Die Alliance for Responsible Mining (ARM) ist die kolumbianische Non-Profit-Organisation, die den Fairmined Standard geschaffen hat – und sie arbeitet seit über 20 Jahren mit Kleinbergleuten im Goldbergbau. Ihre Teams helfen Bergbau-Organisationen, sich zu formalisieren, Quecksilber zu reduzieren und Käufer zu finden, die eine garantierte Prämie zahlen. Wer Fairmined Gold kauft, unterstützt damit eine Arbeit, die weit über ein Siegel hinausgeht.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Alliance for Responsible Mining ist die Non-Profit-Organisation hinter Fairmined. ARM wurde 2004 in Quito gegründet, sitzt heute bei Medellín in Kolumbien und hat den Fairmined Standard für Gold aus dem Kleinbergbau entwickelt, den sie bis heute führt.
- Ihre Wurzeln liegen im kolumbianischen Regenwald. ARM ist aus Oro Verde hervorgegangen, einem quecksilberfreien Bergbau-Programm im Chocó, und hat 2009 gemeinsam mit Fairtrade International die erste unabhängige Drittzertifizierung für Gold eingeführt.
- Die Zertifizierung ist nur ein Teil der Arbeit. ARM begleitet Bergbau-Organisationen vor Ort, arbeitet an Quecksilber-Reduktion und Formalisierung, entwickelt den offenen CRAFT Code mit und setzt ab 2026 das Programm planetGOLD in Costa Rica um.
- Die Bilanz ist messbar. Fairmined-zertifizierte Minen haben seit 2014 rund 2 Tonnen physisches Fairmined Gold verkauft und mehr als 7,9 Millionen US-Dollar Fairmined Prämie erhalten; 2025 waren elf Minen gleichzeitig zertifiziert.
- Fairever arbeitet seit 2017 mit ARM zusammen. Als Fairmined Authorized Supplier und ARM-Mitglied beziehen wir Fairmined Gold von zertifizierten Partner-Minen wie Iquira in Kolumbien und Oro Puno in Peru.
Inhaltsverzeichnis
- ARM auf einen Blick
- Was ist die Alliance for Responsible Mining?
- Von Oro Verde zu Fairmined: die Geschichte von ARM
- Mission und Vision von ARM
- Was macht ARM?
- Wer leitet und finanziert ARM?
- ARM in Zahlen: 2025 und seit 2014
- Wie Fairever mit ARM zusammenarbeitet
- FAQs: Die Alliance for Responsible Mining (ARM)
- Das Wichtigste zum Mitnehmen
- Quellen
ARM auf einen Blick
| Name | Alliance for Responsible Mining (ARM) Foundation1 |
|---|---|
| Rechtsform | Non-Profit-Organisation, 2008 von der Handelskammer Medellín anerkannt2 |
| Gegründet | 2004 in Quito, Ecuador3 |
| Sitz | Envigado bei Medellín, Kolumbien; seit 2018 zusätzlich der europäische Verein ARM Europe mit Sitz in Frankreich34 |
| Schwerpunkt | Kleinbergbau (ASM), vor allem Gold |
| Bekannt für | Den Fairmined Standard und das Fairmined-Siegel für Gold sowie begleitendes Silber und Platin5 |
| Weitere Arbeit | Begleitung vor Ort, Quecksilber-Reduktion, politischer Dialog, CRAFT Code, planetGOLD |
| Leitung | Geschäftsführung: Gina D'Amato und Marcin Piersiak; Vorstandsvorsitz: Patrick Schein16 |
| Team | 23 Fachleute und 11 Vorstandsmitglieder (2025)1 |
| Reichweite 2025 | 2.240 Bergleute in 26 Bergbau-Organisationen, acht Länder1 |
| Budget 2025 | 1.344.113 US-Dollar1 |
| Mitglieder | 243 Organisationen Ende 2025, darunter Fairever1 |
| Websites | responsiblemines.org und fairmined.org |
Was ist die Alliance for Responsible Mining?
Die Alliance for Responsible Mining ist eine Non-Profit-Organisation, die den Kleinbergbau legal, verantwortungsvoll und wirtschaftlich tragfähig machen will. Sie wurde 2004 gegründet und hat ihren Sitz in Envigado im Großraum Medellín, Kolumbien.3 In der Schmuckbranche kennen die meisten ARM über Fairmined, die Zertifizierung und das Siegel, das sie für Gold aus dem Kleinbergbau geschaffen hat.
ARM arbeitet mit den Bergleuten, nicht an ihnen vorbei. Kleinbergbau ist oft informell, setzt häufig Quecksilber ein und hat selten direkten Zugang zu formalen Märkten. Statt ihn auszuschließen, hilft ARM Bergbau-Organisationen, sich Schritt für Schritt zu verbessern, bis sie an anspruchsvolle Käufer verkaufen können. Warum der Sektor so wichtig ist, erklärt unser Überblick zum Gold-Kleinbergbau.
Heute reicht die Bergbau-Arbeit von ARM über Gold hinaus. 2025 begleiteten ihre Teams auch Kupfer-Bergleute in Peru, Zinn-Bergleute in Brasilien und Glimmer-Produzenten in Madagaskar.1 Gold bleibt das Zentrum der Arbeit, Fairmined ihr bekanntestes Werkzeug. Was alles verbindet, ist Zusammenarbeit: ARM beschreibt ihren Ansatz als „gemeinsame Arbeit mit Bergbau-Organisationen, Unternehmen, Regierungen und internationalen Gremien“, um „transparentere, nachhaltigere und inklusivere Lieferketten“ aufzubauen.1
Von Oro Verde zu Fairmined: die Geschichte von ARM
Wurzeln im kolumbianischen Regenwald
ARM ist aus Oro Verde hervorgegangen, einem Programm afrokolumbianischer Bergleute im Chocó, die Gold und Platin ohne Quecksilber und ohne Zyanid gewannen. Die Gründerin von Oro Verde, Catalina Cock Duque, hatte später bis 2009 den Vorsitz von ARM inne.7 Cristina Echavarría, Mitgründerin8 und damals Geschäftsführerin von ARM, erinnerte sich 2010, wie gewagt die Idee einst gewirkt hatte:
„Aus dem tiefen Regenwald des kolumbianischen Chocó, weit weg von der ‚Hightech‘-Bergbaubranche: Schon die bloße Idee einer Zertifizierung von handwerklichem Goldbergbau, die Oro Verde® vor fast zehn Jahren vorschlug, erschien allen, die in diesem Sektor arbeiteten, als Wahnsinn.“ – Cristina Echavarría, ARM9
2004 gründete eine internationale Gruppe aus neun Ländern ARM in Quito, Ecuador: gemeinschaftliche Bergbau-Organisationen, Umweltschützer:innen, Vertreter:innen der Wirtschaft und Zertifizierungsfachleute. Kurz darauf zog das Büro nach Envigado in Kolumbien, wo es bis heute sitzt.3 2008 erkannte die Handelskammer Medellín ARM offiziell als Non-Profit-Organisation an.2 Die ganze Geschichte des Programms, mit dem alles begann: Oro Verde, Kolumbien.
Standard Zero und die Jahre mit Fairtrade
Ihre ersten Regeln schrieb ARM 2006 nieder, bekannt als Standard Zero. 2009 tat sie sich mit Fairtrade International zusammen, um daraus einen gemeinsamen Fairtrade & Fairmined Standard zu machen.3 Beide Organisationen nannten ihn „die allererste unabhängige Drittzertifizierung für Gold“.10
Die Partnerschaft verband das Praxiswissen von ARM im Kleinbergbau mit dem etablierten Zertifizierungssystem von Fairtrade. Die erste Fassung des gemeinsamen Standards folgte 2010.5 Am 14. Februar 2011 kam in Großbritannien und Kanada das erste Fairtrade & Fairmined Gold auf den Markt, das je von Kleinbergleuten gewonnen wurde.3 Die erste zertifizierte Organisation war die Bergbau-Kooperative Cotapata in Bolivien.11
2013 vereinbarten die Partner, ihren Vertrag nicht zu verlängern, und führten ihre Systeme getrennt weiter.12 Beide gibt es bis heute. Fairtrade zertifiziert Gold aus dem Kleinbergbau nach seinem eigenen Standard für Fairtrade Gold, ARM nach Fairmined. Für Käufer:innen heißt das: zwei etablierte Zertifizierungssysteme für Gold aus dem Kleinbergbau, beide aufgebaut auf dem Fundament, das 2009 bis 2013 gemeinsam gelegt wurde.
Eigenständig mit Fairmined
2013, im Jahr der Trennung, lieferten Fairmined-zertifizierte Bergleute 20 Kilogramm Gold zur Fairmined Prämie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm.2 Am 5. April 2014 trat Version 2.0 des Fairmined Standards in Kraft. Sie gilt bis heute.5
Der Standard legt einen Mindestpreis von 95 % des LBMA-Goldpreises fest und eine Fairmined Prämie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm Gold. Für Fairmined Ecological Gold, das ausschließlich mit Schwerkraftverfahren und ohne Quecksilber oder Zyanid gewonnen wird, kommen weitere 2.000 US-Dollar je Kilogramm hinzu.5 2014 verkauften drei zertifizierte Organisationen 123,6 Kilogramm Fairmined Gold.13 Die Regeln im Detail: der Fairmined Gold Standard.
Wachstum über einen Standard hinaus
Von da an erweiterte ARM ihre Reichweite Schritt für Schritt:
- 2014: Die Kooperative Iquira in Huila, Kolumbien, wurde als erste Organisation im Rahmen eines regionalen Fairmined-Projekts von ARM und der Interamerikanischen Entwicklungsbank zertifiziert.14 Heute kauft Fairever regelmäßig Fairmined Gold von Iquira.15
- 2015: XAMODX in der Mongolei wurde als erste Organisation außerhalb Südamerikas Fairmined-zertifiziert – für Fairmined Ecological Gold.16
- 2018: ARM gründete ARM Europe, einen Verein mit Sitz in Frankreich, als Brücke zu ihren Projekten in Afrika.4 Mit der US-Organisation RESOLVE entwickelte sie außerdem den CRAFT Code.17
- 2021: Gina D'Amato wurde Geschäftsführerin; Marcin Piersiak leitet seit demselben Jahr ARM Europe.18
- 2023: ARM stellte die Fairmined Credits auf dem OECD-Forum für verantwortungsvolle Rohstoff-Lieferketten in Paris vor.1920
- 2024: ARM feierte ihr 20-jähriges Bestehen.21
- 2025: Die ARM-Mitgliedschaft (ARM Membership) löste das frühere Fairmined-Lizenzmodell ab, und die Global Environment Facility bewilligte planetGOLD Costa Rica mit ARM als ausführender Organisation.1
Mission und Vision von ARM
Die Vision von ARM beschreibt den Sektor, den sie erreichen will:
„Ein legitimer, verantwortungsvoller und rentabler Kleinbergbau-Sektor, der inklusive und nachhaltige Entwicklung fördert.“3
Ihre Mission beschreibt den Weg dorthin:
„Wir fördern die Stärkung von Kleinbergleuten, ihre Organisation und die Einführung guter Praktiken und schaffen günstige Rahmenbedingungen für die Einbindung von Kleinbergleuten in die formale Wirtschaft. Wir entwickeln freiwillige Standardsysteme für Produktion und Handel und unterstützen den Aufbau verantwortungsvoller Lieferketten.“3
Drei Worte tragen die Vision: legitim, verantwortungsvoll, rentabel. Legitim heißt: legale Bergbaurechte und Zugang zu formalen Märkten. Verantwortungsvoll heißt: gute Praktiken für Mensch und Natur. Rentabel heißt: Der Bergbau muss sich für die Bergleute und ihre Familien lohnen, sonst hat alles andere keinen Bestand.
Die Geschäftsführung von ARM brachte es 2025 klar auf den Punkt: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Kleinbergbau-Gemeinschaften weiterhin vor dem Dilemma zwischen ihrem Überleben, der Formalisierung und einem würdigen Auskommen stehen.“1 Das ist der Kern des Ansatzes von ARM – und er passt genau zu unserer eigenen Vision: Gold als treibende Kraft für nachhaltige Entwicklung in den Bergbau-Regionen.
Was macht ARM?
ARM arbeitet an fünf Fronten: am Fairmined-System, an der Begleitung vor Ort, an Quecksilber, an Politik und an offenen Standards für den ganzen Sektor. Zusammen erklären sie, warum die Organisation mehr ist als eine Zertifiziererin.
Das Fairmined-System
ARM besitzt und entwickelt den Fairmined Standard und das Fairmined-Siegel. Sie schreibt die Regeln, lässt die Unternehmen zu, die mit Fairmined-Metallen handeln und sie verarbeiten, und berichtet, was das System bewirkt. Die Audits übernehmen von ARM anerkannte Zertifizierungsstellen; laut Markenhandbuch von ARM sind das externe Organisationen, die nicht Teil von Fairmined sind.22
Unternehmen nehmen über die ARM-Mitgliedschaft teil. Sie hat 2025 das frühere Fairmined-Lizenzmodell abgelöst; Ende des Jahres zählte sie 243 Mitglieder, darunter Scheideanstalten, Schmuckmarken und weitere Unternehmen der Lieferkette.1
Käufer:innen können zertifizierte Minen auf zwei Wegen unterstützen. Sie kaufen physisches Fairmined Gold, das in getrennten Lieferketten gehandelt wird. Oder sie kaufen Fairmined Credits: Jeder Credit steht für ein Gramm Gold oder Silber, das eine Fairmined-zertifizierte Mine gewonnen, aber außerhalb der Fairmined-Lieferkette verkauft hat.23 Mehr zu beidem in Was ist Fairmined Gold? und Fairmined Credits erklärt.
Begleitung in den Bergbau-Gemeinschaften
Der größte Teil der Arbeit von ARM findet in und um die Minen statt. 2025 begleitete ARM 2.240 Bergleute in 26 Bergbau-Organisationen und führte 19 Projekte und Beratungsaufträge in acht Ländern durch: Kolumbien, Peru, Brasilien, Ecuador, Costa Rica, Liberia, Madagaskar und die Demokratische Republik Kongo.1 Einige Beispiele aus diesem Jahr:
- Kolumbien: ARM unterstützte 34 Bergbau-Produktionseinheiten im indigenen Reservat Cañamomo Lomaprieta in Caldas bei Umweltmanagement und territorialer Selbstverwaltung.1
- Kolumbien: In einem Pilotprojekt mit der Scotiabank maßen sechs Bergbau-Organisationen ihre CO₂-Emissionen, und ARM plante eine Solaranlage, die den gesamten Energiebedarf einer Mine decken kann.1
- Kolumbien: 18 Frauen schlossen das Führungsprogramm „Women Inspiring Women“ ab, das gemeinsam mit Women in Mining Colombia umgesetzt wurde.1
- Peru: ARM begleitete sechs aktive Fairmined-zertifizierte Goldminen, die rund 55 Kilogramm zertifiziertes Gold exportierten, sowie drei Kupferminen auf dem Weg zum CRAFT Code.1
- Demokratische Republik Kongo: In der Provinz Ituri haben Kooperativen den Anteil von Kindern in den Minen verringert, die Sicherheit in den Stollen verbessert und abgebaute Flächen wieder aufgeforstet.1
Die Logik hinter dieser Arbeit ist die schrittweise Verbesserung. Der Fairmined Standard unterscheidet Einstiegsanforderungen von fortschreitenden Anforderungen, die Minen innerhalb festgelegter Jahre nach der Zertifizierung erfüllen müssen.5 Bergbau-Organisationen müssen also nicht vom ersten Tag an perfekt sein, aber sie müssen stetig besser werden und das in regelmäßigen Audits belegen.
Kampf gegen Quecksilber im Gold-Kleinbergbau
Quecksilber ist das gravierendste Umweltproblem des Sektors. Der Gold-Kleinbergbau ist weltweit die größte menschengemachte Quelle für Quecksilber-Emissionen in die Luft, mit 37,7 % der globalen Menge.24 Welche Schäden das anrichtet, zeigt unser Überblick zu Goldbergbau und Umweltzerstörung.
ARM geht das Quecksilber-Problem auf mehreren Ebenen an. Der Fairmined Standard verbietet die Amalgamierung des gesamten Erzes und schreibt Retorten vor, wo noch Quecksilber eingesetzt wird. Für Fairmined Ecological Gold sind nur Schwerkraftverfahren zugelassen, ganz ohne Quecksilber und Zyanid.5
In Ecuador untersuchte ARM Aufbereitungsanlagen und die quecksilberfreie Goldgewinnung. Gemeinsam mit der Duke University veröffentlichte sie eine Studie dazu, ob Frauen, die auf Abraumhalden nach Erz suchen, mehr verdienen können, wenn sie ihr Erz an quecksilberfreie Aufbereitungsanlagen verkaufen.1
ARM arbeitet auch an den Regeln mit. Auf der diplomatischen Konferenz, die im Oktober 2013 das Minamata-Übereinkommen über Quecksilber verabschiedete, forderte die damalige Vorstandsvorsitzende von ARM, María Laura Barreto, dass nationale Aktionspläne „in Partnerschaft mit den relevanten Akteuren entwickelt und umgesetzt werden müssen, und zwar vor allem mit den Bergleuten“.25
Politik und globaler Dialog
ARM bringt die Wirklichkeit der Bergleute in die Räume, in denen die Regeln gemacht werden. 2025 beteiligte sie sich an 44 internationalen Dialogformaten, darunter das OECD-Forum für verantwortungsvolle Rohstoff-Lieferketten und das Intergovernmental Forum on Mining, Minerals, Metals and Sustainable Development (IGF).1 ARM sitzt in der Beratungsgruppe der Global Coalition for Action on ASGM, die Weltbank, World Gold Council und IGF ins Leben gerufen haben, und in der ASM-Arbeitsgruppe der London Bullion Market Association (LBMA).1
ARM berät auch Regierungen direkt. In Ecuador half sie der Zentralbank, ihr Goldankaufsprogramm für den Kleinbergbau an internationalen Standards für verantwortungsvolle Beschaffung auszurichten. Gemeinsam mit der Duke University unterzeichneten beide eine Vereinbarung, um die Wirkung des Programms auf Einkommen und Lebensbedingungen der Bergleute zu evaluieren.1 In Peru schulte ARM Regierungsmitarbeitende zur Formalisierung des Bergbaus und zur Regulierung des alluvialen Bergbaus.1
Auch Kinderarbeit steht auf der Agenda. Von 2013 bis 2018 arbeitete ARM mit Pact, Fondo Acción und der Fundación Mi Sangre an Somos Tesoro, einem vom US-Arbeitsministerium finanzierten Programm gegen Kinderarbeit in den Bergbau-Regionen Kolumbiens.26
Mitentwicklung des CRAFT Code
ARM hat den CRAFT Code mitentwickelt, 2017 und 2018 gemeinsam mit RESOLVE und mit finanzieller Unterstützung der European Partnership for Responsible Minerals (EPRM).17 ARM stellte ihn als „Pass zu den Märkten“ für Kleinbergleute vor: einen offenen Code, der Bergbau-Organisationen hilft, Risiken Schritt für Schritt zu beherrschen und formale Käufer zu finden.
Version 2.0 von 2020 erweiterte CRAFT von Gold auf Zinn, Tantal, Wolfram, Kobalt und Edelsteine.27 Version 2.1 von 2024 ist vollständig an der OECD Due Diligence Guidance ausgerichtet. Ihr neues Upstream-Assurance-System legt fest, welche Sorgfaltspflichten die Zwischenhändler haben, die bei den Bergleuten kaufen.28 2025 veröffentlichte ARM einen CRAFT-Ableger für Glimmer (Mica) in Madagaskar.1 Wie der Code funktioniert: der CRAFT Code.
Die Rolle von ARM bei planetGOLD
planetGOLD ist ein Programm, das von der Global Environment Facility (GEF) unterstützt und vom UN-Umweltprogramm (UNEP) geleitet wird.29 Seine Mission: den Gold-Kleinbergbau „sicherer, sauberer und rentabler zu machen“ – über quecksilberfreie Technik, Formalisierung, Zugang zu formalen Lieferketten und Zugang zu Finanzierung.29
ARM hat dazu in mehreren Rollen beigetragen. Von August 2023 bis Juni 2024 leitete sie gemeinsam mit Levin Sources eine Beratung für planetGOLD Global zu verantwortungsvollen Lieferketten für Gold aus dem Kleinbergbau – in den neun Ländern der ersten Programmphase.30 In Ecuador schulte ARM mehr als 328 Bergleute und weitere Beteiligte im CRAFT Code und in den planetGOLD-Kriterien.1
Der größte Schritt folgt 2026: ARM ist die ausführende Organisation von planetGOLD Costa Rica. Die GEF bewilligte das Projekt im Juli 2025 mit 4,5 Millionen US-Dollar.1
Wer leitet und finanziert ARM?
ARM wird von einem Vorstand geführt, ihrem höchsten Organ. Die Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich.6 2025 hatte der Vorstand elf Mitglieder.1 Den Vorsitz hat seit August 2023 Patrick Schein.6
Im Tagesgeschäft wird ARM von Gina D'Amato und Marcin Piersiak geleitet, die den Jahresbericht 2025 als Geschäftsführung unterzeichnet haben.1 Das Team zählte 2025 23 Fachleute.1
ARM Europe, der 2018 gegründete Verein in Frankreich, macht ARM in Europa sichtbar und baut die Arbeit außerhalb Lateinamerikas aus.418 Sein Leiter Marcin Piersiak vertrat ARM 2025 auf dem OECD-Forum und auf der Inhorgenta.1 Der Fairmined Standard selbst wird mit Beteiligung von außen weiterentwickelt: Das Fairmined Standard Committee mit Vertreter:innen von Bergleuten, Handel, Praxis und NGOs prüft und überarbeitet ihn.531
Der größte Teil der Mittel von ARM stammt aus der Entwicklungszusammenarbeit. 2025 mobilisierte ARM 1.344.113 US-Dollar: 864.833 US-Dollar in Lateinamerika und 479.280 US-Dollar in Europa. Kooperationsprojekte waren die wichtigste Einnahmequelle, gefolgt von Produkten und Dienstleistungen. Mitglieds-, Entwicklungs- und Lizenzgebühren machten einen kleineren Teil aus.1
Zu den Partnern, die der Bericht 2025 nennt, gehören der International Council of Swedish Industry (NIR), die Scotiabank, das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), die GIZ, EPRM, UNEP und die GEF, die Trafigura Foundation, Kering und Brilliant Earth.1
Dieser Mix steht unter Druck. Die Geschäftsführung von ARM stellt fest, dass die internationale Zusammenarbeit „ihre Prioritäten unter neuem geopolitischem Druck neu ordnet“, und der Ausblick auf 2026 nennt die „hohe Abhängigkeit von Mitteln der internationalen Zusammenarbeit“.1 Umso wichtiger wird die Marktseite. Mitgliedschaften, Fairmined-Verkäufe und Entwicklungsgebühren verbinden die Einnahmen von ARM mit den Unternehmen, die zertifiziertes Gold kaufen.
ARM in Zahlen: 2025 und seit 2014
2025 war ein schweres Jahr für zertifiziertes Gold. Bei historisch hohen Goldpreisen lohnte sich der Verkauf über herkömmliche Kanäle mehr, und das setzte zertifizierte Lieferketten unter Druck.1 Trotzdem verkauften Fairmined-zertifizierte Bergbau-Organisationen rund 99,95 Kilogramm Gold – 77,35 Kilogramm über physische, rückverfolgbare Lieferketten und 22,6 Kilogramm über Fairmined Credits.1 Das ist mehr als 2024.21
| ARM im Jahr 2025 | |
|---|---|
| Begleitete Bergleute | 2.240 in 26 Bergbau-Organisationen |
| Indirekt erreichte Menschen | Mehr als 8.960 |
| Länder mit Projekten | 8 |
| Projekte und Beratungsaufträge | 19 |
| Gleichzeitig Fairmined-zertifizierte Minen | 11 |
| Neu- / Rezertifizierungen | 2 / 9 |
| Verkauftes Fairmined Gold | 99,95 kg (77,35 kg physisch, 22,6 kg über Credits) |
| Fairmined Prämie | 407.928 US-Dollar, davon 90.512 US-Dollar aus Gold-Credits |
| ARM-Mitglieder | 243 |
Quelle: ARM Annual Report 2025.1
Die beiden neuen Minen sind Correa Chavestán und Los Conquistadores in Cauca, Kolumbien. Mit ihnen waren elf Minen gleichzeitig Fairmined-zertifiziert – laut ARM ein Meilenstein.1
Über die Jahre kommt einiges zusammen. Nach Angaben von ARM wurden von 2014 bis 2024 mehr als 2,1 Tonnen Fairmined Gold und Silber verkauft, und mehr als 7,5 Millionen US-Dollar Fairmined Prämie gingen direkt an die Bergbau-Gemeinschaften.21 Nur Gold gerechnet und 2025 dazugenommen, ergibt das rund 2 Tonnen physisches Fairmined Gold seit 2014 und mehr als 7,9 Millionen US-Dollar Fairmined Prämie.3233 In ihren ersten 20 Jahren arbeitete ARM mit mehr als 55.000 Menschen in über 600 Bergbau-Gemeinschaften, in 32 Ländern auf drei Kontinenten.21
Was heißt das für ein einzelnes Schmuckstück? Ein Ehering mit 8 Gramm in 750er Gold (18 Karat) enthält 6 Gramm Feingold. Aus Fairmined Gold gefertigt, bringt er der Mine 24 US-Dollar Fairmined Prämie.5 Wofür das Geld verwendet wird, entscheiden die Bergbau-Organisationen selbst. 2025 hielt die Prämie aus Fairmined Credits das Betreuungszentrum Corazones de Oro für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Iquira sechs Monate lang in Betrieb, und in Peru elektrifizierte Oro Puno mit der Fairmined Prämie seine Produktionsanlagen. In Ananea, ebenfalls in Puno, finanzierte die Kooperative CECOMIP mit Credit-Prämien ein Stipendienprogramm, das 32 junge Menschen auf ein Studium vorbereitete.1 Das sind die Geschichten hinter der Bergbau-Statistik von ARM: Entscheidungen, die die Bergleute selbst treffen, mit Geld, das der konventionelle Goldhandel nicht zahlt.
Wie Fairever mit ARM zusammenarbeitet
Fairever arbeitet seit Frühjahr 2017 mit ARM zusammen, seit wir Fairmined Authorized Supplier sind.34 Unsere Fairmined-ID lautet DE20014.35 Heute ist Fairever außerdem Mitglied von ARM.1
Wir kaufen Fairmined Gold von zertifizierten Partner-Minen wie der Kooperative Iquira in Kolumbien und Oro Puno in Peru, von der unser Fairmined Ecological Gold stammt. Der planetGOLD-Bericht von 2022 zur Einbindung von verantwortungsvollem Kleinbergbau-Gold in internationale Lieferketten führt Fairevers Einkauf bei zertifizierten Kooperativen, in Partnerschaft mit ARM, unter seinen Beispielen auf.36
2018 besuchte Fairever-Gründer Florian Harkort den Hauptsitz von ARM bei Medellín und reiste mit dem ARM-Team nach Iquira.15 Mehr über seinen Weg in Warum es Fairever gibt.
„Als ich 2018 den Hauptsitz von ARM bei Medellín besucht habe, ist mir vor allem eines geblieben: wie nah das Team an den Minen arbeitet. Die Leute verbringen mehr Zeit in den Bergbau-Gemeinschaften als in Besprechungsräumen – und das merkt man daran, wie praxisnah ihr Standard ist.“ – Florian Harkort, Gründer von Fairever
Florian war außerdem während der Überarbeitung des Fairmined Standards Mitglied im Fairmined Standard Committee.31 Und seit mehreren Jahren treten Fairever und ARM gemeinsam auf der Inhorgenta in München und der International Jewellery London (IJL) auf, mit gemeinsamen Ständen, Podien und Veranstaltungen.15 Auf der Inhorgenta 2024 standen die Bergleute von Oro Puno mit uns auf der Bühne: Fairevers Geschäftsführerin Desirée Binternagel diskutierte mit einem ARM-Vorstandsmitglied und einem Vertreter der Minera Oro Puno über verantwortungsvolles Gold.37
Was als Idee im Regenwald des Chocó begann, ist heute ein weltweiter Maßstab für verantwortungsvollen Kleinbergbau. ARM hat gezeigt, dass Kleinbergleute anspruchsvolle internationale Standards erfüllen, ihr Gold an Schmuckschaffende in aller Welt verkaufen und selbst entscheiden können, wie sie ihre Prämie investieren. Die nächsten Schritte reichen noch weiter: planetGOLD Costa Rica, Klimaschutz in den Minen und verantwortungsvolle Lieferketten für kritische Rohstoffe wie Kupfer und Zinn.1 An dieser Zukunft wollen wir gemeinsam mit ARM bauen – an einer Welt, in der Gold eine treibende Kraft für nachhaltige Entwicklung in den Bergbau-Regionen ist und die Menschen dort vom Wert profitieren, den sie schaffen.
FAQs: Die Alliance for Responsible Mining (ARM)
Was ist die Alliance for Responsible Mining (ARM)?
Die Alliance for Responsible Mining ist eine Non-Profit-Organisation, gegründet 2004, mit Sitz in Envigado bei Medellín, Kolumbien. Sie arbeitet mit Kleinbergleuten an Formalisierung, guten Praktiken und Marktzugang und hat den Fairmined Standard für Gold aus dem Kleinbergbau geschaffen.
Ist ARM ein Bergbauunternehmen?
Nein. Trotz des Namens betreibt ARM selbst keinen Bergbau. Wer nach „ARM Bergbau“ sucht, meint meist die Bergbau-Programme der Organisation: ihre Arbeit mit Bergbau-Organisationen, die Fairmined-Zertifizierung und Projekte zu Quecksilber, Formalisierung und Marktzugang.
Was ist der Unterschied zwischen ARM und Fairmined?
ARM ist die Organisation, Fairmined ihr Standard und Siegel. ARM entwickelt den Fairmined Standard, lässt Unternehmen zum System zu und berichtet über die Ergebnisse. Unabhängige, von ARM anerkannte Zertifizierungsstellen prüfen die Minen.
Wer hat ARM gegründet?
Eine internationale Gruppe aus gemeinschaftlichen Bergbau-Organisationen, Umweltschützer:innen, Vertreter:innen der Wirtschaft und Zertifizierungsfachleuten aus neun Ländern gründete ARM 2004 in Quito, Ecuador. Ihre Wurzeln liegen in Oro Verde, einem quecksilberfreien Bergbau-Programm in der kolumbianischen Region Chocó.
Wie war die Beziehung zwischen ARM und Fairtrade?
Von 2009 bis 2013 führten ARM und Fairtrade International einen gemeinsamen Fairtrade & Fairmined Standard, die erste unabhängige Drittzertifizierung für Gold. 2013 vereinbarten sie, die Partnerschaft nicht zu verlängern. Seitdem sind Fairtrade Gold und Fairmined Gold zwei getrennte Zertifizierungssysteme.
Wie finanziert sich ARM?
Vor allem über Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. 2025 mobilisierte ARM 1.344.113 US-Dollar; Kooperationsprojekte waren die größte Quelle, gefolgt von Produkten und Dienstleistungen, Mitglieds- und Entwicklungsgebühren.
Wie viele Minen sind Fairmined-zertifiziert?
2025 waren elf Bergbau-Organisationen gleichzeitig Fairmined-zertifiziert, die meisten davon in Kolumbien und Peru. Zwei Minen in Cauca, Kolumbien, wurden in diesem Jahr neu zertifiziert, neun rezertifiziert.
Was ist die ARM-Mitgliedschaft?
Über die ARM-Mitgliedschaft (ARM Membership) nehmen Unternehmen am Fairmined-System teil und unterstützen die Arbeit von ARM. Sie hat 2025 das frühere Fairmined-Lizenzmodell abgelöst. Ende 2025 waren 243 Scheideanstalten, Schmuckmarken und weitere Unternehmen der Lieferkette Mitglied, darunter Fairever.
Wie können Unternehmen ARM unterstützen?
Unternehmen können Mitglied bei ARM werden, physisches Fairmined Gold oder Silber von zertifizierten Minen kaufen, Fairmined Credits erwerben oder Projekte von ARM direkt finanzieren.
Das Wichtigste zum Mitnehmen
In aller Kürze ...
- Die Alliance for Responsible Mining setzt die Regeln, andere prüfen sie. ARM entwickelt den Fairmined Standard und begleitet die Bergleute; die Minen prüfen unabhängige, von ARM anerkannte Zertifizierungsstellen.
- Die Wurzeln und die tägliche Arbeit von ARM liegen im Feld. Von Oro Verde im Chocó bis zu 19 Projekten in acht Ländern im Jahr 2025 arbeitet ARM mit Bergbau-Organisationen an Formalisierung, Quecksilber und Marktzugang.
- Faires Gold aus dem Kleinbergbau begann als Gemeinschaftsprojekt. ARM und Fairtrade International haben die erste unabhängige Zertifizierung für Gold zusammen auf den Weg gebracht, und heute bauen zwei etablierte Systeme darauf auf.
- Fragt nach der Mine hinter eurem Gold. Fairmined Gold stammt von zertifizierten Bergbau-Organisationen, die eine Prämie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm erhalten. Fragt euren Lieferanten, von welcher Mine es kommt, und nach ihrer Fairmined-ID.
Werdet aktiv, seid der Wandel!
Jedes Gramm Fairmined Gold stammt von einer zertifizierten Bergbau-Organisation, die selbst entscheidet, wofür sie ihre Prämie einsetzt – in ihre Mine, in Bildung oder in die Versorgung ihrer Gemeinschaft. Wenn ihr mit genau diesem Gold arbeiten wollt, stöbert in unserem Fairmined Gold.
Weitere Leseempfehlungen
- Das zertifizierte Metall hinter der Arbeit von ARM: Was ist Fairmined Gold?
- Die Regeln, nach denen Fairmined-Minen arbeiten: der Fairmined Gold Standard.
- Gold, gewonnen allein mit Schwerkraft, ohne Quecksilber und Zyanid: Fairmined Ecological Gold.
Quellen
- Alliance for Responsible Mining, ARM Annual Report 2025, 2026, S. 5–18, 21–31, 34–40, 43–45, 48–62 und Liste der ARM-Mitglieder. Originalwortlaut der übersetzten Zitate: „joint work with mining organizations, companies, governments, and international bodies“, „more transparent, sustainable, and inclusive supply chains“ (S. 11); „we cannot allow ASM communities to continue facing dilemmas between their survival, formalization, and dignified livelihoods“ (S. 8); „reshaping its priorities under new geopolitical pressures“ (S. 8); „high dependence on international cooperation resources“ (S. 54); „Fairmined reached a milestone of 11 certified mines at the same time“ (S. 43). Übersetzt durch Fairever. ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, Annual Report 2013, 2014. ↩ ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, History, abgerufen im September 2026. Originalwortlaut der Vision: „A legitimate, responsible and profitable artisanal and small-scale mining sector which promotes inclusive and sustainable development.“ Originalwortlaut der Mission: „We facilitate the empowerment of artisanal and small-scale miners, their organization and the adoption of good practices, promoting favorable environments for the inclusion of artisanal and small-scale miners in the formal economy. We create voluntary standard systems for production and trade and support the creation of responsible supply chains.“ Übersetzt durch Fairever. ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, The Alliance for Responsible Mining opens a branch in Europe, 17. Dezember 2018. ↩ ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, Fairmined Standard for Gold from Artisanal and Small-scale Mining, including Associated Precious Metals, Version 2.0, April 2014, Abschnitte 0.3, 0.7, 0.8, 2.1.2, 2.1.3, 2.3.1, 5.2.1, 5.2.5 und 5.2.6. ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, Board of Directors, abgerufen im September 2026. ↩ ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, Glückwunsch-Beitrag an Catalina Cock Duque auf LinkedIn, Januar 2024. ↩
- Alliance for Responsible Mining, Recognition of Cristina Echavarría at the 14th Annual Gold and Diamond Conference by IAC, 25. Juli 2024. ↩
- Alliance for Responsible Mining, Annual Report 2010, Brief der Geschäftsführerin Cristina Echavarría, S. 2. Originalwortlaut: „Emerging from the deep rainforest of the Colombian Chocó, far from the 'hi-tech' mining sector, the sole idea of certification of Artisanal gold mining proposed by Oro Verde® almost ten years ago, seemed like madness to everyone working in the sector.“ Übersetzt durch Fairever. ↩
- Alliance for Responsible Mining, Fairtrade and Fairmined gold standards, 17. Juni 2009. Originalwortlaut: „the first ever third party independent certification for gold“. Übersetzt durch Fairever. ↩
- The Scotsman, Miners enjoy taste of success with world's first Fairtrade gold, 13. Februar 2011. ↩
- Alliance for Responsible Mining, Fairmined gold opens up to new responsible markets, 22. Mai 2013. ↩
- Alliance for Responsible Mining, Annual Report 2014, 2015. ↩
- Fairmined, Coffee Beans and Gold Nuggets – New Fairmined certified mining cooperative in Colombia, 18. September 2014. ↩
- Fairever, eigene Information. ↩ ↩ ↩
- Mining.com, Ecological gold from Mongolia: Artisanal miners obtain Fairmined Certification, 27. Februar 2015. ↩
- Alliance for Responsible Mining, CRAFT Code, the "Passport to Markets" for artisanal and small-scale miners, completes global public consultation and moves to publish final version, 18. Juni 2018. Originalwortlaut: „the "Passport to Markets" for artisanal and small-scale miners“. Übersetzt durch Fairever. ↩ ↩
- National Jeweler, Alliance for Responsible Mining Names New Executive Director, 3. Dezember 2021. ↩ ↩
- Fairmined, ARM Presents New Model to Support Responsible Mining: 'Fairmined Credits' at the OECD Forum, 9. Mai 2023. ↩
- OECD, 2023 Forum on Responsible Mineral Supply Chains, 24.–28. April 2023. ↩
- Alliance for Responsible Mining, ARM Annual Report 2024, 2025, „20 years at a glance“ und S. 18, 30–31. ↩ ↩ ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, Fairmined Brand Identity & Mark Manual, 2020, Abschnitt 5.1 (nicht öffentlich zugänglich). ↩
- Fairmined, Fairmined Credits, abgerufen im September 2026. ↩
- UN Environment Programme, Global Mercury Assessment 2018, 2019. ↩
- Alliance for Responsible Mining, When Environment meets Development: Making the Minamata Convention a true ally for the miners, 26. Oktober 2013. Originalwortlaut: „need to be designed and implemented in partnership with the relevant actors, including and especially the miners“. Übersetzt durch Fairever. ↩
- Alliance for Responsible Mining, Somos Tesoro, Projektseite, abgerufen im September 2026. ↩
- Alliance for Responsible Mining, CRAFT version 2.0 is now ready, 13. Oktober 2020. ↩
- RESOLVE, RESOLVE and Alliance for Responsible Mining Launch CRAFT Code 2.1 – A key tool for responsible mining, 21. Oktober 2024. ↩
- planetGOLD, About, abgerufen im September 2026. Originalwortlaut: „To make small-scale gold mining safer, cleaner, and more profitable“. Übersetzt durch Fairever. ↩ ↩
- Alliance for Responsible Mining, PlanetGOLD Global: Technical Assistance Consultancy, Training and Documentation on Responsible ASM Supply Chains, Projektseite, abgerufen im September 2026. ↩
- Fairmined, Fairmined Standard Revision, abgerufen im September 2026. ↩ ↩
- Eigene Berechnung aus den in den ARM-Jahresberichten genannten Fairmined-Goldverkäufen (nur physisches Gold, ohne Silber und ohne Fairmined Credits): 2014: 123,6 kg (Fußnote 13); 2015: 106,6 kg (Annual Report 2015); 2016: 193 kg (Annual Report 2016, „2016 by the numbers“; der Fließtext des Berichts nennt 195 kg); 2017: 180 kg (Annual Report 2017); 2018: 361,5 kg (Annual Report 2018); 2019: 412 kg (Annual Report 2019); 2020: 138,2 kg (Annual Report 2020); 2021: 106 kg (Annual Report 2021); 2022: 130,31 kg (Annual Report 2022); 2023: 133 kg (Annual Report 2023); 2024: 74,12 kg (Fußnote 21); 2025: 77,35 kg (Fußnote 1). Summe: 2.035,68 kg, gerundet rund 2 Tonnen. Mit 195 kg für 2016 beträgt die Summe 2.037,68 kg. ↩
- Eigene Berechnung: mehr als 7,5 Millionen US-Dollar Fairmined Prämie bis 2024 (Fußnote 21) plus 407.928 US-Dollar im Jahr 2025 (Fußnote 1) = mehr als 7.907.928 US-Dollar, abgerundet auf mehr als 7,9 Millionen. Der Wert für 2025 enthält laut ARM 90.512 US-Dollar Prämie aus Fairmined Gold-Credits; ob der kumulierte Wert bis 2024 Credit-Prämien enthält, gibt ARM nicht an. ↩
- Fairmined, Fairever: Transforming the precious metals supply chain, 2023. ↩
- Fairmined, Fairever – Artisanal Gold, Lieferantenprofil, abgerufen im September 2026. ↩
- planetGOLD, Overcoming Practical Barriers for Integrating Responsible Artisanal & Small-Scale Mined Gold into International Supply Chains, 2022, S. 43. ↩
- Fairmined, Exploring Inhorgenta Munich 2024: A Perspective on Sustainability, 4. März 2024. ↩

