{"id":2948,"date":"2026-09-25T10:23:55","date_gmt":"2026-09-25T08:23:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fairever.gold\/?p=2948"},"modified":"2026-09-25T10:34:11","modified_gmt":"2026-09-25T08:34:11","slug":"gold-bergbau-umweltzerstoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau-umweltzerstoerung\/","title":{"rendered":"Umweltzerst\u00f6rung durch Goldbergbau erkl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"2948\" class=\"elementor elementor-2948 elementor-2942\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2773821 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"2773821\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9b80fe9 elementor-widget elementor-widget-html\" data-id=\"9b80fe9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"html.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<blockquote><p><em>F\u00fcr jedes Gramm Gold bewegt der industrielle Bergbau rund <strong>drei Tonnen Gestein<\/strong> \u2013 etwa 18 Tonnen f\u00fcr einen einzigen Ehering. Gold ist zudem der <strong>gr\u00f6\u00dfte einzelne Treiber der Entwaldung durch Bergbau<\/strong>, und der Kleinbergbau ist die gr\u00f6\u00dfte menschengemachte Quecksilberquelle der Welt. Wie viel Schaden ein Gramm Gold anrichtet, h\u00e4ngt davon ab, <strong>wo und wie es abgebaut wurde<\/strong>.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n<h3>Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/h3>\n\n<ul>\n<li><strong>Die Umweltzerst\u00f6rung durch Goldbergbau beginnt mit der Seltenheit von Gold.<\/strong> Industrielle Minen bewegen f\u00fcr jedes Gramm Gold rund drei Tonnen Erz und Abraum \u2013 rund 18 Tonnen f\u00fcr einen 8-Gramm-Ehering aus 18-kar\u00e4tigem Gold.<\/li>\n<li><strong>Gold ist der gr\u00f6\u00dfte einzelne Treiber der Entwaldung durch Bergbau.<\/strong> Auf Gold entfallen knapp 42 % der 19.765 Quadratkilometer Wald, die der Bergbau zwischen 2001 und 2023 zerst\u00f6rt hat \u2013 fast drei Viertel davon in Minen, die in keinem offiziellen Register stehen.<\/li>\n<li><strong>Quecksilber aus dem Kleinbergbau bleibt nicht an der Mine.<\/strong> Es gelangt \u00fcber die Fl\u00fcsse in Fische und in Menschen, die nie eine Mine gesehen haben. In sechs brasilianischen Amazonas-Bundesstaaten lag mehr als ein F\u00fcnftel der Marktfische \u00fcber dem Grenzwert.<\/li>\n<li><strong>Einige der gr\u00f6\u00dften Minen der Welt leiten ihre Abf\u00e4lle bis heute in Fl\u00fcsse.<\/strong> Porgera, Grasberg und Ok Tedi entsorgen ihre Aufbereitungsr\u00fcckst\u00e4nde \u00fcber Flusssysteme. Allein Grasberg hat auf diesem Weg rund 1,85 Milliarden Tonnen abgegeben.<\/li>\n<li><strong>Die Rechnung kommt oft erst, wenn das Gold weg ist.<\/strong> Allein in den USA gibt es mehr als 100.000 verlassene Erzbergbau-Standorte, deren Sanierung auf 50 Milliarden US-Dollar oder mehr gesch\u00e4tzt wird.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h3>Inhaltsverzeichnis<\/h3>\n\n<ul>\n<li><a href=\"#warum-goldbergbau-so-grosse-spuren-hinterlaesst\">Warum Goldbergbau so gro\u00dfe Spuren hinterl\u00e4sst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#kahlschlag-fuer-gold-waelder-und-schutzgebiete\">Kahlschlag f\u00fcr Gold: W\u00e4lder und Schutzgebiete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#berge-versetzen-gruben-abraum-und-gletscher\">Berge versetzen: Gruben, Abraum und Gletscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#gold-abtrennen-quecksilber-und-zyanid\">Gold abtrennen: Quecksilber und Zyanid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wohin-der-abfall-geht-daemme-fluesse-und-meer\">Wohin der Abfall geht: D\u00e4mme, Fl\u00fcsse und Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wasser-durst-schlamm-und-saeure\">Wasser: Durst, Schlamm und S\u00e4ure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#energie-und-klima\">Energie und Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wenn-das-gold-weg-ist\">Wenn das Gold weg ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#drei-behauptungen-ueber-gold-die-nicht-stimmen\">Drei Behauptungen \u00fcber Gold, die nicht stimmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#geht-es-auch-besser\">Geht es auch besser?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#faq-umweltschaeden-durch-goldbergbau\">FAQ: Umweltsch\u00e4den durch Goldbergbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#das-wichtigste-zum-mitnehmen\">Das Wichtigste zum Mitnehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#weitere-leseempfehlungen\">Weitere Leseempfehlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#quellen\">Quellen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 id=\"warum-goldbergbau-so-grosse-spuren-hinterlaesst\">Warum Goldbergbau so gro\u00dfe Spuren hinterl\u00e4sst<\/h2>\n\n<p>Die Umweltsch\u00e4den durch Goldbergbau beginnen mit einer einfachen Tatsache \u00fcber das Metall: <strong>Es gibt sehr wenig davon.<\/strong> Industrielle Tagebaue verarbeiten Erz mit durchschnittlich rund 1,05 Gramm Gold je Tonne Gestein.<sup><a href=\"#fn1\" id=\"ref1\">1<\/a><\/sup> Um an dieses Erz zu kommen, m\u00fcssen sie zus\u00e4tzlich Deckgebirge und taubes Gestein abtragen. \u00dcber alle industriellen Goldminen der Welt ergibt das ein Verh\u00e4ltnis von Gestein zu Metall von rund 3.000.000 zu 1 \u2013 <strong>rund drei Tonnen Erz und Abraum f\u00fcr jedes Gramm Gold<\/strong>, der h\u00f6chste Wert aller 25 untersuchten Rohstoffe.<sup><a href=\"#fn2\" id=\"ref2\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Alles andere w\u00e4chst mit dieser Zahl: Diesel f\u00fcr die Muldenkipper, Strom f\u00fcr die M\u00fchlen, Wasser und Chemikalien f\u00fcr die Aufbereitung und der Abfall, der f\u00fcr immer gelagert werden muss. Und die Erzgehalte sinken. Zwischen 2010 und 2023 fielen die Goldgehalte um 13,4 %,<sup><a href=\"#fn3\" id=\"ref3\">3<\/a><\/sup> jedes Gramm erfordert also mehr Gestein als fr\u00fcher.<\/p>\n\n<h3>Was ein einziger Ehering hinterl\u00e4sst<\/h3>\n\n<p>Ein Ehering mit 8 Gramm Gesamtgewicht in 750er Gold (18 Karat) enth\u00e4lt 6 Gramm Feingold. Konventionell abgebaut, ohne dass jemand nach der Herkunft fragt, k\u00f6nnen diese 6 Gramm stehen f\u00fcr:<\/p>\n\n<ul>\n<li><strong>Rund 18 Tonnen Erz und Abraum<\/strong>, im weltweiten Durchschnitt des industriellen Goldbergbaus.<\/li>\n<li><strong>Rund 140 bis 200 Kilogramm CO\u2082-\u00c4quivalent<\/strong>, je nachdem, welche branchenweite Sch\u00e4tzung man zugrunde legt.<\/li>\n<li><strong>Rund 30 Gramm freigesetztes Quecksilber<\/strong>, wenn das Gold aus Kleinbergbau stammt, der das gesamte Erz amalgamiert \u2013 das F\u00fcnffache des Goldgewichts.<\/li>\n<li><strong>Rund 34 Quadratmeter Regenwald<\/strong>, etwa zwei B\u00e4ume, wenn es aus illegalem Abbau in Flussbetten im brasilianischen Amazonasgebiet stammt.<sup><a href=\"#fn4\" id=\"ref4\">4<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Diese Durchschnittswerte beschreiben sehr unterschiedliche Formen des Bergbaus, und kein einzelner Ring tr\u00e4gt alle vier. Aber jeder davon ist irgendwo Realit\u00e4t.<\/p>\n\n<h3>Die Methode, nicht das Metall<\/h3>\n\n<p>Gold richtet diesen Schaden nicht von selbst an. <strong>Das tun die Methode und die fehlende Aufsicht.<\/strong> Rund 80 bis 85 % des weltweit gef\u00f6rderten Goldes stammen aus dem <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-grossbergbau\/\">Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>, die \u00fcbrigen 15 bis 20 % aus dem <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-kleinbergbau-asm\/\">Gold-Kleinbergbau<\/a>, in dem der weit \u00fcberwiegende Teil der Besch\u00e4ftigten des Sektors arbeitet.<sup><a href=\"#fn5\" id=\"ref5\">5<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Quecksilberbelastung und der Gro\u00dfteil der Waldverluste gehen auf informellen und illegalen Kleinbergbau zur\u00fcck, vor allem in Flussbetten. Dammbr\u00fcche, Fl\u00fcsse als Abfallkan\u00e4le und saures Wasser, das jahrhundertelang flie\u00dft, sind vor allem das Erbe industrieller Betriebe. In beiden H\u00e4lften der Branche gibt es saubere und schmutzige Minen. Deshalb kommen unser <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau\/\">\u00dcberblick zum Goldbergbau<\/a> und dieser Artikel immer wieder auf dieselbe Frage zur\u00fcck: welche Mine, wie betrieben?<\/p>\n\n<h2 id=\"kahlschlag-fuer-gold-waelder-und-schutzgebiete\">Kahlschlag f\u00fcr Gold: W\u00e4lder und Schutzgebiete<\/h2>\n\n<p>Gold ist weltweit der <strong>gr\u00f6\u00dfte einzelne Treiber der Entwaldung durch Bergbau<\/strong>. Zwischen 2001 und 2023 hat der Bergbau 19.765 Quadratkilometer Wald direkt zerst\u00f6rt. Davon entfielen 41,7 % auf Gold, vor Kohle mit 26,3 %.<sup><a href=\"#fn6\" id=\"ref6\">6<\/a><\/sup> Das sind rund 8.200 Quadratkilometer allein f\u00fcr Gold \u2013 mehr als dreimal die Fl\u00e4che des Saarlands.<sup><a href=\"#fn7\" id=\"ref7\">7<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Dieselbe Studie zeigt: <strong>73,2 % des goldbedingten Waldverlusts<\/strong> gehen auf Bergbau zur\u00fcck, der in keinem offiziellen Register auftaucht.<sup><a href=\"#fn6\">6<\/a><\/sup> Der Schaden konzentriert sich dort, wo niemand z\u00e4hlt.<\/p>\n\n<h3>Amazonien: eine Front, die den Fl\u00fcssen folgt<\/h3>\n\n<p>Nirgends ist das deutlicher als im Amazonasgebiet. Die kumulierte Fl\u00e4che des Goldbergbaus dort \u00fcberschritt 2024 die Marke von 2 Millionen Hektar, mehr als die H\u00e4lfte davon kam erst seit 2019 hinzu.<sup><a href=\"#fn8\" id=\"ref8\">8<\/a><\/sup> Allein 2025 rodete der Goldbergbau im Amazonasgebiet weitere 37.109 Hektar, mehr als 14.000 davon in Schutzgebieten oder indigenen Territorien.<sup><a href=\"#fn9\" id=\"ref9\">9<\/a><\/sup> In Peru liegen 97,5 % der bis Mitte 2025 gesch\u00e4digten 139.169 Hektar in einer einzigen Region: Madre de Dios.<sup><a href=\"#fn10\" id=\"ref10\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Das Ger\u00e4t zeigt das Ausma\u00df. Bei einem einzigen \u00dcberflug im Juli 2025 z\u00e4hlte Greenpeace Brasilien 542 illegale Baggerfl\u00f6\u00dfe auf dem Rio Madeira.<sup><a href=\"#fn11\" id=\"ref11\">11<\/a><\/sup> Im Einzugsgebiet des Tapaj\u00f3s wuchs die f\u00fcr Gold abgebaute Fl\u00e4che von 15,4 Quadratkilometern im Jahr 1973 auf 261,7 Quadratkilometer im Jahr 2012.<sup><a href=\"#fn12\" id=\"ref12\">12<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Der Abbau in Flussbetten folgt \u00fcberall demselben Muster: Wald roden, Boden abtragen, goldhaltigen Kies mit Hochdruckwasser auswaschen. Zur\u00fcck bleibt eine Landschaft aus Sand, Ger\u00f6ll und stehenden T\u00fcmpeln.<\/p>\n\n<h3>Auch Industrieminen roden Wald<\/h3>\n\n<p>Auch der Gro\u00dfbergbau vernichtet Wald, und seine Wirkung reicht weit \u00fcber den Zaun hinaus. In 26 tropischen L\u00e4ndern hat industrieller Bergbau aller Rohstoffe zwischen 2000 und 2019 direkt 3.264 Quadratkilometer Wald zerst\u00f6rt, 80 % davon in Indonesien, Brasilien, Ghana und Surinam.<sup><a href=\"#fn13\" id=\"ref13\">13<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die indirekten Folgen sind noch gr\u00f6\u00dfer. Im brasilianischen Amazonasgebiet trieben Stra\u00dfen, Siedlungen und Lieferketten rund um den Bergbau aller Art den Waldverlust bis zu 70 Kilometer \u00fcber die Konzessionsgrenzen hinaus. Die durch Bergbau verursachte Entwaldung war zw\u00f6lfmal so gro\u00df wie innerhalb der Konzessionen selbst.<sup><a href=\"#fn14\" id=\"ref14\">14<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Bergbau am Rand von Schutzgebieten<\/h3>\n\n<p>2019 fand die H\u00e4lfte der weltweiten Metallerzf\u00f6rderung im Umkreis von 20 Kilometern um ein Schutzgebiet statt, und die F\u00f6rderung innerhalb von Schutzgebieten hat sich zwischen 2000 und 2019 mehr als verdoppelt.<sup><a href=\"#fn15\" id=\"ref15\">15<\/a><\/sup> Auch der Fl\u00e4chenbedarf des Goldes selbst ist gro\u00df. In einer globalen Kartierung von 2026 entfielen 21,1 % der kartierten Bergbaufl\u00e4che der Welt auf Gold, nur Kohle lag davor.<sup><a href=\"#fn16\" id=\"ref16\">16<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Durchsetzung wirkt<\/h3>\n\n<p>Das Bild kann sich \u00e4ndern. Im indigenen Territorium der Yanomami in Brasilien sank die neu erschlossene illegale Abbaufl\u00e4che von rund 1.800 Hektar im Jahr 2022 auf 45 Hektar im Jahr 2025, nachdem die Bundesregierung 2023 eingegriffen hatte.<sup><a href=\"#fn17\" id=\"ref17\">17<\/a><\/sup> <strong>Der Schaden ist nicht unvermeidlich.<\/strong> Er folgt daraus, wo Bergbau erlaubt, geduldet oder gestoppt wird.<\/p>\n\n<h2 id=\"berge-versetzen-gruben-abraum-und-gletscher\">Berge versetzen: Gruben, Abraum und Gletscher<\/h2>\n\n<p>Niedrige Erzgehalte bedeuten, dass buchst\u00e4blich Berge versetzt werden. Allein auf Gold entfielen 2018 rund <strong>9,1 Milliarden Tonnen des weltweit durch Bergbau bewegten Materials<\/strong>.<sup><a href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup> Aufs Jahr verteilt sind das rund 25 Millionen Tonnen pro Tag \u2013 so viel, wie etwa vier Cheops-Pyramiden wiegen.<sup><a href=\"#fn18\" id=\"ref18\">18<\/a><\/sup> Das meiste davon bleibt vor Ort, auf Abraumhalden und in Schlammdeponien.<\/p>\n\n<p>Zahlen zum Minenabfall h\u00e4ngen von der Systemgrenze ab. Eine \u00d6kobilanz f\u00fcr eine modellierte Goldmine mit einem Erzgehalt von 3,5 Gramm je Tonne kommt auf 1.270 Tonnen festen Abfall je Kilogramm Gold.<sup><a href=\"#fn19\" id=\"ref19\">19<\/a><\/sup> Das globale Verh\u00e4ltnis von Gestein zu Metall ergibt rund 3.000 Tonnen.<sup><a href=\"#fn2\">2<\/a><\/sup> Die erste Zahl beschreibt einen modellierten Einzelbetrieb, die zweite alles Erz und alles taube Gestein, das die berichtenden Minen der Branche bewegen \u2013 einschlie\u00dflich sehr erzarmer. Beide f\u00fchren zum selben Schluss: <strong>Ein Kilogramm Gold bedeutet einen Berg aus Gestein.<\/strong><\/p>\n\n<p>Wie viel Gestein es genau ist, h\u00e4ngt von der Lagerst\u00e4tte ab. Industrielle Untertageminen bauen reicheres Erz ab, im Schnitt 3,25 Gramm je Tonne, und brauchen deshalb je Gramm Gold nur rund ein Drittel des Erzes eines Tagebaus.<sup><a href=\"#fn20\" id=\"ref20\">20<\/a><\/sup> Reicheres Gestein bedeutet weniger bewegtes Material, weniger Energie und weniger Emissionen je Gramm.<\/p>\n\n<h3>Wenn der Abraum auf einem Gletscher landet<\/h3>\n\n<p>In der Goldmine Kumtor in Kirgisistan wurde Abraum in bis zu 180 Meter dicken Schichten auf Gletscher gekippt. Forschende stellten fest, dass die Last zwei Gletscherzungen innerhalb von 15 Jahren um 1,2 und 3,2 Kilometer vorr\u00fccken lie\u00df, mit bis zu 350 Metern pro Jahr.<sup><a href=\"#fn21\" id=\"ref21\">21<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"gold-abtrennen-quecksilber-und-zyanid\">Gold abtrennen: Quecksilber und Zyanid<\/h2>\n\n<p>Ist das Erz zerkleinert, muss das Gold davon getrennt werden \u2013 und die daf\u00fcr eingesetzte Chemie bestimmt \u00fcber Jahrzehnte, was mit Boden und Wasser in der Umgebung geschieht. <strong>Kleinbergleute verwenden meist Quecksilber, Industrieminen Zyanid.<\/strong><\/p>\n\n<h3>Quecksilber: von der Mine auf den Teller<\/h3>\n\n<p>Der Gold-Kleinbergbau ist <strong>die gr\u00f6\u00dfte menschengemachte Quecksilberquelle der Welt<\/strong>. Im Bezugsjahr 2015 gab er 838 Tonnen Quecksilber an die Luft ab, 37,7 % der weltweiten menschengemachten Emissionen.<sup><a href=\"#fn22\" id=\"ref22\">22<\/a><\/sup> Die Bergleute binden die Goldpartikel mit Quecksilber zu einem Amalgam und brennen das Quecksilber anschlie\u00dfend ab. Wird das gesamte Erz amalgamiert und das Amalgam offen abgebrannt, kommen je Kilogramm Gold rund 5 Kilogramm Quecksilber zum Einsatz, und praktisch alles davon geht verloren. Rund ein Drittel gelangt in die Luft, zwei Drittel in R\u00fcckst\u00e4nde, B\u00f6den und Fl\u00fcsse.<sup><a href=\"#fn23\" id=\"ref23\">23<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Im Wasser wandeln Mikroorganismen Quecksilber in Methylquecksilber um, das sich in der Nahrungskette anreichert. Die Weltgesundheitsorganisation z\u00e4hlt Quecksilber zu den zehn Chemikalien, die der \u00f6ffentlichen Gesundheit die gr\u00f6\u00dften Sorgen bereiten, und warnt, dass Methylquecksilber eine Gefahr f\u00fcr das ungeborene Kind darstellt.<sup><a href=\"#fn24\" id=\"ref24\">24<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Das Amazonasgebiet zeigt, wo es landet. Von 1.010 Fischen, die auf M\u00e4rkten in 17 Gemeinden in sechs brasilianischen Amazonas-Bundesstaaten gekauft wurden, <strong>enthielten 21,3 % Quecksilber in H\u00f6he des Grenzwerts<\/strong> von 0,5 Mikrogramm je Gramm oder dar\u00fcber. Im Bundesstaat Roraima waren es 40 %.<sup><a href=\"#fn25\" id=\"ref25\">25<\/a><\/sup> Beim Volk der Munduruku am Tapaj\u00f3s erreichten 57,9 % von 197 Haarproben 6 Mikrogramm je Gramm oder mehr.<sup><a href=\"#fn26\" id=\"ref26\">26<\/a><\/sup> In neun D\u00f6rfern der Yanomami lagen 84 % von 287 untersuchten Menschen \u00fcber 2 Mikrogramm je Gramm.<sup><a href=\"#fn27\" id=\"ref27\">27<\/a><\/sup> Alle drei Studien stammen aus dem brasilianischen Amazonasgebiet. Sie zeigen, was Quecksilber dort anrichtet, wo intensiv nach Gold gegraben wird \u2013 keinen weltweiten Durchschnitt.<\/p>\n\n<p>Quecksilber verschwindet nicht. Rund 60 % des heute aus der Atmosph\u00e4re abgelagerten Quecksilbers sind Altlasten, also fr\u00fcher freigesetztes Quecksilber, das erneut in Umlauf ger\u00e4t \u2013 \u00fcber alle Quellen hinweg.<sup><a href=\"#fn28\" id=\"ref28\">28<\/a><\/sup> Kalifornien lebt bis heute mit seinem Goldrausch: Sch\u00e4tzungsweise rund 4.500 Tonnen Quecksilber gingen allein beim Seifenbergbau verloren, und in der ganzen Region gelten weiterhin Verzehrwarnungen f\u00fcr Fisch.<sup><a href=\"#fn29\" id=\"ref29\">29<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p><strong>Die Methode macht den Unterschied.<\/strong> Wurde das Erz zuerst angereichert und das Quecksilber mit einer einfachen Retorte zur\u00fcckgewonnen, sanken die Emissionen in einer Feldstudie im brasilianischen Amazonasgebiet auf 0,19 Kilogramm je Kilogramm Gold \u2013 rund 25-mal weniger als beim offenen Abbrennen von Amalgam aus dem gesamten Erz.<sup><a href=\"#fn30\" id=\"ref30\">30<\/a><\/sup> Die einzelnen Verarbeitungsschritte erkl\u00e4ren wir in unserem \u00dcberblick zum <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-kleinbergbau-asm\/\">Gold-Kleinbergbau<\/a>.<\/p>\n\n<h3>Was die Minamata-Konvention regelt<\/h3>\n\n<p>Die <strong>Minamata-Konvention \u00fcber Quecksilber<\/strong> ist das weltweite Abkommen zum Schutz von Gesundheit und Umwelt vor Quecksilber. Sie wurde 2013 beschlossen, gilt seit 2017 und hat 152 Vertragsparteien.<sup><a href=\"#fn31\" id=\"ref31\">31<\/a><\/sup> Staaten, in denen der Gold-Kleinbergbau mehr als unbedeutend ist, m\u00fcssen nationale Aktionspl\u00e4ne aufstellen und darauf hinarbeiten, vier besonders sch\u00e4dliche Praktiken abzuschaffen: das Amalgamieren des gesamten Erzes, das offene Abbrennen von Amalgam, das Abbrennen von Amalgam in Wohngebieten und das Auslaugen quecksilberhaltiger Sedimente, Erze oder R\u00fcckst\u00e4nde mit Zyanid, ohne das Quecksilber vorher zu entfernen.<sup><a href=\"#fn31\">31<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Was die Konvention nicht tut: Quecksilber im Goldbergbau verbieten. Auf ihrer sechsten Konferenz im November 2025 legten die Vertragsparteien kein Ausstiegsdatum f\u00fcr den Kleinbergbau fest und konzentrierten sich auf Aktionspl\u00e4ne, Transparenz in der Lieferkette und den illegalen Quecksilberhandel.<sup><a href=\"#fn32\" id=\"ref32\">32<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Zyanid: das kleinere \u00dcbel, oft schlecht gehandhabt<\/h3>\n\n<p>Industrieminen l\u00f6sen Gold mit Zyanid, und sie brauchen viel davon. Betriebsdaten australischer Minen zeigen einen Durchschnitt von rund 150 Kilogramm Natriumzyanid je Kilogramm Gold, bei Erzgehalten unter 2 Gramm je Tonne sind es mehr als 1.000 Kilogramm.<sup><a href=\"#fn33\" id=\"ref33\">33<\/a><\/sup> Zyanid ist akut giftig, und Unf\u00e4lle k\u00f6nnen einen Fluss in kurzer Zeit t\u00f6ten. Im Jahr 2000 brach im rum\u00e4nischen Baia Mare der Damm einer Anlage, die alte Goldr\u00fcckst\u00e4nde aufbereitete. Rund 100.000 Kubikmeter zyanidhaltiges Wasser gelangten \u00fcber die Thei\u00df bis in die Donau.<sup><a href=\"#fn34\" id=\"ref34\">34<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Trotzdem ist Zyanid <strong>das kleinere \u00dcbel im Vergleich zu Quecksilber<\/strong>. Es reichert sich weder im K\u00f6rper noch in der Nahrungskette an und wird in der Umwelt abgebaut.<sup><a href=\"#fn35\" id=\"ref35\">35<\/a><\/sup> Das Problem ist der Umgang damit. F\u00fcr den Kleinbergbau stellt ein Praxisleitfaden fest, dass Zyanid dort \u201eoft ohne entscheidende Schutzvorkehrungen und verantwortungsvolles Management\u201c eingesetzt wird.<sup><a href=\"#fn36\" id=\"ref36\">36<\/a><\/sup> Auf den Philippinen fanden Forschende Laugungsbecken in nur 5 Metern Entfernung von Wohnh\u00e4usern und erh\u00f6hte Zyanidwerte im Blut von 35 % der untersuchten Bergleute.<sup><a href=\"#fn37\" id=\"ref37\">37<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Industrieminen k\u00f6nnen sich dem International Cyanide Management Code anschlie\u00dfen, der von unabh\u00e4ngigen Pr\u00fcfstellen auditiert wird. Ende 2025 waren 115 Minen zertifiziert.<sup><a href=\"#fn38\" id=\"ref38\">38<\/a><\/sup> Der Code ist freiwillig, und das dahinterstehende Institut erkl\u00e4rt selbst, es k\u00f6nne \u201ekeine Strafen verh\u00e4ngen\u201c.<sup><a href=\"#fn39\" id=\"ref39\">39<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"wohin-der-abfall-geht-daemme-fluesse-und-meer\">Wohin der Abfall geht: D\u00e4mme, Fl\u00fcsse und Meer<\/h2>\n\n<p>Bei der Aufbereitung bleiben <strong>Tailings<\/strong> zur\u00fcck: fein gemahlenes Gestein, vermischt mit Wasser und Chemikalienresten. Die meisten Minen lagern diese Aufbereitungsr\u00fcckst\u00e4nde hinter D\u00e4mmen, die so lange halten m\u00fcssen, wie der Abfall existiert \u2013 also praktisch f\u00fcr immer. Eine Studie von 2021 sch\u00e4tzt die Zahl solcher Anlagen weltweit auf rund 8.100, \u00fcber alle Rohstoffe hinweg. Von den 1.743 Anlagen, deren Betreiber Daten offenlegten, hatten 29 % nie formal bewertet, was ein katastrophaler Dammbruch flussabw\u00e4rts anrichten w\u00fcrde.<sup><a href=\"#fn40\" id=\"ref40\">40<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Wenn der Damm bricht<\/h3>\n\n<p>Zwischen 1915 und 2020 wurden \u00fcber alle Rohstoffe hinweg 366 Br\u00fcche von Tailings-D\u00e4mmen erfasst, und die H\u00e4ufigkeit steigt wieder.<sup><a href=\"#fn41\" id=\"ref41\">41<\/a><\/sup> Der Goldbergbau hat seinen eigenen Anteil an dieser Liste:<\/p>\n\n<ul>\n<li><strong>Merriespruit, S\u00fcdafrika, 1994:<\/strong> Rund 600.000 Kubikmeter fl\u00fcssiger Schlamm ergossen sich in ein Wohngebiet und t\u00f6teten 17 Menschen.<sup><a href=\"#fn42\" id=\"ref42\">42<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Baia Mare, Rum\u00e4nien, 2000:<\/strong> Zyanidhaltiges Wasser erreichte die Donau.<sup><a href=\"#fn34\">34<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Mount Polley, Kanada, 2014:<\/strong> Der Tailings-Damm einer Kupfer-Gold-Mine brach; zehn Jahre sp\u00e4ter folgte eine Anklage nach Bundesrecht.<sup><a href=\"#fn43\" id=\"ref43\">43<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>\u00c7\u00f6pler, T\u00fcrkei, 2024:<\/strong> Eine Haufenlaugungsanlage rutschte ab und t\u00f6tete neun Besch\u00e4ftigte.<sup><a href=\"#fn44\" id=\"ref44\">44<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Eagle Gold, Kanada, 2024:<\/strong> Nach dem Versagen einer Haufenlaugungsanlage im Yukon gelangte zyanidhaltige L\u00f6sung in die Umwelt.<sup><a href=\"#fn45\" id=\"ref45\">45<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Nach dem Dammbruch von Brumadinho 2019 verabschiedete die Branche den Global Industry Standard on Tailings Management. Bis August 2025 erf\u00fcllten 67 % der 836 Anlagen, die Mitglieder des International Council on Mining and Metals betreiben, diesen Standard vollst\u00e4ndig, und die Fristen f\u00fcr den Rest waren verstrichen.<sup><a href=\"#fn46\" id=\"ref46\">46<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Wenn es gar keinen Damm gibt<\/h3>\n\n<p>Manche Minen verzichten auf den Damm und nutzen stattdessen einen Fluss. 2013 stellte eine von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation ver\u00f6ffentlichte Erhebung fest, dass die Entsorgung in Fl\u00fcsse \u201enicht mehr praktiziert wird, au\u00dfer in vier Minen in Indonesien und Papua-Neuguinea\u201c: Grasberg, Ok Tedi, Porgera und Tolukuma.<sup><a href=\"#fn47\" id=\"ref47\">47<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p><strong>Drei davon tun es bis heute.<\/strong> Freeport-McMoRan beschreibt f\u00fcr Grasberg, seine Kupfer-Gold-Mine in Indonesisch-Papua, ein \u201ekontrolliertes System der Tailings-Entsorgung \u00fcber den Fluss\u201c. Bis Ende 2025 wurden so rund 1,85 Milliarden Tonnen Tailings flussabw\u00e4rts in ein Ablagerungsgebiet von rund 230 Quadratkilometern geleitet.<sup><a href=\"#fn48\" id=\"ref48\">48<\/a><\/sup> F\u00fcr Ok Tedi, eine Kupfer-Gold-Mine in Papua-Neuguinea, erkl\u00e4rt der Betreiber, die \u00fcbrigen R\u00fcckst\u00e4nde w\u00fcrden \u201edurch Einleitung in das Flusssystem entsorgt, wie 1986 von der Regierung genehmigt\u201c.<sup><a href=\"#fn49\" id=\"ref49\">49<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>F\u00fcr die Goldmine Porgera, ebenfalls in Papua-Neuguinea, beschreibt ein Audit von 2025 eine Aufbereitungsanlage, die \u201eletztlich in eine Einleitstelle im Fluss\u201c m\u00fcndet \u2013 und bescheinigt zugleich die volle Einhaltung des International Cyanide Management Code.<sup><a href=\"#fn50\" id=\"ref50\">50<\/a><\/sup> Ein Zertifikat f\u00fcr den Umgang mit einer einzigen Chemikalie sagt wenig dar\u00fcber, wo der Abfall landet. Die vierte Mine, Tolukuma, nimmt den Betrieb gerade wieder auf. Ihre Genehmigung schlie\u00dft die teilweise Entsorgung von Tailings in den Fluss weiterhin ein, auch wenn der neue Eigent\u00fcmer nach eigenen Angaben ganz darauf verzichten will.<sup><a href=\"#fn51\" id=\"ref51\">51<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Ab in die Tiefsee<\/h3>\n\n<p>Einige wenige Minen leiten ihre Tailings per Rohrleitung ins Meer. In Batu Hijau, einer Kupfer-Gold-Mine in Indonesien, gelangen die R\u00fcckst\u00e4nde 125 Meter unter dem Meeresspiegel in einen Unterwasser-Canyon.<sup><a href=\"#fn52\" id=\"ref52\">52<\/a><\/sup> Auf Simberi in Papua-Neuguinea will der Betreiber die Tailings seiner Gold-Erweiterung \u201e\u00fcber die bestehende Pipeline zur Tiefsee-Tailings-Deponierung\u201c entsorgen.<sup><a href=\"#fn53\" id=\"ref53\">53<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Regeln werden nur langsam strenger. Die Responsible Gold Mining Principles des World Gold Council schlie\u00dfen die Entsorgung in Fl\u00fcsse und in flache Meeresbereiche aus, aber nur f\u00fcr neue Minen.<sup><a href=\"#fn54\" id=\"ref54\">54<\/a><\/sup> Der IRMA-Standard geht weiter: Er zertifiziert keine Mine, die Bergbauabf\u00e4lle in Fl\u00fcsse, Seen oder das Meer leitet.<sup><a href=\"#fn55\" id=\"ref55\">55<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"wasser-durst-schlamm-und-saeure\">Wasser: Durst, Schlamm und S\u00e4ure<\/h2>\n\n<p>Goldbergbau braucht viel Wasser, und das oft dort, wo es knapp ist. Betriebsdaten australischer Minen beziffern den Verbrauch auf rund 477 Kubikmeter je Kilogramm Gold,<sup><a href=\"#fn33\">33<\/a><\/sup> ein Vergleich von 278 Minen kommt auf rund 675 Kubikmeter.<sup><a href=\"#fn56\" id=\"ref56\">56<\/a><\/sup> Eine Studie zu kleinem und mittlerem Bergbau in Kolumbien ermittelte rund 80 Kubikmeter Blauwasser je Kilogramm.<sup><a href=\"#fn57\" id=\"ref57\">57<\/a><\/sup> Die Methoden unterscheiden sich, die Zahlen zeigen also Gr\u00f6\u00dfenordnungen, keine Rangfolge.<\/p>\n\n<p>Der Standort versch\u00e4rft das Problem. In einer globalen Studie zum Metallbergbau lagen 90 % der untersuchten F\u00f6rderstandorte in Gebieten mit unterdurchschnittlicher Wasserverf\u00fcgbarkeit \u2013 Kupfer- und Goldbergbau finden besonders h\u00e4ufig dort statt, wo Wasser deutlich knapp ist.<sup><a href=\"#fn15\">15<\/a><\/sup> Die Daten der Branche selbst weisen in dieselbe Richtung: Von mehr als 12.000 Bergbau- und Metallanlagen weltweit sind 65,7 % mindestens einem erheblichen physischen Wasserrisiko ausgesetzt.<sup><a href=\"#fn58\" id=\"ref58\">58<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Wo Wasser knapp ist, konkurrieren Minen und Gemeinden darum. F\u00fcr Pascua-Lama, ein Goldprojekt hoch in den chilenischen Anden, ordnete die Umweltbeh\u00f6rde nach wiederholten Verst\u00f6\u00dfen die Schlie\u00dfung an. Ein Umweltgericht best\u00e4tigte 2020 die endg\u00fcltige Schlie\u00dfung, und Chiles Oberster Gerichtshof best\u00e4tigte die Sanktionen 2022.<sup><a href=\"#fn59\" id=\"ref59\">59<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Schlamm in den Fl\u00fcssen<\/h3>\n\n<p>Der Abbau in Flussbetten f\u00e4rbt Fl\u00fcsse braun. Eine globale Satellitenstudie fand Bergbau-Sedimente in 173 Fl\u00fcssen in 49 L\u00e4ndern. In 80 % davon hatte sich die Schwebstofffracht gegen\u00fcber der Zeit vor dem Bergbau mehr als verdoppelt. Rund 35.000 Flusskilometer sind betroffen, 6 % aller gro\u00dfen tropischen Flussabschnitte, und der Goldbergbau ist der Haupttreiber.<sup><a href=\"#fn60\" id=\"ref60\">60<\/a><\/sup> Die Autorinnen und Autoren bringen die Sedimente mit gesch\u00e4digten \u00d6kosystemen und Gefahren f\u00fcr die menschliche Gesundheit in Verbindung.<\/p>\n\n<h3>Saures Wasser, das jahrhundertelang flie\u00dft<\/h3>\n\n<p>Viele Golderze enthalten Sulfidminerale wie Pyrit. Kommen sie mit Luft und Wasser in Kontakt, entsteht Schwefels\u00e4ure, die Schwermetalle l\u00f6st: <strong>saure Grubenw\u00e4sser<\/strong>. Sie flie\u00dfen noch lange nach dem Ende des Bergbaus.<sup><a href=\"#fn61\" id=\"ref61\">61<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Der oben beschriebene Abraum ist ein gro\u00dfer Teil des Problems. Das Deckgebirge und das taube Gestein, die f\u00fcr den Zugang zum Erz bewegt werden, enthalten oft dieselben Sulfide. Aufgesch\u00fcttet zu Halden und dem Regen ausgesetzt, k\u00f6nnen sie S\u00e4ure freisetzen, zusammen mit gel\u00f6sten Metallen wie Kupfer, Blei, Zink und Cadmium sowie Halbmetallen wie Arsen, Selen und Antimon.<sup><a href=\"#fn62\" id=\"ref62\">62<\/a><\/sup> Selbst der International Council on Mining and Metals warnt, dass schlecht gehandhabter sulfidhaltiger Abfall zu \u201estark saurem Wasser\u201c f\u00fchren kann, \u201edas Metalle aus dem Gestein in die Umgebung auswaschen kann\u201c.<sup><a href=\"#fn61\">61<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Metalle k\u00f6nnen auch austreten, wenn das Wasser nicht sauer ist. Fachleitf\u00e4den beschreiben <strong>Grubenw\u00e4sser mit neutralem pH-Wert<\/strong>, die dennoch erh\u00f6hte Metallkonzentrationen aufweisen. Und ist die Reaktion einmal in Gang gekommen, kann sie sich \u201enoch Jahrzehnte oder Jahrhunderte nach dem Ende des Bergbaus\u201c fortsetzen.<sup><a href=\"#fn62\">62<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Der Witwatersrand in S\u00fcdafrika zeigt diese Langzeitwirkung. Das Becken z\u00e4hlt 270 Tailings-D\u00e4mme und 380 Abraumhalden mit rund 6 Milliarden Tonnen pyrithaltiger R\u00fcckst\u00e4nde und 600.000 Tonnen niedriggradigem Uran. Strahlungsmessungen an den R\u00fcckst\u00e4nden ergaben einen externen Gef\u00e4hrdungsindex von 2,4 \u2013 alles \u00fcber 1 gilt als erhebliches Gesundheitsrisiko.<sup><a href=\"#fn63\" id=\"ref63\">63<\/a><\/sup> Wasser, das aus gefluteten Minen im westlichen Becken austritt, enth\u00e4lt rund 3.500 Milligramm Sulfat je Liter bei einem pH-Wert von 2 bis 3, und das Problem wird \u201ewahrscheinlich eher Jahrhunderte als Jahrzehnte andauern\u201c.<sup><a href=\"#fn64\" id=\"ref64\">64<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In den USA sind nach Sch\u00e4tzung der Forstbeh\u00f6rde m\u00f6glicherweise rund 16.000 Kilometer Fl\u00fcsse und B\u00e4che durch saure Grubenw\u00e4sser aus dem Erzbergbau aller Art belastet.<sup><a href=\"#fn65\" id=\"ref65\">65<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"energie-und-klima\">Energie und Klima<\/h2>\n\n<p>So viel Gestein zu bewegen und zu mahlen, kostet viel Energie. <strong>Der industrielle Goldbergbau verursacht im Schnitt rund 23 Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalent je Kilogramm Gold<\/strong>, berechnet aus den Scope-1- und Scope-2-Emissionen von 194 Minen in 35 L\u00e4ndern.<sup><a href=\"#fn66\" id=\"ref66\">66<\/a><\/sup> Der World Gold Council kommt f\u00fcr dasselbe Jahr in seiner eigenen Sch\u00e4tzung auf rund 33 Tonnen.<sup><a href=\"#fn67\" id=\"ref67\">67<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Spanne zwischen den Minen ist enorm: von rund 1,7 Tonnen bei der saubersten erfassten Mine bis 169 Tonnen bei der schmutzigsten, ein Unterschied um rund das Hundertfache.<sup><a href=\"#fn66\">66<\/a><\/sup> Die Stromversorgung ist ein wichtiger Grund. S\u00fcdafrika mit seinen tiefen Minen und seinem Kohlestrom f\u00f6rdert 4 % des weltweiten Goldes, verursacht aber 43 % der Emissionen des Sektors aus zugekauftem Strom.<sup><a href=\"#fn68\" id=\"ref68\">68<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Der Kleinbergbau ist nicht automatisch sauberer. An 47 Standorten im brasilianischen Amazonasgebiet kamen dieselbetriebene Betriebe im Schnitt auf rund 16 Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalent je Kilogramm Gold, je nach Abbauform zwischen 10 und 30 Tonnen.<sup><a href=\"#fn30\">30<\/a><\/sup> Dieser Wert beruht auf einer einzigen regionalen Feldstudie und zeigt deshalb eine Gr\u00f6\u00dfenordnung, keinen weltweiten Durchschnitt. Hinzu kommt die Entwaldung: Der zwischen 2001 und 2023 f\u00fcr Gold gerodete Wald setzte rund 0,39 Milliarden Tonnen CO\u2082 frei.<sup><a href=\"#fn6\">6<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Kategorie sagt wenig. <strong>Die einzelne Mine sagt viel.<\/strong><\/p>\n\n<h2 id=\"wenn-das-gold-weg-ist\">Wenn das Gold weg ist<\/h2>\n\n<p>Eine Mine ordentlich zu schlie\u00dfen hei\u00dft, das Wasser zu behandeln, die Abf\u00e4lle zu sichern und das Land wiederherzustellen. Diese Arbeit wird genau dann f\u00e4llig, wenn die Einnahmen versiegen, und viele Betriebe kommen nie so weit. Der dokumentierte R\u00fcckstau, \u00fcber alle Rohstoffe hinweg:<\/p>\n\n<ul>\n<li><strong>USA:<\/strong> mehr als 100.000 verlassene Erzbergbau-Standorte, mit gesch\u00e4tzten Sanierungskosten von 50 Milliarden US-Dollar oder mehr.<sup><a href=\"#fn69\" id=\"ref69\">69<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Australien:<\/strong> mehr als 50.000 stillgelegte und verlassene Minen und Steinbr\u00fcche, denen rund 10 Milliarden Australische Dollar an Umweltsicherheiten gegen\u00fcberstehen \u2013 die wom\u00f6glich nicht einmal die Verpflichtungen der laufenden Minen decken.<sup><a href=\"#fn70\" id=\"ref70\">70<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>S\u00fcdafrika:<\/strong> rund 6.100 herrenlose Minen, viele davon ehemalige Goldminen. Bis M\u00e4rz 2021 war keiner der 2.322 Hochrisiko-Standorte au\u00dferhalb des Asbestbergbaus saniert, und das Bergbauministerium beziffert die Sanierungskosten auf rund 49 Milliarden Rand.<sup><a href=\"#fn71\" id=\"ref71\">71<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n\n<h3>Zwei Goldminen, f\u00fcr die die Allgemeinheit zahlt<\/h3>\n\n<p>In <strong>Summitville<\/strong> in Colorado lief eine Goldmine mit Zyanid-Haufenlaugung von 1986 bis 1991, dann ging der Betreiber in die Insolvenz. Seither haben der Bund und der Bundesstaat mehr als 200 Millionen US-Dollar f\u00fcr die Sanierung ausgegeben, und die Wasserbehandlung l\u00e4uft weiter.<sup><a href=\"#fn72\" id=\"ref72\">72<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In der <strong>Giant Mine<\/strong> im kanadischen Yellowknife hinterlie\u00df das R\u00f6sten von Golderz rund 237.000 Tonnen Arsentrioxid-Staub, der unter Tage lagert. Die Regierung sch\u00e4tzt die Kosten des Sanierungsprojekts auf rund 4,38 Milliarden Kanadische Dollar, bezahlt aus \u00f6ffentlichen Mitteln.<sup><a href=\"#fn73\" id=\"ref73\">73<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3>Funktioniert Rekultivierung?<\/h3>\n\n<p>Niemand kann das sicher sagen. Eine Auswertung von 712 Ver\u00f6ffentlichungen aus 54 L\u00e4ndern und f\u00fcnf Jahrzehnten Forschung zur Wiederherstellung von Minenfl\u00e4chen fand keine systematische Erfolgsquote. Die meisten Bewertungen vergleichen verschiedene Fl\u00e4chen miteinander, statt dieselbe Fl\u00e4che \u00fcber die Zeit zu beobachten.<sup><a href=\"#fn74\" id=\"ref74\">74<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Immerhin werden die Verpflichtungen inzwischen bilanziert. Bei 24 gro\u00dfen Bergbaukonzernen aller Rohstoffe stiegen die R\u00fcckstellungen f\u00fcr Schlie\u00dfung und Sanierung von 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 auf 72 Milliarden im Jahr 2023, rund 42 % ihrer langfristigen Schulden.<sup><a href=\"#fn75\" id=\"ref75\">75<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Es gibt hoffnungsvolle Beispiele. In Kidston in Queensland, Australien, wird eine stillgelegte Goldmine zu einem Pumpspeicherkraftwerk mit 250 Megawatt umgebaut; die Fertigstellung ist f\u00fcr Dezember 2026 geplant.<sup><a href=\"#fn76\" id=\"ref76\">76<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"drei-behauptungen-ueber-gold-die-nicht-stimmen\">Drei Behauptungen \u00fcber Gold, die nicht stimmen<\/h2>\n\n<h3>\u201eDie schlimmsten Dammbr\u00fcche gab es in Goldminen\u201c<\/h3>\n\n<p>Die beiden meistzitierten Katastrophen ereigneten sich in Eisenerzminen. Der Fund\u00e3o-Damm bei Mariana in Brasilien brach 2015 und t\u00f6tete 19 Menschen;<sup><a href=\"#fn77\" id=\"ref77\">77<\/a><\/sup> 2019 folgte Brumadinho mit 272 Toten.<sup><a href=\"#fn78\" id=\"ref78\">78<\/a><\/sup> Beide haben ver\u00e4ndert, wie die gesamte Branche mit Tailings umgeht. Sie als Beispiele f\u00fcr den Goldbergbau heranzuziehen, ist falsch \u2013 und die Bilanz des Goldes ist auch ohne sie ernst genug.<\/p>\n\n<h3>\u201eRecycling-Gold l\u00f6st das Problem\u201c<\/h3>\n\n<p><strong>Recycling-Gold \u00e4ndert nichts an den Orten, um die es in diesem Artikel geht.<\/strong> Es hat den Bergbau nicht verringert. Zwischen 2014 und 2025 stieg die j\u00e4hrliche Minenproduktion von 3.114 auf einen Rekord von 3.672 Tonnen, w\u00e4hrend Recycling-Gold bei 26 bis 28 % des Gesamtangebots blieb.<sup><a href=\"#fn79\" id=\"ref79\">79<\/a><\/sup> Allein der Zuwachs im Bergbau, rund 557 Tonnen pro Jahr, ist gr\u00f6\u00dfer als die gesamte Jahresf\u00f6rderung Australiens.<sup><a href=\"#fn80\" id=\"ref80\">80<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Recyclingmengen folgen dem Goldpreis und der Entscheidung der Besitzer:innen, Gold zu verkaufen \u2013 nicht den Einkaufsentscheidungen von Schmuckherstellern.<sup><a href=\"#fn79\">79<\/a><\/sup> Und schwache Definitionen erlauben es, frisch abgebautes Gold nach einem einzigen Raffinationsschritt als recycelt umzudeklarieren.<sup><a href=\"#fn81\" id=\"ref81\">81<\/a><\/sup> Mehr dazu in unserem Artikel dar\u00fcber, <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/darum-ist-recycling-gold-keine-loesung\/\">warum \u201enormales\u201c Recycling-Gold keine L\u00f6sung ist<\/a>.<\/p>\n\n<h3>\u201eZyanid ist schlimmer als Quecksilber\u201c<\/h3>\n\n<p>Zyanid klingt bedrohlicher, und es ist akut giftig. Aber es wird in der Umwelt abgebaut und reichert sich nicht in der Nahrungskette an, w\u00e4hrend Quecksilber bleibt und sich \u00fcber Generationen in Fischen und Menschen ansammelt.<sup><a href=\"#fn35\">35<\/a><\/sup> Kontrolliert eingesetzt ist Zyanid Teil des Wegs aus dem Quecksilber: Es gewinnt deutlich mehr Gold, oft rund 90 %, gegen\u00fcber selten mehr als 30 % bei der Amalgamierung des gesamten Erzes.<sup><a href=\"#fn82\" id=\"ref82\">82<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"geht-es-auch-besser\">Geht es auch besser?<\/h2>\n\n<p><strong>Ja \u2013 und es beginnt damit, zu wissen, aus welcher Mine euer Gold stammt.<\/strong> Jedes Problem in diesem Artikel h\u00e4ngt an einer Methode und einem Ort, die Antwort liegt also darin, beides bewusst zu w\u00e4hlen. Daf\u00fcr braucht es Dokumentation: Auf 999,9 \u2030 raffiniert, l\u00e4sst sich Gold aus einer Mine nicht mehr von Gold aus einer anderen unterscheiden. Aber auch Papiere allein sind kein Beweis: In Brasilien stie\u00df Greenpeace auf 98 Abbaugenehmigungen mit Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten, \u00fcber die 25,3 Tonnen Gold deklariert worden waren.<sup><a href=\"#fn83\" id=\"ref83\">83<\/a><\/sup> Einige Systeme kn\u00fcpfen verbindliche Anforderungen an die Mine selbst und lassen sie unabh\u00e4ngig pr\u00fcfen:<\/p>\n\n<ul>\n<li><strong>Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/fairmined-gold-standard\/\">Fairmined Standard<\/a><\/strong> f\u00fcr den Kleinbergbau orientiert sich an der Minamata-Konvention und schlie\u00dft deren vier sch\u00e4dlichste Quecksilberpraktiken aus. <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/was-ist-fairmined-ecological-gold\/\">Fairmined Ecological Gold<\/a> geht weiter: Es wird ohne Quecksilber und ohne Zyanid gewonnen, ausschlie\u00dflich mit Schwerkraftverfahren.<sup><a href=\"#fn84\" id=\"ref84\">84<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/fairtrade-gold-standard\/\">Fairtrade Gold Standard<\/a><\/strong> schreibt Retorten f\u00fcr Quecksilber vor, schlie\u00dft den Abbau in Schutzgebieten aus und verlangt, dass abgebaute Fl\u00e4chen innerhalb von zwei Jahren nach Ende des Abbaus renaturiert werden.<sup><a href=\"#fn85\" id=\"ref85\">85<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/was-ist-swiss-better-gold-sbg\/\">Swiss Better Gold<\/a><\/strong> akkreditiert Kleinbergbau-Betriebe in Kolumbien und Peru nach 27 Kriterien, die unabh\u00e4ngige Pr\u00fcfstellen verifizieren. Das Klima-Kriterium umfasst die Erfassung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen, Wassereffizienz, Bodenschutz und Renaturierung; im Schnitt der akkreditierten Betriebe werden 86 % des Wassers im Kreislauf gef\u00fchrt.<sup><a href=\"#fn86\" id=\"ref86\">86<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/was-ist-single-mine-origin-gold\/\">Single Mine Origin<\/a><\/strong> h\u00e4lt jede Charge ethisch abgebauten Goldes aus dem Gro\u00dfbergbau bis zu einer benannten Mitgliedsmine r\u00fcckverfolgbar.<sup><a href=\"#fn87\" id=\"ref87\">87<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/irma-standard-bergbau\/\">IRMA-Standard<\/a><\/strong> ist der anspruchsvollste Standard f\u00fcr den Gro\u00dfbergbau, auch wenn bislang keine prim\u00e4re Goldmine eine Pr\u00fcfung danach abgeschlossen hat.<sup><a href=\"#fn88\" id=\"ref88\">88<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Was diese Ans\u00e4tze vor Ort ver\u00e4ndern, zeigen wir in unseren Artikeln zum <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/verantwortungsvoller-gold-kleinbergbau\/\">verantwortungsvollen Gold-Kleinbergbau<\/a> und zum <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/verantwortungsvoller-gold-grossbergbau\/\">verantwortungsvollen Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>.<\/p>\n\n<h2 id=\"faq-umweltschaeden-durch-goldbergbau\">FAQ: Umweltsch\u00e4den durch Goldbergbau<\/h2>\n\n<details>\n<summary>Ist Goldbergbau schlecht f\u00fcr die Umwelt?<\/summary>\n<p>Goldbergbau kann schwere Umweltsch\u00e4den verursachen: Entwaldung, Quecksilberbelastung, giftige Tailings und saures Wasser, das jahrhundertelang flie\u00dft. Wie gro\u00df der Schaden ist, h\u00e4ngt von der einzelnen Mine und ihren Methoden ab. Gold selbst ist reaktionstr\u00e4ge. Der Schaden entsteht bei der Gewinnung \u2013 deshalb z\u00e4hlt die dokumentierte Herkunft.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Was sind die gr\u00f6\u00dften Umweltprobleme des Goldbergbaus?<\/summary>\n<p>F\u00fcnf Probleme stechen heraus: Entwaldung, vor allem im Amazonasgebiet; Quecksilberbelastung durch den Kleinbergbau; Tailings, die hinter bruchgef\u00e4hrdeten D\u00e4mmen lagern oder direkt in Fl\u00fcsse geleitet werden; saure Grubenw\u00e4sser, die jahrhundertelang flie\u00dfen k\u00f6nnen; und verlassene Minen, die niemand saniert. Der industrielle Bergbau verbraucht zudem viel Wasser, Energie und Zyanid.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Warum wird im Goldbergbau Quecksilber verwendet?<\/summary>\n<p>Quecksilber bindet feine Goldpartikel zu einem Amalgam. Das Verfahren ist billig und einfach, deshalb nutzen es Kleinbergleute. Wird das Amalgam offen abgebrannt, entweicht das Quecksilber in Luft, Boden und Wasser. Wer das Erz zuerst anreichert und eine Retorte verwendet, senkt die Emissionen rund um das 25-Fache.<sup><a href=\"#fn30\">30<\/a><\/sup><\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Wie gro\u00df ist der CO\u2082-Fu\u00dfabdruck von Gold?<\/summary>\n<p>Der industrielle Goldbergbau verursacht im Schnitt rund 23 bis 33 Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalent je Kilogramm Gold, je nach Sch\u00e4tzung. F\u00fcr einen Ehering mit 6 Gramm Feingold sind das rund 140 bis 200 Kilogramm. Zwischen einzelnen Minen unterscheidet sich der Fu\u00dfabdruck um rund das Hundertfache.<sup><a href=\"#fn66\">66<\/a><\/sup><\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Ist Goldbergbau schlecht f\u00fcr das Klima?<\/summary>\n<p>Er tr\u00e4gt auf zwei Wegen zum Klimawandel bei. Der industrielle Goldbergbau verursachte 2023 rund 50 Millionen Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalent aus eigenem Betrieb und zugekauftem Strom,<sup><a href=\"#fn68\">68<\/a><\/sup> und der f\u00fcr Gold gerodete Wald setzte zwischen 2001 und 2023 rund 0,39 Milliarden Tonnen CO\u2082 frei.<sup><a href=\"#fn6\">6<\/a><\/sup> Reicheres Erz und sauberer Strom machen von Mine zu Mine einen gro\u00dfen Unterschied.<\/p>\n<\/details>\n\n<h2 id=\"das-wichtigste-zum-mitnehmen\">Das Wichtigste zum Mitnehmen<\/h2>\n\n<ul>\n<li><strong>Fragt nach der Mine, nicht nach der Kategorie.<\/strong> Saubere und schmutzige Betriebe gibt es im Gro\u00df- wie im Kleinbergbau, und allein der CO\u2082-Fu\u00dfabdruck unterscheidet sich zwischen einzelnen Minen um das Hundertfache.<\/li>\n<li><strong>Beim Quecksilber richtet der Kleinbergbau den gr\u00f6\u00dften Schaden an \u2013 und hier gibt es erprobte L\u00f6sungen.<\/strong> Anreicherung und Retorten senken die Emissionen rund um das 25-Fache, und zertifiziertes Gold, das ganz ohne Quecksilber gewonnen wird, gibt es bereits.<\/li>\n<li><strong>Die schwersten Sch\u00e4den des Industriebergbaus werden am Anfang angelegt.<\/strong> Fl\u00fcsse als Abfallkan\u00e4le, D\u00e4mme, die f\u00fcr immer halten m\u00fcssen, und saures Wasser \u00fcber Jahrhunderte folgen daraus, wie eine Mine geplant und reguliert wird \u2013 lange bevor der erste Barren verkauft ist.<\/li>\n<li><strong>Recycling-Gold ist kein Ausweg.<\/strong> Die Minenproduktion erreichte 2025 einen Rekord, und Recycling \u00e4ndert nichts an W\u00e4ldern, Fl\u00fcssen oder Quecksilber.<\/li>\n<li><strong>Nur die dokumentierte Herkunft verr\u00e4t es.<\/strong> Raffiniertes Gold sieht immer gleich aus, egal woher es stammt. Nur eine l\u00fcckenlose Kette zur\u00fcck bis zur Mine zeigt, was euer Gold angerichtet hat.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h3>Wie geht's nun weiter?<\/h3>\n\n<blockquote><p><em>Gold wird abgebaut werden, solange Menschen es sch\u00e4tzen. Die eigentliche Frage ist, wo und wie. Wir versuchen, eine Alternative anzubieten: Gold mit dokumentierter Herkunft, aus Minen, die nach verbindlichen Standards arbeiten. <a href=\"https:\/\/www.fairever.gold\/de\/shop\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schaut euch das ethische Gold in unserem Shop an<\/a> \u2013 oder fragt uns, was zu eurer Produktion passt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n<h2 id=\"weitere-leseempfehlungen\">Weitere Leseempfehlungen<\/h2>\n\n<ul>\n<li>Die ganze Branche im \u00dcberblick: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau\/\">Goldbergbau erkl\u00e4rt<\/a>.<\/li>\n<li>Die menschliche Seite derselben Geschichte: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau-soziale-auswirkungen\/\">soziale Auswirkungen des Goldbergbaus<\/a>.<\/li>\n<li>Wie die beiden H\u00e4lften der Branche im Vergleich abschneiden: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-kleinbergbau-vs-gold-grossbergbau\/\">Gold-Kleinbergbau vs. Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 id=\"quellen\">Quellen<\/h2>\n\n<ol>\n<li id=\"fn1\">S&amp;P Global Market Intelligence, <a href=\"https:\/\/pages.marketintelligence.spglobal.com\/Greenhouse-gas-and-gold-mines-WS.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Greenhouse gas and gold mines<\/em><\/a>, Bezugsjahr 2019: durchschnittlicher Erzgehalt rund 1,05 g\/t im Tagebau und 3,25 g\/t im Untertagebau. <a href=\"#ref1\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn2\">Nassar, Lederer, Brainard, Padilla &amp; Lessard, <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC9118561\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Rock-to-Metal Ratio: A Foundational Metric for Understanding Mine Wastes<\/em><\/a>, Environmental Science &amp; Technology 56(10), 2022, Open Access. Die Verh\u00e4ltnisse reichen \u201efrom 3 for Si to 3 \u00d7 10\u2076 for gold\u201c; auf Gold entfallen \u201eapproximately 9.1 billion metric tons\u201c des bewegten Materials. Das Verh\u00e4ltnis ist Erz plus Deckgebirge und taubes Gestein, geteilt durch raffiniertes Metall; Grundlage sind 777 berichtende industrielle Betriebe mit rund 79 % der Weltproduktion, Bezugsjahr 2018. Der Kleinbergbau ist nicht enthalten. <a href=\"#ref2\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn3\">S&amp;P Global Market Intelligence, <a href=\"https:\/\/www.spglobal.com\/market-intelligence\/en\/news-insights\/research\/gold-mine-stripping-ratios-rise-on-high-prices-grades-continue-declining\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold mine stripping ratios rise on high prices, grades continue declining<\/em><\/a>, 12. Dezember 2023: \u201eSince 2010, copper and gold head grades have dropped 7.6% and 13.4%, respectively.\u201c <a href=\"#ref3\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn4\">Eigene Berechnungen f\u00fcr einen 8-Gramm-Ring in 750er Legierung (18 Karat) mit 6 Gramm Feingold. Gestein: 6 g \u00d7 3 t\/g = 18 t Erz und Abraum, auf Basis des globalen Verh\u00e4ltnisses von Gestein zu Metall im industriellen Goldbergbau (Nassar et al. 2022). CO\u2082: 6 g \u00d7 23,3 kg\/g = 140 kg und 6 g \u00d7 32,7 kg\/g = 196 kg, auf Basis der Branchendurchschnitte von 23,3 t CO\u2082e\/kg (Ulrich, Trench &amp; Hagemann 2022, Scope 1 und 2, 194 Minen) und 32,7 t CO\u2082e\/kg (World Gold Council 2019, Scope 1 und 2); beides sind Sch\u00e4tzungen f\u00fcr dasselbe Bezugsjahr mit unterschiedlichen Stichproben, keine Spanne mit Mittelwert. Quecksilber: 6 g \u00d7 5 kg\/kg = 30 g, auf Basis des Mittelwerts von rund 5 kg Quecksilber je kg Gold bei der Amalgamierung des gesamten Erzes (Spanne 3\u201350 kg), praktisch vollst\u00e4ndig freigesetzt (Telmer &amp; Veiga 2008); bei Amalgamierung nur des Konzentrats mit Retorte sinkt die Freisetzung auf 6 g \u00d7 0,19 kg\/kg \u2248 1,1 g (Fritz et al. 2024). Wald: 6 g \u00d7 0,57 ha\/kg = 0,0034 ha \u2248 34 m\u00b2; bei einer mittleren Dichte (Median) von 565 B\u00e4umen mit mindestens 10 cm Stammdurchmesser je Hektar im Amazonasgebiet (ter Steege et al., <a href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/science.1243092\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Hyperdominance in the Amazonian Tree Flora<\/em><\/a>, Science 342, 2013) ergibt 0,0034 ha \u00d7 565 \u2248 1,9 B\u00e4ume; zugrunde liegen 0,57 ha gerodete Fl\u00e4che je kg Gold beim illegalen Abbau in Flussbetten im Einzugsgebiet des Tapaj\u00f3s im Jahr 2020 (Gasparinetti et al., <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/Gasparinetti_2023_Economic%20valuation%20of%20artisanal%20small-scale%20gold%20mining%20impacts%20(1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Economic valuation of artisanal small-scale gold mining impacts<\/em><\/a>.pdf), Resources Policy 88, 2024). Die vier Werte beschreiben unterschiedliche Formen des Bergbaus und d\u00fcrfen nicht addiert werden. <a href=\"#ref4\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn5\">planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/frequently-asked-questions\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Frequently Asked Questions<\/em><\/a>, 2024 (der Kleinbergbau f\u00f6rdert 500\u2013600 t pro Jahr); World Gold Council \/ Metals Focus, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/goldhub\/research\/gold-demand-trends\/gold-demand-trends-full-year-2025\/supply\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Demand Trends Full Year 2025 \u2013 Supply<\/em><\/a>, Januar 2026 (weltweite Minenproduktion 2025: 3.671,6 t); World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/esg\/artisanal-and-small-scale-gold-mining\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal and Small-Scale Gold Mining<\/em><\/a> (bis zu 20 % des j\u00e4hrlichen Angebots). 500\u2013600 t von 3.671,6 t sind 14\u201316 %; wir verwenden eine Spanne von 15 bis 20 %, um die h\u00f6heren Sch\u00e4tzungen abzubilden. Zur Besch\u00e4ftigung: IGF \/ IISD, <a href=\"https:\/\/www.iisd.org\/system\/files\/publications\/igf-asm-global-trends.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Global Trends in Artisanal and Small-Scale Mining<\/em><\/a>, 2018, S. 3 (Kleinbergleute stellen \u201e90 per cent of total employment in gold mining\u201c). <a href=\"#ref5\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn6\">Zhang, Chen, An, Lin, Gong et al., <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-025-67501-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Overlooked deforestation from global mining activities in the 21st century<\/em><\/a>, Nature Communications 17:804, 2025: 19.765 km\u00b2 Waldverlust durch Bergbau weltweit 2001\u20132023; Gold 41,71 %, Kohle 26,33 %; 73,21 % des goldbedingten Verlusts durch nicht erfasste Bergbauaktivit\u00e4ten; insgesamt 0,75 Milliarden t CO\u2082, davon rund 0,39 Milliarden t durch Goldbergbau. <a href=\"#ref6\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn7\">Eigene Berechnung: 19.765 km\u00b2 \u00d7 41,71 % = 8.244 km\u00b2. Das Saarland ist rund 2.570 km\u00b2 gro\u00df (Statistisches Bundesamt); 8.244 \u00f7 2.570 \u2248 3,2. Lokalisiert: Die englische Fassung vergleicht mit der Fl\u00e4che Puerto Ricos. <a href=\"#ref7\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn8\">MAAP (Monitoring of the Andean Amazon Project) #226, <a href=\"https:\/\/www.maapprogram.org\/amazon-mining-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>AI to detect Amazon gold mining deforestation \u2013 2024 update<\/em><\/a>, 4. Mai 2025: kumulierte Bergbaufl\u00e4che von 2,02 Millionen ha im Jahr 2024, davon 1,06 Millionen ha zwischen 2019 und 2024. <a href=\"#ref8\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn9\">MAAP #235, <a href=\"https:\/\/www.maapprogram.org\/amazon-gold-mining-2025\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Amazon gold mining deforestation 2025<\/em><\/a>, 2025: 37.109 ha Waldverlust durch Goldbergbau im gesamten Amazonasgebiet im Jahr 2025, davon mehr als 14.000 ha in Schutzgebieten oder indigenen Territorien. <a href=\"#ref9\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn10\">MAAP #233, <a href=\"https:\/\/www.maapprogram.org\/gold-mining-peru-amazon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Current Situation of Gold Mining in the Peruvian Amazon<\/em><\/a>, 29. September 2025: 139.169 ha kumuliert bis Mitte 2025, davon 97,5 % in Madre de Dios. <a href=\"#ref10\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn11\">Greenpeace Brasil, <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/brasil\/blog\/greenpeace-flagra-mais-de-500-balsas-de-garimpo-em-sobrevoo-no-rio-madeira\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Greenpeace flagra mais de 500 balsas de garimpo em sobrevoo no Rio Madeira<\/em><\/a>, Juli 2025: 542 Baggerfl\u00f6\u00dfe bei einem \u00dcberflug am 19. Juli 2025. Eigenes Monitoring der Organisation. <a href=\"#ref11\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn12\">Lobo, Costa, Novo &amp; Telmer, <a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/2072-4292\/8\/7\/579\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Distribution of Artisanal and Small-Scale Gold Mining in the Tapaj\u00f3s River Basin (Brazilian Amazon) over the Past 40 Years and Relationship with Water Siltation<\/em><\/a>, Remote Sensing 8(7):579, 2016. <a href=\"#ref12\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn13\">Giljum, Maus, Kuschnig et al., <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.2118273119\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>A pantropical assessment of deforestation caused by industrial mining<\/em><\/a>, PNAS 119(38), 2022: \u201e3,264 km\u00b2 of forest was directly lost due to industrial mining, with 80% occurring in only four countries: Indonesia, Brazil, Ghana, and Suriname.\u201c Alle Rohstoffe; Gold wird nicht gesondert ausgewiesen. <a href=\"#ref13\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn14\">Sonter, Herrera, Barrett, Galford, Moran &amp; Soares-Filho, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41467-017-00557-w\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mining drives extensive deforestation in the Brazilian Amazon<\/em><\/a>, Nature Communications 8:1013, 2017: \u201eMining significantly increased Amazon forest loss up to 70 km beyond mining lease boundaries\u201c; die bergbaubedingte Entwaldung \u201ehas been 12 times greater than that occurring within mining leases alone\u201c. Bergbau aller Art, nicht nur Gold. <a href=\"#ref14\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn15\">Luckeneder, Giljum, Schaffartzik, Maus &amp; Tost, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.gloenvcha.2021.102303\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Surge in global metal mining threatens vulnerable ecosystems<\/em><\/a>, Global Environmental Change 69:102303, 2021: \u201e90% of all considered extraction sites correspond to below-average relative water availability, with particularly copper and gold mining occurring in areas with significant water scarcity.\u201c Zu Schutzgebieten siehe das begleitende <a href=\"https:\/\/www.fineprint.global\/publications\/briefs\/mining-protected-lands\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FINEPRINT-Briefing<\/a>: \u201e50% of all global metal ore extraction took place within a 20 km boundary around protected territories\u201c; die F\u00f6rderung in Schutzgebieten stieg von 225 Mt auf 480 Mt, \u201ea 113% increase\u201c. Alle Metallerze. <a href=\"#ref15\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn16\">Maus et al., <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0959652625027957\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>A data-driven approach to mapping global commodity-specific mining land-use<\/em><\/a>, Journal of Cleaner Production 540:147437, 2026: Kohle 22,5 % und Gold 21,1 % der weltweit kartierten Bergbaufl\u00e4che; Kartierungsgrundlage 2019. <a href=\"#ref16\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn17\">Instituto Socioambiental, <a href=\"https:\/\/www.socioambiental.org\/noticias-socioambientais\/relatorio-aponta-reducao-do-garimpo-ilegal-na-terra-indigena-yanomami-mas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Relat\u00f3rio aponta redu\u00e7\u00e3o do garimpo ilegal na Terra Ind\u00edgena Yanomami<\/em><\/a>, 22. Mai 2026: neu erschlossene Abbaufl\u00e4che von rund 1.800 ha im Jahr 2022, 330 ha 2023, 84 ha 2024 und 45,2 ha 2025. <a href=\"#ref17\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn18\">Eigene Berechnung: 9,1 Milliarden t \u00f7 365 Tage \u2248 25 Millionen t pro Tag; 9,1 Milliarden t \u00f7 6 Millionen t \u2248 1.500 Cheops-Pyramiden pro Jahr oder rund 4 pro Tag. Masse der Cheops-Pyramide von rund 6 Millionen t: Wikipedia, <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Great_Pyramid_of_Giza\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Great Pyramid of Giza<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026, auf Basis von John Romer, *The Great Pyramid: Ancient Egypt Revisited*, Cambridge University Press, 2007, S. 157 (rund 5,5 Millionen t Kalkstein, 8.000 t Granit und 500.000 t M\u00f6rtel). <a href=\"#ref18\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn19\">Norgate &amp; Haque, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jclepro.2012.01.042\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Using life cycle assessment to evaluate some environmental impacts of gold production<\/em><\/a>, Journal of Cleaner Production 29\u201330, 2012: \u201e1,270,000 t waste solids\/t Au\u201c f\u00fcr ein modelliertes, nicht refrakt\u00e4res Erz mit 3,5 g\/t, also 1.270 t je kg. <a href=\"#ref19\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn20\">Eigene Berechnung aus den Erzgehalten in Fu\u00dfnote 1: 1,05 g\/t \u00f7 3,25 g\/t = 0,32; eine Untertagemine mit durchschnittlichem Erzgehalt braucht je Gramm Gold also rund ein Drittel des Erzes (nur Erz, vollst\u00e4ndige Ausbeute angenommen). Zu den Emissionen findet dieselbe S&amp;P-Global-Analyse deutlich niedrigere Werte f\u00fcr Untertage- als f\u00fcr Tagebau-Goldminen, umgerechnet aus Werten je Unze rund 12,9 gegen\u00fcber 27,3 t CO\u2082e je kg Gold. <a href=\"#ref20\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn21\">Jamieson, Ewertowski &amp; Evans, <a href=\"https:\/\/durham-repository.worktribe.com\/output\/1444969\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Rapid advance of two mountain glaciers in response to mine-related debris loading<\/em><\/a>, Journal of Geophysical Research: Earth Surface 120(7), 2015, Open Access: Die Gletscher r\u00fcckten \u201eby 1.2 and 3.2 km respectively at a rate of up to 350 m yr\u22121\u201c vor, nachdem \u201espoil of up to 180 m thick\u201c auf ihre Oberfl\u00e4che gekippt worden war. <a href=\"#ref21\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn22\">UN Environment Programme, <a href=\"https:\/\/www.unep.org\/resources\/publication\/global-mercury-assessment-2018\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Global Mercury Assessment 2018<\/em><\/a>, 2019, Emissionen in die Luft, Bezugsjahr 2015: Gold-Kleinbergbau 838 t (37,7 %), gro\u00dftechnische Goldproduktion 84,5 t (3,8 %), menschengemachte Emissionen insgesamt 2.220 t. <a href=\"#ref22\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn23\">Telmer &amp; Veiga, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/2020-05\/Telmer%20Veiga%20World%20Hg%20emmissions%20from%20ASM%202008.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>World emissions of mercury from artisanal and small scale gold mining<\/em><\/a>, 2008: Amalgamierung des gesamten Erzes 3\u201350 kg Quecksilber je kg Gold, im Mittel rund 5 kg, praktisch vollst\u00e4ndig verloren; rund 35 % des verlorenen Quecksilbers gehen in die Atmosph\u00e4re, rund 65 % in R\u00fcckst\u00e4nde, B\u00f6den und Wasser. <a href=\"#ref23\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn24\">Weltgesundheitsorganisation, <a href=\"https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/mercury-and-health\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mercury and health<\/em><\/a>, Faktenblatt, 24. Oktober 2024: \u201eMercury is considered by WHO as one of the top ten chemicals of major public health concern.\u201c \u201eExposure of the fetus to methylmercury poses danger to the unborn child.\u201c <a href=\"#ref24\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn25\">Basta et al., <a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/2305-6304\/11\/9\/800\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Risk Assessment of Mercury-Contaminated Fish Consumption in the Brazilian Amazon<\/em><\/a>, Toxics 11(9):800, 2023: 1.010 Fische aus 80 Arten, 17 Gemeinden in sechs Bundesstaaten, beprobt von M\u00e4rz 2021 bis September 2022; 21,3 % bei 0,5 \u00b5g\/g oder dar\u00fcber; Roraima 40 %. <a href=\"#ref25\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn26\">Basta, Viana, de Vasconcellos et al., <a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/1660-4601\/18\/17\/9222\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mercury Exposure in Munduruku Indigenous Communities from Brazilian Amazon: Methodological Background and an Overview of the Principal Results<\/em><\/a>, International Journal of Environmental Research and Public Health 18(17):9222, 2021: 57,9 % von 197 Haarproben aus drei Munduruku-D\u00f6rfern bei 6 \u00b5g\/g oder dar\u00fcber, Feldarbeit 2019. <a href=\"#ref26\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn27\">Fiocruz, <a href=\"https:\/\/portal.fiocruz.br\/en\/news\/2024\/04\/yanomamis-nine-villages-harassed-illegal-mining-are-contaminated-mercury\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Yanomamis from nine villages harassed by illegal mining are contaminated with mercury<\/em><\/a>, April 2024: 84 % von 287 Haarproben \u00fcber 2,0 \u00b5g\/g und 10,8 % \u00fcber 6,0 \u00b5g\/g, oberer Mucaja\u00ed, Datenerhebung im Oktober 2022. <a href=\"#ref27\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn28\">Amos, Jacob, Streets &amp; Sunderland, <a href=\"https:\/\/dash.harvard.edu\/server\/api\/core\/bitstreams\/7312037d-4934-6bd4-e053-0100007fdf3b\/content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Legacy impacts of all-time anthropogenic emissions on the global mercury cycle<\/em><\/a>, Global Biogeochemical Cycles 27, 2013: Rund 60 % der heutigen atmosph\u00e4rischen Deposition sind wiederemittiertes Quecksilber aus fr\u00fcheren Freisetzungen, 27 % prim\u00e4re menschengemachte Emissionen, 13 % nat\u00fcrliche Quellen. Alle Quellen, nicht nur Gold. <a href=\"#ref28\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn29\">Alpers, Hunerlach, May &amp; Hothem, US Geological Survey, <a href=\"https:\/\/pubs.usgs.gov\/fs\/2005\/3014\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mercury Contamination from Historical Gold Mining in California<\/em><\/a>, Fact Sheet 2005-3014: \u201eThe total amount of mercury lost to the environment from placer mining operations throughout California has been estimated at 10,000,000 lb\u201c; weitere 3.000.000 lb gingen im Festgesteinsbergbau verloren. Eigene Umrechnung: 10.000.000 lb \u00d7 0,4536 kg\/lb \u2248 4.500 t. Zu aktuellen Verzehrwarnungen f\u00fcr Fisch siehe USGS <a href=\"https:\/\/www.usgs.gov\/centers\/california-water-science-center\/science\/mercury\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">California Water Science Center, *Mercury*<\/a>. <a href=\"#ref29\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn30\">Fritz, Peregovich, da Silva Ten\u00f3rio, da Silva Alves &amp; Schmidt, <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41893-023-01242-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mercury and CO2 emissions from artisanal gold mining in Brazilian Amazon rainforest<\/em><\/a>, Nature Sustainability 7, 2024: 47 Standorte im Einzugsgebiet des Tapaj\u00f3s; mit Konzentrat und Retorte 1,7 kg Quecksilber eingesetzt und 0,19 kg freigesetzt je kg Gold; im Mittel rund 16 t CO\u2082e je kg Gold, je nach Abbauform 10\u201330 t, ohne Landnutzungs\u00e4nderung. Eigene Berechnung des Faktors: 5 kg \u00f7 0,19 kg = 26, vorsichtig als \u201erund 25\u201c angegeben. <a href=\"#ref30\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn31\">Minamata-Konvention \u00fcber Quecksilber, <a href=\"https:\/\/minamataconvention.org\/en\/documents\/minamata-convention-mercury-text-and-annexes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Text and annexes<\/em><\/a>, Ausgabe Oktober 2024: beschlossen am 10. Oktober 2013, in Kraft seit 16. August 2017. Artikel 7 Absatz 3: Stellt eine Vertragspartei fest, dass der Gold-Kleinbergbau in ihrem Hoheitsgebiet \u201eis more than insignificant\u201c, muss sie einen nationalen Aktionsplan erarbeiten und umsetzen. Anhang C, Absatz 1(b): \u201eActions to eliminate: (i) Whole ore amalgamation; (ii) Open burning of amalgam or processed amalgam; (iii) Burning of amalgam in residential areas; and (iv) Cyanide leaching in sediment, ore or tailings to which mercury has been added without first removing the mercury\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"https:\/\/minamataconvention.org\/en\/parties\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Parties<\/em><\/a>: 152, abgerufen im September 2026. <a href=\"#ref31\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn32\">IISD Earth Negotiations Bulletin, <a href=\"https:\/\/enb.iisd.org\/minamata-convention-mercury-cop6-summary\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Summary of the Sixth Meeting of the Conference of the Parties to the Minamata Convention on Mercury<\/em><\/a>, Genf, 3.\u20137. November 2025. <a href=\"#ref32\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn33\">Mudd, <a href=\"https:\/\/www.thesustainabilitysociety.org.nz\/conference\/2007\/papers\/MUDD-Gold-Mining-v-Sustainability.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Resource Consumption Intensity and the Sustainability of Gold Mining<\/em><\/a>, 2007, Betriebsdaten australischer Minen 1995\u20132006: Wasser \u201eabout 477 kL\/kg Au\u201c; Zyanid im Mittel rund 150 kg je kg Gold, unter 100 kg\/kg bei mehr als 6 g\/t und \u00fcber 1.000 kg\/kg bei weniger als 2 g\/t. <a href=\"#ref33\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn34\">UNEP \/ OCHA, <a href=\"https:\/\/reliefweb.int\/report\/romania\/cyanide-spill-baia-mare-romania-unepocha-assessment-mission-advance-copy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Cyanide Spill at Baia Mare, Romania \u2013 Assessment Mission Report<\/em><\/a>, M\u00e4rz 2000. <a href=\"#ref34\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn35\">Nyamunda, <a href=\"https:\/\/www.intechopen.com\/chapters\/52622\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Review of the Impact on Water Quality and Treatment Options of Cyanide Used in Gold Ore Processing<\/em><\/a>, IntechOpen, 2017. <a href=\"#ref35\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn36\">planetGOLD \/ Artisanal Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/CN%20Best%20Practices%20in%20ASGM_Final_Dec%2016%202021_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Best Management Practices for Cyanide Use in the Small-Scale Gold Mining Sector<\/em><\/a>, Dezember 2021, S. 5: \u201eCN use in the ASGM sector often occurs in the absence of critical safeguards and responsible management practices.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref36\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn37\">Leung &amp; Lu, <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC4978203\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Environmental Health and Safety Hazards of Indigenous Small-Scale Gold Mining Using Cyanidation in the Philippines<\/em><\/a>, Environmental Health Insights 10, 2016, S. 125\u2013131 (34 befragte Bergleute in Benguet). <a href=\"#ref37\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn38\">International Cyanide Management Institute, <a href=\"https:\/\/cyanidecode.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Newsltr1Q2026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Newsletter Q1 2026<\/em><\/a>: 115 zertifizierte Minen Ende 2025; seit 2006 wurden 173 Minen zertifiziert. <a href=\"#ref38\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn39\">International Cyanide Management Institute, <a href=\"https:\/\/cyanidecode.org\/about-the-cyanide-code\/frequently-asked-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Frequently Asked Questions<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026: Als freiwilliges Programm \u201ecannot impose penalties\u201c (\u00fcber die Aberkennung der Zertifizierung hinaus). \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref39\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn40\">Franks, Stringer, Torres-Cruz et al., <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41598-021-84897-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tailings facility disclosures reveal stability risks<\/em><\/a>, Scientific Reports 11:5353, 2021: 1.743 offengelegte Anlagen mit 44,5 Milliarden m\u00b3; 501 (29 %) hatten die Folgen eines hypothetischen katastrophalen Versagens flussabw\u00e4rts nicht formal bewertet; weltweit rund 8.100 Anlagen gesch\u00e4tzt. Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref40\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn41\">Islam &amp; Murakami, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0959378021001400\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Global-scale impact analysis of mine tailings dam failures: 1915\u20132020<\/em><\/a>, Global Environmental Change 70:102361, 2021. Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref41\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn42\">Fourie, Blight &amp; Papageorgiou, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1139\/t00-112\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Static liquefaction as a possible explanation for the Merriespruit tailings dam failure<\/em><\/a>, Canadian Geotechnical Journal 38(4), 2001: \u201eApproximately 600 000 m\u00b3 of liquid tailings flowed from the tailings dam\u201c; das Versagen \u201eresulted in the deaths of 17 people\u201c. <a href=\"#ref42\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn43\">Mining.com, <a href=\"https:\/\/www.mining.com\/ten-years-after-mount-polley-dam-breach-in-british-columbia-15-charges-laid\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Ten years after Mount Polley dam breach, 15 charges laid<\/em><\/a>, Dezember 2024. <a href=\"#ref43\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn44\">SSR Mining, <a href=\"https:\/\/ssrmining.com\/2024-copler-incident\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>2024 \u00c7\u00f6pler Incident<\/em><\/a>. <a href=\"#ref44\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn45\">Government of Yukon, <a href=\"https:\/\/yukon.ca\/en\/victoria-gold-corporations-eagle-mine-heap-leach-failure\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Victoria Gold Corporation's Eagle mine heap leach failure<\/em><\/a>, 2024\u20132025. <a href=\"#ref45\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn46\">ICMM, <a href=\"https:\/\/www.icmm.com\/en-gb\/research\/tailings-management\/2025\/tailings-progress-report\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tailings Progress Report<\/em><\/a>, 5. November 2025, Datenstand August 2025: \u201eOut of the total of 836 ICMM member facilities, 67 per cent are in full conformance with the GISTM, while 33 per cent remain in partial conformance.\u201c <a href=\"#ref46\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn47\">International Maritime Organization \/ UNEP, <a href=\"https:\/\/wwwcdn.imo.org\/localresources\/en\/OurWork\/Environment\/Documents\/Mine%20Tailings%20Marine%20and%20Riverine%20Disposal%20Final%20for%20Web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>International Assessment of Marine and Riverine Disposal of Mine Tailings<\/em><\/a>, 2013: \u201eriverine disposal is no longer practiced, except at four mines in Indonesia and Papua New Guinea\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref47\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn48\">Freeport-McMoRan, <a href=\"https:\/\/www.fcx.com\/sustainability\/tailings-indonesia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tailings Management \u2013 Indonesia<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026: \u201ePTFI operates a controlled riverine tailings management system\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref48\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn49\">Ok Tedi Mining Limited, <a href=\"https:\/\/www.oktedi.com\/tailings-management\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tailings Management<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026: \u201edisposed of via discharge into the river system, as approved by the Government in 1986\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref49\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn50\">Audit nach dem Cyanide Code, New Porgera Ltd, <a href=\"https:\/\/cyanidecode.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/BarrickPorgeraSAR2025.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Summary Audit Report<\/em><\/a>, Bericht vom 27. November 2025 (Audit im M\u00e4rz 2025): \u201eThe NPL cyanide processing plant is a flow through system that ultimately discharges to a riverine disposal point at less than 0.5 mg\/L WAD.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref50\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn51\">Tolu Minerals, <a href=\"http:\/\/toluminerals.com\/files\/2026.03.31_Annual%20Report%20to%20Shareholders.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Annual Report to Shareholders 2025<\/em><\/a>, 31. M\u00e4rz 2026, S. 20: Die Mine \u201eholds environmental permits for water harvesting and wastewater discharge (which currently includes partial riverine tailings disposal)\u201c; das Unternehmen bekennt sich zu einem Ansatz ohne Tailings-Einleitung. <a href=\"#ref51\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn52\">Amman Mineral, <a href=\"https:\/\/www.amman.co.id\/processing\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Processing<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026. <a href=\"#ref52\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn53\">St Barbara, <a href=\"https:\/\/stbarbara.com.au\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/2025.12.10_Feasibility-Study-Confirms-Simberi-as-a-High-Quality-Asset_2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Feasibility Study Confirms Simberi as a High-Quality Asset<\/em><\/a>, 10. Dezember 2025: \u201evia the existing deep sea tailings placement (DSTP) pipeline\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref53\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn54\">World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/download\/file\/14254\/Responsible-Gold-Mining-Principles-en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Responsible Gold Mining Principles<\/em><\/a>, Prinzip 8.2: \u201eWe will not develop a new mine that would involve the use of riverine or shallow submarine tailings.\u201c <a href=\"#ref54\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn55\">IRMA, <a href=\"https:\/\/responsiblemining.net\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Chapter_4.1_Waste_Management.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Standard for Responsible Mining, Chapter 4.1 Waste and Materials Management<\/em><\/a>, v1.0, 2018, Anforderung 4.1.8.1: \u201eAt the present time, mine sites using riverine, submarine and lake disposal of mine waste materials will not be certified by IRMA.\u201c <a href=\"#ref55\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn56\">Skarn Associates, <a href=\"https:\/\/www.skarnassociates.com\/insights\/gold-water-benchmarking\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold water benchmarking<\/em><\/a>: 21 m\u00b3 je Unze (2022), 278 Minen. Eigene Umrechnung: 21 m\u00b3 \u00d7 32,15 oz\/kg \u2248 675 m\u00b3\/kg. Andere Systemgrenze als Mudd 2007. <a href=\"#ref56\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn57\">Alvarez-Pugliese, Machuca-Mart\u00ednez &amp; P\u00e9rez-Rinc\u00f3n, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.heliyon.2021.e07949\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Water footprint in gold extraction: A case-study in Su\u00e1rez, Cauca, Colombia<\/em><\/a>, Heliyon 7(9), 2021: blauer Wasserfu\u00dfabdruck von 79,91 m\u00b3 je kg Gold; kleiner und mittlerer Bergbau. <a href=\"#ref57\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn58\">ICMM, <a href=\"https:\/\/www.icmm.com\/global-datasets\/water\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Global Mining and Metals Water Dataset<\/em><\/a>, 2026: mehr als 12.000 Anlagen in 148 L\u00e4ndern; 65,7 % sind mindestens einem erheblichen physischen Wasserrisiko ausgesetzt. Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref58\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn59\">Primer Tribunal Ambiental (Chile), <a href=\"https:\/\/www.1ta.cl\/primer-tribunal-ambiental-confirma-clausura-definitiva-de-pascua-lama-y-mantiene-multas-de-mas-de-7-mil-millones-de-pesos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Primer Tribunal Ambiental confirma clausura definitiva de Pascua Lama<\/em><\/a>, 17. September 2020; Superintendencia del Medio Ambiente, <a href=\"https:\/\/portal.sma.gob.cl\/index.php\/corte-suprema-confirma-las-sanciones-aplicadas-por-la-sma-al-proyecto-pascua-lama\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Corte Suprema confirma las sanciones aplicadas por la SMA al proyecto Pascua Lama<\/em><\/a>, 2022. <a href=\"#ref59\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn60\">Dethier et al., <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-023-06309-9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>A global rise in alluvial mining increases sediment load in tropical rivers<\/em><\/a>, Nature 620, 2023: 396 Bergbaudistrikte in 49 L\u00e4ndern, 173 betroffene Fl\u00fcsse; in 80 % davon mehr als doppelt so viele Schwebstoffe wie vor dem Bergbau; rund 35.000 km oder 6 % aller gro\u00dfen tropischen Flussabschnitte ver\u00e4ndert. <a href=\"#ref60\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn61\">ICMM, <a href=\"https:\/\/www.icmm.com\/en-gb\/guidance\/environmental-stewardship\/2025\/ardml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tool for Acid Rock Drainage and Metal Leaching Prevention and Management<\/em><\/a>, 2025: \u201eWhen waste material that contains sulphide minerals is not managed in the right way on mine sites, these natural chemical processes can accelerate, resulting in highly acidic water that can leach metals from the rock into the surrounding environment.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref61\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn62\">International Network for Acid Prevention (INAP), <a href=\"https:\/\/semspub.epa.gov\/work\/08\/1193161.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Global Acid Rock Drainage Guide \u2013 Summary<\/em><\/a>, 2009: \u201etrace metals such as Cu, Pb, Zn, Cd, Mn, Co, and Ni can also achieve elevated concentrations\u201c, ebenso Arsen, Selen und Antimon; neutrale Grubenw\u00e4sser sind \u201echaracterized by elevated metals in solution at circumneutral pH\u201c; \u201eThe ARD formation process can continue to produce impacted drainage for decades or centuries after mining has ceased.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref62\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn63\">Kamunda, Mathuthu &amp; Madhuku, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3390\/ijerph13010138\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Health Risk Assessment of Heavy Metals in Soils from Witwatersrand Gold Mining Basin, South Africa<\/em><\/a>, International Journal of Environmental Research and Public Health 13(1):138, 2016: \u201e270 tailings dams and 380 mine residue dumps\u201c, \u201e6 billion tonnes of pyrite tailings\u201c, \u201e600,000 tonnes of low-grade uranium\u201c; externer Gef\u00e4hrdungsindex 2,4, \u201ehigher than unity, posing a significant health risk\u201c. <a href=\"#ref63\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn64\">McCarthy, <a href=\"https:\/\/scielo.org.za\/scielo.php?script=sci_arttext&amp;pid=S0038-23532011000300002\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The impact of acid mine drainage in South Africa<\/em><\/a>, South African Journal of Science 107(5\/6), 2011: Sulfat \u201etypically around 3500 mg\/L\u201c, pH \u201efrom 2 to 3\u201c; \u201ethe problem is likely to persist for centuries rather than decades.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref64\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn65\">US EPA Office of Inspector General, <a href=\"https:\/\/www.epa.gov\/sites\/default\/files\/2015-12\/documents\/20040331-2004-p-00005.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Nationwide Identification of Hardrock Mining Sites<\/em><\/a>, Bericht 2004-P-00005, 31. M\u00e4rz 2004: \u201eThe U.S. Forest Service estimates that approximately 10,000 miles of rivers and streams may have been contaminated by acid mine drainage.\u201c Eigene Umrechnung: 10.000 Meilen \u00d7 1,609 km \u2248 16.000 km. <a href=\"#ref65\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn66\">Ulrich, Trench &amp; Hagemann, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0959652622004899\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold mining greenhouse gas emissions, abatement measures, and the impact of a carbon price<\/em><\/a>, Journal of Cleaner Production 340, 2022: gewichteter Durchschnitt von 726 kg CO\u2082e je Unze, Scope 1 und 2, 194 Minen in 35 L\u00e4ndern, Daten 2018; einzelne Minen von rund 1.700 bis 169.000 kg CO\u2082e je kg Gold. Eigene Umrechnung: 726 kg\/oz \u00d7 32,15 oz\/kg \u2248 23,3 t\/kg. <a href=\"#ref66\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn67\">World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/download\/file\/14316\/gold-and-climate-change-current-and-future-impacts.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold and climate change: Current and future impacts<\/em><\/a>, 2019: 32.689 t CO\u2082e je Tonne Gold, Scope 1 und 2, Daten 2018. <a href=\"#ref67\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn68\">Skarn Associates, <a href=\"https:\/\/www.skarnassociates.com\/insights\/emissions-gold-copper\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Emissions: gold and copper<\/em><\/a>: Gesamtemissionen der Goldbranche von 50,5 Mt CO\u2082e im Jahr 2023 (Scope 1: 30,3 Mt, Scope 2: 20,2 Mt); auf S\u00fcdafrika entfallen 43 % der Scope-2-Emissionen des Goldsektors bei 4 % der Produktion. <a href=\"#ref68\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn69\">US Environmental Protection Agency, <a href=\"https:\/\/www.epa.gov\/system\/files\/documents\/2026-04\/good-samaritan-program-update-april2026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Good Samaritan Program Update<\/em><\/a>, April 2026. Alle Rohstoffe des Erzbergbaus. <a href=\"#ref69\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn70\">CRC TiME, <a href=\"https:\/\/crctime.com.au\/macwp\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Project-4.5_Final-Report_18-Jan-2022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Towards an inventory of abandoned mines in Australia<\/em><\/a>, Project 4.5 Final Report, 2022: \u201eAustralia has over 50,000 closed and abandoned mines, including quarries\u201c; \u201eAustralian governments hold about $10 billion in environmental bonds; however, this may be insufficient to cover the rehabilitation liabilities of operating mines.\u201c Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref70\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn71\">Auditor-General of South Africa, <a href=\"https:\/\/www.agsa.co.za\/Portals\/0\/Reports\/Special%20Reports\/2021\/2022%20%20MEDIA%20STATEMENT%20(Derelict%20and%20Ownerless%20Mines%20Performance%20Report\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Media statement: Derelict and Ownerless Mines Performance Audit<\/em><\/a>%20FINAL%20(002).pdf), 31. M\u00e4rz 2022: 6.100 herrenlose Minen, darunter \u201e2 322 other high-risk commodity mines such as gold, coal and copper\u201c, von denen \u201enone \u2026 have been rehabilitated\u201c; Parliamentary Monitoring Group, <a href=\"https:\/\/pmg.org.za\/committee-meeting\/31495\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Portfolio Committee on Mineral Resources and Energy<\/em><\/a>, 17. November 2020: \u201eThe estimate of the quantum of costs for dealing with D&amp;O mines was sitting at R49 billion.\u201c Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref71\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn72\">US Environmental Protection Agency, <a href=\"https:\/\/semspub.epa.gov\/work\/HQ\/180353.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Third Five-Year Review Report for Summitville Mine Superfund Site<\/em><\/a>, September 2010: \u201ecosts of remedial actions implemented at the site by the federal government and the State of Colorado are in excess of $200 million.\u201c <a href=\"#ref72\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn73\">Crown-Indigenous Relations and Northern Affairs Canada, <a href=\"https:\/\/www.rcaanc-cirnac.gc.ca\/eng\/1100100027413\/1617999134934\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Giant Mine Remediation Project<\/em><\/a> (\u201eapproximately 237,000 tonnes of arsenic trioxide waste\u201c) und <a href=\"https:\/\/www.rcaanc-cirnac.gc.ca\/eng\/1671719019334\/1671719068612\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Project update<\/em><\/a>, 2022: \u201eThe updated estimate for implementing the Giant Mine Remediation Project is approximately $4.38 billion.\u201c <a href=\"#ref73\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn74\">Harries, Woinarski, Rumpff, Gardener &amp; Erskine, <a href=\"https:\/\/ris.cdu.edu.au\/ws\/portalfiles\/portal\/87947930\/Restoration_Ecology_2023_Harries_Characteristics_and_gaps_in_the_assessment_of_progress_in_mine_restoration_insights.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Characteristics and gaps in the assessment of progress in mine restoration<\/em><\/a>, Restoration Ecology 32(1), 2024: 712 Ver\u00f6ffentlichungen aus 54 L\u00e4ndern, 1970\u20132021. <a href=\"#ref74\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn75\">Moody's Ratings, berichtet von Mining.com, <a href=\"https:\/\/www.mining.com\/top-miners-reclamation-obligations-could-surpass-industrys-total-debt-by-2033\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Top miners' reclamation obligations could surpass industry's total debt by 2033<\/em><\/a>, 23. September 2024: Die R\u00fcckstellungen f\u00fcr Rekultivierung und Stilllegung von 24 gro\u00dfen Bergbaukonzernen stiegen von rund 40 Milliarden US-Dollar (2013) auf 72 Milliarden (2023), rund 42 % ihrer langfristigen Schulden. Alle Rohstoffe, nicht nur Gold. <a href=\"#ref75\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn76\">ARENA, <a href=\"https:\/\/arena.gov.au\/projects\/kidston-pumped-hydro-energy-storage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Kidston Pumped Hydro Energy Storage<\/em><\/a>, aktualisiert im Oktober 2025: rund 250 MW \/ 2.000 MWh, Gesamtkosten rund 777 Millionen Australische Dollar, geplante Fertigstellung 1. Dezember 2026; Genex Power, <a href=\"https:\/\/genexpower.com.au\/250mw-kidston-pumped-storage-hydro-project\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>250MW Kidston Pumped Storage Hydro Project<\/em><\/a>: \u201eFirst pumped storage hydro project to utilise an abandoned gold mine\u201c. <a href=\"#ref76\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn77\">Samarco, <a href=\"https:\/\/www.samarco.com\/collapse\/?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The collapse<\/em><\/a>: \u201eOn November 5, 2015, the Fund\u00e3o dam, in the Germano Complex, in Mariana (MG), collapsed, causing 19 deaths.\u201c Eisenerz. <a href=\"#ref77\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn78\">ICMM, <a href=\"https:\/\/www.icmm.com\/en-gb\/news\/2024\/brumadinho\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Fifth anniversary of the dam collapse at Vale's C\u00f3rrego do Feij\u00e3o mine in Brumadinho<\/em><\/a>, 2024. Eisenerz. Die Angaben zur Zahl der Toten schwanken je nach Quelle zwischen 270 und 272. <a href=\"#ref78\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn79\">World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.sec.gov\/Archives\/edgar\/data\/0001222333\/000119312515045793\/d871363dfwp.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Demand Trends Full Year 2014<\/em><\/a>, 2015, Tabelle 6 (Minenproduktion 3.114,4 t, Recycling-Gold 1.121,7 t, Gesamtangebot 4.278,2 t); <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/goldhub\/research\/gold-demand-trends\/gold-demand-trends-full-year-2023\/supply\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Demand Trends Full Year 2023 \u2013 Supply<\/em><\/a>, 2024 (3.644,4 t; 1.237,3 t; 4.898,8 t); <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/goldhub\/research\/gold-demand-trends\/gold-demand-trends-full-year-2025\/supply\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Demand Trends Full Year 2025 \u2013 Supply<\/em><\/a>, 2026 (3.671,6 t; 1.404,3 t; 5.002,3 t). Der Council bezeichnet die Minenproduktion 2025 als Allzeithoch und merkt an, dass das Recycling trotz eines um 44 % gestiegenen Durchschnittspreises nur um 3 % zulegte. Historische Werte werden revidiert; 2014 ist in der zuerst ver\u00f6ffentlichten Fassung angegeben. <a href=\"#ref79\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn80\">Eigene Berechnung aus Fu\u00dfnote 79: 3.671,6 t \u2212 3.114,4 t = 557,2 t. Recycling-Anteil am Gesamtangebot: 1.121,7 \u00f7 4.278,2 = 26,2 % (2014); 1.404,3 \u00f7 5.002,3 = 28,1 % (2025). Australien f\u00f6rderte 2024 284 t: US Geological Survey, <a href=\"https:\/\/pubs.usgs.gov\/periodicals\/mcs2026\/mcs2026-gold.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mineral Commodity Summaries 2026 \u2013 Gold<\/em><\/a>, 2026. <a href=\"#ref80\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn81\">IUCN NL, <a href=\"https:\/\/www.iucn.nl\/en\/opinion\/recycled-but-not-responsible-loopholes-in-recycled-gold-from-the-amazon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Recycled but not responsible: loopholes in recycled gold from the Amazon<\/em><\/a>, 7. Mai 2025. <a href=\"#ref81\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn82\">UNEP \/ Artisanal Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.unido.org\/sites\/default\/files\/files\/2017-11\/ASGM_English%20(1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Reducing Mercury Use in Artisanal and Small-Scale Gold Mining: A Practical Guide<\/em><\/a>.pdf), 2012: \u201eWOA is inefficient \u2013 it rarely captures more than 30% of the gold\u201c (S. 16); \u201eCyanide can obtain very high recovery rates \u2013 often 90% of the gold in the ore\u201c (S. 54). <a href=\"#ref82\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn83\">Greenpeace Brasil, <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/static\/planet4-international-stateless\/2026\/06\/115bf983-gold-laundering-in-the-amazon-report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Laundering in the Amazon: Anatomy of a Fraud<\/em><\/a>, Juni 2026, S. 4: Von 187 untersuchten Bergbaukonzessionen in Par\u00e1, Mato Grosso und Rond\u00f4nia wiesen 98 Garimpo-Genehmigungen Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten auf; \u00fcber sie wurden bis M\u00e4rz 2026 25,3 Tonnen Gold deklariert. Eigene Analyse der Organisation. <a href=\"#ref83\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn84\">Alliance for Responsible Mining, <a href=\"https:\/\/www.responsiblemines.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/FAIRMINED_V2.0-RC_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Fairmined Standard for Gold from Artisanal and Small-Scale Mining<\/em><\/a>, Version 2.0, 2014: Abschnitt 2.1 (Ausrichtung an der Minamata-Konvention; ausgeschlossen sind die Amalgamierung des gesamten Erzes, das offene Abbrennen von Amalgam, das Abbrennen in Wohngebieten und die Zyanidlaugung quecksilberhaltiger R\u00fcckst\u00e4nde, Anforderungen 2.1.2, 2.1.5, 2.1.9, 2.1.14\u20132.1.16) und Anforderung 2.3.1 (Ecological Gold: kein Quecksilber und kein Zyanid, ausschlie\u00dflich Schwerkraftverfahren). <a href=\"#ref84\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn85\">Fairtrade International, <a href=\"https:\/\/www.fairtrade.net\/en\/why-fairtrade\/how-we-do-it\/standards\/who-we-have-standards-for\/gold-standard-and-associated-precious-metals-standard.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Fairtrade Standard for Gold and Associated Precious Metals<\/em><\/a>, Version 1.2, g\u00fcltig bis 30. Juni 2027: Abschnitt 3.2 (Umgang mit Quecksilber einschlie\u00dflich Retorten; Ausschluss des Abbaus in Schutzgebieten, Anforderung 3.2.21; Renaturierung geplant binnen zwei Jahren nach Ende des Abbaus, Anforderung 3.2.30). Ab 1. Juli 2027 gilt die \u00fcberarbeitete Version 2.0. <a href=\"#ref85\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn86\">Swiss Better Gold Association, <a href=\"https:\/\/www.swissbettergoldassociation.ch\/sites\/default\/files\/2026-05\/SBG_Impact_report_2025_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Impact Report 2025<\/em><\/a>, 2026, S. 46\u201355 (Kriterium zum Klimawandel mit Erfassung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen, Wassereffizienz und Wasserkreislauf, Bodenschutz und Renaturierung; alle akkreditierten Produzenten haben ihre Scope-1- und Scope-2-Emissionen erfasst; durchschnittliche Wasserr\u00fcckf\u00fchrung von 86 %, S. 51), <a href=\"https:\/\/www.swissbettergoldassociation.ch\/our-approach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Our approach<\/em><\/a> (27 Kriterien) und <a href=\"https:\/\/www.swissbettergoldassociation.ch\/sites\/default\/files\/2026-06\/Swiss%20Better%20Gold%20Frequently%20Asked%20Questions.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Frequently Asked Questions<\/em><\/a>, 2026 (Swiss Better Gold \u201eis not a certification nor a standard\u201c). <a href=\"#ref86\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn87\">Single Mine Origin, <a href=\"https:\/\/smogold.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>SMO Gold<\/em><\/a>: \u201eEvery ounce of SMO Gold is traceable to a named source mine\u201c; zentrale Kontrollen von Segregation und Lieferkette sind \u201eindependently verified\u201c. <a href=\"#ref87\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn88\">IRMA, <a href=\"https:\/\/responsiblemining.net\/what-we-do\/standard\/irma-mining-standard\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>IRMA Standard for Responsible Mining<\/em><\/a> und <a href=\"https:\/\/responsiblemining.net\/what-we-do\/assessment\/independent\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Independent Assessments<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026. Gold erscheint im Verzeichnis nur als Beiprodukt in Platinmetall-Betrieben. <a href=\"#ref88\">\u21a9<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr jedes Gramm Gold bewegt der industrielle Bergbau rund drei Tonnen Gestein \u2013 etwa 18 Tonnen f\u00fcr einen einzigen Ehering. Gold ist zudem der gr\u00f6\u00dfte einzelne Treiber der Entwaldung durch Bergbau, und der Kleinbergbau ist die gr\u00f6\u00dfte menschengemachte Quecksilberquelle der Welt. Wie viel Schaden ein Gramm Gold anrichtet, h\u00e4ngt davon ab, wo und wie es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[74,75],"tags":[],"class_list":["post-2948","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-verantwortungsvoller-grossbergbau","category-verantwortungsvoller-kleinbergbau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2948"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2948\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2953,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2948\/revisions\/2953"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2948"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2948"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}