Wenn Sie als Goldschmied oder Juwelier mit fair gehandeltem Gold arbeiten oder darüber nachdenken, damit zu beginnen, stellt sich früher oder später immer dieselbe Frage: Wie entwickelt sich der Markt eigentlich? Wie hoch ist der Anteil fair gehandelten Goldes? Wie viel davon gelangt tatsächlich in den Handel? Und wer profitiert am Ende wirklich davon?
Damit Sie den Überblick behalten, haben wir hier die wichtigsten Zahlen und Fakten für Sie zusammengestellt. Grundlage sind der aktuelle Fairtrade Deutschland Wirkungsbericht 2025/26 sowie der Jahresbericht 2025 der Alliance for Responsible Mining (ARM). Beide Berichte können Sie direkt bei uns herunterladen.
Außerdem bauen wir diesen Beitrag Jahr für Jahr weiter aus. So finden Sie alle wichtigen Entwicklungen und Kennzahlen an einem Ort – ohne lange suchen zu müssen.
Aktuelle Berichte auf einen Blick
Fairtrade Germany Annual Impact Report 2025/26
Was Sie wissen sollten:
In Deutschland wurden 2025 rund 20 Kilogramm Fairtrade Gold verkauft. Das entspricht einer Absatzsteigerung von etwa 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Umsatz mit Fairtrade Gold um 244 Prozent auf rund 1,918 Millionen Euro.
Konkret bedeutet das: Fairtrade Gold ist weiterhin ein exklusives Nischenprodukt, gewinnt aber langsam an Bedeutung und Wert. Genau hier setzen wir gemeinsam mit Ihnen an. Unser Ziel ist es, fair gehandeltes Gold Schritt für Schritt sichtbarer zu machen, bis es irgendwann selbstverständlich wird.
9 von 10 Menschen in Deutschland kennen das Fairtrade Siegel. Für Sie bedeutet das: Mit diesem Siegel verfügen Sie über ein starkes und sofort erkennbares Vertrauenszeichen für Ihre Kundinnen und Kunden. Ganz gleich, ob auf Ihrer Website, im Schaufenster oder im Beratungsgespräch.
Der Gesamtumsatz mit Fairtrade Produkten in Deutschland stieg 2025 um 9 Prozent auf 3,14 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Rekord. Das zeigt: Fairer Handel ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch im Luxussegment gibt es immer mehr Kundinnen und Kunden, die bewusst und fair einkaufen möchten.
Weltweit flossen 42 Millionen Euro an Fairtrade Prämien an Produzentenorganisationen. Ein Teil davon ging auch an zertifizierte Minen. Diese Prämien werden als fester Betrag pro Kilogramm Gold ausgezahlt und vollständig an die jeweiligen Bergbauorganisationen weitergegeben.
Vor Ort entscheiden die Gemeinschaften selbst, wofür das Geld eingesetzt wird. Zum Beispiel für Gemeinschaftsprojekte, Schulen, Gesundheitszentren oder Umweltschutzmaßnahmen.
Für Sie als Juwelier oder Goldschmied ergibt sich daraus eine starke Botschaft: Ihr Schmuck macht einen echten Unterschied.
Fairtrade Berichte der letzten Jahre
Fairtrade Report 2024/25
Was Sie wissen sollten:
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In Deutschland wurden 2024 rund 8 Kilogramm Fairtrade Gold verkauft. Zwar ging die verkaufte Menge zurück, der Umsatz stieg jedoch um 7 Prozent auf 558.000 Euro. Das zeigt, dass Fairtrade Gold als hochwertiges Premiumprodukt weiter an Wert und Bedeutung gewinnt.
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9 von 10 Menschen in Deutschland kennen das Fairtrade Siegel. Für Sie bedeutet das: Das Siegel schafft Vertrauen und wird von Ihren Kundinnen und Kunden sofort erkannt. Ganz gleich, ob im Geschäft oder online.
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Der Umsatz mit Fairtrade Produkten in Deutschland erreichte 2024 mit 2,9 Milliarden Euro einen neuen Rekord. Das entspricht einem Wachstum von 13 Prozent. Die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten steigt damit branchenübergreifend, auch im Luxussegment.
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Weltweit wurden 44 Millionen Euro an Fairtrade Prämien an Produzentenorganisationen ausgezahlt. Davon profitierten auch zertifizierte Goldminen. Die Bergbaugemeinschaften entscheiden selbst, wie sie diese Mittel einsetzen. Häufig fließen sie in Bildung, Gesundheitsversorgung, Umweltschutz oder den Ausbau der lokalen Infrastruktur. Dadurch trägt jedes Schmuckstück aus Fairtrade Gold zu einer nachweisbaren positiven Wirkung vor Ort bei.
Alliance for Responsible Mining (Fairmined) Annual Report 2025
Bevor wir uns die Zahlen ansehen, zunächst ein kurzer Überblick: Die Alliance for Responsible Mining (ARM) ist die Organisation hinter dem Fairmined Standard. Sie setzt sich weltweit für einen verantwortungsvollen Kleinbergbau ein und hat Fairmined als Zertifizierungssystem entwickelt.
Der Bericht zeigt, wie sich Fairmined weltweit entwickelt und welche Auswirkungen die Initiative heute bereits hat.
Was Sie wissen sollten:
Weltweit gibt es derzeit nur 11 Fairmined zertifizierte Kleinbergbauorganisationen. Sechs davon befinden sich in Peru und fünf in Kolumbien. Fairmined Gold stammt somit aus streng kontrollierten Quellen, die hohe soziale und ökologische Standards erfüllen. Für Sie bedeutet das: maximale Transparenz darüber, woher das Gold stammt und unter welchen Bedingungen es gewonnen wurde. Zwar befinden sich die zertifizierten Minen derzeit überwiegend in Lateinamerika, die Alliance for Responsible Mining unterstützt jedoch bereits Projekte in Afrika und Asien, um Fairmined künftig auch dort zu etablieren.
Im Jahr 2025 wurden weltweit 101,2 Kilogramm Fairmined Gold verkauft. Gemessen an der weltweiten Goldproduktion ist das nur ein sehr kleiner Anteil. Das zeigt, dass Fairmined Gold nach wie vor ein Nischenprodukt ist. Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen und sich weiter dafür einzusetzen. Jedes Schmuckstück aus Fairmined Gold macht verantwortungsvoll gewonnenes Gold sichtbarer und trägt dazu bei, dass es künftig eine größere Rolle spielt.
Insgesamt gehören 428 Unternehmen aus 34 Ländern zum Fairmined Netzwerk. Dazu zählen Goldschmieden, Juweliere, Großhändler und internationale Marken. Sie sind damit Teil einer weltweiten Gemeinschaft, die sich für verantwortungsvoll gewonnenes Gold einsetzt.
Im vergangenen Jahr haben die Projekte der Alliance for Responsible Mining das Leben von 8.960 Menschen in Bergbaugemeinschaften direkt oder indirekt verbessert. Darunter sind mehr als 2.200 Bergleute, die heute sicherer und unter besseren Bedingungen arbeiten.
Ein besonders spannender Aspekt des aktuellen Berichts: In diesem Jahr schlossen 18 Frauen in Kolumbien erfolgreich das Programm Women Inspiring Women der Alliance for Responsible Mining ab. Das Programm stärkt ihre Führungskompetenzen und hilft ihnen dabei, lokale Netzwerke aufzubauen, die ihre Gemeinschaften auch langfristig unterstützen. Damit investiert Fairmined nicht nur in verantwortungsvollen Bergbau, sondern ebenso in die Menschen, die dahinterstehen. Für Sie bedeutet das: Fairmined Gold steht nicht nur für verantwortungsvoll gewonnene Edelmetalle, sondern auch für mehr Chancengleichheit, starke Gemeinschaften und eine nachhaltige soziale Wirkung.
ARM (Fairmined) Reports of previous years
ARM Annual Report 2024
Was Sie wissen sollten:
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Weltweit gibt es derzeit 11 Fairmined zertifizierte Kleinbergbauorganisationen. Sieben davon befinden sich in Peru, drei in Kolumbien und eine in Ecuador. Fairmined Gold stammt somit aus vollständig rückverfolgbaren Lieferketten und aus Minen, die hohe soziale und ökologische Standards erfüllen.
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Im Jahr 2024 wurden weltweit lediglich 74,12 Kilogramm Fairmined Gold verkauft. Das zeigt, dass Fairmined Gold weiterhin ein Nischenprodukt ist. Gerade diese Seltenheit macht es jedoch zu einer besonderen Wahl mit einer spürbaren Wirkung für Mensch und Umwelt.
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Zum Fairmined Netzwerk gehören 428 Unternehmen aus 34 Ländern. Dazu zählen Goldschmieden, Juweliere, Marken und Großhändler, die gemeinsam Verantwortung für eine faire und transparente Goldlieferkette übernehmen.
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Im Jahr 2024 verbesserten die Projekte der Alliance for Responsible Mining die Lebensbedingungen von 4.422 Menschen. Darunter waren mehr als 1.000 Bergleute, die heute unter sichereren und besseren Arbeitsbedingungen tätig sind.
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Auch die Fairmined Prämien bewirken konkrete Veränderungen. So finanzierte eine zertifizierte Mine in Peru im Jahr 2024 mithilfe der Fairmined Prämien die Installation einer Solaranlage. Dieses Beispiel zeigt, wie verantwortungsvoll gewonnenes Gold sowohl die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort als auch den Umweltschutz nachhaltig stärkt.
20 Jahre Alliance for Responsible Mining
Im Jahr 2024 feierte die Alliance for Responsible Mining ihr 20-jähriges Bestehen. Aus einer Idee in Ecuador ist innerhalb von zwei Jahrzehnten eine internationale Bewegung entstanden. Einige wichtige Meilensteine:
2004: Die Idee entsteht in Ecuador.
2008: Die erste Lieferung fair gehandelten Goldes erreicht Europa.
2013: Der Fairmined Standard wird offiziell eingeführt.
2017: Der CRAFT Code wird entwickelt, um besonders benachteiligte Kleinbergbaugemeinschaften zu unterstützen.
2024: Fairmined umfasst inzwischen neben Gold auch Kupfer, Zinn und Glimmer.
Bis heute wurden weltweit mehr als 2.100 Kilogramm Fairmined Gold und Silber verkauft. Gleichzeitig flossen über 7,5 Millionen Euro an Fairmined Prämien direkt an Bergbaugemeinschaften.
Diese Entwicklung zeigt: Fairmined wächst kontinuierlich und hat bereits viel bewirkt. Gleichzeitig bleibt noch viel zu tun. Gerade für Juweliere und Goldschmiede bietet sich die Möglichkeit, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und verantwortungsvoll gewonnenes Gold noch sichtbarer zu machen.
Weshalb wir diese Berichte teilen
Wir sind überzeugt: Wissen schafft Orientierung. Gerade wenn Sie als Juwelier oder Goldschmied mit fair gehandeltem Gold arbeiten, brauchen Sie gute Argumente. Für sich selbst, für Ihre Kundinnen und Kunden oder für das nächste Gespräch auf einer Messe.
Die Berichte liefern fundierte Zahlen und zeigen gleichzeitig, dass fair gehandeltes Gold kein Massenprodukt ist, sondern etwas Besonderes. Ein Material mit einer direkten Wirkung auf die Menschen im Bergbau, ihre Familien und die Umwelt.
Wie geht es weiter?
Diese Seite erweitern wir jedes Jahr um die neuesten Berichte, aktuelle Kennzahlen und wichtige Entwicklungen. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht.
Viel Freude beim Entdecken und beim Arbeiten mit gutem Gewissen.
Ihr Fairever Team




