining.org\/resource\/transforming-artisanal-small-scale-gold-mining-progress-formalization\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Transforming ASGM: Progress in Formalization<\/em><\/a>, Februar 2025 <a href=\"#ref9\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn10\">planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/frequently-asked-questions\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Frequently Asked Questions<\/em><\/a>, 2024 <a href=\"#ref10\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn11\">World Gold Council \/ Metals Focus, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/goldhub\/research\/gold-demand-trends\/gold-demand-trends-full-year-2025\/supply\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Demand Trends Full Year 2025 \u2013 Supply<\/em><\/a>, 29.01.2026 <a href=\"#ref11\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn12\">Eigene Berechnung auf Basis der Quellen 9, 10 und 11: 15\u201320 Mio. direkt Besch\u00e4ftigte bei 500\u2013600 t Jahresproduktion ergeben rund 25\u201340 Besch\u00e4ftigte je Kilogramm Gold; f\u00fcr den industriellen Goldbergbau rund 1 Mio. Besch\u00e4ftigte bei rund 3.100 t, also rund 0,3 je Kilogramm. \u00dcbereinstimmend Patrick Schein, <em>How to decarbonize your gold supply chain<\/em>, 13.11.2022, auf Basis von Daten des World Gold Council: \u201eby using 1 kilogram of ASM gold you provide 100 times more jobs\u201c. <a href=\"#ref12\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn13\">UNEP \/ Artisanal Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.unido.org\/sites\/default\/files\/files\/2017-11\/ASGM_English%20(1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Reducing Mercury Use in Artisanal and Small-Scale Gold Mining: A Practical Guide<\/em><\/a>, 2012).pdf <a href=\"#ref13\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn14\">S&amp;P Global Market Intelligence, <a href=\"https:\/\/pages.marketintelligence.spglobal.com\/Greenhouse-gas-and-gold-mines-WS.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Greenhouse gas and gold mines: Nearly 1 tonne of CO2 equivalent emitted per ounce of gold produced in 2019<\/em><\/a>, Auswertung zu Erzgehalten und Emissionen im Goldbergbau, Bezugsjahr 2019 <a href=\"#ref14\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn15\">Nassar, Lederer, Brainard, Padilla, Lessard, <a href=\"https:\/\/pubs.usgs.gov\/publication\/70230801\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Rock-to-Metal Ratio: A Foundational Metric for Understanding Mine Wastes<\/em><\/a>, Environmental Science &amp; Technology 56(10), 2022 \u2013 erg\u00e4nzend Norgate &amp; Haque, Journal of Cleaner Production 29\u201330, 2012. Die Angabe f\u00fcr den Kleinbergbau ist eine eigene Ableitung aus den Erzgehalten in Quelle 14. <a href=\"#ref15\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn16\">Nyamunda, <a href=\"https:\/\/www.intechopen.com\/chapters\/52622\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Review of the Impact on Water Quality and Treatment Options of Cyanide Used in Gold Ore Processing<\/em><\/a>, IntechOpen, 2017 <a href=\"#ref16\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn17\">planetGOLD, L\u00e4nderseiten <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/ecuador\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Ecuador<\/em><\/a> und <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/bolivia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Bolivia<\/em><\/a> <a href=\"#ref17\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn18\">UNEP Global Mercury Partnership, <a href=\"https:\/\/www.unep.org\/globalmercurypartnership\/what-we-do\/artisanal-and-small-scale-gold-mining-asgm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal and Small-Scale Gold Mining (ASGM)<\/em><\/a> (laufend) <a href=\"#ref18\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn19\">Telmer &amp; Veiga, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/2020-05\/Telmer%20Veiga%20World%20Hg%20emmissions%20from%20ASM%202008.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>World emissions of mercury from artisanal and small scale gold mining<\/em><\/a>, 2008 <a href=\"#ref19\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn20\">Fritz, Peregovich, da Silva Ten\u00f3rio, da Silva Alves, Schmidt, <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41893-023-01242-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mercury and CO2 emissions from artisanal gold mining in Brazilian Amazon rainforest<\/em><\/a>, Nature Sustainability 7, 2024 (47 Standorte im Tapaj\u00f3s-Becken) <a href=\"#ref20\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn21\">planetGOLD \/ Artisanal Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/CN%20Best%20Practices%20in%20ASGM_Final_Dec%2016%202021_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Best Management Practices for Cyanide Use in the Small-Scale Gold Mining Sector<\/em><\/a>, Dezember 2021, S. 5 und S. 24 \u2013 Originalwortlaut: \u201eCN use in the ASGM sector often occurs in the absence of critical safeguards and responsible management practices\u201c bzw. \u201epoor monitoring and management of effluent by CN operators in the ASGM sector is widespread\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref21\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn22\">Leung &amp; Lu, <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC4978203\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Environmental Health and Safety Hazards of Indigenous Small-Scale Gold Mining Using Cyanidation in the Philippines<\/em><\/a>, Environmental Health Insights 10, 2016, S. 125\u2013131, DOI 10.4137\/EHI.S38459 (34 untersuchte Kleinbergleute in Benguet) <a href=\"#ref22\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn23\">Zhang, Chen, An, Lin, Gong et al., <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-025-67501-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Overlooked deforestation from global mining activities in the 21st century<\/em><\/a>, Nature Communications 17:804, 21.12.2025 <a href=\"#ref23\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn24\">MAAP (Monitoring of the Andean Amazon Project) #226, <a href=\"https:\/\/www.maapprogram.org\/amazon-mining-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>AI to detect Amazon gold mining deforestation \u2013 2024 update<\/em><\/a>, 04.05.2025 <a href=\"#ref24\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn25\">MAAP #233, <a href=\"https:\/\/www.maapprogram.org\/gold-mining-peru-amazon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Current Situation of Gold Mining in the Peruvian Amazon<\/em><\/a>, 29.09.2025 <a href=\"#ref25\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn26\">Ulrich, Trench, Hagemann, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0959652622004899\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold mining greenhouse gas emissions, abatement measures, and the impact of a carbon price<\/em><\/a>, Journal of Cleaner Production 340, 2022 (194 Minen in 35 L\u00e4ndern, Scope 1+2) \u2013 erg\u00e4nzend World Gold Council, <em>Gold and climate change: Current and future impacts<\/em>, 2019. <a href=\"#ref26\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn27\">Internationale Arbeitsorganisation (ILO), <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/media\/406936\/download\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Child Labour in Mining and Global Supply Chains<\/em><\/a>, 2019 <a href=\"#ref27\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn28\">Geenen, Stoop &amp; Verpoorten, <a href=\"https:\/\/www.nikstoop.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Geenen-Stoop-and-Verpoorten-2020_How-much-do-artisanal-miners-earn_author-copy.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>How much do artisanal miners earn? An inquiry among Congolese gold miners<\/em><\/a>, Resources Policy, 2021, S. 12\u201313 <a href=\"#ref28\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn29\">OECD, <a href=\"https:\/\/www.delvedatabase.org\/uploads\/resources\/Illicit-financial-flows-Artisanal-and-Small-scale-Gold-mining-in-Ghana-and-Liberia.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Illicit Financial Flows: Artisanal and Small-Scale Gold Mining in Ghana and Liberia<\/em><\/a>, 2020, S. 31 <a href=\"#ref29\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn30\">planetGOLD \/ The Impact Facility, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/Overcoming_Practical_Barriers_for_Integrating_Responsible_Artisanal_%26_Small_Scale_Mined_Gold_into_Intl_Supply_Chains.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Overcoming Practical Barriers for Integrating Responsible ASM Gold into International Supply Chains<\/em><\/a>, September 2022, S. 5 und S. 30\u201331. Originalwortlaut des Zitats: \u201emany still have a policy to not receive ASM gold\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref30\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn31\">IPIS, <a href=\"https:\/\/ipisresearch.be\/publication\/analysis-of-the-interactive-map-of-artisanal-mining-areas-in-eastern-democratic-republic-of-congo-2023-update\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Analysis of the interactive map of artisanal mining areas in eastern DRC \u2013 2023 update<\/em><\/a>, Antwerpen, 2023 (Erhebung Juni 2021 bis Juni 2023, 829 Standorte, rund 132.320 Bergleute) <a href=\"#ref31\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn32\">SWISSAID, <a href=\"https:\/\/www.swissaid.ch\/en\/articles\/on-the-trail-of-african-gold\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>On the trail of African gold<\/em><\/a>, 30.05.2024 (54 L\u00e4nder, Datenreihe 2012 bis 2022) <a href=\"#ref32\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn33\">IUCN NL, <a href=\"https:\/\/www.iucn.nl\/en\/opinion\/recycled-but-not-responsible-loopholes-in-recycled-gold-from-the-amazon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Recycled but not responsible: loopholes in recycled gold from the Amazon<\/em><\/a>, 07.05.2025 <a href=\"#ref33\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn34\">Environmental Investigation Agency (EIA), <a href=\"https:\/\/ipen.org\/massive-amounts-mercury-gold-mining-are-smuggled-mexico-polluting-amazon-and-threatening\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Traffickers Leave No Stone Unturned<\/em><\/a>, 24.07.2025, zitiert nach IPEN <a href=\"#ref34\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn35\"><a href=\"https:\/\/www.responsiblemines.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/FAIRMINED_V2.0-RC_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Fairmined Standard for Gold from Artisanal and Small-Scale Mining<\/em><\/a>, Version 2.0 (2014), Abschnitt 2.1 Intent, S. 26. Originalwortlaut des Zitats: \u201e95% of all artisanal miners would be excluded from the development opportunity of Fairmined\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref35\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn36\">London Bullion Market Association (LBMA), <a href=\"https:\/\/www.lbma.org.uk\/publications\/towards-an-lbma-good-delivery-list-for-artisanal-and-small-scale-responsibly-mined-gold\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Towards an LBMA Good Delivery List for Artisanal and Small-Scale Responsibly Mined Gold<\/em><\/a>, Oktober 2022 (Datenbasis 2020\/21). Originalwortlaut der Zitate: \u201ea trend among GDL refiners to 'de-risk', by declining to refine ASM gold\u201c bzw. \u201emost ASM gold will enter international markets via the paths of least resistance\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref36\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn37\">Metalor, <a href=\"https:\/\/metalor.com\/metalor-to-stop-all-artisanal-mining-and-mine-collectors-business\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Metalor to stop all artisanal mining and mine collectors business<\/em><\/a>, 17.06.2019. Originalwortlaut des Zitats: \u201ethe on-going complexity in the supply chain\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref37\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn38\">Stoop, Verpoorten, van der Windt, <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371%2Fjournal.pone.0201783\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>More legislation, more violence? The impact of Dodd-Frank in the DRC<\/em><\/a>, PLOS ONE, 2018, DOI 10.1371\/journal.pone.0201783. Originalwortlaut des Zitats: \u201ea de facto ban on artisanal mining that deprived hundreds of thousands of artisanal mining communities from their livelihoods\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref38\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn39\">ECDPM, <a href=\"https:\/\/ecdpm.org\/application\/files\/7716\/5546\/8738\/DP-223-Artisanal-gold-mining-in-DRC.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal gold mining in DRC: time to get down to earth<\/em><\/a>, Discussion Paper 223, Karim Karaki, M\u00e4rz 2018, S. 3 und S. 12 <a href=\"#ref39\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn40\">Alliance for Responsible Mining, <a href=\"https:\/\/www.responsiblemines.org\/en\/2024\/05\/carbon-footprint-in-artisanal-and-small-scale-mining-asm\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Carbon Footprint in Artisanal and Small-scale Mining (ASM)<\/em><\/a>, 05.05.2024 (GHG Protocol, alle drei Scopes, f\u00fcnf Betriebe in Kolumbien und Peru) <a href=\"#ref40\">\u21a9<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 100 Millionen Menschen weltweit leben vom Gold-Kleinbergbau.1 Er f\u00f6rdert sch\u00e4tzungsweise 15 % des Goldes, das jedes Jahr aus Minen kommt \u2013 stellt aber 90 bis 95 % aller Arbeitspl\u00e4tze im weltweiten Goldbergbau.2 Dieser Artikel gibt den \u00dcberblick: wie der Sektor gewachsen ist, wie dort gearbeitet wird, welche Sch\u00e4den entstehen und welches Potenzial in ihm [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[75],"tags":[],"class_list":["post-2834","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kleinbergbau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2834"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2834\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2846,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2834\/revisions\/2846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}