Oro Verde, Kolumbien: Pionier für faires Gold

Wie afrokolumbianische Bergleute im Chocó den Grundstein für ARM und Fairmined legten

Oro Verde, spanisch für „grünes Gold", war ein Gemeinschaftsprogramm afrokolumbianischer Bergleute im Regenwald des Chocó, gegründet im Jahr 2000. Sie gewannen Gold und Platin ohne Quecksilber und Zyanid – nach Regeln, die ihre eigenen Gemeinschaften mitgeschrieben hatten. Oro Verde wurde zur ersten fairen Lieferkette von Kleinbergleuten zu Schmuckschaffenden in Europa und zum Vorbild für die Alliance for Responsible Mining und den Fairmined Standard.

Das Wichtigste in Kürze

  • Oro Verde war ein Gemeinschaftsprogramm, keine einzelne Mine. Zwei afrokolumbianische Gemeinschaftsräte in Tadó und Condoto gründeten es im Jahr 2000 zusammen mit lokalen und nationalen Partnern. Bis 2013 waren rund 110 Familien-Bergbaueinheiten mit etwa 700 Bergleuten zertifiziert.
  • Die Bergleute gewannen ihr Gold ohne Quecksilber und Zyanid. Sie arbeiteten mit der traditionellen Waschschale, der Batea, in den Flüssen – und ein Schaum aus zerdrückten Blättern half, dass sich auch feinste Goldpartikel absetzten.
  • Oro Verde lieferte das erste zertifizierte ökologische Gold und das erste zertifizierte Platin aus dem Kleinbergbau. Pioniere des ethischen Schmucks wie Jan Spille in Deutschland, Toby Pomeroy in den USA und Cox & Power in Großbritannien verarbeiteten es zu Schmuck.
  • Das Programm inspirierte die Alliance for Responsible Mining (ARM) und den Fairmined Standard. Fairmined Ecological Gold, gewonnen ausschließlich mit Schwerkraftverfahren, trägt die Kernidee von Oro Verde bis heute weiter.
  • Um 2014 endete das Programm – unter massivem Druck von außen. Mechanisierter Bergbau, Erpressung durch bewaffnete Gruppen und das Aus der Trägerorganisation waren zu viel. Das Modell, das Oro Verde erprobt hat, lebt jedoch weiter.

Inhaltsverzeichnis

Oro Verde auf einen Blick

NameOro Verde („grünes Gold"), getragen von der Corporación Oro Verde
LageTadó und Condoto, Departamento Chocó, Westkolumbien
ArtGemeinschaftsprogramm von Kleinbergleuten an Flüssen – keine einzelne Mine
OrganisationGemeinschaftsräte ASOCASAN (Tadó) und COCOMACOIRO (Condoto), zusammen mit der Fundación Las Mojarras, dem Umweltforschungsinstitut IIAP und der NGO Amichocó
Gegründet2000, formalisiert 2001; Gründerin Catalina Cock Duque
BeschäftigteRund 110 zertifizierte Familien-Bergbaueinheiten, etwa 700 Bergleute (2013)
FörderungRund 12 kg Feingold pro Jahr (etwa 1 kg pro Monat) und mehr als 4 kg Platin pro Jahr
AbbauGoldwaschen mit der Batea; Pflanzenextrakte statt Quecksilber
AufbereitungKein Quecksilber, kein Zyanid; Abbauflächen renaturiert
Zertifizierung / VerifizierungEigene Oro-Verde-Kriterien ab Anfang der 2000er-Jahre; Fairtrade & Fairmined Ecological ab 2011
StatusZertifizierter Handel endete um 2014; nicht mehr Fairmined-zertifiziert (Stand September 2026)
BedeutungVorbild für ARM und den Fairmined Standard; erstes zertifiziertes ökologisches Gold und erstes zertifiziertes Platin aus dem Kleinbergbau

Was war Oro Verde?

Oro Verde war ein gemeinschaftlich getragenes Programm für verantwortungsvollen Gold-Kleinbergbau in der kolumbianischen Region Chocó. Es war keine einzelne Mine, sondern ein Netz von Familien-Bergbaueinheiten entlang der Flüsse zweier afrokolumbianischer Kollektivterritorien in den Gemeinden Tadó und Condoto.

Das Programm begann im Jahr 2000. Die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) beschreibt es so: Afrokolumbianische Bergleute im Chocó „schlossen sich mit Sozialunternehmer:innen zusammen und gründeten die Corporación Oro Verde".1 Gründerin war Catalina Cock Duque, eine kolumbianische Expertin für Sozialpolitik und Unternehmerin.1

Zu den Partnern gehörten die Gemeinschaftsräte (Consejos Comunitarios) ASOCASAN in Tadó und COCOMACOIRO in Condoto, die lokale Stiftung Fundación Las Mojarras, das Umweltforschungsinstitut IIAP für die Pazifikregion und die NGO Amichocó. 2001 machten sie ihr Bündnis mit der Corporación Oro Verde offiziell.2

Die Idee war einfach und für die damalige Zeit radikal. Die Bergleute sollten sich an verbindliche soziale und ökologische Regeln halten, diese unabhängig prüfen lassen und ihr Gold zu einem besseren Preis an Käufer:innen verkaufen, denen genau das wichtig war. Die erste Zertifizierung übernahm das Institut IIAP.2

2007 waren 194 Familien-Bergbaueinheiten nach den eigenen Kriterien von Oro Verde zertifiziert.3 Nach dem Wechsel zur internationalen Zertifizierung zählte das Programm rund 110 zertifizierte Familien-Bergbaueinheiten mit etwa 700 Bergleuten in Tadó und Condoto (2013).2 2012 waren 28 % der zertifizierten Bergleute von Oro Verde Frauen.1

Chocó: Regenwald, Flüsse und überlieferter Bergbau

Der Chocó liegt auf der Pazifikseite Kolumbiens und gehört zum Biodiversitäts-Hotspot Tumbes-Chocó-Magdalena, der „einige der regenreichsten Regenwälder der Welt" beherbergt.4 Seine Flüsse führen Gold und Platin, und afrokolumbianische Familien waschen es seit Generationen aus. Die Bergleute von Oro Verde sind Nachfahren versklavter Afrikaner:innen, die von den Spaniern in die Region gebracht wurden. Ihre Abbaupraktiken wurden von Generation zu Generation weitergegeben.5

Ihre Gemeinschaften verwalten sich per Gesetz selbst. Kolumbiens Gesetz 70 von 1993 erkennt das kollektive Eigentum afrokolumbianischer Gemeinschaften an dem Land an, das sie seit Langem bewohnen. Zugleich macht es ihre lokal gewählten Gemeinschaftsräte zu den Regierungsbehörden dieser Territorien.2 Allein ASOCASAN umfasst 54.517 Hektar mit 21 Gemeinden und rund 1.460 Familien.6

Diese Selbstverwaltung war das Rückgrat von Oro Verde. Die Gemeinschaftsräte bestimmten die Kriterien des Programms mit. Nach Aussage der Programmverantwortlichen stärkte die Zertifizierung auch das Kollektivterritorium selbst – durch lokale Kontrolle, Überwachung und „wirtschaftliche und politische Selbstbestimmung".2 Die Regeln schrieben ausdrücklich die Gleichberechtigung fest, und Frauen stellten mehr als ein Viertel der zertifizierten Bergleute.1

Bagger und bewaffnete Gruppen im Chocó

Oro Verde entstand in einer Region, die unter enormem Druck durch mechanisierten Bergbau und bewaffneten Konflikt stand. Die Familien mit ihren Waschschalen mussten mit Maschinen konkurrieren, die an einem Tag so viel förderten wie sie in drei Monaten – und mit bewaffneten Gruppen, die bei jedem Bergbaubetrieb, den sie erreichen konnten, mitkassierten.

Maschinen in den Flüssen

In der Gemeinde Angostura in Tadó kam um 1986 der erste Bagger an. Einer Reportage aus der Gemeinde zufolge förderte ein Bagger an einem einzigen Tag, wofür die Kleinbergleute drei Monate brauchten.7 Seit 2001 werden die Schwimmbagger in den Flussgebieten von San Juan und Quito überwiegend von Betreibern aus Brasilien gesteuert.8

Solche Maschinen graben Flussufer und Waldböden in einem Ausmaß um, mit dem keine Familie mit Waschschale mithalten kann. Forschende stießen 2015 in der Gegend von Tadó auf Schwimmbagger, die das Gold mit quecksilberbestrichenen Kupferplatten auffingen.9 Der Druck kam auch von innen, weil Maschinen den Menschen harte körperliche Arbeit abnehmen: „Wir wissen, dass uns die Bagger geschadet haben, aber sie erleichtern uns die Arbeit enorm", sagte eine Bewohnerin.7

Bewaffnete Gruppen und Erpressung

Wo so viel Geld fließt, sind bewaffnete Gruppen nicht weit. Eine Studie aus dem Chocó ergab 2012, dass bewaffnete Akteure pro Bagger in einem Abbaubetrieb 1,5 Mio. kolumbianische Pesos im Monat oder 15 % der Förderung kassieren konnten.10 Eine Studie, an der Verantwortliche von Oro Verde mitgeschrieben haben, beschreibt, wie Gold aus mechanisiertem Kleinbergbau zur Finanzierung von Guerilla- und Paramilitär-Gruppen diente.2

In Tadó kämpfte eine paramilitärische Gruppe namens Los Rastrojos mit der FARC-Guerilla um die Kontrolle über den Kokahandel. „Der bewaffnete Konflikt hat uns hart getroffen, denn hier verläuft ein Korridor, und wenn es Gefechte gab, mussten wir unsere Arbeit einstellen", sagte Américo Mosquera, ein Gemeindevertreter in Angostura, der kolumbianischen Zeitung El Espectador.7

Wie groß der Schaden an den Flüssen des Chocó wurde, zeigt ein wegweisendes Urteil. 2016 erkannte das kolumbianische Verfassungsgericht den Atrato, einen der wichtigsten Flüsse der Region, als eigenes Rechtssubjekt mit eigenen Rechten an. Der Grund waren die Schäden durch illegalen Goldbergbau.11

Wie förderte Oro Verde Gold ohne Quecksilber?

Die Bergleute von Oro Verde gewannen ihr Gold mit Schwerkraft und Pflanzenwissen statt mit Chemikalien. Sie gruben goldhaltigen Kies aus Flussbetten und Ufern und wuschen ihn in der Batea, der traditionellen Goldwaschschale. Schweres Gold und Platin sinken dabei auf den Boden, während der leichtere Sand herausgeschwenkt wird.

Das ist wichtig, weil der Gold-Kleinbergbau die größte menschengemachte Quecksilberquelle der Welt ist: Auf ihn entfallen 37,7 % der vom Menschen verursachten Quecksilber-Emissionen in die Luft.12 Die meisten Kleinbergleute binden feine Goldpartikel mit Quecksilber. Oro Verde zeigte, dass sich feines Gold auch ohne Quecksilber auffangen lässt. Mehr dazu, was Quecksilber anrichtet, in unserem Artikel über Goldbergbau und Umweltzerstörung.

Blätter statt Quecksilber

Besonders bemerkenswert ist eine traditionelle Technik der afrokolumbianischen Bergleute im Chocó. Sie zerdrücken die Blätter von Pflanzen wie Balso (Ochroma pyramidale) und Malva (Hibiscus furcellatus) von Hand und mischen sie mit Wasser zu einer schaumigen Flüssigkeit, die sie in die Waschschale geben.9

Eine geologische Studie beschreibt, was dann passiert: Der Pflanzensaft bricht die Oberflächenspannung des Wassers und „lässt das sehr feinkörnige Gold absinken". Schwere Minerale wie Gold, Platin und Magnetit sinken ab, leichte Minerale wie Quarz und Glimmer bleiben in der Schwebe und werden ausgewaschen.9

Das Wissen dahinter ist breit. Laut einem Bericht von 2018 haben die Gemeinschaften von Oro Verde 48 Pflanzenarten mit dieser Wirkung gefunden, darunter Yarumo und Balso de lana. Die zerdrückten Pflanzen halten das Metall in ihrem Schleim fest und trennen es von Wasser, Steinen und Sand.13

Die Regeln von Oro Verde

Die Kriterien des Programms wurden in Abstimmung mit den Gemeinschaftsräten entwickelt. Dazu gehörten:1

  • Keine Chemikalien im Bergbau: kein Quecksilber und kein Zyanid.
  • Grenzen für ökologische Eingriffe, unter anderem durfte in einem Waldstück auf höchstens 10 % der Fläche abgebaut werden.
  • Der Mutterboden wurde vor dem Abbau beiseitegelegt und danach wieder aufgebracht, damit sich das Land erholen konnte.
  • Keine Arbeit in den Minen für Kinder unter 15 Jahren und keine gefährliche Arbeit für Jugendliche unter 18.
  • Gleichberechtigung der Geschlechter.

Bis 2007 hatten die Gemeinschaften auf diese Weise 7.900 Hektar Tropenwald im Chocó geschützt.1 Viele dieser Regeln tauchten später in den internationalen Standards für den Kleinbergbau wieder auf – am deutlichsten in den Anforderungen an Fairmined Ecological Gold, die weiter unten beschrieben sind.

Die erste faire Gold-Lieferkette nach Europa

Oro Verde hat nicht nur verändert, wie Gold abgebaut wird. Das Programm hat auch einen Markt dafür geschaffen: Es verband abgelegene Flussgemeinden im Chocó mit Schmuckschaffenden Tausende Kilometer entfernt, die Gold mit einer überprüfbaren Geschichte wollten. Die Alliance for Responsible Mining beschreibt das Programm als

„die erste faire Lieferkette von Kleinbergleuten afrikanischer Abstammung aus dem Dschungel Westkolumbiens zu ethisch engagierten Juwelier:innen in Europa".14

Die zertifizierten Bergleute von Oro Verde förderten rund 12 Kilogramm Feingold und mehr als 4 Kilogramm Platin pro Jahr, aus mehr als 14 Kilogramm Rohgold.15 Bis 2012 wurden die Metalle von Oro Verde an Juwelier:innen in elf Ländern verkauft, darunter Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Dänemark, Schweden, Frankreich, Kanada, Australien und die USA.1

Die Pioniere des ethischen Schmucks

Die Abnehmer:innen waren die Pioniere des ethischen Schmucks:

  • Jan Spille, Goldschmied in Hamburg, bezog Gold „von der Genossenschaft Oro Verde aus Kolumbien, die – ähnlich wie Ecoandina – ohne Chemikalien Gold wäscht".16
  • Toby Pomeroy, Juwelier aus den USA, reiste 2010 zu den Oro-Verde-Minen und verwendete ihr Gold für eine Kollektion von Trauringen und Hochzeitsschmuck.17
  • Cox & Power, ein britisches Schmucklabel, fertigte im Dezember 2012 aus Oro-Verde-Platin den weltweit ersten Fairtrade- und Fairmined-zertifizierten Platinschmuck: Ohrringe und einen passenden Ring.18

Diesen Schmuckschaffenden bot Oro Verde etwas, das damals kaum anderes Gold bieten konnte: eine bekannte Herkunft, die Namen der Gemeinschaften dahinter und Regeln, die geprüft wurden.17 Genau diese Kombination unterscheidet zertifiziertes Gold aus dem Kleinbergbau bis heute.

Wie führte Oro Verde zu ARM und Fairmined?

Oro Verde war die Keimzelle der Alliance for Responsible Mining. Was als lokales Programm im Chocó begann, wurde zum Ausgangspunkt einer internationalen Organisation und schließlich eines weltweiten Standards. 2010 blickte die damalige ARM-Geschäftsführerin Cristina Echavarría zurück:

„Aus dem tiefen Regenwald des kolumbianischen Chocó, weit weg vom ‚Hightech'-Bergbau, schien die bloße Idee einer Zertifizierung für handwerklichen Goldbergbau, die Oro Verde® vor fast zehn Jahren vorschlug, allen in der Branche wie Wahnsinn."19

Die Gründer:innen von Oro Verde halfen, ARM ins Leben zu rufen. Die Organisation nahm 2004 in Quito Gestalt an und wurde 2008 formell gegründet.1914 Catalina Cock Duque stand bis 2009 an der Spitze von ARM.20 Heute arbeitet die Alliance for Responsible Mining mit Kleinbergleuten in Lateinamerika, Afrika und Asien.21

Vom Standard Zero zu Fairmined

Die Regeln von Oro Verde wurden zur Vorlage für einen internationalen Standard. ARM entwarf 2006 den ersten „Standard Zero for Fair Trade Gold". Daraus wurde 2010 der gemeinsame Fairtrade and Fairmined Standard. 2013 schuf ARM einen eigenen, unabhängigen Standard mit eigenem Zertifizierungssystem, und seit 2014 gilt der Fairmined Standard in der Version 2.0.2214 Von 2009 bis 2013 entwickelte ARM das gemeinsame Siegel mit Fairtrade International; seitdem hat Fairtrade Gold einen eigenen Standard.21

Mit den ersten Zertifikaten schloss sich der Kreis. Der Gemeinschaftsrat von Condoto erhielt das weltweit erste Fairtrade- und Fairmined-Zertifikat für ökologisches Gold, gemeldet im Februar 2011.23 ASOCASAN in Tadó folgte als zweite Organisation mit dieser Zertifizierung, gemeldet im Januar 2012.24 „Die goldenen Tore der Fairness stehen jetzt allen kleinen Bergleuten der Welt offen", sagte Jorge Perea, Gemeindevertreter in Condoto.25

ARM fasste später zusammen, was das Programm erreicht hatte:

„Zum ersten Mal überhaupt wurde ökologisches Gold aus dem Kleinbergbau zertifiziert und an ethisch orientierte Pionier-Juwelier:innen in aller Welt verkauft."26

Die Idee von Oro Verde im heutigen Standard

Der Kern von Oro Verde lebt in Fairmined Ecological Gold weiter. Der Fairmined Standard lässt dafür nur Schwerkraftverfahren zu, ohne Quecksilber und ohne Zyanid, und verlangt von den Bergbau-Organisationen, das ursprüngliche Ökosystem von Anfang an wiederherzustellen.22 Die Bergleute von Oro Verde haben schon zwei Jahrzehnte früher so gearbeitet.

Der Standard honoriert das auch. Zusätzlich zur Fairmined Prämie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm kommt eine Ecological Prämie von 2.000 US-Dollar je Kilogramm hinzu.22 Laut Standard kann diese Prämie auch die geringere Goldausbeute der quecksilber- und zyanidfreien Verfahren ausgleichen. Mehr dazu in unserem Artikel über Fairmined Ecological Gold.

Ist Oro Verde noch aktiv?

Nein. Der zertifizierte Handel von Oro Verde endete um 2014, und das Programm ist heute nicht mehr Fairmined-zertifiziert.27 Der oben beschriebene Druck forderte seinen Tribut: Maschinenbetreiber von außerhalb wühlten die Flüsse um, und bewaffnete Gruppen erpressten Geld von den Abbaubetrieben. Im April 2014 stellte Amichocó, die Trägerorganisation des Programms, ihre Arbeit ein. ARM erklärte damals, Oro Verde werde unter Führung der Gemeinschaftsorganisation weitergehen.26

Pioniere zahlen das Lehrgeld. Die Methode von Oro Verde hat funktioniert: Gold und Platin, gewonnen ohne Quecksilber und Zyanid, verkauft mit bekannter Herkunft, nach Regeln, die die Gemeinschaften selbst aufgestellt haben. Es fehlten der Schutz vor dem Druck rund um das Programm und eine Organisation, die es langfristig tragen konnte.

Genau dafür gibt es heute ARM und den Fairmined Standard: unabhängige Audits, ein weltweites Netz von Abnehmer:innen und Kontinuität über einzelne Projekte hinaus. Mit den Worten von ARM: Fairmined konnte „einen weltweiten Standard entwickeln und aus den Fortschritten und Herausforderungen lernen, die Oro Verde erlebt hat".26

Das Erbe von Oro Verde heute

Die Idee von Oro Verde hat das Programm selbst überdauert. Quecksilber- und zyanidfreies Gold aus dem Kleinbergbau wird heute zertifiziert, zum Beispiel in Peru. Oro Puno in der Region Puno erhielt 2018 als erste peruanische Bergbau-Organisation die Zertifizierung für Fairmined Ecological Gold und gewinnt sein Gold ausschließlich mit Schwerkraftverfahren. Die Kooperative CECOMIP in derselben Region folgte 2021.28

In Kolumbien geht die Fairmined-Geschichte in Minen wie Iquira in der Kaffeeregion Huila und Chede im Cauca weiter.27 Was diese Standards vor Ort bewirken, zeigt unser Überblick über verantwortungsvollen Gold-Kleinbergbau – und unsere Porträts von verantwortungsvollen Goldminen, die heute nach ihnen arbeiten.

Weltweit zählte ARM 2025 zehn Fairmined-zertifizierte Minen, und die zertifizierten Bergbau-Organisationen verkauften in diesem Jahr rund 99,95 Kilogramm Fairmined Gold.29 Catalina Cock Duque, die Gründerin von Oro Verde, wurde 2024 von der Schwab Foundation des Weltwirtschaftsforums als Social Innovator of the Year ausgezeichnet, für ihre spätere Arbeit mit der Fundación Mi Sangre.20

Was sie und die Bergleute des Chocó vor mehr als 25 Jahren begonnen haben, steckt heute in jedem Gramm Fairmined Gold: unabhängig geprüfte Regeln, eine garantierte Prämie und eine rückverfolgbare Lieferkette aus zertifizierten Minen.22 In seiner ökologischen Form ist es bis heute Gold, das so gewonnen wird wie bei Oro Verde – mit Schwerkraft statt mit Quecksilber oder Zyanid.

FAQs: Oro Verde

Was war Oro-Verde-Gold?

Oro Verde („grünes Gold") war Gold und Platin aus einem gemeinschaftlich getragenen Programm afrokolumbianischer Kleinbergleute im Chocó in Kolumbien, gegründet im Jahr 2000. Die Bergleute gewannen es ohne Quecksilber und Zyanid aus Flüssen, nach eigenen Kriterien. Ab 2011 war es als Fairtrade and Fairmined Ecological Gold zertifiziert.23

Wer hat Oro Verde gegründet?

Oro Verde wurde im Jahr 2000 von der kolumbianischen Sozialunternehmerin Catalina Cock Duque gegründet, zusammen mit zwei afrokolumbianischen Gemeinschaftsräten – ASOCASAN in Tadó und COCOMACOIRO in Condoto – und lokalen Partnern. Cock Duque stand später bis 2009 an der Spitze der Alliance for Responsible Mining.120

Wo in Kolumbien lag Oro Verde?

Oro Verde war in den Gemeinden Tadó und Condoto im Departamento Chocó aktiv, auf der Pazifikseite Kolumbiens. Die Bergleute gehörten zu zwei afrokolumbianischen Gemeinschaftsräten, ASOCASAN und COCOMACOIRO, die nach kolumbianischem Recht Kollektivterritorien verwalten.2

Wie förderte Oro Verde Gold ohne Quecksilber?

Die Bergleute von Oro Verde wuschen goldhaltigen Flusskies in der Batea, einer traditionellen Waschschale, und ließen die Schwerkraft das schwere Gold und Platin vom Sand trennen. Ein Schaum aus zerdrückten Blättern, zum Beispiel der Balso-Pflanze, brach die Oberflächenspannung des Wassers, sodass sich auch sehr feines Gold absetzen konnte.9

Gibt es Oro-Verde-Gold noch zu kaufen?

Nein. Der zertifizierte Handel von Oro Verde endete um 2014, und das Programm ist nicht mehr Fairmined-zertifiziert. Am nächsten kommt ihm heute Fairmined Ecological Gold, das ohne Quecksilber und Zyanid und ausschließlich mit Schwerkraftverfahren gewonnen wird.22

Wann wurden ARM und Fairmined gegründet?

Die Alliance for Responsible Mining nahm 2004 in Quito, Ecuador, Gestalt an, inspiriert von Oro Verde, und wurde 2008 formell gegründet. Ihr erster Standard stammt aus dem Jahr 2006. Seit 2013 ist Fairmined ein unabhängiger Standard mit eigener Zertifizierung; die aktuelle Version 2.0 gilt seit 2014.1422

Das Wichtigste zum Mitnehmen

  • Verantwortungsvoller Kleinbergbau begann als Idee von Gemeinschaften. Afrokolumbianische Bergleute und ihre Gemeinschaftsräte schrieben die Regeln, ließen sie prüfen und fanden Abnehmer:innen – Jahre bevor es internationale Standards gab.
  • Gold ohne Quecksilber ist auch im Kleinbergbau möglich. Oro Verde hat gezeigt, dass sich mit Schwerkraft und Pflanzenwissen auch feines Gold und Platin gewinnen lassen. Genau auf diesem Prinzip baut Fairmined Ecological Gold auf.
  • Starke Standards brauchen starke Institutionen. Bagger, bewaffnete Gruppen und das Aus der Trägerorganisation beendeten Oro Verde. ARM und der Fairmined Standard bieten heute die Audits, das weltweite Netz und die Kontinuität, die ein einzelnes Programm nicht leisten konnte.
  • Das Erbe von Oro Verde gibt es heute zu kaufen. Zertifiziertes Gold aus dem Kleinbergbau, gewonnen ohne Quecksilber und Zyanid, ist am Markt erhältlich, zum Beispiel aus Peru.

Wie geht's nun weiter?

Oro-Verde-Gold gibt es nicht mehr, seine Idee schon. Wenn euer Gold ohne Quecksilber und Zyanid gewonnen sein und eine bekannte Herkunft haben soll, schaut euch unser Fairmined Ecological Gold an – oder stöbert in unserem gesamten Sortiment an Fairmined Gold.

Weitere Leseempfehlungen

Quellen

  1. World Intellectual Property Organization (WIPO), Buying Green: How Gold Mining is Changing Colors, Fallstudie der Reihe IP Advantage, zuletzt aktualisiert am 28. Januar 2013: Gründung im Jahr 2000 („A milestone was reached in 2000 when Afro-Colombian miners in Chocó joined hands with social entrepreneurs and formed Corporacion Oro Verde", eigene Übersetzung); Gründerin Catalina Cock Duque; Kriterien „developed in consultation with Community Councils", darunter Begrenzung ökologischer Schäden, Verzicht auf Chemikalien, Gleichberechtigung, Verbot von Kinderarbeit (niemand unter 15 in den Minen, niemand unter 18 unter gefährlichen Bedingungen) und „restricting mining activity located in a forest to 10% of the area"; Mutterboden wird beiseitegelegt und wieder aufgebracht; 7.900 ha Tropenwald bis 2007 geschützt; „In 2012, 28% of Oro Verde's certified miners were women"; Verkauf an Juwelier:innen in Australien, Kanada, Kolumbien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Thailand, Großbritannien und den USA. ↩
  2. Sarmiento, Ayala, Urán, Giraldo, Perea & Mosquera, Legitimidad e innovación en la minería: el caso del Programa Oro Verde, Letras Verdes 14, FLACSO Ecuador, September 2013. Mitverfasst von Verantwortlichen des Programms. Informelle Allianz 1999, Entscheidung für „oro verde" 2000, Formalisierung als Corporación Oro Verde 2001 (S. 295–297); IIAP als erste Zertifizierungsstelle; „112 Unidades Mineras Familiares y/o Colectivas Sostenibles certificadas donde participan aproximadamente 700 mineros de Tadó y Condoto", Fairtrade-Fairmined-zertifiziert 2010 und 2011 (S. 297); Gesetz 70 „reconoce el derecho a la propiedad colectiva de comunidades afrodescendientes … También establece a los consejos comunitarios elegidos localmente como autoridades de gobierno" (S. 290); die Zertifizierung stärkte das Kollektivterritorium durch „procesos de control y vigilancia, empoderamiento económico y político" (S. 299); Gold aus mechanisiertem Kleinbergbau „ha sido utilizado para financiar grupos guerrilleros y paramilitares" (S. 291–292). Zitate: eigene Übersetzung. ↩
  3. Corporación Oro Verde, Final Project Completion Report an den Critical Ecosystem Partnership Fund (CEPF), Projektzeitraum Juni 2005 bis März 2007, datiert 23. Mai 2007: 194 zertifizierte Familien-Produktionseinheiten bei einem Ziel von 150. ↩
  4. Critical Ecosystem Partnership Fund, Tumbes-Chocó-Magdalena, Profil des Biodiversitäts-Hotspots, abgerufen im September 2026: „some of the world's wettest rain forests in the Colombian Chocó" (eigene Übersetzung). ↩
  5. Agence France-Presse, Deep in Colombian jungle, a first in eco gold, veröffentlicht über phys.org, Juli 2010. ↩
  6. Equator Initiative (UNDP), Consejo Comunitario Mayor del Alto San Juan – ASOCASAN, 24. April 2020: Kollektivterritorium von 54.517 ha, 21 Gemeinden, 4.637 Menschen in 1.460 Familien. ↩
  7. Nicolás Sánchez A., Paz con hambre generaría nuevos conflictos en Chocó, El Espectador, 28. Juni 2017, Reportage aus der Gemeinde Angostura in Tadó. Zitate: eigene Übersetzung. Originale: „Hacia 1986, esa vía se habilitó para el tránsito de vehículos y la primera retroexcavadora llegó …"; „el metal que lograban sacar con la minería artesanal en tres meses, con la retro … lo extraían en un día"; „Continúa una fuerte presencia paramilitar bajo el nombre de Los Rastrojos, que se disputa con las Farc el control del negocio de la coca"; Américo Mosquera, Gemeindevertreter: „El conflicto armado nos golpeó mucho porque este es un corredor y cuando había enfrentamientos se suspendían nuestras actividades"; Belarmina Mosquera, Bewohnerin: „Nosotros sabemos que las retroexcavadoras nos han hecho daño, pero nos alivianan mucho el trabajo". ↩
  8. Cuestión Pública und La Liga Contra el Silencio, Las dragas que desangran el Chocó, Serie „Ríos de mercurio", zuletzt aktualisiert am 13. Dezember 2024: „Los brasileños predominan como operadores de las dragas desde 2001 en la cuenca del Río San Juan y Río Quito", bestätigt vom Bürgermeister von Río Quito. ↩
  9. Brooks, Sierra-Giraldo & Mena Palacios, Green Gold – Dirty Gold, Tadó, Dept. Chocó, Colombia, Natural Resources 6(11), 2015: „The leaves of Balso (Ochroma pyramidale) and Malva (Hibiscus furcellatus) are crushed by hand and are mixed with water to make a foamy liquid"; „the plant juice-water mixture breaks the surface tension of the water and allows precipitation of the very fine-grained gold" (eigene Übersetzung); Minerale mit hoher Dichte wie Gold, Platin und Magnetit sinken ab, Quarz, Feldspat und Glimmer bleiben in der Schwebe. Die Studie nennt außerdem Guácimo blanco (Goethalsia meiantha) und Yarumo (Cecropia) sowie Schwimmbagger, die mit quecksilberbestrichenen Kupferplatten arbeiten. ↩
  10. Mariana Sarmiento, Ana Cristina Soto, Alexandra Urán und Ingrid Lozada, Pequeña minería en el Chocó, Razón Pública, 23. April 2012: „estos actores violentos pueden recaudar una suma de 1.500.000 de pesos mensuales por cada retroexcavadora del entable minero o un 15 por ciento de la producción". ↩
  11. Verfassungsgericht Kolumbiens, Urteil T-622 vom 10. November 2016, zusammengefasst von ABColombia, T-622 – Atrato River and Illegal Gold Mining. ↩
  12. UN-Umweltprogramm (UNEP), Global Mercury Assessment 2018, 2019, Emissionen in die Luft im Inventarjahr 2015: Gold-Kleinbergbau 838 t, 37,7 % der vom Menschen verursachten Gesamtmenge von 2.220 t. ↩
  13. Semana, Nuevos métodos y técnicas para extraer el oro sin contaminar a las regiones, 24. Juli 2018, Redaktionsreihe „Colombia sin mercurio": „Estas comunidades encontraron 48 especies vegetales –entre ellas el yarumo y el balso de lana– que logran el mismo efecto del mercurio en la extracción del oro: atrapan el metal en la babaza de las plantas trituradas y lo separan del agua, piedras y arena." Eigene Übersetzung. ↩
  14. Alliance for Responsible Mining, Report 2024, 2025, Kapitel „Celebrating 20 Years of Commitment to Responsible Mining", S. 10–11: „What we know today as ARM began to germinate in 2004 in the city of Quito, Ecuador"; 2008: „ARM is officially born, inspired by the pioneering experience of Oro Verde, the first fair supply chain from artisanal miners of African descent in the jungles of western Colombia to ethically committed jewelers in Europe."; 2013: „ARM establishes an independent Fairmined Standard and our own certification system." Zitate im Text: eigene Übersetzung. ↩
  15. WIPO, wie Fußnote 1: „over 14 kilograms (kg) of gold (with 85% purity) and over 4kg of platinum annually". Eigene Berechnung des Feingoldgehalts: 14 kg × 0,85 = 11,9 kg, gerundet rund 12 kg. Für das Platin ist kein Feingehalt angegeben. ↩
  16. Knut Henkel, Sauberes Gold: Mühsam ist das Sieben, taz, 20. Juli 2012: „Außerdem von der Genossenschaft Oro Verde aus Kolumbien, die – ähnlich wie Ecoandina – ohne Chemikalien Gold wäscht." ↩
  17. Toby Pomeroy, Toby's trip to Oro Verde mines in Colombia's Choco Bioregion, 5. Juli 2010: „At TOBY POMEROY we are excited and privileged to be using Oro Verde gold for a line of bridal jewelry we are now offering." ↩
  18. Alliance for Responsible Mining, The world's first Fairtrade and Fairmined platinum jewelery!, 22. Mai 2013: Vorstellung von „the world's first ever Fairtrade and Fairmined (FT&FM) certified platinum jewelery" durch Cox & Power im Dezember 2012, aus Platin von „112 Afro-Colombian mining families in Chocó, from the Oro Verde Corporation"; „The Oro Verde communities do not use mercury or cyanide." ↩
  19. Alliance for Responsible Mining, Annual Report 2010, Brief der Geschäftsführerin Cristina Echavarría, S. 3: „Emerging from the deep rainforest of the Colombian Chocó, far from the 'hi-tech' mining sector, the sole idea of certification of Artisanal gold mining proposed by Oro Verde® almost ten years ago, seemed like madness to everyone working in the sector." (eigene Übersetzung). Im selben Brief: „In 2005 Oro Verde partnered with the South American Artisanal Mining Network to create the Alliance for Responsible Mining (ARM)." ↩
  20. Alliance for Responsible Mining, Beitrag mit Glückwünschen an Catalina Cock Duque auf LinkedIn, Januar 2024 (Gründerin von Oro Verde, „presiding over ARM until 2009"); World Economic Forum, Social Innovators of the Year 2024, Pressemitteilung, 16. Januar 2024: „Catalina Cock Duque, Co-Founder of Fundación Mi Sangre (Colombia)". ↩
  21. Alliance for Responsible Mining, History, abgerufen im September 2026: Partnerschaft mit Fairtrade International ab 2009; erstes Fairtrade & Fairmined Gold am 14. Februar 2011 in Großbritannien und Kanada auf dem Markt; ARM und Fairtrade International „decided not to renew the partnership on Fairtrade & Fairmined Gold in 2013". ↩
  22. Alliance for Responsible Mining, Fairmined Standard for Gold from Artisanal and Small-Scale Mining, including Associated Precious Metals, Version 2.0, gültig ab 5. April 2014: Kapitel 0.7 („The Fairmined Standard evolved from ARM's 'Standard Zero for Fair Trade Gold' (2006) and from the later 'Fairtrade and Fairmined Standard for Gold from Artisanal and Small-scale miners, including associated silver and platinum' (2010)"); Kapitel 2.3 zu Ecological Gold (nur gravimetrische Verfahren, kein Quecksilber und kein Zyanid, Anforderung 2.3.1; Wiederherstellung des ursprünglichen Ökosystems von Beginn an, 2.3.3; die Ecological Prämie „may also compensate for economic losses due to lower gold recovery of the applied mercury-free and cyanide-free processing techniques"); Fairmined Prämie von 4.000 US-Dollar und Ecological Prämie von 2.000 US-Dollar je Kilogramm (5.2.5, 5.2.6). ↩
  23. Natural Justice, First Fair Trade and Fairmined Gold from Oro Verde, 10. Februar 2011: „the first ever Fair Trade and Fairmined certificate for Ecological Gold". Die erste Fairtrade- und Fairmined-zertifizierte Organisation überhaupt war die Bergbaukooperative Cotapata in Bolivien (The Scotsman, Miners enjoy taste of success with world's first Fairtrade gold, 13. Februar 2011). ↩
  24. Natural Justice, Oro Verde Fairtrade and Fairmined Certification, 17. Januar 2012: „only the second organisation to receive both Fairtrade and Fairmined Ecological certification for gold and platinum mining". ↩
  25. Alliance for Responsible Mining, Colombia: first ever Fairtrade and Fairmined Ecological Gold from Condoto, Oro Verde!, Meldung (die URL trägt ein Datum von 2010, der Inhalt bezieht sich auf die Zertifizierung 2011), mit einem Zitat von Jorge Perea, Gemeinschaftsrat Condoto: „The golden doors of fairness are now open for all the small miners in the world." (eigene Übersetzung). ↩
  26. Alliance for Responsible Mining, Update from Oro Verde and AMICHOCÓ, 14. Mai 2014: „For the first time ever, ecological gold from Artisanal and Small-scale Mining (ASM) was certified and the gold sold to pioneering ethical jewelers across the globe"; Oro Verde „led the way for initiatives like our own Fairmined standard"; „Based on their experiences, Fairmined has been able to develop a global standard and learn from the advances and challenges that Oro Verde has faced"; AMICHOCÓ „now puts an end to their journey"; „Oro Verde will continue its journey as community leaders". Zitate im Text: eigene Übersetzung. Die spanische Fassung datiert die Mitteilung von Amichocó auf den 29. April 2014. ↩
  27. Alliance for Responsible Mining, Fairmined Credits – Communications and Mine Profiles, 2025 (zertifizierte Minen in Kolumbien: Chede, Iquira, La Gabriela, Los Conquistadores, Correa Chavestan; Angebot Stand Juni 2025), und Fairmined, Community profiles, abgerufen im September 2026 – keine der beiden Quellen führt Oro Verde, ASOCASAN oder COCOMACOIRO. Zum Ende des zertifizierten Handels um 2014 siehe Fußnoten 7 und 26. ↩
  28. Fairmined, Oro Puno, abgerufen im September 2026 (Fairmined Ecological Gold seit 15. Januar 2018; „the first Peruvian mining organization in the sector to obtain the Fairmined Ecological Gold certification"); Fairmined, CECOMIP mining organization achieves the Fairmined Ecological Gold certification, 2022 (Zertifizierung im August 2021). ↩
  29. Alliance for Responsible Mining, Annual Report 2025, 2026: 10 zertifizierte Minen im Jahr 2025 (Kennzahlen, S. 13); 77,35 kg Fairmined Gold über physische Lieferketten und 22,6 kg über Fairmined Credits, insgesamt rund 99,95 kg (Executive Summary, S. 10, und S. 40; die Kennzahlenseite nennt 78,60 kg für die physische Lieferkette). ↩
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