{"id":2994,"date":"2026-09-26T12:13:00","date_gmt":"2026-09-26T10:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fairever.gold\/?p=2994"},"modified":"2026-09-26T18:19:44","modified_gmt":"2026-09-26T16:19:44","slug":"gold-bergbau-soziale-auswirkungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau-soziale-auswirkungen\/","title":{"rendered":"Soziale Auswirkungen des Goldbergbaus erkl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"2994\" class=\"elementor elementor-2994 elementor-2972\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-480e002 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"480e002\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2b40b20 elementor-widget elementor-widget-html\" data-id=\"2b40b20\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"html.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<blockquote>\n<p><em>Vom Goldbergbau leben <strong>mehr als 100 Millionen Menschen<\/strong> \u2013 und in manchen Weltregionen beruht er zugleich auf <strong>Kinderarbeit<\/strong>, Vertreibung und bewaffneter Gewalt. Sehr oft kommen Wohlstand und Schaden zur selben Zeit an denselben Ort. Ob ein Gramm Gold Menschen hilft oder schadet, h\u00e4ngt davon ab, <strong>aus welcher Mine es stammt und wie diese Mine gef\u00fchrt wird<\/strong>.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n<h2 id=\"das-wichtigste-in-kuerze\">Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/h2>\n\n<ul>\n<li><strong>Die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus wirken in beide Richtungen.<\/strong> Rund um etwa 800 Minen in 44 Entwicklungsl\u00e4ndern steigt der Wohlstand der Haushalte \u2013 und mit ihm die Blutarmut bei Frauen und Wachstumsverz\u00f6gerungen bei Kleinkindern.<\/li>\n<li><strong>Kein Produkt wird in so vielen L\u00e4ndern mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht wie Gold.<\/strong> Das US-Arbeitsministerium f\u00fchrt Gold aus 26 L\u00e4ndern als mit Kinderarbeit hergestellt. Die dokumentierten F\u00e4lle stammen ganz \u00fcberwiegend aus dem informellen Kleinbergbau.<\/li>\n<li><strong>Goldr\u00e4usche folgen einem Muster.<\/strong> Mit dem Boom steigen Preise, Krankheiten und Schulabbr\u00fcche. Geht das Gold zur Neige, verschwinden die Arbeitspl\u00e4tze, die Risiken bleiben \u2013 das zeigten die 93 Bergleute, die 2025 tot in einer stillgelegten s\u00fcdafrikanischen Goldmine gefunden wurden.<\/li>\n<li><strong>Ein gro\u00dfer Teil des Goldes verliert auf dem Weg zum Markt seine Herkunft.<\/strong> Allein 2022 wurden mindestens 435 Tonnen aus Afrika geschmuggelt, und die Schweizer Handelsstatistik etwa erfasst, von wo Gold geliefert wurde, nicht, wo es abgebaut wurde.<\/li>\n<li><strong>Verbote haben das Problem nicht gel\u00f6st, dokumentierte Herkunft kann helfen.<\/strong> Pauschale Verbote von Kleinbergbau oder Quecksilber haben den Handel in den Untergrund gedr\u00e4ngt. Zertifizierung und R\u00fcckverfolgbarkeit bis zu einer benannten Mine zeigen K\u00e4ufer:innen, wof\u00fcr ihr Gold steht.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 id=\"inhaltsverzeichnis\">Inhaltsverzeichnis<\/h2>\n\n<ul>\n<li><a href=\"#schwer-zu-fassen\">Warum die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus schwer zu fassen sind<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#ehering-arbeitszeit\">Was ein Ehering an Arbeitszeit bedeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wohlstand-und-schaden\">Wohlstand und Schaden am selben Ort<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#arbeit-und-einkommen\">Arbeit, Einkommen \u2013 und wer das Geld beh\u00e4lt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#goldrausch\">Was ein Goldrausch ausl\u00f6st \u2013 und was danach bleibt<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#der-boom\">Der Boom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#goldgraeberstaedte\">Goldgr\u00e4berst\u00e4dte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#der-absturz\">Der Absturz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#gefaehrliche-arbeit\">Gef\u00e4hrliche Arbeit: Unf\u00e4lle und Krankheiten<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#unfaelle\">Unf\u00e4lle: Kleine Minen sind weit t\u00f6dlicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#silikose\">Silikose: der lange Schatten der s\u00fcdafrikanischen Minen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#quecksilber-gesundheit\">Quecksilber: ein schleichendes Gift f\u00fcr Bergleute und ihre Familien<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#kinderarbeit\">Kinderarbeit im Goldbergbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#frauen-zwangsarbeit-menschenhandel\">Frauen, Zwangsarbeit und Menschenhandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#land-umsiedlung-indigene-rechte\">Land, Umsiedlung und indigene Rechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#gewalt-rund-um-minen\">Gewalt rund um die Minen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#konfliktgold-spur-des-geldes\">Konfliktgold, Kriminalit\u00e4t und die Spur des Geldes<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#bewaffnete-gruppen\">Wenn bewaffnete Gruppen die Minen beherrschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#sudan-und-russland\">Sudan und Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#peru-und-venezuela\">Peru und Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wohin-das-gold-geht\">Wohin das Gold geht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#drei-behauptungen\">Drei Behauptungen, die nicht stimmen<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#behauptung-ressourcenfluch\">\u201eGold bringt immer den Ressourcenfluch\u201c<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#behauptung-industrie-kinderarbeit\">\u201eIndustrieminen setzen in gro\u00dfem Stil Kinder ein\u201c<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#behauptung-verbote\">\u201eVerbote von Kleinbergbau oder Quecksilber sind die L\u00f6sung\u201c<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#geht-es-besser\">Geht es auch besser?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#faqs\">FAQs: Soziale Auswirkungen des Goldbergbaus erkl\u00e4rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#das-wichtigste-zum-mitnehmen\">Das Wichtigste zum Mitnehmen<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#in-aller-kuerze\">In aller K\u00fcrze ...<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#werdet-aktiv\">Werdet aktiv, seid der Wandel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#weitere-leseempfehlungen\">Weitere Leseempfehlungen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a href=\"#quellen\">Quellen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 id=\"schwer-zu-fassen\">Warum die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus schwer zu fassen sind<\/h2>\n\n<p>Die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus h\u00e4ngen zuerst davon ab, <strong>welche von zwei sehr unterschiedlichen Branchen<\/strong> das Gold f\u00f6rdert. Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-grossbergbau\/\">Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a> liefert rund 80 bis 85 % des weltweiten Goldes, mit etwa einer Million Besch\u00e4ftigten.<sup><a href=\"#fn1\" id=\"ref1\">1<\/a><\/sup> Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-kleinbergbau-asm\/\">Gold-Kleinbergbau<\/a> liefert die \u00fcbrigen 15 bis 20 %. Rund 15 bis 20 Millionen Menschen arbeiten direkt darin, mehr als 100 Millionen leben davon.<sup><a href=\"#fn2\" id=\"ref2\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"ehering-arbeitszeit\">Was ein Ehering an Arbeitszeit bedeutet<\/h3>\n\n<p>Ein Ehering aus 18-kar\u00e4tigem Gold mit 8 Gramm Gewicht enth\u00e4lt 6 Gramm Feingold. Eine Arbeitskraft im Kleinbergbau f\u00f6rdert im Jahr etwa eine Feinunze, also rund 31 Gramm, eine Arbeitskraft in einer Industriemine rund 3 Kilogramm. Derselbe Ring steht damit f\u00fcr <strong>rund zehn Wochen Arbeit im Kleinbergbau<\/strong> \u2013 und f\u00fcr weniger als einen einzigen Tag in einer Industriemine.<sup><a href=\"#fn3\" id=\"ref3\">3<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Deshalb spielt sich der gr\u00f6\u00dfte Teil der menschlichen Seite des Goldes, im Guten wie im Schlechten, im Kleinbergbau ab. Und deshalb behandelt unser <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau\/\">\u00dcberblick \u00fcber den Goldbergbau<\/a> die beiden H\u00e4lften der Branche getrennt.<\/p>\n\n<h3 id=\"wohlstand-und-schaden\">Wohlstand und Schaden am selben Ort<\/h3>\n\n<p>Die beste Forschung zum industriellen Bergbau beschreibt beide Seiten zugleich. Eine Studie \u00fcber rund 800 Minen in 44 Entwicklungsl\u00e4ndern kam zu dem Ergebnis, dass \u201eVerm\u00f6genszuw\u00e4chse (0,3 Standardabweichungen) mit einer h\u00f6heren H\u00e4ufigkeit von Gesundheitsproblemen einhergehen, die mit der giftigen Wirkung von Schwermetallen zusammenh\u00e4ngen: Blutarmut bei Frauen (zehn Prozentpunkte) und Wachstumsverz\u00f6gerung bei Kleinkindern (f\u00fcnf Prozentpunkte)\u201c.<sup><a href=\"#fn4\" id=\"ref4\">4<\/a><\/sup> Die Studie erfasst alle Rohstoffe, nicht nur Gold. Ihre Botschaft gilt aber auch f\u00fcr die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus: <strong>Wer nur eine H\u00e4lfte erz\u00e4hlt, will etwas verkaufen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Vieles andere wurde nie gez\u00e4hlt. Keine weltweite Erhebung misst, wie viele Menschen Minen weichen mussten,<sup><a href=\"#fn5\" id=\"ref5\">5<\/a><\/sup> und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) h\u00e4lt fest, dass es im Bergbau \u201ekeine verl\u00e4sslichen Daten zu Verletzungen\u201c gibt.<sup><a href=\"#fn6\" id=\"ref6\">6<\/a><\/sup> Wer informell arbeitet, taucht selten in einer Statistik auf.<\/p>\n\n<h2 id=\"arbeit-und-einkommen\">Arbeit, Einkommen \u2013 und wer das Geld beh\u00e4lt<\/h2>\n\n<p>Je Kilogramm Gold besch\u00e4ftigt der Kleinbergbau <strong>rund hundertmal so viele Menschen<\/strong> wie der industrielle Bergbau: etwa 25 bis 40 gegen\u00fcber rund 0,3.<sup><a href=\"#fn7\" id=\"ref7\">7<\/a><\/sup> Auf den Kleinbergbau entfallen <strong>rund 90 % aller Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> im Goldbergbau.<sup><a href=\"#fn8\" id=\"ref8\">8<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>F\u00fcr viele zahlt er sich besser aus als die Alternativen. In Kamituga im Osten der Demokratischen Republik Kongo verdienten die Leitungen der Gruben w\u00e4hrend der F\u00f6rderphasen im Schnitt 191 US-Dollar pro Woche, ihre Stellvertretungen 92 und die Grabenden 24 US-Dollar. Auf einer Wohlstandsleiter ordneten sich die befragten Bergleute \u00fcber B\u00e4uerinnen und Bauern ein.<sup><a href=\"#fn9\" id=\"ref9\">9<\/a><\/sup> In Ghana steigerten Landarbeiter:innen, die in den Kleinbergbau wechselten, die Konsumausgaben ihres Haushalts je Erwachsenem um 66,6 %.<sup><a href=\"#fn10\" id=\"ref10\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Kaum jemand w\u00e4hlt dabei den Bergbau statt einer guten Stelle. Kleinbergbau wird, wie das Intergovernmental Forum on Mining schreibt, \u201ein der Regel als Weg aus der Armut betrieben oder als T\u00e4tigkeit, die ein unzureichendes Einkommen erg\u00e4nzt, vor allem in Gemeinschaften, in denen andere Arbeit schwer zu finden ist\u201c.<sup><a href=\"#fn8\">8<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Ein gro\u00dfer Teil des Werts erreicht die Bergleute allerdings nie. Zwischenh\u00e4ndler finanzieren Werkzeug, Treibstoff und Quecksilber vor und sichern sich daf\u00fcr einen Teil der F\u00f6rderung. Bei einer in Ghana \u00fcblichen Aufteilung gehen 30 % der F\u00f6rderung an den Konzessionsinhaber und 40 % an den Geldgeber, bevor die Grabenden den Rest unter sich aufteilen.<sup><a href=\"#fn11\" id=\"ref11\">11<\/a><\/sup> In Burkina Faso erhalten Bergleute an der Mine f\u00fcr kleine Mengen 85 bis 87 % des internationalen Goldpreises, Exporteure im selben Land dagegen 97 %.<sup><a href=\"#fn12\" id=\"ref12\">12<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Der industrielle Bergbau zahlt \u00fcber andere Kan\u00e4le ein. 2024 meldeten die 28 Mitgliedsunternehmen des World Gold Council Zahlungen von 66,4 Milliarden US-Dollar an ihre Gastl\u00e4nder, darunter 12,4 Milliarden an L\u00f6hnen und 10,4 Milliarden an Steuern und F\u00f6rderabgaben. <strong>740,9 Millionen davon, also 1,1 %, flossen an lokale Gemeinschaften<\/strong>; die Zahlen beruhen auf Eigenangaben.<sup><a href=\"#fn13\" id=\"ref13\">13<\/a><\/sup> In der N\u00e4he von Minen in Mali hatten Haushalte mit einer um 30 Prozentpunkte h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit einen Boden aus Zement, Fliesen oder Holz statt aus Erde.<sup><a href=\"#fn14\" id=\"ref14\">14<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Den Goldpreis sp\u00fcren Haushalte vor Ort meist dort am st\u00e4rksten, wo der Kleinbergbau dominiert. In Mali senkten Goldpreis-Booms die Armut rund um Minen, und zwar st\u00e4rker um Kleinbergbau- als um Industrieminen.<sup><a href=\"#fn15\" id=\"ref15\">15<\/a><\/sup> In Burkina Faso erh\u00f6hte ein Anstieg des Goldpreises um 1 % den Konsum von Haushalten nahe Kleinbergbau-Minen um 0,12 %, w\u00e4hrend die Er\u00f6ffnung einer Industriemine keinen messbaren Effekt auf den lokalen Konsum hatte.<sup><a href=\"#fn16\" id=\"ref16\">16<\/a><\/sup> Beide Studien messen, was bei Haushalten in der N\u00e4he ankommt, nicht die weiter entfernt gezahlten Steuern und L\u00f6hne.<\/p>\n\n<h2 id=\"goldrausch\">Was ein Goldrausch ausl\u00f6st \u2013 und was danach bleibt<\/h2>\n\n<h3 id=\"der-boom\">Der Boom<\/h3>\n\n<p>Goldr\u00e4usche haben ganze Gesellschaften gepr\u00e4gt, und nicht immer zum Besseren. W\u00e4hrend des kalifornischen Goldrauschs sank die indigene Bev\u00f6lkerung des Bundesstaats nach Angaben des Historikers Benjamin Madley von rund 150.000 im Jahr 1846 auf rund 30.000 im Jahr 1873. Er z\u00e4hlt zwischen etwa 9.500 und 16.000 Menschen, die direkt get\u00f6tet wurden.<sup><a href=\"#fn17\" id=\"ref17\">17<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Der Bundesstaat bewilligte 1,29 Millionen Dollar in der W\u00e4hrung der 1850er-Jahre, um Milizfeldz\u00fcge gegen die indigene Bev\u00f6lkerung zu finanzieren. 2019 entschuldigte sich Gouverneur Gavin Newsom im Namen des Staates: \u201eMan nennt es einen V\u00f6lkermord. Genau das war es.\u201c<sup><a href=\"#fn18\" id=\"ref18\">18<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die 1886 entdeckten Goldfelder S\u00fcdafrikas schufen ein <strong>System der Wanderarbeit<\/strong>, das ein Jahrhundert lang Bestand hatte. 1899 besch\u00e4ftigten die Minen rund 100.000 schwarze Wanderarbeiter, untergebracht in abgeschlossenen Lagern fern ihrer Familien; auf dem H\u00f6hepunkt Ende der 1980er-Jahre waren es rund 480.000 pro Jahr.<sup><a href=\"#fn19\" id=\"ref19\">19<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Das Muster wiederholt sich in modernen Goldr\u00e4uschen. Brasiliens Serra Pelada zog bis Mitte der 1980er-Jahre 80.000 M\u00e4nner und Jungen an.<sup><a href=\"#fn20\" id=\"ref20\">20<\/a><\/sup> Seit 2012 breitet sich ein Goldrausch \u00fcber die Sahara und den Sahel aus. 2019 sch\u00fcrften allein in Burkina Faso, Mali und Niger mehr als zwei Millionen Menschen von Hand nach Gold, und die International Crisis Group warnte, der Boom biete \u201emehreren bewaffneten Gruppen, darunter Dschihadisten, eine neue Geldquelle und m\u00f6glicherweise sogar Rekruten\u201c.<sup><a href=\"#fn21\" id=\"ref21\">21<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"goldgraeberstaedte\">Goldgr\u00e4berst\u00e4dte<\/h3>\n\n<p>Bergbaust\u00e4dte ziehen Menschen schneller an, als sie Wohnraum schaffen k\u00f6nnen, und <strong>die Preise steigen f\u00fcr alle<\/strong>. Rund um die peruanische Goldmine Yanacocha stiegen die Einkommen, aber auch \u201eder lokale Preis nicht handelbarer G\u00fcter\u201c.<sup><a href=\"#fn22\" id=\"ref22\">22<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Forschung aus ganz Afrika zeigt, dass Menschen, die in der N\u00e4he einer Goldmine aufgewachsen sind, im Schnitt eine geringere Schulbildung haben: Die Aussicht auf Arbeit im Bergbau lie\u00df junge Menschen ihre Ausbildung fr\u00fch abbrechen.<sup><a href=\"#fn23\" id=\"ref23\">23<\/a><\/sup> Eine h\u00f6here Bergbauf\u00f6rderung geht mit mehr Tuberkulose einher, und Wanderarbeiter im Bergbau des s\u00fcdlichen Afrikas sowie ihre Partner:innen haben deutlich h\u00f6here HIV-Raten.<sup><a href=\"#fn24\" id=\"ref24\">24<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"der-absturz\">Der Absturz<\/h3>\n\n<p>Wenn das Gold zur Neige geht, verblassen die Vorteile. Eine Neuauswertung der Yanacocha-Daten ergab, dass die lokalen Effekte \u201emit der Ersch\u00f6pfung der Mine verblassen\u201c.<sup><a href=\"#fn25\" id=\"ref25\">25<\/a><\/sup> Was bleibt, sind die L\u00f6cher im Boden. Allein S\u00fcdafrika z\u00e4hlt 6.100 verlassene und herrenlose Minen, und illegale Bergleute \u00f6ffnen versiegelte Sch\u00e4chte wieder.<sup><a href=\"#fn26\" id=\"ref26\">26<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In der stillgelegten Goldmine Buffelsfontein in Stilfontein unterband die Polizei die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser, um illegale Bergleute an die Oberfl\u00e4che zu zwingen. Als der Einsatz im Januar 2025 endete, <strong>waren 93 Leichen aus der Tiefe geborgen worden<\/strong>.<sup><a href=\"#fn27\" id=\"ref27\">27<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"gefaehrliche-arbeit\">Gef\u00e4hrliche Arbeit: Unf\u00e4lle und Krankheiten<\/h2>\n\n<p><strong>Unsichere Arbeit ist eines der \u00e4ltesten sozialen Probleme des Goldbergbaus.<\/strong> Auf den Bergbau entfallen rund <strong>1 % der weltweit Besch\u00e4ftigten, aber rund 8 % der t\u00f6dlichen Arbeitsunf\u00e4lle<\/strong>, \u00fcber alle Rohstoffe hinweg.<sup><a href=\"#fn6\">6<\/a><\/sup> Unf\u00e4lle sind nur ein Teil der Belastung: Staub und Quecksilber sch\u00e4digen die Gesundheit langsam, oft ein Leben lang.<\/p>\n\n<h3 id=\"unfaelle\">Unf\u00e4lle: Kleine Minen sind weit t\u00f6dlicher<\/h3>\n\n<p>In kleinen Minen liegen die Unfallraten laut ILO <strong>\u201eregelm\u00e4\u00dfig sechs- bis siebenmal h\u00f6her als in gr\u00f6\u00dferen Betrieben\u201c<\/strong>.<sup><a href=\"#fn6\">6<\/a><\/sup> Zu den Gr\u00fcnden geh\u00f6ren Sch\u00e4chte, die ohne technische Planung, ohne Bel\u00fcftung und ohne Abst\u00fctzung gegraben werden.<\/p>\n\n<p>Der industrielle Goldbergbau hat seine eigene Bilanz. 1995 <strong>starben in der Mine Vaal Reefs<\/strong> in S\u00fcdafrika <strong>104 Bergleute<\/strong>, als eine Untertage-Lok eine Sicherheitsbarriere durchbrach und in einen Schacht auf einen F\u00f6rderkorb mit Bergleuten st\u00fcrzte. Das Ungl\u00fcck f\u00fchrte zum s\u00fcdafrikanischen Mine Health and Safety Act von 1996.<sup><a href=\"#fn28\" id=\"ref28\">28<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Seitdem ist die Arbeit sicherer geworden. Bei den Mitgliedsunternehmen des International Council on Mining and Metals sank die Rate erfassungspflichtiger Verletzungen von 5,07 je Million Arbeitsstunden im Jahr 2012 auf 2,21 im Jahr 2025. <strong>Bei den Todesf\u00e4llen zeigt sich dieser R\u00fcckgang nicht:<\/strong> 2025 starben in Betrieben der Mitglieder 39 Menschen, am h\u00e4ufigsten durch herabfallendes Gestein und Unf\u00e4lle mit mobilen Maschinen. Die Zahlen umfassen alle Rohstoffe und beruhen auf Eigenangaben.<sup><a href=\"#fn29\" id=\"ref29\">29<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"silikose\">Silikose: der lange Schatten der s\u00fcdafrikanischen Minen<\/h3>\n\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte dokumentierte Gesundheitsschaden im Goldbergbau ist die <strong>Silikose<\/strong>, eine unheilbare Lungenkrankheit durch Gesteinsstaub. <strong>Rund 500.000 Menschen<\/strong> haben m\u00f6glicherweise Anspruch auf Entsch\u00e4digung aus einem Vergleich in einer Sammelklage, dem 2018 sechs Bergbauunternehmen zugestimmt haben. Der daf\u00fcr eingerichtete Tshiamiso Trust verf\u00fcgt \u00fcber rund 5 Milliarden Rand.<\/p>\n\n<p>Bis Februar 2026 waren rund 23.000 Antr\u00e4ge bearbeitet und rund 2,5 Milliarden Rand ausgezahlt: <strong>die H\u00e4lfte des Geldes f\u00fcr weniger als 5 % der potenziell Anspruchsberechtigten<\/strong>. \u201eDas Wanderarbeitssystem, auf dem S\u00fcdafrikas Goldwirtschaft aufgebaut wurde, war eine Maschine, die Werte in nur eine Richtung bewegte\u201c, hei\u00dft es in einer Analyse.<sup><a href=\"#fn30\" id=\"ref30\">30<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"quecksilber-gesundheit\">Quecksilber: ein schleichendes Gift f\u00fcr Bergleute und ihre Familien<\/h3>\n\n<p><strong>Quecksilber ist das heimt\u00fcckischste Gesundheitsrisiko im Gold-Kleinbergbau.<\/strong> Die Bergleute binden Goldpartikel mit Quecksilber zu einem Amalgam und brennen das Quecksilber anschlie\u00dfend ab, oft unter freiem Himmel, wobei sie den Dampf einatmen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) z\u00e4hlt Quecksilber zu den <strong>zehn Chemikalien, die der \u00f6ffentlichen Gesundheit am meisten Sorgen bereiten<\/strong>, und nennt seinen Einsatz im Gold-Kleinbergbau \u201ebesonders gef\u00e4hrlich\u201c.<sup><a href=\"#fn31\" id=\"ref31\">31<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Folgen betreffen den ganzen K\u00f6rper. Quecksilber \u201ekann toxisch auf das Nerven-, Verdauungs- und Immunsystem sowie auf Lunge, Nieren, Haut und Augen wirken\u201c. Zu den Symptomen einer Vergiftung geh\u00f6ren <strong>\u201eZittern, Schlaflosigkeit, Ged\u00e4chtnisverlust, neuromuskul\u00e4re Effekte, Kopfschmerzen sowie kognitive und motorische St\u00f6rungen\u201c<\/strong>.<sup><a href=\"#fn31\">31<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p><strong>Kinder und Ungeborene sind am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdet.<\/strong> Quecksilber ist laut WHO \u201eeine besondere Bedrohung f\u00fcr die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und in der fr\u00fchen Lebensphase\u201c.<sup><a href=\"#fn31\">31<\/a><\/sup> Frauen brennen Amalgam oft zu Hause ab und setzen damit ihre Familien dem Dampf aus; \u00fcber das Stillen kann Quecksilber auf S\u00e4uglinge \u00fcbergehen.<sup><a href=\"#fn32\" id=\"ref32\">32<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Der Schaden trifft auch Menschen, die nie in einer Mine arbeiten. Quecksilber wird in Fl\u00fcsse gesp\u00fclt, wandelt sich in Methylquecksilber um und reichert sich in Fischen an. In drei D\u00f6rfern der indigenen Munduruku am brasilianischen Fluss Tapaj\u00f3s erreichten <strong>57,9 % der Haarproben<\/strong> 6 Mikrogramm Quecksilber pro Gramm oder mehr.<sup><a href=\"#fn33\" id=\"ref33\">33<\/a><\/sup> In neun Yanomami-D\u00f6rfern lagen 84 % von 287 untersuchten Personen \u00fcber 2 Mikrogramm pro Gramm.<sup><a href=\"#fn34\" id=\"ref34\">34<\/a><\/sup> Wie Quecksilber \u00fcber Fl\u00fcsse und Fische wandert, beschreiben wir in unserem \u00dcberblick zur <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau-umweltzerstoerung\/\">Umweltzerst\u00f6rung durch Goldbergbau<\/a>.<\/p>\n\n<h2 id=\"kinderarbeit\">Kinderarbeit im Goldbergbau<\/h2>\n\n<p><strong>Kinderarbeit geh\u00f6rt zu den am weitesten verbreiteten sozialen Problemen im Goldbergbau.<\/strong> Auf der Liste des US-Arbeitsministeriums von 2024 ist Gold aus 26 L\u00e4ndern als mit Kinderarbeit hergestellt aufgef\u00fchrt, mehr als bei jedem anderen Produkt. Die L\u00e4nder reichen von Burkina Faso, Ghana und Mali bis Peru, zu den Philippinen und nach Venezuela. Gold aus sechs L\u00e4ndern, darunter die Demokratische Republik Kongo und Nordkorea, steht wegen Zwangsarbeit auf der Liste.<sup><a href=\"#fn35\" id=\"ref35\">35<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die ILO sch\u00e4tzt, dass weltweit <strong>\u201emehr als eine Million Kinder in Bergwerken und Steinbr\u00fcchen Kinderarbeit leisten\u201c<\/strong>, \u00fcber alle Rohstoffe hinweg.<sup><a href=\"#fn36\" id=\"ref36\">36<\/a><\/sup> Wo beim Gold genauer gemessen wurde, <strong>sind die Anteile drastisch<\/strong>. In Burkina Faso und Niger \u201ebestehen rund 30 bis 50 Prozent der Belegschaft in Goldminen aus Kindern; die meisten sind unter 15 Jahre alt\u201c. In Mali sind rund 20 % der Kleinbergleute im Goldbergbau Kinder.<sup><a href=\"#fn36\">36<\/a><\/sup> \u00dcber alle Branchen hinweg arbeiteten 2024 rund 138 Millionen Kinder, 54 Millionen davon unter gef\u00e4hrlichen Bedingungen.<sup><a href=\"#fn37\" id=\"ref37\">37<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Arbeit selbst geh\u00f6rt zu den gef\u00e4hrlichsten \u00fcberhaupt:<\/p>\n\n<ul>\n<li><strong>Graben und Schleppen.<\/strong> In Mali arbeiten mindestens 20.000 Kinder in Kleinbergbau-Goldminen, und \u201eschon Sechsj\u00e4hrige graben Minensch\u00e4chte\u201c.<sup><a href=\"#fn38\" id=\"ref38\">38<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Quecksilber.<\/strong> Kinder hantieren \u201emit blo\u00dfen H\u00e4nden mit Quecksilber, um Gold zu amalgamieren\u201c, berichtet die ILO.<sup><a href=\"#fn36\">36<\/a><\/sup> Auf den Philippinen war \u201edas j\u00fcngste befragte Kind, das Quecksilber-Gold-Amalgam abbrannte, neun Jahre alt\u201c.<sup><a href=\"#fn39\" id=\"ref39\">39<\/a><\/sup> In Ghana, wo Tausende Kinder im Goldbergbau arbeiten, \u201eriskieren Kinder in den Minen Hirnsch\u00e4den und andere lebenslange Behinderungen durch Quecksilbervergiftung\u201c.<sup><a href=\"#fn40\" id=\"ref40\">40<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Missbrauch.<\/strong> In einer Befragung von 1.316 Kindern in Goldbergbau-Gemeinschaften in Nigeria gaben 2023 44 % an, Missbrauch erlebt zu haben, \u201edarunter verbale, k\u00f6rperliche und sexuelle Bel\u00e4stigung\u201c.<sup><a href=\"#fn41\" id=\"ref41\">41<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Das Problem schrumpft nicht \u00fcberall. Im venezolanischen Bundesstaat Bol\u00edvar waren laut US-Au\u00dfenministerium 2025 \u201eetwa 45 Prozent der Bergleute\u201c Kinder, die \u201ein hohem Ma\u00df gef\u00e4hrdet sind, Opfer von Menschenhandel zu werden\u201c.<sup><a href=\"#fn42\" id=\"ref42\">42<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Einmal raffiniert, tr\u00e4gt Gold keine Spur mehr davon, wer es gegraben hat. Ein Ring oder Barren aus Gold unbekannter Herkunft kann Gold enthalten, das von Kindern abgebaut wurde, ohne dass irgendjemand in der Lieferkette davon wei\u00df. Kinderarbeit im Gold konzentriert sich dort, wo der Bergbau informell ist und Familien kein anderes Einkommen haben. Genau dort macht unabh\u00e4ngige Kontrolle den gr\u00f6\u00dften Unterschied: kein Verbot auf dem Papier, sondern Auditor:innen, die in der Mine selbst pr\u00fcfen.<\/p>\n\n<h2 id=\"frauen-zwangsarbeit-menschenhandel\">Frauen, Zwangsarbeit und Menschenhandel<\/h2>\n\n<p>Frauen stellen weltweit rund <strong>30 % der Besch\u00e4ftigten im Kleinbergbau<\/strong>, \u00fcber alle Rohstoffe hinweg, und in manchen Regionen bis zur H\u00e4lfte.<sup><a href=\"#fn43\" id=\"ref43\">43<\/a><\/sup> Sie \u00fcbernehmen einen Gro\u00dfteil des Zerkleinerns, Waschens und Auswaschens mit der Pfanne und verarbeiten Gold oft zu Hause mit Quecksilber.<\/p>\n\n<p>Dabei sind sie weitgehend \u201evon den T\u00e4tigkeiten mit den h\u00f6chsten Einnahmen ausgeschlossen\u201c, und diskriminierende Eigentums- und Bergbaugesetze hindern viele daran, Land oder Lizenzen zu besitzen. Geschlechtsspezifische Gewalt an Bergbaustandorten \u201ewird von Regierungen nicht aktiv \u00fcberwacht\u201c.<sup><a href=\"#fn44\" id=\"ref44\">44<\/a><\/sup> Im industriellen Bergbau stellen Frauen in den zw\u00f6lf vom Intergovernmental Forum on Mining untersuchten L\u00e4ndern nur 9 bis 19 % der Besch\u00e4ftigten.<sup><a href=\"#fn45\" id=\"ref45\">45<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Wo Bergbau informell und abgelegen ist, folgt <strong>Zwangsarbeit<\/strong>. In Peru dokumentierten Forschende im illegalen Goldbergbau t\u00e4uschende Anwerbung und Schuldknechtschaft; manchen Arbeitskr\u00e4ften wurde \u201egesagt, dass ihr Lohn f\u00fcr die ersten 90 Arbeitstage einbehalten werde\u201c.<sup><a href=\"#fn46\" id=\"ref46\">46<\/a><\/sup> Der Menschenhandelsbericht 2025 des US-Au\u00dfenministeriums stellt fest, dass Menschenh\u00e4ndler in Peru Erwachsene und Kinder in Zwangsarbeit ausbeuten, \u201evor allem im illegalen und legalen Goldbergbau, in damit verbundenen T\u00e4tigkeiten und in Dienstleistungst\u00e4tigkeiten in nahe gelegenen Behelfslagern\u201c.<sup><a href=\"#fn47\" id=\"ref47\">47<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Frauen und M\u00e4dchen zahlen einen besonderen Preis. Laut demselben Bericht locken Menschenh\u00e4ndler Frauen und M\u00e4dchen aus Peru, Venezuela und Bolivien mit falschen Stellenangeboten in abgelegene Bergbaugebiete und beuten sie sexuell aus.<\/p>\n\n<p>In der senegalesischen Goldregion K\u00e9dougou beuten sie \u201eFrauen und M\u00e4dchen, manche erst 12 Jahre alt, im Sexhandel\u201c aus; eine im Bericht zitierte Studie sch\u00e4tzt, dass dort jede f\u00fcnfte Person in der Prostitution Opfer von Menschenhandel ist. Im Landesinneren Guyanas werden indigene Warao-Frauen, die als K\u00f6chinnen f\u00fcr die Minen angeworben werden, oft zur Prostitution gezwungen.<sup><a href=\"#fn48\" id=\"ref48\">48<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Als die peruanische Polizei 2019 La Pampa st\u00fcrmte, das gr\u00f6\u00dfte illegale Goldbergbaugebiet des Landes, befreite sie in drei Eins\u00e4tzen 52 Frauen und 20 M\u00e4dchen aus dem Menschenhandel.<sup><a href=\"#fn49\" id=\"ref49\">49<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"land-umsiedlung-indigene-rechte\">Land, Umsiedlung und indigene Rechte<\/h2>\n\n<p>Eine gro\u00dfe Mine braucht Land, und meist leben dort Menschen. Von den untersuchten Minen waren <strong>rund 44 % w\u00e4hrend des Betriebs mit Umsiedlungen verbunden<\/strong>, oft mehrfach. Weil Unternehmen ihre Umsiedlungspl\u00e4ne selten ver\u00f6ffentlichen, wei\u00df niemand, wie viele Menschen insgesamt umgesiedelt wurden.<sup><a href=\"#fn5\">5<\/a><\/sup> Von 270 dokumentierten bergbaubedingten Umsiedlungen seit 1969 fanden mehr als 90 % in fragilen Staaten statt.<sup><a href=\"#fn50\" id=\"ref50\">50<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In Ahafo in Ghana siedelte Newmont rund 2.200 Menschen in 400 neue H\u00e4user um und stellte erstmals formelle Landtitel aus. Streit um die Entsch\u00e4digung f\u00fcr Feldfr\u00fcchte und fehlende Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr junge Menschen blieben.<sup><a href=\"#fn51\" id=\"ref51\">51<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In Mali vertrieben Bau und Erweiterung der Goldmine Sadiola drei D\u00f6rfer. Laut einer Untersuchung der Internationalen F\u00f6deration f\u00fcr Menschenrechte (FIDH) von 2007 \u201eerm\u00f6glichten die Ma\u00dfnahmen der Bev\u00f6lkerung nicht, den gleichen Lebensstandard wie vor der Umsiedlung zu erreichen\u201c, und Sprengungen lie\u00dfen Risse in den neuen H\u00e4usern entstehen.<sup><a href=\"#fn52\" id=\"ref52\">52<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In der Kupfer- und Goldmine Grasberg in der indonesischen Provinz Papua verloren die V\u00f6lker der Amungme und Kamoro den Zugang zu <strong>100.000 Hektar angestammten Landes<\/strong>. Indonesiens Nationale Menschenrechtskommission stellte fest, dass der Betreiber \u201edie Amungme und die Kamoro als urspr\u00fcngliche H\u00fcter des Landes nie entsch\u00e4digt hatte\u201c.<sup><a href=\"#fn53\" id=\"ref53\">53<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Das V\u00f6lkerrecht sch\u00fctzt indigene V\u00f6lker ungleichm\u00e4\u00dfig. Das ILO-\u00dcbereinkommen 169 verpflichtet Regierungen, sie zu konsultieren, bevor sie Programme zur Erkundung oder Ausbeutung von Ressourcen auf ihrem Land durchf\u00fchren oder genehmigen (Artikel 15). Nur f\u00fcr Umsiedlungen verlangt es ihre freie und in Kenntnis der Sachlage erteilte Zustimmung (Artikel 16).<sup><a href=\"#fn54\" id=\"ref54\">54<\/a><\/sup> Nur 24 Staaten haben das \u00dcbereinkommen ratifiziert, die meisten davon in Lateinamerika; in Afrika allein die Zentralafrikanische Republik. Deutschland hat es 2021 ratifiziert.<sup><a href=\"#fn55\" id=\"ref55\">55<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Verpflichtungen der Unternehmen hinken noch weiter hinterher. Im Responsible Mining Index 2022 hatten sich nur \u201ewenige Unternehmen\u201c f\u00f6rmlich zur freien, vorherigen und informierten Zustimmung verpflichtet \u2013 einer der am schlechtesten bewerteten Indikatoren.<sup><a href=\"#fn56\" id=\"ref56\">56<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Im Amazonasgebiet bedecken legaler und illegaler Bergbau zusammen <strong>mehr als 20 % der indigenen Gebiete<\/strong>.<sup><a href=\"#fn57\" id=\"ref57\">57<\/a><\/sup> Im brasilianischen Yanomami-Gebiet, das der illegale Goldbergbau \u00fcberrollt hat, rief die Regierung im Januar 2023 einen Gesundheitsnotstand aus.<sup><a href=\"#fn58\" id=\"ref58\">58<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"gewalt-rund-um-minen\">Gewalt rund um die Minen<\/h2>\n\n<p>Einige der schwersten \u00dcbergriffe im industriellen Goldbergbau gehen von denen aus, die die Minen bewachen. In <strong>Porgera<\/strong> in Papua-Neuguinea untersuchte Human Rights Watch sechs mutma\u00dfliche Gruppenvergewaltigungen durch Angeh\u00f6rige des Sicherheitsdienstes der Mine zwischen 2008 und 2010.<sup><a href=\"#fn59\" id=\"ref59\">59<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In der Mine <strong>North Mara<\/strong> von Barrick in Tansania dokumentiert die Forschungsgruppe RAID seit 2006 <strong>mindestens 77 Tote und 304 Verletzte<\/strong> durch die Polizei, die f\u00fcr die Sicherheit der Mine zust\u00e4ndig ist. Barrick bestreitet die Darstellung und weist darauf hin, dass die Polizei nicht seiner Weisung untersteht.<sup><a href=\"#fn60\" id=\"ref60\">60<\/a><\/sup> 2024 legten Tochtergesellschaften von Barrick eine Klage von 14 tansanischen Kl\u00e4ger:innen vor dem britischen High Court per Vergleich bei, ohne eine Haftung anzuerkennen.<sup><a href=\"#fn61\" id=\"ref61\">61<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die T\u00f6tungen haben nicht aufgeh\u00f6rt: Human Rights Watch brachte die Polizei, die die Mine bewacht, zwischen Februar und Mai 2024 mit mindestens sechs Todesf\u00e4llen in Verbindung, ohne dass es Festnahmen gab. Barrick erkl\u00e4rt, es habe \u201ekeine faktische Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber die Polizei und k\u00f6nne sie auch nicht haben\u201c.<sup><a href=\"#fn62\" id=\"ref62\">62<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Im Juli 2026 erreichte der Streit den Goldmarkt selbst: 30 Kl\u00e4ger:innen schlossen sich einer Klage gegen die London Bullion Market Association wegen ihrer Zertifizierung von Gold aus North Mara an. Bis September 2026 waren die Vorw\u00fcrfe nicht gerichtlich gepr\u00fcft.<sup><a href=\"#fn63\" id=\"ref63\">63<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Wo sich Industriekonzessionen mit Kleinbergbau \u00fcberschneiden, kommt es h\u00e4ufig zu Zusammenst\u00f6\u00dfen; wir vergleichen die beiden Sektoren im Artikel <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-kleinbergbau-vs-gold-grossbergbau\/\">Gold-Kleinbergbau vs. Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>. Im Januar 2025 schossen ghanaische Soldaten auf der Konzession von AngloGold Ashanti in Obuasi auf Kleinbergleute. Nach Angaben der Streitkr\u00e4fte starben mindestens sieben Menschen, nach Angaben des nationalen Kleinbergbauverbands neun. Offizielle Untersuchungsergebnisse waren bis 2026 nicht ver\u00f6ffentlicht.<sup><a href=\"#fn64\" id=\"ref64\">64<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In Kibali in der Demokratischen Republik Kongo arbeiten rund 5.500 Sch\u00fcrfer:innen innerhalb der Konzession, und \u201eSicherheitskr\u00e4fte haben bei Versuchen, diese St\u00e4tten zu r\u00e4umen, \u00fcberm\u00e4\u00dfige Gewalt angewendet\u201c.<sup><a href=\"#fn65\" id=\"ref65\">65<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Auch wer seine Stimme erhebt, lebt gef\u00e4hrlich. Von 790 Angriffen auf Menschenrechtsverteidiger:innen mit Bezug zu Unternehmen im Jahr 2025 standen <strong>181 im Zusammenhang mit Bergbau<\/strong>, mehr als in jedem anderen Sektor, und 86 % der identifizierten T\u00e4ter waren staatliche Akteure.<sup><a href=\"#fn66\" id=\"ref66\">66<\/a><\/sup> Global Witness z\u00e4hlte 2025 weltweit 124 get\u00f6tete Land- und Umweltsch\u00fctzer:innen, 11 davon im Zusammenhang mit Bergbau.<sup><a href=\"#fn67\" id=\"ref67\">67<\/a><\/sup> In Peru h\u00e4ngen 66,3 % der sozial-\u00f6kologischen Konflikte des Landes mit Bergbau zusammen.<sup><a href=\"#fn68\" id=\"ref68\">68<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h2 id=\"konfliktgold-spur-des-geldes\">Konfliktgold, Kriminalit\u00e4t und die Spur des Geldes<\/h2>\n\n<h3 id=\"bewaffnete-gruppen\">Wenn bewaffnete Gruppen die Minen beherrschen<\/h3>\n\n<p>Die sozialen Probleme des Goldbergbaus enden nicht am Minentor. Gold ist leicht zu transportieren und schwer zur\u00fcckzuverfolgen, und das macht es ideal f\u00fcr bewaffnete Gruppen. Im Osten des Kongo mussten 61 % der erfassten Kleinbergleute illegale Abgaben an bewaffnete Akteure leisten, und 85 % von ihnen arbeiten im Goldbergbau.<sup><a href=\"#fn69\" id=\"ref69\">69<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Antwort der USA hat die Lage verschlimmert. Nachdem der Dodd-Frank Act von 2010 Unternehmen verpflichtet hatte, sogenannte Konfliktmineralien offenzulegen, nahm die Gewalt in Gebieten mit Goldminen zu: Gefechte um 44 %, Pl\u00fcnderungen um 51 % und Gewalt gegen die Zivilbev\u00f6lkerung um 28 %.<sup><a href=\"#fn70\" id=\"ref70\">70<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>2024 kam der US-Rechnungshof (Government Accountability Office) zu dem Schluss, die Regel habe \u201edas Auftreten oder die Zahl gewaltt\u00e4tiger Ereignisse im Osten der DR Kongo nicht verringert\u201c. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Goldes sei \u201e\u00fcber Nachbarl\u00e4nder aus der DR Kongo geschmuggelt worden, meist mit dem Ziel Dubai\u201c.<sup><a href=\"#fn71\" id=\"ref71\">71<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"sudan-und-russland\">Sudan und Russland<\/h3>\n\n<p>Im Sudan half Gold, die Rapid Support Forces (RSF) zu finanzieren, eine paramilit\u00e4rische Truppe, die seit 2023 gegen die Armee k\u00e4mpft. Im Januar 2025 sanktionierten die USA den Anf\u00fchrer der RSF und sieben Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, darunter einen Goldh\u00e4ndler, der \u201eGold aus dem Sudan kaufte, vermutlich zugunsten der RSF, und es anschlie\u00dfend nach Dubai transportierte\u201c. Am selben Tag stellte das US-Au\u00dfenministerium fest, dass die RSF \u201eV\u00f6lkermord begangen\u201c haben.<sup><a href=\"#fn72\" id=\"ref72\">72<\/a><\/sup> Zwischen 2012 und 2024 wurden <strong>mindestens 400 Tonnen Gold<\/strong> aus dem Sudan geschmuggelt.<sup><a href=\"#fn73\" id=\"ref73\">73<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Auch nach Russland ist Gold geflossen. Nach einer Sch\u00e4tzung der Kampagnenorganisation 21 Democracy haben Russland und die Wagner-Gruppe zwischen Februar 2022 und Ende 2023 <strong>mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar<\/strong> mit afrikanischem Gold verdient.<sup><a href=\"#fn74\" id=\"ref74\">74<\/a><\/sup> Die USA haben Unternehmen mit Verbindung zu Wagner in der Zentralafrikanischen Republik sanktioniert, weil sie dortiges Gold in US-Dollar umgetauscht haben.<sup><a href=\"#fn75\" id=\"ref75\">75<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"peru-und-venezuela\">Peru und Venezuela<\/h3>\n\n<p>In Peru k\u00e4mpfen kriminelle Banden um Gold. Im Mai 2025 wurden in Pataz <strong>13 Sicherheitskr\u00e4fte<\/strong> eines Subunternehmers, der mit dem Bergbauunternehmen <strong>Minera Poderosa<\/strong> verbunden ist, ermordet in einem Minenschacht gefunden. Die Regierung verh\u00e4ngte eine Ausgangssperre, schickte das Milit\u00e4r und setzte den Bergbau f\u00fcr 30 Tage aus.<sup><a href=\"#fn76\" id=\"ref76\">76<\/a><\/sup> Im venezolanischen Bergbaubogen am Orinoco (Arco Minero del Orinoco) stellte eine UN-Untersuchungsmission geheime Absprachen zwischen staatlichen Akteuren und bewaffneten Gruppen fest, au\u00dferdem \u00dcbergriffe wie T\u00f6tungen, Verschwindenlassen und sexuelle Gewalt.<sup><a href=\"#fn77\" id=\"ref77\">77<\/a><\/sup><\/p>\n\n<h3 id=\"wohin-das-gold-geht\">Wohin das Gold geht<\/h3>\n\n<p><strong>Mindestens 435 Tonnen Gold wurden 2022 aus Afrika geschmuggelt<\/strong>, im Wert von 31 Milliarden US-Dollar. Im selben Jahr gingen 47 % der afrikanischen Goldexporte in die Vereinigten Arabischen Emirate und 21 % in die Schweiz.<sup><a href=\"#fn78\" id=\"ref78\">78<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Schweiz ist eine der gr\u00f6\u00dften Gold-Drehscheiben der Welt: Sie importiert, handelt und verarbeitet <strong>bis zu zwei Drittel des weltweit gef\u00f6rderten Goldes<\/strong>.<sup><a href=\"#fn79\" id=\"ref79\">79<\/a><\/sup> Zwischen 2012 und 2022 importierte die Schweiz mehr als 1.670 Tonnen Gold aus den Emiraten.<sup><a href=\"#fn78\">78<\/a><\/sup> Die Schweizer Handelsstatistik erfasst das letzte Lieferland, nicht die Mine \u2013 so kann Gold von \u00fcberall als Gold aus den Emiraten ankommen.<sup><a href=\"#fn78\">78<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Spur des Geldes f\u00fchrt auch durch legale Kan\u00e4le. Afrikanische L\u00e4nder verlieren durch die Steuervermeidung multinationaler Bergbaukonzerne sch\u00e4tzungsweise 450 bis 730 Millionen US-Dollar K\u00f6rperschaftsteuer pro Jahr.<sup><a href=\"#fn80\" id=\"ref80\">80<\/a><\/sup> Und in einer OECD-Analyse von 2014 entfielen 19 % der F\u00e4lle von Auslandsbestechung auf den Rohstoffsektor, mehr als auf jeden anderen.<sup><a href=\"#fn81\" id=\"ref81\">81<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Die Regulierung hat L\u00fccken. Die EU-Verordnung \u00fcber Konfliktmineralien, deren Pflichten seit 2021 gelten, verlangt von Goldimporteuren, ihre Lieferketten nach dem Vorbild der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/oecd-due-diligence-guidance\/\">OECD Due Diligence Guidance<\/a> zu pr\u00fcfen. Recycelte Metalle und fertigen Schmuck erfasst sie nicht, und 2022 galt sie nur f\u00fcr 477 Unternehmen, die oberhalb ihrer Mengenschwellen importierten.<sup><a href=\"#fn82\" id=\"ref82\">82<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p><strong>Die Ausnahme f\u00fcr Recycling-Gold schafft einen Anreiz, Gold als recycelt zu deklarieren.<\/strong> In der Praxis kann ein einziger Verarbeitungsschritt nach der Raffination gen\u00fcgen, damit frisch abgebautes Gold so umetikettiert wird.<sup><a href=\"#fn83\" id=\"ref83\">83<\/a><\/sup> Mehr dazu in unserem Artikel, <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/darum-ist-recycling-gold-keine-loesung\/\">warum herk\u00f6mmliches Recycling-Gold keine L\u00f6sung ist<\/a>.<\/p>\n\n<h2 id=\"drei-behauptungen\">Drei Behauptungen, die nicht stimmen<\/h2>\n\n<h3 id=\"behauptung-ressourcenfluch\">\u201eGold bringt immer den Ressourcenfluch\u201c<\/h3>\n\n<p>Die Forschung st\u00fctzt das nicht. Eine \u00dcbersichtsarbeit kam zu dem Ergebnis, dass \u201enur eine Art von Rohstoff durchg\u00e4ngig mit weniger Demokratie und schlechteren Institutionen in Verbindung gebracht wurde: Erd\u00f6l, die zentrale Variable in der gro\u00dfen Mehrheit der Studien, die irgendeine Form von Fluch feststellen\u201c.<sup><a href=\"#fn84\" id=\"ref84\">84<\/a><\/sup> In Mali haben Goldbooms die Armut gesenkt.<sup><a href=\"#fn15\">15<\/a><\/sup> Bestimmte Sch\u00e4den, etwa die oben beschriebene Wirkung auf die Schulbildung, sind real, aber kein Naturgesetz.<\/p>\n\n<h3 id=\"behauptung-industrie-kinderarbeit\">\u201eIndustrieminen setzen in gro\u00dfem Stil Kinder ein\u201c<\/h3>\n\n<p>Die dokumentierte Kinderarbeit im Gold stammt aus dem Kleinbergbau. Die Feldforschung von Human Rights Watch zu Kindern in den Goldminen Tansanias befasst sich ausschlie\u00dflich mit Kleinbergbau-Betrieben.<sup><a href=\"#fn85\" id=\"ref85\">85<\/a><\/sup> Der industrielle Bergbau hat seine eigenen Probleme \u2013 Sicherheitskr\u00e4fte, Land, Krankheiten \u2013, aber Kinder in der Mine geh\u00f6ren nicht zu den dokumentierten.<\/p>\n\n<h3 id=\"behauptung-verbote\">\u201eVerbote von Kleinbergbau oder Quecksilber sind die L\u00f6sung\u201c<\/h3>\n\n<p>Verbote haben das Problem meist nur verlagert. Ghana verbot den Kleinbergbau von 2017 bis 2018. Rund eine Million Menschen verloren ihr Einkommen,<sup><a href=\"#fn86\" id=\"ref86\">86<\/a><\/sup> doch \u201ees gab keinen nennenswerten R\u00fcckgang des nicht lizenzierten Gold-Kleinbergbaus\u201c, und in Bergbaugebieten nahmen Raub\u00fcberf\u00e4lle zu, weil Menschen andere Wege suchten, um zu \u00fcberleben.<sup><a href=\"#fn87\" id=\"ref87\">87<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>In Ecuador ist Quecksilber im Bergbau verboten, doch es \u201ewird weiterhin heimlich eingesetzt\u201c.<sup><a href=\"#fn88\" id=\"ref88\">88<\/a><\/sup> Das weltweite Quecksilber-\u00dcbereinkommen sieht bewusst kein sofortiges Verbot vor, und der Fairmined Standard erkl\u00e4rt, warum: Sonst \u201ew\u00e4ren 95 % aller Kleinbergleute ausgeschlossen\u201c.<sup><a href=\"#fn89\" id=\"ref89\">89<\/a><\/sup> Und im Kongo brachte der faktische Boykott nach Dodd-Frank mehr Gewalt, nicht weniger.<\/p>\n\n<h2 id=\"geht-es-besser\">Geht es auch besser?<\/h2>\n\n<p><strong>Ja \u2013 die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus lassen sich ver\u00e4ndern, und das beginnt mit dem Wissen, aus welcher Mine euer Gold stammt.<\/strong> Raffiniertes Gold sieht unabh\u00e4ngig von seiner Herkunft gleich aus; nur die Dokumentation zeigt, wof\u00fcr es steht. Einige Systeme kn\u00fcpfen verbindliche soziale Anforderungen an die Mine selbst und lassen sie unabh\u00e4ngig pr\u00fcfen:<\/p>\n\n<ul>\n<li><strong>Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/fairtrade-gold-standard\/\">Fairtrade Gold Standard<\/a><\/strong> garantiert Kleinbergbau-Minen mindestens 95 % des Londoner Goldpreises (LBMA) plus eine Pr\u00e4mie von 2.000 US-Dollar je Kilogramm, \u00fcber deren Verwendung ein Komitee entscheidet, das alle sozialen Gruppen vertritt. FLOCERT pr\u00fcft die Einhaltung, auch des Kinderarbeitsverbots, in der Mine selbst.<sup><a href=\"#fn90\" id=\"ref90\">90<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/fairmined-gold-standard\/\">Fairmined Gold Standard<\/a><\/strong> sieht eine Pr\u00e4mie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm vor, \u00fcber die ein Komitee entscheidet, dem ausdr\u00fccklich auch Bergarbeiterinnen angeh\u00f6ren, und l\u00e4sst die Einhaltung von unabh\u00e4ngigen Zertifizierungsstellen pr\u00fcfen.<sup><a href=\"#fn91\" id=\"ref91\">91<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/was-ist-swiss-better-gold-sbg\/\">Swiss Better Gold<\/a><\/strong> akkreditiert 27 Kleinbergbau-Betriebe in Kolumbien und Peru mit 7.352 Bergleuten.<sup><a href=\"#fn92\" id=\"ref92\">92<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/was-ist-single-mine-origin-gold\/\">Single Mine Origin<\/a><\/strong> h\u00e4lt ethisch abgebautes Gold aus ausgew\u00e4hlten, gut gef\u00fchrten Gro\u00dfminen bis zu einer benannten Mitgliedsmine r\u00fcckverfolgbar.<sup><a href=\"#fn93\" id=\"ref93\">93<\/a><\/sup><\/li>\n<li><strong>Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/irma-standard-bergbau\/\">IRMA Standard<\/a><\/strong> ist der anspruchsvollste Standard f\u00fcr Industrieminen, mit Anforderungen an Menschenrechte und an die freie, vorherige und informierte Zustimmung. Sechs Interessengruppen, darunter betroffene Gemeinschaften und Gewerkschaften, steuern ihn gleichberechtigt. <strong>Keine Mine mit Gold als Hauptprodukt<\/strong> hat bisher ein IRMA-Audit abgeschlossen.<sup><a href=\"#fn94\" id=\"ref94\">94<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Auch Zwischenschritte z\u00e4hlen. Der <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/craft-code-kleinbergbau\/\">CRAFT Code<\/a> der Alliance for Responsible Mining bietet Kleinbergleuten, die den Fairmined Standard noch nicht erf\u00fcllen, einen Rahmen, um grundlegende Sorgfaltspflichten nachzuweisen und sich Schritt f\u00fcr Schritt zu verbessern.<sup><a href=\"#fn95\" id=\"ref95\">95<\/a><\/sup> Das UN-gest\u00fctzte Programm planetGOLD hatte bis Mitte 2025 41.821 Bergleute bei der Formalisierung ihrer Betriebe unterst\u00fctzt.<sup><a href=\"#fn96\" id=\"ref96\">96<\/a><\/sup><\/p>\n\n<p>Keines dieser Systeme macht eine Bergbauregion \u00fcber Nacht wohlhabend. Was sie ver\u00e4ndern: wer f\u00fcr bessere Bedingungen bezahlt und wer sie pr\u00fcft. Wie das vor Ort aussieht, beschreiben unsere Artikel \u00fcber <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/verantwortungsvoller-gold-kleinbergbau\/\">verantwortungsvollen Gold-Kleinbergbau<\/a> und <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/verantwortungsvoller-gold-grossbergbau\/\">verantwortungsvollen Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>.<\/p>\n\n<h2 id=\"faqs\">FAQs: Soziale Auswirkungen des Goldbergbaus erkl\u00e4rt<\/h2>\n\n<details>\n<summary>Welche sozialen Auswirkungen hat der Goldbergbau?<\/summary>\n<p>Vom Goldbergbau leben mehr als 100 Millionen Menschen, die meisten im Kleinbergbau. Seine wichtigsten sozialen Probleme sind Kinderarbeit, gef\u00e4hrliche Arbeitsbedingungen, erzwungene Umsiedlungen, Gewalt durch Sicherheitskr\u00e4fte und bewaffnete Gruppen sowie Schmuggel. Welche davon \u00fcberwiegen, h\u00e4ngt von der einzelnen Mine ab und davon, wie sie gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Gibt es Kinderarbeit im Goldbergbau?<\/summary>\n<p>Ja. Das US-Arbeitsministerium f\u00fchrt Gold aus 26 L\u00e4ndern als mit Kinderarbeit hergestellt, mehr als bei jedem anderen Produkt. Fast alle dokumentierten F\u00e4lle stammen aus dem informellen Kleinbergbau, wo Kinder Sch\u00e4chte graben, Erz schleppen und mit Quecksilber hantieren.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Was ist Konfliktgold?<\/summary>\n<p>Konfliktgold ist Gold, dessen Abbau oder Handel bewaffnete Gruppen oder Menschenrechtsverletzungen finanziert. Dokumentierte Beispiele sind Gold aus dem Osten des Kongo, aus Gebieten unter Kontrolle der sudanesischen Rapid Support Forces und aus Betrieben mit Verbindung zu Wagner in der Zentralafrikanischen Republik.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Wie wirkt sich Goldbergbau auf die Menschen vor Ort aus?<\/summary>\n<p>Er bringt oft Einkommen, Arbeitspl\u00e4tze und Infrastruktur, aber auch steigende Preise, Gesundheitsrisiken, Landverlust und Konflikte. Forschung aus 44 Entwicklungsl\u00e4ndern zeigt, dass rund um Minen der Wohlstand der Haushalte und schwermetallbedingte Erkrankungen gleichzeitig zunehmen.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Ist Goldbergbau ethisch vertretbar?<\/summary>\n<p>Er kann es sein, aber nicht von selbst. Ethischer Goldbergbau erfordert angemessene Bezahlung, sichere Arbeit, keine Kinderarbeit, die Achtung von Landrechten und unabh\u00e4ngige Kontrollen. Zertifiziertes Gold aus dem Kleinbergbau und Gold, das bis zu einer benannten, gut gef\u00fchrten Mine r\u00fcckverfolgbar ist, sind die verl\u00e4sslichsten Wege, das zu wissen.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Vermeidet Recycling-Gold diese Probleme?<\/summary>\n<p>Nicht von sich aus. Recycling \u00e4ndert nichts an den Bedingungen dort, wo Gold abgebaut wird, und schwache Definitionen erlauben es, frisch abgebautes Gold nach einem einzigen Verarbeitungsschritt als recycelt zu deklarieren. Die EU-Verordnung \u00fcber Konfliktmineralien erfasst recycelte Metalle \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<\/details>\n\n<details>\n<summary>Woran erkennt man, ob Gold verantwortungsvoll gewonnen wurde?<\/summary>\n<p>Fragt nach dem Namen der Mine und der Dokumentation dahinter. Ein Zertifikat von Fairtrade oder Fairmined oder die R\u00fcckverfolgbarkeit bis zu einer einzelnen benannten Mine geben euch eine Antwort. \u201eRecycelt\u201c oder \u201everantwortungsvoll beschafft\u201c allein tun das nicht.<\/p>\n<\/details>\n\n<h2 id=\"das-wichtigste-zum-mitnehmen\">Das Wichtigste zum Mitnehmen<\/h2>\n\n<h3 id=\"in-aller-kuerze\">In aller K\u00fcrze ...<\/h3>\n\n<ul>\n<li><strong>Entscheidend ist die Mine, nicht das Metall.<\/strong> Gold kann derselben Region Einkommen oder Schaden bringen; die Mine, ihr Betreiber und ihre Abnehmer entscheiden, was davon.<\/li>\n<li><strong>Kinderarbeit ist eines der am weitesten verbreiteten sozialen Probleme des Goldbergbaus \u2013 und ein l\u00f6sbares.<\/strong> Sie konzentriert sich im informellen Kleinbergbau, wo unabh\u00e4ngige Audits in der Mine den Unterschied machen.<\/li>\n<li><strong>Schaut \u00fcber die Raffinerie hinaus.<\/strong> Drehscheiben erfassen, von wo Gold geliefert wurde, nicht, wo es abgebaut wurde, und Recycling-Gold f\u00e4llt aus den Sorgfaltspflichten der EU heraus.<\/li>\n<li><strong>Kleinbergleute auszuschlie\u00dfen, macht alles schlimmer.<\/strong> Verbote und Boykotte haben Einkommen gekostet und Gewalt gen\u00e4hrt; wer zertifiziertes Gold von ihnen kauft, belohnt diejenigen, die es richtig machen.<\/li>\n<li><strong>Fragt nach der Mine \u2013 und nach der Dokumentation dahinter.<\/strong> Zertifizierung und R\u00fcckverfolgbarkeit bis zu einer einzelnen Mine sind die Werkzeuge, mit denen ihr seht, wof\u00fcr ein Gramm Gold steht. Ob ihr einen Ring, einen Barren oder ein Kilogramm f\u00fcr eure Produktion kauft: Fragt euren Lieferanten nach beidem.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h3 id=\"werdet-aktiv\">Werdet aktiv, seid der Wandel!<\/h3>\n\n<blockquote>\n<p><em>Gold wird abgebaut werden, solange Menschen es sch\u00e4tzen. Die Frage ist, wer davon profitiert. Wir versuchen, Gold anzubieten, bei dem diese Frage eine Antwort hat: mit dokumentierter Herkunft, aus Minen, die nach verbindlichen Standards arbeiten. <a href=\"https:\/\/www.fairever.gold\/de\/shop\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schaut euch das ethische Gold in unserem Shop an<\/a> \u2013 oder fragt uns, was zu eurer Produktion passt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n<h3 id=\"weitere-leseempfehlungen\">Weitere Leseempfehlungen<\/h3>\n\n<ul>\n<li>Die \u00f6kologische Seite derselben Geschichte: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/gold-bergbau-umweltzerstoerung\/\">Umweltzerst\u00f6rung durch Goldbergbau<\/a>.<\/li>\n<li>Wie gute Praxis im Kleinbergbau aussieht: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/verantwortungsvoller-gold-kleinbergbau\/\">verantwortungsvoller Gold-Kleinbergbau<\/a>.<\/li>\n<li>Wie gute Praxis im industriellen Bergbau aussieht: <a href=\"https:\/\/blog.fairever.gold\/de\/verantwortungsvoller-gold-grossbergbau\/\">verantwortungsvoller Gold-Gro\u00dfbergbau<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 id=\"quellen\">Quellen<\/h2>\n\n<ol>\n<li id=\"fn1\">planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/planetgold-programme-and-large-scale-gold-mining-sector\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The planetGOLD programme and the large-scale gold mining sector<\/em><\/a> (Gro\u00dfbergbau rund 80 % der weltweiten Goldproduktion); World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/news-and-events\/press-releases\/gold-mining-industry-contributed-over-us171-billion-global-economy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold mining industry contributed over US$171 billion to global economy<\/em><\/a>, 2. Juni 2015: Goldbergbauunternehmen \u201edirectly employed over one million people\u201c (Daten 2013). <a href=\"#ref1\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn2\">planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/frequently-asked-questions\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Frequently Asked Questions<\/em><\/a>, 2024 (500\u2013600 t pro Jahr); World Gold Council \/ Metals Focus, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/goldhub\/research\/gold-demand-trends\/gold-demand-trends-full-year-2025\/supply\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Demand Trends Full Year 2025 \u2013 Supply<\/em><\/a>, Januar 2026 (weltweite Minenproduktion 3.671,6 t); 500\u2013600 t von 3.671,6 t ergeben 14\u201316 %; World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/esg\/artisanal-and-small-scale-gold-mining\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal and Small-Scale Gold Mining<\/em><\/a> (bis zu 20 %; \u201eup to 100m are indirectly reliant on ASGM\u201c). Besch\u00e4ftigung: UNEP Global Mercury Partnership, <a href=\"https:\/\/www.unep.org\/globalmercurypartnership\/what-we-do\/artisanal-and-small-scale-gold-mining-asgm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal and Small-Scale Gold Mining<\/em><\/a> (10\u201315 Millionen); IGF, <a href=\"https:\/\/www.igfmining.org\/resource\/transforming-artisanal-small-scale-gold-mining-progress-formalization\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Transforming ASGM: Progress in Formalization<\/em><\/a>, Februar 2025 (\u201ejust under 20 million miners\u201c); planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/introduction-asgm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>An Introduction to ASGM<\/em><\/a> (\u201emore than 100 million people\u201c). <a href=\"#ref2\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn3\">Eigene Berechnung. Ring mit 8 g in 750er-Legierung = 6 g Feingold. Kleinbergbau: 15\u201320 Millionen Bergleute (Mittelwert 17,5 Millionen) bei 500\u2013600 t (Mittelwert 550 t) ergeben rund 31,4 g je Person und Jahr, also etwa eine Feinunze (31,1 g); 6 \u00f7 31,4 \u00d7 52 Wochen \u2248 9,9 Wochen. Industrie: rund 3.122 t (3.671,6 t weltweite Minenproduktion abz\u00fcglich rund 550 t aus dem Kleinbergbau), verteilt auf rund 1 Million Besch\u00e4ftigte, ergeben rund 3,1 kg je Person und Jahr; 6 \u00f7 3.122 \u00d7 365 Tage \u2248 0,7 Kalendertage. Die beiden Z\u00e4hlweisen sind nicht symmetrisch \u2013 Zahlen zum Kleinbergbau schlie\u00dfen Saison- und Teilzeitarbeit ein, Zahlen zum Industriebergbau \u00fcberwiegend Vollzeitstellen, und dort fehlen viele Besch\u00e4ftigte von Subunternehmen. Das Ergebnis ist deshalb eine Gr\u00f6\u00dfenordnung, kein exaktes Verh\u00e4ltnis. <a href=\"#ref3\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn4\">von der Goltz &amp; Barnwal, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0304387818304875\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mines: The local wealth and health effects of mineral mining in developing countries<\/em><\/a>, Journal of Development Economics 139, 2019. Alle Rohstoffe, nicht nur Gold. Originalzitat: \u201egains in asset wealth (0.3 standard deviations) coexist with a higher incidence of health conditions linked to heavy metal toxicity: anemia among women (ten percentage points), and stunting in young children (five percentage points).\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref4\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn5\">Owen &amp; Kemp, <a href=\"https:\/\/www.csrm.uq.edu.au\/media\/docs\/1182\/dkemp-mining-induced-displacement.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mining-induced displacement and resettlement: a critical appraisal<\/em><\/a>, Journal of Cleaner Production, 2015: \u201eno global survey has assessed the scale of MIDR\u201c (mit Verweis auf Downing 2002); 41 Umsiedlungen an 33 Bergbaustandorten; rund 44 % der Minen in der Betriebsphase mit Umsiedlungen verbunden. Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref5\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn6\">International Labour Organization, <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/resource\/mining-hazardous-work\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mining: a hazardous work<\/em><\/a>: Auf den Bergbau entfallen \u201eonly ... one percent of the global workforce\u201c, aber \u201eabout eight percent of fatal accidents at work\u201c; \u201eAccident rates in small-scale mines are routinely six or seven times higher than in larger operations\u201c; \u201eNo reliable data exist on injuries.\u201c Alle Rohstoffe. \u00dcbersetzung der Zitate im Text: Fairever. <a href=\"#ref6\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn7\">Eigene Berechnung aus Fu\u00dfnote 1 und 2: 15\u201320 Millionen Menschen bei 500.000\u2013600.000 kg Jahresproduktion ergeben 25 bis 40 Menschen je Kilogramm; rund 1 Million Besch\u00e4ftigte bei rund 3.122.000 kg ergeben etwa 0,3 je Kilogramm. Gr\u00f6\u00dfenordnung, siehe Fu\u00dfnote 3. <a href=\"#ref7\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn8\">IGF \/ IISD, <a href=\"https:\/\/www.iisd.org\/system\/files\/publications\/igf-asm-global-trends.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Global Trends in Artisanal and Small-Scale Mining (ASM)<\/em><\/a>, 2018, S. 3: Kleinbergbau-Betriebe tragen \u201eto 90 per cent of total employment in gold mining\u201c bei. Originalzitat im Text: \u201eis generally pursued as a route out of poverty or as an activity to complement insufficient income, especially in communities where alternative employment is hard to come by.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref8\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn9\">Geenen, Stoop &amp; Verpoorten, <a href=\"https:\/\/www.nikstoop.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Geenen-Stoop-and-Verpoorten-2020_How-much-do-artisanal-miners-earn_author-copy.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>How much do artisanal miners earn? An inquiry among Congolese gold miners<\/em><\/a>, Resources Policy 70, 2021: Befragung von 453 Bergleuten in Kamituga, S\u00fcd-Kivu, 2015; \u201epit managers earn on average $191 per week, their right hands $92, experts $52 and pelleteurs $24\u201c w\u00e4hrend der F\u00f6rderphasen. Die Einkommen schwanken im Zeitverlauf stark. <a href=\"#ref9\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn10\">Mabe, Dauda &amp; Owusu-Sekyere, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0301420723009194\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Artisanal small-scale mining, farm labour attraction and household welfare in Ghana<\/em><\/a>, Resources Policy 86B, 2023: Landarbeiter:innen, die in den Kleinbergbau wechselten, \u201eincreased their consumption expenditure per adult equivalent by 66.6 percent\u201c. <a href=\"#ref10\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn11\">OECD, <a href=\"https:\/\/www.delvedatabase.org\/uploads\/resources\/Illicit-financial-flows-Artisanal-and-Small-scale-Gold-mining-in-Ghana-and-Liberia.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Illicit Financial Flows: Artisanal and Small-Scale Gold Mining in Ghana and Liberia<\/em><\/a>, 2020, S. 31. <a href=\"#ref11\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn12\">planetGOLD \/ The Impact Facility, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/Overcoming_Practical_Barriers_for_Integrating_Responsible_Artisanal_%26_Small_Scale_Mined_Gold_into_Intl_Supply_Chains.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Overcoming Practical Barriers for Integrating Responsible ASM Gold into International Supply Chains<\/em><\/a>, September 2022, S. 5: 85\u201387 % des LBMA-Fixings an der Mine f\u00fcr kleine Mengen, 97 % f\u00fcr Exporteure. <a href=\"#ref12\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn13\">World Gold Council, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/download\/file\/20200\/Social-and-Economic-Contribution-of-Gold-Mining.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Social and Economic Contribution of Gold Mining<\/em><\/a>, Daten 2024, ver\u00f6ffentlicht 2025; Eigenangaben der Mitgliedsunternehmen. Anteil eigene Berechnung: 740,9 Millionen \u00f7 66,4 Milliarden = 1,12 %. <a href=\"#ref13\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn14\">Chuhan-Pole, Dabalen &amp; Land, <a href=\"https:\/\/documents1.worldbank.org\/curated\/en\/517391487795570281\/pdf\/112971-PUB-PUBLIC.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mining in Africa: Are Local Communities Better Off?<\/em><\/a>, Weltbank, 2017. Gesamter Industriebergbau in den untersuchten L\u00e4ndern, \u00fcberwiegend Gold. <a href=\"#ref14\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn15\">Coulibaly, Foltz, Parker, Olurotimi &amp; Traor\u00e9, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0305750X24000755\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The effects of mining on local poverty in developing countries: Evidence from Mali<\/em><\/a>, World Development 180, 2024. <a href=\"#ref15\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn16\">Bazillier &amp; Girard, <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/a\/eee\/deveco\/v143y2020ics0304387819300586.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The gold digger and the machine. Evidence on the distributive effect of the artisanal and industrial gold rushes in Burkina Faso<\/em><\/a>, Journal of Development Economics 143, 2020: \u201ea 1% increase in the gold price increases consumption by 0.12% for households near artisanal mines. Opening an industrial mine, in contrast, has no impact on local consumption.\u201c <a href=\"#ref16\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn17\">Benjamin Madley, <em>An American Genocide: The United States and the California Indian Catastrophe, 1846\u20131873<\/em>, Yale University Press, 2016, zusammengefasst vom USC Center for Advanced Genocide Research, <a href=\"https:\/\/dornsife.usc.edu\/cagr\/2016\/10\/31\/benjamin-madley-lecture-summary\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Benjamin Madley lecture summary<\/em><\/a>, 31. Oktober 2016: \u201eBetween 1846 and 1873, the California Indian population plunged from 150,000 to 30,000\u201c; zwischen 9.492 und 16.094 get\u00f6tete kalifornische Indigene, \u201eand probably more\u201c. Der R\u00fcckgang hatte mehrere Ursachen, darunter T\u00f6tungen, Krankheiten, Hunger und Versklavung; die Bev\u00f6lkerungszahlen sind Sch\u00e4tzungen. <a href=\"#ref17\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn18\">Office of Governor Gavin Newsom, <a href=\"https:\/\/www.gov.ca.gov\/2019\/06\/18\/governor-newsom-issues-apology-to-native-americans-for-states-historical-wrongdoings-establishes-truth-and-healing-council\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Executive Order N-15-19<\/em><\/a>, 18. Juni 2019: \u201ethe state authorized $1.29 million in 1850's dollars to subsidize these militia campaigns\u201c. Zitat aus Newsoms Rede: Erin Blakemore, History.com, <a href=\"https:\/\/www.history.com\/articles\/native-american-genocide-california-apology\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>California Slaughtered 16,000 Native Americans. The State Finally Apologized For the Genocide<\/em><\/a>, 19. Juni 2019. Originalzitat: \u201eIt's called a genocide. That's what it was.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref18\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn19\">Vosloo, <a href=\"https:\/\/www.scielo.org.za\/scielo.php?script=sci_arttext&amp;pid=S1021-14972020000100001\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Extreme apartheid: the South African system of migrant labour and its hostels<\/em><\/a>, Image &amp; Text 34, 2020: \u201eby 1899, 13 years after the discovery of gold on the Witwatersrand, the gold mines employed 100,000 black migrants\u201c; Harington, McGlashan &amp; Chelkowska, <a href=\"https:\/\/www.saimm.co.za\/Journal\/v104n02p065.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>A century of migrant labour in the gold mines of South Africa<\/em><\/a>, Journal of the South African Institute of Mining and Metallurgy, M\u00e4rz 2004 (H\u00f6chststand von rund 480.000 pro Jahr 1986\u201388; rund 90.000 im Jahr 1899). <a href=\"#ref19\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn20\">Timothy Killeen, <em>A Perfect Storm in the Amazon<\/em>, 2. Auflage, 2021, neu ver\u00f6ffentlicht von Mongabay, <a href=\"https:\/\/news.mongabay.com\/2024\/07\/brazils-wildcat-mining-is-deeply-rooted-in-its-politics-and-thirst-for-minerals\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Brazil's wildcat mining is deeply rooted in its politics and thirst for minerals<\/em><\/a>, Juli 2024: \u201eAt its peak in the mid 1980s, the population of miners reached 80,000 men and boys\u201c. <a href=\"#ref20\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn21\">International Crisis Group, <a href=\"https:\/\/www.crisisgroup.org\/sites\/default\/files\/282%20Getting%20a%20Grip%20.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Getting a Grip on Central Sahel's Gold Rush<\/em><\/a>, Africa Report Nr. 282, 13. November 2019: \u201emore than two million individuals in these three countries are directly involved in artisanal gold mining: one million in Burkina Faso, 700,000 in Mali and 300,000 in Niger\u201c. Originalzitat im Text: \u201ea new source of funding and potentially even recruits to several armed groups, including jihadists.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref21\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn22\">Arag\u00f3n &amp; Rud, <a href=\"https:\/\/www.aeaweb.org\/articles?id=10.1257%2Fpol.5.2.1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Natural Resources and Local Communities: Evidence from a Peruvian Gold Mine<\/em><\/a>, American Economic Journal: Economic Policy 5(2), 2013, S. 1\u201325. Originalzitat: \u201ethe local price of nontradable goods\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref22\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn23\">Ahlerup, Baskaran &amp; Bigsten, <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/p\/hhs\/gunwpe\/0666.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold Mining and Education: A Long-run Resource Curse in Africa?<\/em><\/a>, Journal of Development Studies 56(9), 2020 (Working-Paper-Fassung): Personen, in deren Bezirk w\u00e4hrend ihrer Jugend eine Goldmine lag, haben \u201esignificantly lower educational attainment\u201c, erkl\u00e4rt durch \u201emyopic educational decisions when employment in gold mining is an alternative\u201c. \u00dcberwiegend Industrieminen. <a href=\"#ref23\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn24\">Stuckler, Basu, McKee &amp; Lurie, <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/a\/aph\/ajpbhl\/10.2105-ajph.2009.175646_4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mining and risk of tuberculosis in sub-Saharan Africa<\/em><\/a>, American Journal of Public Health 101(3), 2011 (L\u00e4nderebene, alle Rohstoffe; der Zusammenhang mit der Goldf\u00f6rderung besteht auch nach Bereinigung um HIV); Corno &amp; de Walque, <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/p\/wbk\/wbrwps\/5966.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mines, Migration and HIV\/AIDS in Southern Africa<\/em><\/a>, Journal of African Economies 21(3), 2012: Wanderarbeiter im Bergbau aus Lesotho und Swasiland mit einer um rund 15 Prozentpunkte h\u00f6heren HIV-Pr\u00e4valenz. <a href=\"#ref24\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn25\">Orihuela &amp; Gamarra-Echenique, <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/a\/cup\/endeec\/v25y2020i2p182-203_5.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Fading local effects: boom and bust evidence from a Peruvian gold mine<\/em><\/a>, Environment and Development Economics 25(2), 2020, S. 182\u2013203. Originalzitat: \u201efade with the mine exhaustion\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref25\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn26\">Auditor-General of South Africa, <a href=\"https:\/\/www.agsa.co.za\/Portals\/0\/Reports\/Special%20Reports\/2021\/2022%20%20MEDIA%20STATEMENT%20(Derelict%20and%20Ownerless%20Mines%20Performance%20Report\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Media statement: Derelict and Ownerless Mines Performance Audit<\/em><\/a>%20FINAL%20(002).pdf), 31. M\u00e4rz 2022: 6.100 verlassene und herrenlose Minen; \u201eillegal miners open previously sealed mine openings\u201c. Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref26\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn27\">Parliament of the Republic of South Africa, <a href=\"https:\/\/www.parliament.gov.za\/press-releases\/media-statement-minerals-and-petroleum-resources-police-committees-welcome-presentations-derelict-mines-and-operation-vala-umgodi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Media Statement: Minerals and Petroleum Resources, Police Committees Welcome Presentations on Derelict Mines and Operation Vala Umgodi<\/em><\/a>, 18. M\u00e4rz 2025: \u201e93 dead bodies that were retrieved from underground\u201c. Zum Einsatz: Daily Maverick, <a href=\"https:\/\/www.dailymaverick.co.za\/article\/2025-01-16-stilfontein-mine-rescue-ends-with-78-dead-246-rescued-and-ringleaders-in-custody\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Stilfontein mine rescue ends with 78 dead, 246 rescued and ringleaders in custody<\/em><\/a>, 16. Januar 2025. <a href=\"#ref27\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn28\">Minerals Council South Africa, <a href=\"https:\/\/www.mineralscouncil.org.za\/industry-news\/we-care-we-remember\/113-we-remember-vaal-reefs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>We remember Vaal Reefs<\/em><\/a>, zum Ungl\u00fcck vom 10. Mai 1995 und zum Mine Health and Safety Act 29 von 1996. <a href=\"#ref28\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn29\">ICMM, <a href=\"https:\/\/www.icmm.com\/en-gb\/news\/2026\/2025-safety-performance\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>ICMM reports 2025 safety performance of members<\/em><\/a>, 30. Juli 2026: 26 berichtende Mitgliedsunternehmen, alle Rohstoffe, eigene Besch\u00e4ftigte und Subunternehmen; Eigenangaben. H\u00e4ufigste Ursachen 2025: herabfallendes Gestein (\u201efall of ground\u201c, 10) und mobile Maschinen (10). <a href=\"#ref29\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn30\">AngloGold Ashanti, <a href=\"https:\/\/reports.anglogoldashanti.com\/19\/sr\/stories\/sa-silicosis-tb-settlement\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>South African silicosis and TB class action settlement<\/em><\/a>, 2019 (sechs Unternehmen; Tshiamiso Trust); Fidelis Hove, <a href=\"https:\/\/allafrica.com\/stories\/202609030273.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>South Africa: Gold Mining's Long Shadow<\/em><\/a>, Daily Maverick via allAfrica, 3. September 2026 (rund 500.000 potenziell Anspruchsberechtigte; rund 23.000 bearbeitete Antr\u00e4ge und rund 2,5 Milliarden Rand ausgezahlt bis Februar 2026; Zitat). Trust von rund 5 Milliarden Rand: AngloGold Ashanti (siehe oben). Anteile eigene Berechnung: 23.000 \u00f7 500.000 = 4,6 %; 2,5 \u00f7 5 Milliarden Rand = 50 %. Originalzitat: \u201eThe migrant labour system that built South Africa's gold economy was a machine for moving value in one direction.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref30\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn31\">Weltgesundheitsorganisation (WHO), <a href=\"https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/mercury-and-health\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mercury and health<\/em><\/a>, Faktenblatt, 24. Oktober 2024: \u201eMercury is considered by WHO as one of the top ten chemicals of major public health concern\u201c; \u201eMercury use in artisanal and small-scale gold mining is particularly hazardous, and health effects on vulnerable populations are significant.\u201c Weitere Originalzitate im Text: \u201emay have toxic effects on the nervous, digestive and immune systems, and on lungs, kidneys, skin and eyes\u201c; \u201etremors, insomnia, memory loss, neuromuscular effects, headaches and cognitive and motor dysfunction\u201c; \u201ea particular threat to the development of the child in utero and early in life\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref31\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn32\">Weltbank \/ Delve, <a href=\"https:\/\/documents1.worldbank.org\/curated\/en\/099092225121558277\/txt\/P177009-9e10446f-c635-4d6b-8f6a-ca41b2e7fb7c.txt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>2023 State of the Artisanal and Small-Scale Mining Sector<\/em><\/a>, 2024: Frauen \u201eprocessing gold with mercury in their homes\u201c; Quecksilber \u201ecan be transferred to young and unborn children through breastfeeding\u201c. <a href=\"#ref32\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn33\">Basta, Viana, de Vasconcellos et al., <a href=\"https:\/\/www.mdpi.com\/1660-4601\/18\/17\/9222\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mercury Exposure in Munduruku Indigenous Communities from Brazilian Amazon<\/em><\/a>, International Journal of Environmental Research and Public Health 18(17):9222, 2021: 57,9 % von 197 Haarproben bei 6 \u00b5g\/g oder mehr. <a href=\"#ref33\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn34\">Fiocruz, <a href=\"https:\/\/portal.fiocruz.br\/en\/news\/2024\/04\/yanomamis-nine-villages-harassed-illegal-mining-are-contaminated-mercury\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Yanomamis from nine villages harassed by illegal mining are contaminated with mercury<\/em><\/a>, April 2024: 84 % von 287 Haarproben \u00fcber 2,0 \u00b5g\/g, Oberer Mucaja\u00ed, Datenerhebung im Oktober 2022. <a href=\"#ref34\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn35\">US Department of Labor, Bureau of International Labor Affairs, <a href=\"https:\/\/www.dol.gov\/sites\/dolgov\/files\/ilab\/child_labor_reports\/tda2023\/2024-tvpra-list-of-goods.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>2024 List of Goods Produced by Child Labor or Forced Labor<\/em><\/a>, September 2024. Gold aufgef\u00fchrt wegen Kinderarbeit in 26 L\u00e4ndern (\u00c4thiopien, Bolivien, Burkina Faso, DR Kongo, Ecuador, Ghana, Guinea, Indonesien, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Mali, Mongolei, Nicaragua, Niger, Nigeria, Peru, Philippinen, Senegal, Simbabwe, Sudan, Suriname, Tansania, Uganda, Venezuela, Zentralafrikanische Republik) und wegen Zwangsarbeit in 6 (Burkina Faso, DR Kongo, Nordkorea, Peru, Tschad, Venezuela); Gold ist das Produkt mit den meisten Eintr\u00e4gen wegen Kinderarbeit. <a href=\"#ref35\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn36\">International Labour Organization, <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/media\/406936\/download\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Child Labour in Mining and Global Supply Chains<\/em><\/a>, Mai 2019. Die Zahl von mehr als einer Million Kindern umfasst Bergwerke und Steinbr\u00fcche weltweit und alle Rohstoffe; der Anteil f\u00fcr Mali bezieht sich auf eine Studie von 2015. Originalzitate im Text: \u201emore than one million children are engaged in child labour in mines and quarries\u201c; \u201esome 30-50 percent of the gold mine workforce is comprised of children; most are under the age of 15\u201c; \u201emercury to amalgamate gold with their bare hands\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref36\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn37\">ILO \/ UNICEF, <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/sites\/default\/files\/2025-06\/2024%20Global%20Estimates%20of%20Child%20Labour%20Report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Child Labour: Global Estimates 2024, Trends and the Road Forward<\/em><\/a>, 11. Juni 2025. Alle Branchen; der Bericht nennt keine gesonderte Zahl f\u00fcr den Bergbau. <a href=\"#ref37\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn38\">Human Rights Watch, <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2011\/12\/06\/mali-artisanal-mines-produce-gold-child-labor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mali: Artisanal Mines Produce Gold with Child Labor<\/em><\/a>, 6. Dezember 2011 (Bericht <em>A Poisonous Mix<\/em>). Originalzitat: \u201echildren as young as six dig mining shafts\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref38\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn39\">Human Rights Watch, <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/report\/2015\/09\/30\/what-if-something-went-wrong\/hazardous-child-labor-small-scale-gold-mining\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>\"What \u2026 if Something Went Wrong?\" Hazardous Child Labor in Small-Scale Gold Mining in the Philippines<\/em><\/a>, 30. September 2015. Originalzitat: \u201ethe youngest child interviewed who burned the mercury-gold amalgam was 9 years old\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref39\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn40\">Human Rights Watch, <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/report\/2015\/06\/10\/precious-metal-cheap-labor\/child-labor-and-corporate-responsibility-ghanas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Precious Metal, Cheap Labor: Child Labor and Corporate Responsibility in Ghana's Artisanal Gold Mines<\/em><\/a>, 10. Juni 2015. Originalzitat: \u201erisk brain damage and other life-long disabilities from mercury poisoning\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref40\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn41\">International Labour Organization, <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/sites\/default\/files\/wcmsp5\/groups\/public\/@africa\/@ro-abidjan\/documents\/publication\/wcms_886954.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Child labour in the artisanal and small-scale gold mining (ASGM) sector in Nigeria: A situational analysis<\/em><\/a>, 2023; 1.316 Kinder in vier Gemeinschaften. Originalzitat: \u201eincluding verbal, physical and sexual molestation\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref41\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn42\">US Department of State, <em>2025 Trafficking in Persons Report: Venezuela<\/em>, September 2025, wiedergegeben von <a href=\"https:\/\/www.ecoi.net\/en\/document\/2130544.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ecoi.net<\/a>. Originalzitate: \u201eapproximately 45 percent of miners\u201c; \u201ehighly vulnerable to trafficking\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref42\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn43\">Weltbank, <a href=\"https:\/\/www.worldbank.org\/en\/news\/press-release\/2024\/02\/05\/world-bank-urges-action-for-gender-equality-in-artisanal-and-small-scale-mining\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>World Bank Urges Action for Gender Equality in Artisanal and Small-Scale Mining<\/em><\/a>, 5. Februar 2024, zum Delve-Bericht <em>2023 State of the Sector<\/em>: 13,4 Millionen Frauen, 30 % von 44,67 Millionen Menschen im Kleinbergbau, alle Rohstoffe, vermutlich zu niedrig erfasst; IGF \/ IISD, <a href=\"https:\/\/www.iisd.org\/system\/files\/publications\/igf-women-asm-challenges-opportunities-participation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Women in Artisanal and Small-Scale Mining: Challenges and opportunities for greater participation<\/em><\/a>, 2018: Frauen \u201emake up around 30 per cent of the total workforce, and up to 50 per cent in some regions\u201c. <a href=\"#ref43\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn44\">Weltbank \/ Delve, 2023 State of the Sector (Fu\u00dfnote 32) und Pressemitteilung der Weltbank (Fu\u00dfnote 43): \u201eDiscriminatory property laws and land tenure agreements\u201c; \u201eGender discrimination, enshrined in mining laws\u201c; geschlechtsspezifische Gewalt \u201eis not being actively monitored by governments at ASM sites\u201c (Bericht). Weiteres Originalzitat im Text: \u201eexcluded from the highest-earning activities\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref44\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn45\">IISD \/ IGF, <a href=\"https:\/\/www.iisd.org\/system\/files\/2023-04\/women-mine-of-the-future-global-report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Women and the Mine of the Future: Global Report<\/em><\/a>, April 2023. Gesamter Bergbau, zw\u00f6lf L\u00e4nder. <a href=\"#ref45\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn46\">Verit\u00e9, <a href=\"https:\/\/verite.org\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Indicators-of-Forced-Labor-in-Gold-Mining-in-Peru_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Risk Analysis of Indicators of Forced Labor and Human Trafficking in Illegal Gold Mining in Peru<\/em><\/a>, Januar 2013. Originalzitat: \u201etold that their wages would be retained for their first 90 days of work\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref46\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn47\">US Department of State, <em>2025 Trafficking in Persons Report: Peru<\/em>, September 2025, wiedergegeben von <a href=\"https:\/\/www.ecoi.net\/en\/document\/2130639.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ecoi.net<\/a>. Originalzitat: \u201eprincipally in illegal and legal gold mining, related activities, and service jobs in nearby makeshift camps\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref47\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn48\">US Department of State, <em>2025 Trafficking in Persons Report<\/em>: Peru (Fu\u00dfnote 47), <a href=\"https:\/\/www.ecoi.net\/en\/document\/2130623.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Senegal<\/em><\/a> (\u201eA research study estimated one in five individuals in commercial sex in Kedougou are sex trafficking victims\u201c) und <a href=\"https:\/\/www.ecoi.net\/en\/document\/2130606.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Guyana<\/em><\/a>, September 2025, wiedergegeben von ecoi.net. Originalzitat im Text: \u201ewomen and girls as young as 12 years old in sex trafficking\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref48\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn49\">Diana Hidalgo, IDEHPUCP, <a href=\"https:\/\/idehpucp.pucp.edu.pe\/revista-memoria\/luego-de-mercurio-2019-los-resultados-de-este-mega-operativo-respecto-de-la-trata-de-personas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Luego de Mercurio 2019: los resultados de este mega operativo respecto de la trata de personas<\/em><\/a>, Revista Memoria, 30. April 2019: \u201e52 mujeres adultas y 20 ni\u00f1as\u201c (52 erwachsene Frauen und 20 M\u00e4dchen; \u00dcbersetzung Fairever). <a href=\"#ref49\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn50\">Owen, Kemp, L\u00e8bre, Harris &amp; Svobodova, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S2214790X21000125\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>A global vulnerability analysis of displacement caused by resource development projects<\/em><\/a>, The Extractive Industries and Society 8, 2021: 270 bergbaubedingte Vertreibungen und Umsiedlungen, 1969\u20132019; mehr als 90 % in fragilen Staaten. Alle Rohstoffe. <a href=\"#ref50\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn51\">ICMM, <a href=\"https:\/\/guidance.miningwithprinciples.com\/case_study\/managing-the-impacts-of-resettlement-ahafo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Managing the impacts of resettlement: Ahafo<\/em><\/a>, Fallstudie mit Zahlen von Newmont. <a href=\"#ref51\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn52\">International Federation for Human Rights (FIDH), <a href=\"https:\/\/www.fidh.org\/IMG\/pdf\/mali477ang2007.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mali: Mining and human rights \u2013 International fact-finding mission report<\/em><\/a>, 2007, S. 20. Originalzitat: \u201edid not enable the population to attain the same standard of living as before the move\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref52\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn53\">Mongabay, <a href=\"https:\/\/news.mongabay.com\/2017\/10\/grasberg-mines-riches-still-a-distant-glitter-for-papuan-communities\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Grasberg mine's riches still a distant glitter for Papuan communities<\/em><\/a>, Oktober 2017, \u00fcber die Feststellungen der indonesischen Nationalen Menschenrechtskommission (Komnas HAM). Originalzitat: \u201ehad never compensated the Amungme and the Kamoro as the original stewards of the land\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref53\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn54\">International Labour Organization, <a href=\"https:\/\/normlex.ilo.org\/dyn\/nrmlx_en\/f?p=NORMLEXPUB:12100:0::NO::P12100_ILO_CODE:C169\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Indigenous and Tribal Peoples Convention, 1989 (No. 169)<\/em><\/a>, Artikel 15 und 16. Im Text sinngem\u00e4\u00df wiedergegeben; englischer Wortlaut: \u201ebefore undertaking or permitting any programmes for the exploration or exploitation\u201c (Art. 15) und \u201efree and informed consent\u201c (Art. 16). <a href=\"#ref54\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn55\">United Nations Treaty Collection, <a href=\"https:\/\/treaties.un.org\/Pages\/showDetails.aspx?objid=08000002800c0136&amp;clang=_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Convention (No. 169) concerning Indigenous and Tribal Peoples in Independent Countries<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026: 24 Ratifikationen, Deutschland als j\u00fcngster Staat (2021). Regionale Verteilung (die meisten Ratifikationen in Lateinamerika; in Afrika nur die Zentralafrikanische Republik) aus der Ratifikationsliste. <a href=\"#ref55\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn56\">Responsible Mining Foundation, <a href=\"https:\/\/www.responsibleminingfoundation.org\/app\/uploads\/RMI_Report_2022-Summary_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Responsible Mining Index Report 2022 \u2013 Summary<\/em><\/a>, 2022, S. 33: 40 Unternehmen, 250 Minenstandorte, alle Rohstoffe; bewertet wurden nur \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Angaben. Originalzitat: \u201ea few companies\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref56\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn57\">World Resources Institute, <a href=\"https:\/\/www.wri.org\/news\/release-new-study-reveals-mining-amazon-threatens-20-indigenous-lands\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>New Study Reveals Mining in the Amazon Threatens 20% of Indigenous Lands<\/em><\/a>, 7. Oktober 2020. Legale Konzessionen und illegaler Bergbau, alle Rohstoffe. <a href=\"#ref57\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn58\">Brasilianisches Ministerium f\u00fcr indigene V\u00f6lker, <a href=\"https:\/\/www.gov.br\/povosindigenas\/pt-br\/dois-anos-de-acoes-federais-na-terra-yanomami-garimpo-ilegal-despenca-e-mortes-por-desnutricao-caem-68\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Dois anos de a\u00e7\u00f5es federais na Terra Yanomami<\/em><\/a>, 20. Januar 2025. <a href=\"#ref58\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn59\">Human Rights Watch, <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/report\/2011\/02\/01\/golds-costly-dividend\/human-rights-impacts-papua-new-guineas-porgera-gold-mine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gold's Costly Dividend: Human Rights Impacts of Papua New Guinea's Porgera Gold Mine<\/em><\/a>, 1. Februar 2011. <a href=\"#ref59\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn60\">RAID, <a href=\"https:\/\/raid-uk.org\/barricks-tanzania-gold-mine-one-of-the-deadliest-in-africa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Barrick's Tanzania gold mine, one of the deadliest in Africa<\/em><\/a>, Untersuchung April bis Oktober 2022; Barrick, <a href=\"https:\/\/www.barrick.com\/English\/operations\/north-mara\/human-rights-watch-tanzania\/default.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>North Mara: response to allegations<\/em><\/a>. <a href=\"#ref60\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn61\">RAID, <a href=\"https:\/\/raid-uk.org\/barrick-subsidiaries-uk-legal-court-case-settlement-alleging-deaths-and-injuries-at-north-mara-tanzania-gold-mine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Barrick subsidiaries settle UK court case alleging deaths and injuries at North Mara<\/em><\/a>, 27. M\u00e4rz 2024. <a href=\"#ref61\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn62\">Human Rights Watch, <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2024\/06\/12\/tanzania-police-linked-killings-gold-mine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tanzania: Police Linked to Killings at Gold Mine<\/em><\/a>, 12. Juni 2024. Originalzitat Barrick: \u201edoes not, and cannot, have any de facto control over the police\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref62\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn63\">Leigh Day, <a href=\"https:\/\/www.leighday.co.uk\/news\/press-releases\/2026-news\/new-allegations-of-killing-and-torture-by-security-forces-at-african-gold-mine-as-30-people-join-legal-claim-against-the-london-bullion-market-association-over-clean-gold-certification\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>New allegations of killing and torture by security forces at African gold mine as 30 people join legal claim against the London Bullion Market Association<\/em><\/a>, 9. Juli 2026. <a href=\"#ref63\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn64\">Dubawa Ghana, <a href=\"https:\/\/ghana.dubawa.org\/obuasi-shooting-all-the-details-about-the-killing-of-miners-by-ghanas-military\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Obuasi shooting: all the details about the killing of miners by Ghana's military<\/em><\/a>, 30. Januar 2025. Die Angaben zur Zahl der Toten unterscheiden sich zwischen den ghanaischen Streitkr\u00e4ften (7), der Regierung (8) und der Ghana National Association of Small Scale Miners (9). Ver\u00f6ffentlichte Ergebnisse der offiziellen Untersuchung haben wir bis September 2026 nicht gefunden. <a href=\"#ref64\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn65\">IPIS und PAX, <a href=\"https:\/\/ipisresearch.be\/publication\/mapping-artisanal-mining-sites-in-the-kibali-gold-mine-concession-in-faradje-territory-haut-uele-drc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mapping artisanal mining sites in the Kibali gold mine concession<\/em><\/a>, 8. Dezember 2025. Originalzitat: \u201esecurity forces have used excessive force in efforts to clear these sites\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref65\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn66\">Business &amp; Human Rights Resource Centre, <a href=\"https:\/\/www.business-humanrights.org\/en\/from-us\/briefings\/hrds-2026\/navigating-a-global-crossroads-human-rights-defenders-and-business-in-2025\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Navigating a global crossroads: Human rights defenders and business in 2025<\/em><\/a>, 2026: 790 Angriffe in 80 L\u00e4ndern, 181 mit Bezug zum Bergbau. <a href=\"#ref66\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn67\">Global Witness, <a href=\"https:\/\/globalwitness.org\/en\/press-releases\/at-least-124-land-and-environmental-defenders-killed-globally-in-2025\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>At least 124 Land and Environmental Defenders killed globally in 2025<\/em><\/a>, 16. September 2026. <a href=\"#ref67\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn68\">Defensor\u00eda del Pueblo del Per\u00fa, <a href=\"https:\/\/www.defensoria.gob.pe\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/NP-551-2026-DP.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Reporte de Conflictos Sociales n.\u00b0 270<\/em><\/a>, August 2026, Pressemitteilung vom 21. September 2026: 92 sozial-\u00f6kologische Konflikte, davon 66,3 % mit Bezug zum Bergbau (gesamter Bergbau, nicht nur Gold). <a href=\"#ref68\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn69\">IPIS, <a href=\"https:\/\/ipisresearch.be\/publication\/analysis-of-the-interactive-map-of-artisanal-mining-areas-in-eastern-democratic-republic-of-congo-2023-update\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Analysis of the interactive map of artisanal mining areas in eastern DRC \u2013 2023 update<\/em><\/a>, 2023: 829 Standorte, rund 132.320 Bergleute. Der Anteil der illegalen Abgaben umfasst alle Rohstoffe an den erfassten Standorten; 85 % der erfassten Bergleute arbeiten im Goldbergbau. <a href=\"#ref69\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn70\">Stoop, Verpoorten &amp; van der Windt, <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0201783\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>More legislation, more violence? The impact of Dodd-Frank in the DRC<\/em><\/a>, PLOS ONE, 2018: \u201eFor territories with the average number of gold mines, the introduction of Dodd-Frank increased the incidence of battles with 44%; looting with 51% and violence against civilians with 28%, compared to pre-Dodd Frank averages.\u201c <a href=\"#ref70\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn71\">US Government Accountability Office, <a href=\"https:\/\/www.gao.gov\/assets\/gao-25-107018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Conflict Minerals: Peace and Security in Democratic Republic of Congo Have Not Improved with SEC Disclosure Rule<\/em><\/a>, GAO-25-107018, Oktober 2024. Originalzitate: \u201ehas not reduced the occurrence or number of violent events in eastern DRC\u201c; \u201ewas smuggled out of the DRC through neighboring countries, usually destined for Dubai\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref71\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn72\">US Department of the Treasury, <a href=\"https:\/\/content.govdelivery.com\/accounts\/USTREAS\/bulletins\/3cb22ba\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Treasury Sanctions Sudanese Paramilitary Leader, Weapons Supplier, and Related Companies<\/em><\/a>, 7. Januar 2025; siehe auch US Treasury, <a href=\"https:\/\/home.treasury.gov\/news\/press-releases\/jy1514\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Treasury Sanctions Companies Fueling the Conflict in Sudan<\/em><\/a>, 1. Juni 2023. Originalzitate: \u201epurchased gold from Sudan, presumably for the benefit of the RSF, and subsequently transported it to Dubai\u201c; \u201ehas perpetrated genocide\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref72\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn73\">SWISSAID, <a href=\"https:\/\/www.africangoldreport.org\/sudan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>African Gold Report: Sudan<\/em><\/a>: \u201eAt least 400 tonnes of gold have been smuggled out of Sudan between 2012 and 2024.\u201c Sch\u00e4tzung. <a href=\"#ref73\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn74\">Berlin, Clement, Elufisan, Hicks &amp; K\u00e9sz, <a href=\"https:\/\/bloodgoldreport.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/The-Blood-Gold-Report-2023-December.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Blood Gold Report<\/em><\/a>, 21 Democracy, Dezember 2023: \u201eWagner and Russia have earned more than US$2.5 billion from blood gold since the full-scale invasion of Ukraine in February 2022.\u201c Kampagnenpublikation auf Basis qualitativer Fallstudien zur Zentralafrikanischen Republik, zum Sudan und zu Mali; nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft. <a href=\"#ref74\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn75\">US Department of the Treasury, <a href=\"https:\/\/content.govdelivery.com\/accounts\/USTREAS\/bulletins\/36249a8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Treasury Sanctions Illicit Gold Companies Funding Wagner Forces and Wagner Group Facilitator<\/em><\/a>, 27. Juni 2023: Midas Ressources und Diamville; \u201eIn 2022, Diamville participated in a gold selling scheme that entailed converting CAR-origin gold into U.S. dollars.\u201c <a href=\"#ref75\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn76\">Infobae, <a href=\"https:\/\/www.infobae.com\/peru\/2025\/05\/04\/mineros-secuestrados-en-pataz-fueron-hallados-sin-vida-habrian-sido-ejecutados-por-criminales\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mineros secuestrados en Pataz fueron hallados sin vida<\/em><\/a>, 4. Mai 2025. Minera Poderosa erkl\u00e4rte, die Arbeiter \u201ebrindaban servicios a contratista vinculado a la empresa\u201c (erbrachten Leistungen f\u00fcr einen mit dem Unternehmen verbundenen Subunternehmer; \u00dcbersetzung Fairever). <a href=\"#ref76\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn77\">UN Independent International Fact-Finding Mission on Venezuela, <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/hr-bodies\/hrc\/ffmv\/report-ffmv-september2022\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The human rights situation in the Arco Minero del Orinoco region and other areas of the Bol\u00edvar state<\/em><\/a>, A\/HRC\/51\/CRP.2, September 2022. <a href=\"#ref77\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn78\">SWISSAID, <a href=\"https:\/\/www.swissaid.ch\/en\/media\/press-release-gold-study-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Press release: Gold study 2024<\/em><\/a> und <a href=\"https:\/\/www.swissaid.ch\/en\/articles\/on-the-trail-of-african-gold\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>On the trail of African gold<\/em><\/a>, 30. Mai 2024: \u201eAt least 435 tonnes of gold was smuggled out of Africa in 2022, the equivalent of 31 billion USD\u201c; VAE 47 %, Schweiz 21 % und Indien 12 % der afrikanischen Goldexporte 2022; Schweizer Importe von \u201emore than 1670 tonnes of gold\u201c aus den VAE zwischen 2012 und 2022; \u201egold imported from the UAE is considered Emirati even if its real origin is elsewhere\u201c. Sch\u00e4tzungen. <a href=\"#ref78\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn79\">ETH Z\u00fcrich, Swiss Minerals Observatory, <a href=\"https:\/\/istp.ethz.ch\/research\/minerals.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Swiss Minerals Observatory<\/em><\/a>, abgerufen im September 2026: Die Schweiz \u201eeven imports up to two-thirds of globally extracted gold\u201c (importiert sogar bis zu zwei Drittel des weltweit gef\u00f6rderten Goldes; \u00dcbersetzung Fairever). Andere Zahlen weichen ab, weil sie anderes messen: Der Bundesrat beziffert die Schweizer Raffinerien auf \u201eetwa 40 Prozent der weltweiten Kapazit\u00e4ten\u201c (<a href=\"https:\/\/www.newsd.admin.ch\/newsd\/message\/attachments\/54473.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Goldhandel und Verletzung der Menschenrechte<\/em><\/a>, 14. November 2018); WWF Schweiz gibt an, \u201e50%\u201370% of the world's gold\u201c werde in der Schweiz raffiniert, ohne eine Grundlage zu nennen, und stellt fest, dass nur rund ein Drittel des von gro\u00dfen Schweizer Raffinerien gekauften Goldes unraffiniertes Minengold ist (<a href=\"https:\/\/www.wwf.ch\/sites\/default\/files\/doc-2021-11\/2021_11_The_Impact_of_Gold_WWF_2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Impact of Gold<\/em><\/a>, 2021, S. 3 und 22); SWI swissinfo.ch sch\u00e4tzt, dass die Schweiz \u201eroughly one-third of this newly mined gold\u201c raffiniert, und f\u00fchrt die oft zitierten 70 % auf eine Branchensch\u00e4tzung von 2012 zur\u00fcck (<a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/eng\/business\/switzerland-the-world-s-gold-hub\/33706126\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>US tariff negotiations reaffirm Switzerland's role as a gold hub<\/em><\/a>, aktualisiert am 17. November 2025). Importe und Handel umfassen auch raffinierte Barren sowie Recycling- und Anlagegold, das durch das Land l\u00e4uft; sie liegen deshalb \u00fcber dem Anteil des neu gef\u00f6rderten Goldes, der dort tats\u00e4chlich raffiniert wird. <a href=\"#ref79\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn80\">IWF, <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/blogs\/articles\/2021\/11\/05\/blog-countering-tax-avoidance-sub-saharan-africa-mining-sector\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Countering Tax Avoidance in Sub-Saharan Africa's Mining Sector<\/em><\/a>, 5. November 2021, zum IWF-Departmental-Paper <a href=\"https:\/\/www.elibrary.imf.org\/view\/journals\/087\/2021\/022\/article-A001-en.xml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tax Avoidance in Sub-Saharan Africa's Mining Sector<\/em><\/a>, 2021. Gesamter Bergbau. <a href=\"#ref80\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn81\">OECD, <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/en\/publications\/oecd-foreign-bribery-report_9789264226616-en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>OECD Foreign Bribery Report<\/em><\/a>, 2. Dezember 2014: 427 zwischen 1999 und 2014 abgeschlossene F\u00e4lle; auf den Rohstoffsektor \u2013 \u00d6l, Gas und Bergbau zusammen \u2013 entfielen 19 %. <a href=\"#ref81\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn82\">Europ\u00e4ische Kommission, <a href=\"https:\/\/policy.trade.ec.europa.eu\/development-and-sustainability\/conflict-minerals-regulation\/regulation-explained_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The regulation explained<\/em><\/a> (Pflichten ab 1. Januar 2021; \u201eThose operating beyond the metal stage do not have obligations under the regulation\u201c); Verordnung (EU) 2017\/821, <a href=\"https:\/\/www.legislation.gov.uk\/eur\/2017\/821\/article\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 1<\/a> (1(6): Die Verordnung \u201eshall not apply to recycled metals\u201c); Europ\u00e4ische Kommission, <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/EN\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX%3A52024DC0415\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Review of the Conflict Minerals Regulation<\/em><\/a>, COM(2024) 415, 24. September 2024: 2022 lagen 477 von 8.286 identifizierten EU-Importeuren von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold \u00fcber den Mengenschwellen. <a href=\"#ref82\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn83\">IUCN NL, <a href=\"https:\/\/www.iucn.nl\/en\/opinion\/recycled-but-not-responsible-loopholes-in-recycled-gold-from-the-amazon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Recycled but not responsible: loopholes in recycled gold from the Amazon<\/em><\/a>, 7. Mai 2025. <a href=\"#ref83\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn84\">Michael L. Ross, <a href=\"https:\/\/www.annualreviews.org\/content\/journals\/10.1146\/annurev-polisci-052213-040359\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>What Have We Learned about the Resource Curse?<\/em><\/a>, Annual Review of Political Science 18, 2015, S. 241. Originalzitat: \u201eonly one type of resource has been consistently correlated with less democracy and worse institutions: petroleum, which is the key variable in the vast majority of the studies that identify some type of curse.\u201c \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref84\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn85\">Human Rights Watch, <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/report\/2013\/08\/28\/toxic-toil\/child-labor-and-mercury-exposure-tanzanias-small-scale-gold-mines\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Toxic Toil: Child Labor and Mercury Exposure in Tanzania's Small-Scale Gold Mines<\/em><\/a>, 28. August 2013. <a href=\"#ref85\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn86\">Osei, Yeboah, Kumi &amp; Fredua Antoh, <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0301420721000258\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Government's ban on Artisanal and Small-Scale Mining, youth livelihoods and imagined futures in Ghana<\/em><\/a>, Resources Policy 71, 2021: \u201eapproximately one million persons, who were engaged in the sector lost their jobs and income sources\u201c. Sch\u00e4tzung. <a href=\"#ref86\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn87\">Hunter &amp; Ofosu-Peasah, <a href=\"https:\/\/globalinitiative.net\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Marcena-Hunter-Gideon-Ofosu-Peasah-Gold-evolving-in-Ghana-GI-TOC-June-2025.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mapping Ghana's Expanding Gold Sector. Part One: The Challenges of Artisanal and Small-Scale Mining<\/em><\/a>, Global Initiative Against Transnational Organized Crime, Juni 2025, S. 34\u201335. Originalzitat: \u201ethere was no notable decrease in unlicensed ASGM\u201c. \u00dcbersetzung Fairever. <a href=\"#ref87\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn88\">planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/ecuador\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Ecuador<\/em><\/a>: \u201eAlthough the use of mercury in mining is prohibited by law, it continues to be used clandestinely throughout the ASGM sector.\u201c \u00dcbersetzung des Zitats im Text: Fairever. <a href=\"#ref88\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn89\">Minamata-\u00dcbereinkommen \u00fcber Quecksilber, <a href=\"https:\/\/minamataconvention.org\/en\/documents\/minamata-convention-mercury-text-and-annexes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Text and annexes<\/em><\/a>, Artikel 7 und Anlage C (Quecksilbereinsatz im Gold-Kleinbergbau \u00fcber nationale Aktionspl\u00e4ne verringern und, wo m\u00f6glich, beenden); Alliance for Responsible Mining, <a href=\"https:\/\/www.responsiblemines.org\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/FAIRMINED_V2.0-RC_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Fairmined Standard for Gold from Artisanal and Small-Scale Mining<\/em><\/a>, Version 2.0, 2014, Abschnitt 2.1: Ein sofortiger Ausstieg w\u00fcrde bedeuten, dass \u201e95% of all artisanal miners would be excluded\u201c. \u00dcbersetzung des Zitats im Text: Fairever. <a href=\"#ref89\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn90\">Fairtrade International, <a href=\"https:\/\/www.fairtrade.net\/en\/why-fairtrade\/how-we-do-it\/standards\/who-we-have-standards-for\/gold-standard-and-associated-precious-metals-standard.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Fairtrade Standard for Gold and Associated Precious Metals<\/em><\/a>, Version 1.2 (g\u00fcltig bis 30. Juni 2027): Mindestpreis von 95 % des LBMA-Fixings und Fairtrade Pr\u00e4mie von 2.000 US-Dollar je Kilogramm Feingold (4.5.3\/4.5.4); Pr\u00e4mienkomitee repr\u00e4sentativ \u201ein number and gender\u201c (4.1.1); Landrechte, freie, vorherige und informierte Zustimmung, ILO-\u00dcbereinkommen 169 (1.4.2\/1.4.3). Audits durch FLOCERT. <a href=\"#ref90\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn91\">Alliance for Responsible Mining, Fairmined Standard 2.0 (Fu\u00dfnote 89): Fairmined Pr\u00e4mie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm Feingold (5.2.5); Pr\u00e4mienkomitee mit fairer Vertretung aller sozialen Gruppen, einschlie\u00dflich der Bergarbeiterinnen (4.1.1\/4.1.2); Zertifizierung durch von ARM anerkannte Zertifizierungsstellen. <a href=\"#ref91\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn92\">Swiss Better Gold Association, <a href=\"https:\/\/www.swissbettergoldassociation.ch\/sites\/default\/files\/2026-05\/SBG_Impact_report_2025_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Impact Report 2025<\/em><\/a>, 2026: 27 akkreditierte Betriebe in Kolumbien und Peru, 7.352 Bergleute; 2025 wurden 960.566 US-Dollar in 28 Projekte investiert. Programmzahlen, nicht die Wirkung eines einzelnen Produkts. <a href=\"#ref92\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn93\">Single Mine Origin, <a href=\"https:\/\/smogold.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>SMO Gold<\/em><\/a>: \u201eEvery ounce of SMO Gold is traceable to a named source mine\u201c; SMO, <em>SMO Gold Introduction Brochure<\/em>, 2026: \u201eSMO only works with carefully selected member mines, that adhere to the strictest ESG principles and undergo an annual assurance audit\u201c. <a href=\"#ref93\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn94\">IRMA, <a href=\"https:\/\/responsiblemining.net\/what-we-do\/assessment\/independent\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Independently Assessing<\/em><\/a>, zuletzt aktualisiert am 13. Juli 2026 (Gold erscheint nur als Nebenprodukt in Minen f\u00fcr Platingruppenmetalle); <a href=\"https:\/\/responsiblemining.net\/about\/governance\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Governance<\/em><\/a> (je zwei Vorstandsmitglieder aus sechs Sektoren); <a href=\"https:\/\/responsiblemining.net\/what-we-do\/standard\/irma-mining-standard\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>IRMA Standard for Responsible Mining<\/em><\/a>, v1.0, 2018 (zu den sozialen Anforderungen geh\u00f6ren menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und die freie, vorherige und informierte Zustimmung). <a href=\"#ref94\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn95\">Alliance for Responsible Mining, <a href=\"https:\/\/www.responsiblemines.org\/en\/2024\/10\/craft-code-2-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>CRAFT Code 2.1<\/em><\/a>, 16. Oktober 2024 (\u201ean open and collaborative framework that drives progressive improvement in artisanal and small-scale mining (ASM) practices\u201c, ausgerichtet an der OECD Due Diligence Guidance); <a href=\"https:\/\/www.responsiblemines.org\/en\/our-work\/standards-and-certification\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Standards and certification<\/em><\/a> (ein erreichbarer Ma\u00dfstab f\u00fcr Organisationen, die \u201enot currently capable of meeting the advanced performance requirements of the Fairmined Standard\u201c sind). CRAFT ist ein Rahmenwerk, kein Zertifizierungssiegel. <a href=\"#ref95\">\u21a9<\/a><\/li>\n<li id=\"fn96\">planetGOLD, <a href=\"https:\/\/www.planetgold.org\/sites\/default\/files\/planetGOLD-Annual-Progress-Report-2024-2025.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Annual Progress Report 2024\u20132025<\/em><\/a>, kumulierte Ergebnisse bis Juni 2025: 41.821 Bergleute bei ihrer Formalisierung unterst\u00fctzt; Programm in 28 L\u00e4ndern, finanziert von der Globalen Umweltfazilit\u00e4t (GEF) und geleitet von UNEP. <a href=\"#ref96\">\u21a9<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Goldbergbau leben mehr als 100 Millionen Menschen \u2013 und in manchen Weltregionen beruht er zugleich auf Kinderarbeit, Vertreibung und bewaffneter Gewalt. Sehr oft kommen Wohlstand und Schaden zur selben Zeit an denselben Ort. 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