Soziale Auswirkungen des Goldbergbaus erklärt

Konflikte, Kinderarbeit, Menschenrechte: Was ein Gramm Gold Menschen kostet

Vom Goldbergbau leben mehr als 100 Millionen Menschen – und in manchen Weltregionen beruht er zugleich auf Kinderarbeit, Vertreibung und bewaffneter Gewalt. Sehr oft kommen Wohlstand und Schaden zur selben Zeit an denselben Ort. Ob ein Gramm Gold Menschen hilft oder schadet, hängt davon ab, aus welcher Mine es stammt und wie diese Mine geführt wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus wirken in beide Richtungen. Rund um etwa 800 Minen in 44 Entwicklungsländern steigt der Wohlstand der Haushalte – und mit ihm die Blutarmut bei Frauen und Wachstumsverzögerungen bei Kleinkindern.
  • Kein Produkt wird in so vielen Ländern mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht wie Gold. Das US-Arbeitsministerium führt Gold aus 26 Ländern als mit Kinderarbeit hergestellt. Die dokumentierten Fälle stammen ganz überwiegend aus dem informellen Kleinbergbau.
  • Goldräusche folgen einem Muster. Mit dem Boom steigen Preise, Krankheiten und Schulabbrüche. Geht das Gold zur Neige, verschwinden die Arbeitsplätze, die Risiken bleiben – das zeigten die 93 Bergleute, die 2025 tot in einer stillgelegten südafrikanischen Goldmine gefunden wurden.
  • Ein großer Teil des Goldes verliert auf dem Weg zum Markt seine Herkunft. Allein 2022 wurden mindestens 435 Tonnen aus Afrika geschmuggelt, und die Schweizer Handelsstatistik etwa erfasst, von wo Gold geliefert wurde, nicht, wo es abgebaut wurde.
  • Verbote haben das Problem nicht gelöst, dokumentierte Herkunft kann helfen. Pauschale Verbote von Kleinbergbau oder Quecksilber haben den Handel in den Untergrund gedrängt. Zertifizierung und Rückverfolgbarkeit bis zu einer benannten Mine zeigen Käufer:innen, wofür ihr Gold steht.

Inhaltsverzeichnis

Warum die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus schwer zu fassen sind

Die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus hängen zuerst davon ab, welche von zwei sehr unterschiedlichen Branchen das Gold fördert. Der Gold-Großbergbau liefert rund 80 bis 85 % des weltweiten Goldes, mit etwa einer Million Beschäftigten.1 Der Gold-Kleinbergbau liefert die übrigen 15 bis 20 %. Rund 15 bis 20 Millionen Menschen arbeiten direkt darin, mehr als 100 Millionen leben davon.2

Was ein Ehering an Arbeitszeit bedeutet

Ein Ehering aus 18-karätigem Gold mit 8 Gramm Gewicht enthält 6 Gramm Feingold. Eine Arbeitskraft im Kleinbergbau fördert im Jahr etwa eine Feinunze, also rund 31 Gramm, eine Arbeitskraft in einer Industriemine rund 3 Kilogramm. Derselbe Ring steht damit für rund zehn Wochen Arbeit im Kleinbergbau – und für weniger als einen einzigen Tag in einer Industriemine.3

Deshalb spielt sich der größte Teil der menschlichen Seite des Goldes, im Guten wie im Schlechten, im Kleinbergbau ab. Und deshalb behandelt unser Überblick über den Goldbergbau die beiden Hälften der Branche getrennt.

Wohlstand und Schaden am selben Ort

Die beste Forschung zum industriellen Bergbau beschreibt beide Seiten zugleich. Eine Studie über rund 800 Minen in 44 Entwicklungsländern kam zu dem Ergebnis, dass „Vermögenszuwächse (0,3 Standardabweichungen) mit einer höheren Häufigkeit von Gesundheitsproblemen einhergehen, die mit der giftigen Wirkung von Schwermetallen zusammenhängen: Blutarmut bei Frauen (zehn Prozentpunkte) und Wachstumsverzögerung bei Kleinkindern (fünf Prozentpunkte)“.4 Die Studie erfasst alle Rohstoffe, nicht nur Gold. Ihre Botschaft gilt aber auch für die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus: Wer nur eine Hälfte erzählt, will etwas verkaufen.

Vieles andere wurde nie gezählt. Keine weltweite Erhebung misst, wie viele Menschen Minen weichen mussten,5 und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hält fest, dass es im Bergbau „keine verlässlichen Daten zu Verletzungen“ gibt.6 Wer informell arbeitet, taucht selten in einer Statistik auf.

Arbeit, Einkommen – und wer das Geld behält

Je Kilogramm Gold beschäftigt der Kleinbergbau rund hundertmal so viele Menschen wie der industrielle Bergbau: etwa 25 bis 40 gegenüber rund 0,3.7 Auf den Kleinbergbau entfallen rund 90 % aller Arbeitsplätze im Goldbergbau.8

Für viele zahlt er sich besser aus als die Alternativen. In Kamituga im Osten der Demokratischen Republik Kongo verdienten die Leitungen der Gruben während der Förderphasen im Schnitt 191 US-Dollar pro Woche, ihre Stellvertretungen 92 und die Grabenden 24 US-Dollar. Auf einer Wohlstandsleiter ordneten sich die befragten Bergleute über Bäuerinnen und Bauern ein.9 In Ghana steigerten Landarbeiter:innen, die in den Kleinbergbau wechselten, die Konsumausgaben ihres Haushalts je Erwachsenem um 66,6 %.10

Kaum jemand wählt dabei den Bergbau statt einer guten Stelle. Kleinbergbau wird, wie das Intergovernmental Forum on Mining schreibt, „in der Regel als Weg aus der Armut betrieben oder als Tätigkeit, die ein unzureichendes Einkommen ergänzt, vor allem in Gemeinschaften, in denen andere Arbeit schwer zu finden ist“.8

Ein großer Teil des Werts erreicht die Bergleute allerdings nie. Zwischenhändler finanzieren Werkzeug, Treibstoff und Quecksilber vor und sichern sich dafür einen Teil der Förderung. Bei einer in Ghana üblichen Aufteilung gehen 30 % der Förderung an den Konzessionsinhaber und 40 % an den Geldgeber, bevor die Grabenden den Rest unter sich aufteilen.11 In Burkina Faso erhalten Bergleute an der Mine für kleine Mengen 85 bis 87 % des internationalen Goldpreises, Exporteure im selben Land dagegen 97 %.12

Der industrielle Bergbau zahlt über andere Kanäle ein. 2024 meldeten die 28 Mitgliedsunternehmen des World Gold Council Zahlungen von 66,4 Milliarden US-Dollar an ihre Gastländer, darunter 12,4 Milliarden an Löhnen und 10,4 Milliarden an Steuern und Förderabgaben. 740,9 Millionen davon, also 1,1 %, flossen an lokale Gemeinschaften; die Zahlen beruhen auf Eigenangaben.13 In der Nähe von Minen in Mali hatten Haushalte mit einer um 30 Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit einen Boden aus Zement, Fliesen oder Holz statt aus Erde.14

Den Goldpreis spüren Haushalte vor Ort meist dort am stärksten, wo der Kleinbergbau dominiert. In Mali senkten Goldpreis-Booms die Armut rund um Minen, und zwar stärker um Kleinbergbau- als um Industrieminen.15 In Burkina Faso erhöhte ein Anstieg des Goldpreises um 1 % den Konsum von Haushalten nahe Kleinbergbau-Minen um 0,12 %, während die Eröffnung einer Industriemine keinen messbaren Effekt auf den lokalen Konsum hatte.16 Beide Studien messen, was bei Haushalten in der Nähe ankommt, nicht die weiter entfernt gezahlten Steuern und Löhne.

Was ein Goldrausch auslöst – und was danach bleibt

Der Boom

Goldräusche haben ganze Gesellschaften geprägt, und nicht immer zum Besseren. Während des kalifornischen Goldrauschs sank die indigene Bevölkerung des Bundesstaats nach Angaben des Historikers Benjamin Madley von rund 150.000 im Jahr 1846 auf rund 30.000 im Jahr 1873. Er zählt zwischen etwa 9.500 und 16.000 Menschen, die direkt getötet wurden.17

Der Bundesstaat bewilligte 1,29 Millionen Dollar in der Währung der 1850er-Jahre, um Milizfeldzüge gegen die indigene Bevölkerung zu finanzieren. 2019 entschuldigte sich Gouverneur Gavin Newsom im Namen des Staates: „Man nennt es einen Völkermord. Genau das war es.“18

Die 1886 entdeckten Goldfelder Südafrikas schufen ein System der Wanderarbeit, das ein Jahrhundert lang Bestand hatte. 1899 beschäftigten die Minen rund 100.000 schwarze Wanderarbeiter, untergebracht in abgeschlossenen Lagern fern ihrer Familien; auf dem Höhepunkt Ende der 1980er-Jahre waren es rund 480.000 pro Jahr.19

Das Muster wiederholt sich in modernen Goldräuschen. Brasiliens Serra Pelada zog bis Mitte der 1980er-Jahre 80.000 Männer und Jungen an.20 Seit 2012 breitet sich ein Goldrausch über die Sahara und den Sahel aus. 2019 schürften allein in Burkina Faso, Mali und Niger mehr als zwei Millionen Menschen von Hand nach Gold, und die International Crisis Group warnte, der Boom biete „mehreren bewaffneten Gruppen, darunter Dschihadisten, eine neue Geldquelle und möglicherweise sogar Rekruten“.21

Goldgräberstädte

Bergbaustädte ziehen Menschen schneller an, als sie Wohnraum schaffen können, und die Preise steigen für alle. Rund um die peruanische Goldmine Yanacocha stiegen die Einkommen, aber auch „der lokale Preis nicht handelbarer Güter“.22

Forschung aus ganz Afrika zeigt, dass Menschen, die in der Nähe einer Goldmine aufgewachsen sind, im Schnitt eine geringere Schulbildung haben: Die Aussicht auf Arbeit im Bergbau ließ junge Menschen ihre Ausbildung früh abbrechen.23 Eine höhere Bergbauförderung geht mit mehr Tuberkulose einher, und Wanderarbeiter im Bergbau des südlichen Afrikas sowie ihre Partner:innen haben deutlich höhere HIV-Raten.24

Der Absturz

Wenn das Gold zur Neige geht, verblassen die Vorteile. Eine Neuauswertung der Yanacocha-Daten ergab, dass die lokalen Effekte „mit der Erschöpfung der Mine verblassen“.25 Was bleibt, sind die Löcher im Boden. Allein Südafrika zählt 6.100 verlassene und herrenlose Minen, und illegale Bergleute öffnen versiegelte Schächte wieder.26

In der stillgelegten Goldmine Buffelsfontein in Stilfontein unterband die Polizei die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser, um illegale Bergleute an die Oberfläche zu zwingen. Als der Einsatz im Januar 2025 endete, waren 93 Leichen aus der Tiefe geborgen worden.27

Gefährliche Arbeit: Unfälle und Krankheiten

Unsichere Arbeit ist eines der ältesten sozialen Probleme des Goldbergbaus. Auf den Bergbau entfallen rund 1 % der weltweit Beschäftigten, aber rund 8 % der tödlichen Arbeitsunfälle, über alle Rohstoffe hinweg.6 Unfälle sind nur ein Teil der Belastung: Staub und Quecksilber schädigen die Gesundheit langsam, oft ein Leben lang.

Unfälle: Kleine Minen sind weit tödlicher

In kleinen Minen liegen die Unfallraten laut ILO „regelmäßig sechs- bis siebenmal höher als in größeren Betrieben“.6 Zu den Gründen gehören Schächte, die ohne technische Planung, ohne Belüftung und ohne Abstützung gegraben werden.

Der industrielle Goldbergbau hat seine eigene Bilanz. 1995 starben in der Mine Vaal Reefs in Südafrika 104 Bergleute, als eine Untertage-Lok eine Sicherheitsbarriere durchbrach und in einen Schacht auf einen Förderkorb mit Bergleuten stürzte. Das Unglück führte zum südafrikanischen Mine Health and Safety Act von 1996.28

Seitdem ist die Arbeit sicherer geworden. Bei den Mitgliedsunternehmen des International Council on Mining and Metals sank die Rate erfassungspflichtiger Verletzungen von 5,07 je Million Arbeitsstunden im Jahr 2012 auf 2,21 im Jahr 2025. Bei den Todesfällen zeigt sich dieser Rückgang nicht: 2025 starben in Betrieben der Mitglieder 39 Menschen, am häufigsten durch herabfallendes Gestein und Unfälle mit mobilen Maschinen. Die Zahlen umfassen alle Rohstoffe und beruhen auf Eigenangaben.29

Silikose: der lange Schatten der südafrikanischen Minen

Der größte dokumentierte Gesundheitsschaden im Goldbergbau ist die Silikose, eine unheilbare Lungenkrankheit durch Gesteinsstaub. Rund 500.000 Menschen haben möglicherweise Anspruch auf Entschädigung aus einem Vergleich in einer Sammelklage, dem 2018 sechs Bergbauunternehmen zugestimmt haben. Der dafür eingerichtete Tshiamiso Trust verfügt über rund 5 Milliarden Rand.

Bis Februar 2026 waren rund 23.000 Anträge bearbeitet und rund 2,5 Milliarden Rand ausgezahlt: die Hälfte des Geldes für weniger als 5 % der potenziell Anspruchsberechtigten. „Das Wanderarbeitssystem, auf dem Südafrikas Goldwirtschaft aufgebaut wurde, war eine Maschine, die Werte in nur eine Richtung bewegte“, heißt es in einer Analyse.30

Quecksilber: ein schleichendes Gift für Bergleute und ihre Familien

Quecksilber ist das heimtückischste Gesundheitsrisiko im Gold-Kleinbergbau. Die Bergleute binden Goldpartikel mit Quecksilber zu einem Amalgam und brennen das Quecksilber anschließend ab, oft unter freiem Himmel, wobei sie den Dampf einatmen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Quecksilber zu den zehn Chemikalien, die der öffentlichen Gesundheit am meisten Sorgen bereiten, und nennt seinen Einsatz im Gold-Kleinbergbau „besonders gefährlich“.31

Die Folgen betreffen den ganzen Körper. Quecksilber „kann toxisch auf das Nerven-, Verdauungs- und Immunsystem sowie auf Lunge, Nieren, Haut und Augen wirken“. Zu den Symptomen einer Vergiftung gehören „Zittern, Schlaflosigkeit, Gedächtnisverlust, neuromuskuläre Effekte, Kopfschmerzen sowie kognitive und motorische Störungen“.31

Kinder und Ungeborene sind am stärksten gefährdet. Quecksilber ist laut WHO „eine besondere Bedrohung für die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und in der frühen Lebensphase“.31 Frauen brennen Amalgam oft zu Hause ab und setzen damit ihre Familien dem Dampf aus; über das Stillen kann Quecksilber auf Säuglinge übergehen.32

Der Schaden trifft auch Menschen, die nie in einer Mine arbeiten. Quecksilber wird in Flüsse gespült, wandelt sich in Methylquecksilber um und reichert sich in Fischen an. In drei Dörfern der indigenen Munduruku am brasilianischen Fluss Tapajós erreichten 57,9 % der Haarproben 6 Mikrogramm Quecksilber pro Gramm oder mehr.33 In neun Yanomami-Dörfern lagen 84 % von 287 untersuchten Personen über 2 Mikrogramm pro Gramm.34 Wie Quecksilber über Flüsse und Fische wandert, beschreiben wir in unserem Überblick zur Umweltzerstörung durch Goldbergbau.

Kinderarbeit im Goldbergbau

Kinderarbeit gehört zu den am weitesten verbreiteten sozialen Problemen im Goldbergbau. Auf der Liste des US-Arbeitsministeriums von 2024 ist Gold aus 26 Ländern als mit Kinderarbeit hergestellt aufgeführt, mehr als bei jedem anderen Produkt. Die Länder reichen von Burkina Faso, Ghana und Mali bis Peru, zu den Philippinen und nach Venezuela. Gold aus sechs Ländern, darunter die Demokratische Republik Kongo und Nordkorea, steht wegen Zwangsarbeit auf der Liste.35

Die ILO schätzt, dass weltweit „mehr als eine Million Kinder in Bergwerken und Steinbrüchen Kinderarbeit leisten“, über alle Rohstoffe hinweg.36 Wo beim Gold genauer gemessen wurde, sind die Anteile drastisch. In Burkina Faso und Niger „bestehen rund 30 bis 50 Prozent der Belegschaft in Goldminen aus Kindern; die meisten sind unter 15 Jahre alt“. In Mali sind rund 20 % der Kleinbergleute im Goldbergbau Kinder.36 Über alle Branchen hinweg arbeiteten 2024 rund 138 Millionen Kinder, 54 Millionen davon unter gefährlichen Bedingungen.37

Die Arbeit selbst gehört zu den gefährlichsten überhaupt:

  • Graben und Schleppen. In Mali arbeiten mindestens 20.000 Kinder in Kleinbergbau-Goldminen, und „schon Sechsjährige graben Minenschächte“.38
  • Quecksilber. Kinder hantieren „mit bloßen Händen mit Quecksilber, um Gold zu amalgamieren“, berichtet die ILO.36 Auf den Philippinen war „das jüngste befragte Kind, das Quecksilber-Gold-Amalgam abbrannte, neun Jahre alt“.39 In Ghana, wo Tausende Kinder im Goldbergbau arbeiten, „riskieren Kinder in den Minen Hirnschäden und andere lebenslange Behinderungen durch Quecksilbervergiftung“.40
  • Missbrauch. In einer Befragung von 1.316 Kindern in Goldbergbau-Gemeinschaften in Nigeria gaben 2023 44 % an, Missbrauch erlebt zu haben, „darunter verbale, körperliche und sexuelle Belästigung“.41

Das Problem schrumpft nicht überall. Im venezolanischen Bundesstaat Bolívar waren laut US-Außenministerium 2025 „etwa 45 Prozent der Bergleute“ Kinder, die „in hohem Maß gefährdet sind, Opfer von Menschenhandel zu werden“.42

Einmal raffiniert, trägt Gold keine Spur mehr davon, wer es gegraben hat. Ein Ring oder Barren aus Gold unbekannter Herkunft kann Gold enthalten, das von Kindern abgebaut wurde, ohne dass irgendjemand in der Lieferkette davon weiß. Kinderarbeit im Gold konzentriert sich dort, wo der Bergbau informell ist und Familien kein anderes Einkommen haben. Genau dort macht unabhängige Kontrolle den größten Unterschied: kein Verbot auf dem Papier, sondern Auditor:innen, die in der Mine selbst prüfen.

Frauen, Zwangsarbeit und Menschenhandel

Frauen stellen weltweit rund 30 % der Beschäftigten im Kleinbergbau, über alle Rohstoffe hinweg, und in manchen Regionen bis zur Hälfte.43 Sie übernehmen einen Großteil des Zerkleinerns, Waschens und Auswaschens mit der Pfanne und verarbeiten Gold oft zu Hause mit Quecksilber.

Dabei sind sie weitgehend „von den Tätigkeiten mit den höchsten Einnahmen ausgeschlossen“, und diskriminierende Eigentums- und Bergbaugesetze hindern viele daran, Land oder Lizenzen zu besitzen. Geschlechtsspezifische Gewalt an Bergbaustandorten „wird von Regierungen nicht aktiv überwacht“.44 Im industriellen Bergbau stellen Frauen in den zwölf vom Intergovernmental Forum on Mining untersuchten Ländern nur 9 bis 19 % der Beschäftigten.45

Wo Bergbau informell und abgelegen ist, folgt Zwangsarbeit. In Peru dokumentierten Forschende im illegalen Goldbergbau täuschende Anwerbung und Schuldknechtschaft; manchen Arbeitskräften wurde „gesagt, dass ihr Lohn für die ersten 90 Arbeitstage einbehalten werde“.46 Der Menschenhandelsbericht 2025 des US-Außenministeriums stellt fest, dass Menschenhändler in Peru Erwachsene und Kinder in Zwangsarbeit ausbeuten, „vor allem im illegalen und legalen Goldbergbau, in damit verbundenen Tätigkeiten und in Dienstleistungstätigkeiten in nahe gelegenen Behelfslagern“.47

Frauen und Mädchen zahlen einen besonderen Preis. Laut demselben Bericht locken Menschenhändler Frauen und Mädchen aus Peru, Venezuela und Bolivien mit falschen Stellenangeboten in abgelegene Bergbaugebiete und beuten sie sexuell aus.

In der senegalesischen Goldregion Kédougou beuten sie „Frauen und Mädchen, manche erst 12 Jahre alt, im Sexhandel“ aus; eine im Bericht zitierte Studie schätzt, dass dort jede fünfte Person in der Prostitution Opfer von Menschenhandel ist. Im Landesinneren Guyanas werden indigene Warao-Frauen, die als Köchinnen für die Minen angeworben werden, oft zur Prostitution gezwungen.48

Als die peruanische Polizei 2019 La Pampa stürmte, das größte illegale Goldbergbaugebiet des Landes, befreite sie in drei Einsätzen 52 Frauen und 20 Mädchen aus dem Menschenhandel.49

Land, Umsiedlung und indigene Rechte

Eine große Mine braucht Land, und meist leben dort Menschen. Von den untersuchten Minen waren rund 44 % während des Betriebs mit Umsiedlungen verbunden, oft mehrfach. Weil Unternehmen ihre Umsiedlungspläne selten veröffentlichen, weiß niemand, wie viele Menschen insgesamt umgesiedelt wurden.5 Von 270 dokumentierten bergbaubedingten Umsiedlungen seit 1969 fanden mehr als 90 % in fragilen Staaten statt.50

In Ahafo in Ghana siedelte Newmont rund 2.200 Menschen in 400 neue Häuser um und stellte erstmals formelle Landtitel aus. Streit um die Entschädigung für Feldfrüchte und fehlende Arbeitsplätze für junge Menschen blieben.51

In Mali vertrieben Bau und Erweiterung der Goldmine Sadiola drei Dörfer. Laut einer Untersuchung der Internationalen Föderation für Menschenrechte (FIDH) von 2007 „ermöglichten die Maßnahmen der Bevölkerung nicht, den gleichen Lebensstandard wie vor der Umsiedlung zu erreichen“, und Sprengungen ließen Risse in den neuen Häusern entstehen.52

In der Kupfer- und Goldmine Grasberg in der indonesischen Provinz Papua verloren die Völker der Amungme und Kamoro den Zugang zu 100.000 Hektar angestammten Landes. Indonesiens Nationale Menschenrechtskommission stellte fest, dass der Betreiber „die Amungme und die Kamoro als ursprüngliche Hüter des Landes nie entschädigt hatte“.53

Das Völkerrecht schützt indigene Völker ungleichmäßig. Das ILO-Übereinkommen 169 verpflichtet Regierungen, sie zu konsultieren, bevor sie Programme zur Erkundung oder Ausbeutung von Ressourcen auf ihrem Land durchführen oder genehmigen (Artikel 15). Nur für Umsiedlungen verlangt es ihre freie und in Kenntnis der Sachlage erteilte Zustimmung (Artikel 16).54 Nur 24 Staaten haben das Übereinkommen ratifiziert, die meisten davon in Lateinamerika; in Afrika allein die Zentralafrikanische Republik. Deutschland hat es 2021 ratifiziert.55

Die Verpflichtungen der Unternehmen hinken noch weiter hinterher. Im Responsible Mining Index 2022 hatten sich nur „wenige Unternehmen“ förmlich zur freien, vorherigen und informierten Zustimmung verpflichtet – einer der am schlechtesten bewerteten Indikatoren.56

Im Amazonasgebiet bedecken legaler und illegaler Bergbau zusammen mehr als 20 % der indigenen Gebiete.57 Im brasilianischen Yanomami-Gebiet, das der illegale Goldbergbau überrollt hat, rief die Regierung im Januar 2023 einen Gesundheitsnotstand aus.58

Gewalt rund um die Minen

Einige der schwersten Übergriffe im industriellen Goldbergbau gehen von denen aus, die die Minen bewachen. In Porgera in Papua-Neuguinea untersuchte Human Rights Watch sechs mutmaßliche Gruppenvergewaltigungen durch Angehörige des Sicherheitsdienstes der Mine zwischen 2008 und 2010.59

In der Mine North Mara von Barrick in Tansania dokumentiert die Forschungsgruppe RAID seit 2006 mindestens 77 Tote und 304 Verletzte durch die Polizei, die für die Sicherheit der Mine zuständig ist. Barrick bestreitet die Darstellung und weist darauf hin, dass die Polizei nicht seiner Weisung untersteht.60 2024 legten Tochtergesellschaften von Barrick eine Klage von 14 tansanischen Kläger:innen vor dem britischen High Court per Vergleich bei, ohne eine Haftung anzuerkennen.61

Die Tötungen haben nicht aufgehört: Human Rights Watch brachte die Polizei, die die Mine bewacht, zwischen Februar und Mai 2024 mit mindestens sechs Todesfällen in Verbindung, ohne dass es Festnahmen gab. Barrick erklärt, es habe „keine faktische Verfügungsgewalt über die Polizei und könne sie auch nicht haben“.62

Im Juli 2026 erreichte der Streit den Goldmarkt selbst: 30 Kläger:innen schlossen sich einer Klage gegen die London Bullion Market Association wegen ihrer Zertifizierung von Gold aus North Mara an. Bis September 2026 waren die Vorwürfe nicht gerichtlich geprüft.63

Wo sich Industriekonzessionen mit Kleinbergbau überschneiden, kommt es häufig zu Zusammenstößen; wir vergleichen die beiden Sektoren im Artikel Gold-Kleinbergbau vs. Gold-Großbergbau. Im Januar 2025 schossen ghanaische Soldaten auf der Konzession von AngloGold Ashanti in Obuasi auf Kleinbergleute. Nach Angaben der Streitkräfte starben mindestens sieben Menschen, nach Angaben des nationalen Kleinbergbauverbands neun. Offizielle Untersuchungsergebnisse waren bis 2026 nicht veröffentlicht.64

In Kibali in der Demokratischen Republik Kongo arbeiten rund 5.500 Schürfer:innen innerhalb der Konzession, und „Sicherheitskräfte haben bei Versuchen, diese Stätten zu räumen, übermäßige Gewalt angewendet“.65

Auch wer seine Stimme erhebt, lebt gefährlich. Von 790 Angriffen auf Menschenrechtsverteidiger:innen mit Bezug zu Unternehmen im Jahr 2025 standen 181 im Zusammenhang mit Bergbau, mehr als in jedem anderen Sektor, und 86 % der identifizierten Täter waren staatliche Akteure.66 Global Witness zählte 2025 weltweit 124 getötete Land- und Umweltschützer:innen, 11 davon im Zusammenhang mit Bergbau.67 In Peru hängen 66,3 % der sozial-ökologischen Konflikte des Landes mit Bergbau zusammen.68

Konfliktgold, Kriminalität und die Spur des Geldes

Wenn bewaffnete Gruppen die Minen beherrschen

Die sozialen Probleme des Goldbergbaus enden nicht am Minentor. Gold ist leicht zu transportieren und schwer zurückzuverfolgen, und das macht es ideal für bewaffnete Gruppen. Im Osten des Kongo mussten 61 % der erfassten Kleinbergleute illegale Abgaben an bewaffnete Akteure leisten, und 85 % von ihnen arbeiten im Goldbergbau.69

Die Antwort der USA hat die Lage verschlimmert. Nachdem der Dodd-Frank Act von 2010 Unternehmen verpflichtet hatte, sogenannte Konfliktmineralien offenzulegen, nahm die Gewalt in Gebieten mit Goldminen zu: Gefechte um 44 %, Plünderungen um 51 % und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung um 28 %.70

2024 kam der US-Rechnungshof (Government Accountability Office) zu dem Schluss, die Regel habe „das Auftreten oder die Zahl gewalttätiger Ereignisse im Osten der DR Kongo nicht verringert“. Der größte Teil des Goldes sei „über Nachbarländer aus der DR Kongo geschmuggelt worden, meist mit dem Ziel Dubai“.71

Sudan und Russland

Im Sudan half Gold, die Rapid Support Forces (RSF) zu finanzieren, eine paramilitärische Truppe, die seit 2023 gegen die Armee kämpft. Im Januar 2025 sanktionierten die USA den Anführer der RSF und sieben Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, darunter einen Goldhändler, der „Gold aus dem Sudan kaufte, vermutlich zugunsten der RSF, und es anschließend nach Dubai transportierte“. Am selben Tag stellte das US-Außenministerium fest, dass die RSF „Völkermord begangen“ haben.72 Zwischen 2012 und 2024 wurden mindestens 400 Tonnen Gold aus dem Sudan geschmuggelt.73

Auch nach Russland ist Gold geflossen. Nach einer Schätzung der Kampagnenorganisation 21 Democracy haben Russland und die Wagner-Gruppe zwischen Februar 2022 und Ende 2023 mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar mit afrikanischem Gold verdient.74 Die USA haben Unternehmen mit Verbindung zu Wagner in der Zentralafrikanischen Republik sanktioniert, weil sie dortiges Gold in US-Dollar umgetauscht haben.75

Peru und Venezuela

In Peru kämpfen kriminelle Banden um Gold. Im Mai 2025 wurden in Pataz 13 Sicherheitskräfte eines Subunternehmers, der mit dem Bergbauunternehmen Minera Poderosa verbunden ist, ermordet in einem Minenschacht gefunden. Die Regierung verhängte eine Ausgangssperre, schickte das Militär und setzte den Bergbau für 30 Tage aus.76 Im venezolanischen Bergbaubogen am Orinoco (Arco Minero del Orinoco) stellte eine UN-Untersuchungsmission geheime Absprachen zwischen staatlichen Akteuren und bewaffneten Gruppen fest, außerdem Übergriffe wie Tötungen, Verschwindenlassen und sexuelle Gewalt.77

Wohin das Gold geht

Mindestens 435 Tonnen Gold wurden 2022 aus Afrika geschmuggelt, im Wert von 31 Milliarden US-Dollar. Im selben Jahr gingen 47 % der afrikanischen Goldexporte in die Vereinigten Arabischen Emirate und 21 % in die Schweiz.78

Die Schweiz ist eine der größten Gold-Drehscheiben der Welt: Sie importiert, handelt und verarbeitet bis zu zwei Drittel des weltweit geförderten Goldes.79 Zwischen 2012 und 2022 importierte die Schweiz mehr als 1.670 Tonnen Gold aus den Emiraten.78 Die Schweizer Handelsstatistik erfasst das letzte Lieferland, nicht die Mine – so kann Gold von überall als Gold aus den Emiraten ankommen.78

Die Spur des Geldes führt auch durch legale Kanäle. Afrikanische Länder verlieren durch die Steuervermeidung multinationaler Bergbaukonzerne schätzungsweise 450 bis 730 Millionen US-Dollar Körperschaftsteuer pro Jahr.80 Und in einer OECD-Analyse von 2014 entfielen 19 % der Fälle von Auslandsbestechung auf den Rohstoffsektor, mehr als auf jeden anderen.81

Die Regulierung hat Lücken. Die EU-Verordnung über Konfliktmineralien, deren Pflichten seit 2021 gelten, verlangt von Goldimporteuren, ihre Lieferketten nach dem Vorbild der OECD Due Diligence Guidance zu prüfen. Recycelte Metalle und fertigen Schmuck erfasst sie nicht, und 2022 galt sie nur für 477 Unternehmen, die oberhalb ihrer Mengenschwellen importierten.82

Die Ausnahme für Recycling-Gold schafft einen Anreiz, Gold als recycelt zu deklarieren. In der Praxis kann ein einziger Verarbeitungsschritt nach der Raffination genügen, damit frisch abgebautes Gold so umetikettiert wird.83 Mehr dazu in unserem Artikel, warum herkömmliches Recycling-Gold keine Lösung ist.

Drei Behauptungen, die nicht stimmen

„Gold bringt immer den Ressourcenfluch“

Die Forschung stützt das nicht. Eine Übersichtsarbeit kam zu dem Ergebnis, dass „nur eine Art von Rohstoff durchgängig mit weniger Demokratie und schlechteren Institutionen in Verbindung gebracht wurde: Erdöl, die zentrale Variable in der großen Mehrheit der Studien, die irgendeine Form von Fluch feststellen“.84 In Mali haben Goldbooms die Armut gesenkt.15 Bestimmte Schäden, etwa die oben beschriebene Wirkung auf die Schulbildung, sind real, aber kein Naturgesetz.

„Industrieminen setzen in großem Stil Kinder ein“

Die dokumentierte Kinderarbeit im Gold stammt aus dem Kleinbergbau. Die Feldforschung von Human Rights Watch zu Kindern in den Goldminen Tansanias befasst sich ausschließlich mit Kleinbergbau-Betrieben.85 Der industrielle Bergbau hat seine eigenen Probleme – Sicherheitskräfte, Land, Krankheiten –, aber Kinder in der Mine gehören nicht zu den dokumentierten.

„Verbote von Kleinbergbau oder Quecksilber sind die Lösung“

Verbote haben das Problem meist nur verlagert. Ghana verbot den Kleinbergbau von 2017 bis 2018. Rund eine Million Menschen verloren ihr Einkommen,86 doch „es gab keinen nennenswerten Rückgang des nicht lizenzierten Gold-Kleinbergbaus“, und in Bergbaugebieten nahmen Raubüberfälle zu, weil Menschen andere Wege suchten, um zu überleben.87

In Ecuador ist Quecksilber im Bergbau verboten, doch es „wird weiterhin heimlich eingesetzt“.88 Das weltweite Quecksilber-Übereinkommen sieht bewusst kein sofortiges Verbot vor, und der Fairmined Standard erklärt, warum: Sonst „wären 95 % aller Kleinbergleute ausgeschlossen“.89 Und im Kongo brachte der faktische Boykott nach Dodd-Frank mehr Gewalt, nicht weniger.

Geht es auch besser?

Ja – die sozialen Auswirkungen des Goldbergbaus lassen sich verändern, und das beginnt mit dem Wissen, aus welcher Mine euer Gold stammt. Raffiniertes Gold sieht unabhängig von seiner Herkunft gleich aus; nur die Dokumentation zeigt, wofür es steht. Einige Systeme knüpfen verbindliche soziale Anforderungen an die Mine selbst und lassen sie unabhängig prüfen:

  • Der Fairtrade Gold Standard garantiert Kleinbergbau-Minen mindestens 95 % des Londoner Goldpreises (LBMA) plus eine Prämie von 2.000 US-Dollar je Kilogramm, über deren Verwendung ein Komitee entscheidet, das alle sozialen Gruppen vertritt. FLOCERT prüft die Einhaltung, auch des Kinderarbeitsverbots, in der Mine selbst.90
  • Der Fairmined Gold Standard sieht eine Prämie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm vor, über die ein Komitee entscheidet, dem ausdrücklich auch Bergarbeiterinnen angehören, und lässt die Einhaltung von unabhängigen Zertifizierungsstellen prüfen.91
  • Swiss Better Gold akkreditiert 27 Kleinbergbau-Betriebe in Kolumbien und Peru mit 7.352 Bergleuten.92
  • Single Mine Origin hält ethisch abgebautes Gold aus ausgewählten, gut geführten Großminen bis zu einer benannten Mitgliedsmine rückverfolgbar.93
  • Der IRMA Standard ist der anspruchsvollste Standard für Industrieminen, mit Anforderungen an Menschenrechte und an die freie, vorherige und informierte Zustimmung. Sechs Interessengruppen, darunter betroffene Gemeinschaften und Gewerkschaften, steuern ihn gleichberechtigt. Keine Mine mit Gold als Hauptprodukt hat bisher ein IRMA-Audit abgeschlossen.94

Auch Zwischenschritte zählen. Der CRAFT Code der Alliance for Responsible Mining bietet Kleinbergleuten, die den Fairmined Standard noch nicht erfüllen, einen Rahmen, um grundlegende Sorgfaltspflichten nachzuweisen und sich Schritt für Schritt zu verbessern.95 Das UN-gestützte Programm planetGOLD hatte bis Mitte 2025 41.821 Bergleute bei der Formalisierung ihrer Betriebe unterstützt.96

Keines dieser Systeme macht eine Bergbauregion über Nacht wohlhabend. Was sie verändern: wer für bessere Bedingungen bezahlt und wer sie prüft. Wie das vor Ort aussieht, beschreiben unsere Artikel über verantwortungsvollen Gold-Kleinbergbau und verantwortungsvollen Gold-Großbergbau.

FAQs: Soziale Auswirkungen des Goldbergbaus erklärt

Welche sozialen Auswirkungen hat der Goldbergbau?

Vom Goldbergbau leben mehr als 100 Millionen Menschen, die meisten im Kleinbergbau. Seine wichtigsten sozialen Probleme sind Kinderarbeit, gefährliche Arbeitsbedingungen, erzwungene Umsiedlungen, Gewalt durch Sicherheitskräfte und bewaffnete Gruppen sowie Schmuggel. Welche davon überwiegen, hängt von der einzelnen Mine ab und davon, wie sie geführt wird.

Gibt es Kinderarbeit im Goldbergbau?

Ja. Das US-Arbeitsministerium führt Gold aus 26 Ländern als mit Kinderarbeit hergestellt, mehr als bei jedem anderen Produkt. Fast alle dokumentierten Fälle stammen aus dem informellen Kleinbergbau, wo Kinder Schächte graben, Erz schleppen und mit Quecksilber hantieren.

Was ist Konfliktgold?

Konfliktgold ist Gold, dessen Abbau oder Handel bewaffnete Gruppen oder Menschenrechtsverletzungen finanziert. Dokumentierte Beispiele sind Gold aus dem Osten des Kongo, aus Gebieten unter Kontrolle der sudanesischen Rapid Support Forces und aus Betrieben mit Verbindung zu Wagner in der Zentralafrikanischen Republik.

Wie wirkt sich Goldbergbau auf die Menschen vor Ort aus?

Er bringt oft Einkommen, Arbeitsplätze und Infrastruktur, aber auch steigende Preise, Gesundheitsrisiken, Landverlust und Konflikte. Forschung aus 44 Entwicklungsländern zeigt, dass rund um Minen der Wohlstand der Haushalte und schwermetallbedingte Erkrankungen gleichzeitig zunehmen.

Ist Goldbergbau ethisch vertretbar?

Er kann es sein, aber nicht von selbst. Ethischer Goldbergbau erfordert angemessene Bezahlung, sichere Arbeit, keine Kinderarbeit, die Achtung von Landrechten und unabhängige Kontrollen. Zertifiziertes Gold aus dem Kleinbergbau und Gold, das bis zu einer benannten, gut geführten Mine rückverfolgbar ist, sind die verlässlichsten Wege, das zu wissen.

Vermeidet Recycling-Gold diese Probleme?

Nicht von sich aus. Recycling ändert nichts an den Bedingungen dort, wo Gold abgebaut wird, und schwache Definitionen erlauben es, frisch abgebautes Gold nach einem einzigen Verarbeitungsschritt als recycelt zu deklarieren. Die EU-Verordnung über Konfliktmineralien erfasst recycelte Metalle überhaupt nicht.

Woran erkennt man, ob Gold verantwortungsvoll gewonnen wurde?

Fragt nach dem Namen der Mine und der Dokumentation dahinter. Ein Zertifikat von Fairtrade oder Fairmined oder die Rückverfolgbarkeit bis zu einer einzelnen benannten Mine geben euch eine Antwort. „Recycelt“ oder „verantwortungsvoll beschafft“ allein tun das nicht.

Das Wichtigste zum Mitnehmen

In aller Kürze ...

  • Entscheidend ist die Mine, nicht das Metall. Gold kann derselben Region Einkommen oder Schaden bringen; die Mine, ihr Betreiber und ihre Abnehmer entscheiden, was davon.
  • Kinderarbeit ist eines der am weitesten verbreiteten sozialen Probleme des Goldbergbaus – und ein lösbares. Sie konzentriert sich im informellen Kleinbergbau, wo unabhängige Audits in der Mine den Unterschied machen.
  • Schaut über die Raffinerie hinaus. Drehscheiben erfassen, von wo Gold geliefert wurde, nicht, wo es abgebaut wurde, und Recycling-Gold fällt aus den Sorgfaltspflichten der EU heraus.
  • Kleinbergleute auszuschließen, macht alles schlimmer. Verbote und Boykotte haben Einkommen gekostet und Gewalt genährt; wer zertifiziertes Gold von ihnen kauft, belohnt diejenigen, die es richtig machen.
  • Fragt nach der Mine – und nach der Dokumentation dahinter. Zertifizierung und Rückverfolgbarkeit bis zu einer einzelnen Mine sind die Werkzeuge, mit denen ihr seht, wofür ein Gramm Gold steht. Ob ihr einen Ring, einen Barren oder ein Kilogramm für eure Produktion kauft: Fragt euren Lieferanten nach beidem.

Werdet aktiv, seid der Wandel!

Gold wird abgebaut werden, solange Menschen es schätzen. Die Frage ist, wer davon profitiert. Wir versuchen, Gold anzubieten, bei dem diese Frage eine Antwort hat: mit dokumentierter Herkunft, aus Minen, die nach verbindlichen Standards arbeiten. Schaut euch das ethische Gold in unserem Shop an – oder fragt uns, was zu eurer Produktion passt.

Weitere Leseempfehlungen

Quellen

  1. planetGOLD, The planetGOLD programme and the large-scale gold mining sector (Großbergbau rund 80 % der weltweiten Goldproduktion); World Gold Council, Gold mining industry contributed over US$171 billion to global economy, 2. Juni 2015: Goldbergbauunternehmen „directly employed over one million people“ (Daten 2013). ↩
  2. planetGOLD, Frequently Asked Questions, 2024 (500–600 t pro Jahr); World Gold Council / Metals Focus, Gold Demand Trends Full Year 2025 – Supply, Januar 2026 (weltweite Minenproduktion 3.671,6 t); 500–600 t von 3.671,6 t ergeben 14–16 %; World Gold Council, Artisanal and Small-Scale Gold Mining (bis zu 20 %; „up to 100m are indirectly reliant on ASGM“). Beschäftigung: UNEP Global Mercury Partnership, Artisanal and Small-Scale Gold Mining (10–15 Millionen); IGF, Transforming ASGM: Progress in Formalization, Februar 2025 („just under 20 million miners“); planetGOLD, An Introduction to ASGM („more than 100 million people“). ↩
  3. Eigene Berechnung. Ring mit 8 g in 750er-Legierung = 6 g Feingold. Kleinbergbau: 15–20 Millionen Bergleute (Mittelwert 17,5 Millionen) bei 500–600 t (Mittelwert 550 t) ergeben rund 31,4 g je Person und Jahr, also etwa eine Feinunze (31,1 g); 6 ÷ 31,4 × 52 Wochen ≈ 9,9 Wochen. Industrie: rund 3.122 t (3.671,6 t weltweite Minenproduktion abzüglich rund 550 t aus dem Kleinbergbau), verteilt auf rund 1 Million Beschäftigte, ergeben rund 3,1 kg je Person und Jahr; 6 ÷ 3.122 × 365 Tage ≈ 0,7 Kalendertage. Die beiden Zählweisen sind nicht symmetrisch – Zahlen zum Kleinbergbau schließen Saison- und Teilzeitarbeit ein, Zahlen zum Industriebergbau überwiegend Vollzeitstellen, und dort fehlen viele Beschäftigte von Subunternehmen. Das Ergebnis ist deshalb eine Größenordnung, kein exaktes Verhältnis. ↩
  4. von der Goltz & Barnwal, Mines: The local wealth and health effects of mineral mining in developing countries, Journal of Development Economics 139, 2019. Alle Rohstoffe, nicht nur Gold. Originalzitat: „gains in asset wealth (0.3 standard deviations) coexist with a higher incidence of health conditions linked to heavy metal toxicity: anemia among women (ten percentage points), and stunting in young children (five percentage points).“ Übersetzung Fairever. ↩
  5. Owen & Kemp, Mining-induced displacement and resettlement: a critical appraisal, Journal of Cleaner Production, 2015: „no global survey has assessed the scale of MIDR“ (mit Verweis auf Downing 2002); 41 Umsiedlungen an 33 Bergbaustandorten; rund 44 % der Minen in der Betriebsphase mit Umsiedlungen verbunden. Alle Rohstoffe. ↩
  6. International Labour Organization, Mining: a hazardous work: Auf den Bergbau entfallen „only ... one percent of the global workforce“, aber „about eight percent of fatal accidents at work“; „Accident rates in small-scale mines are routinely six or seven times higher than in larger operations“; „No reliable data exist on injuries.“ Alle Rohstoffe. Übersetzung der Zitate im Text: Fairever. ↩
  7. Eigene Berechnung aus Fußnote 1 und 2: 15–20 Millionen Menschen bei 500.000–600.000 kg Jahresproduktion ergeben 25 bis 40 Menschen je Kilogramm; rund 1 Million Beschäftigte bei rund 3.122.000 kg ergeben etwa 0,3 je Kilogramm. Größenordnung, siehe Fußnote 3. ↩
  8. IGF / IISD, Global Trends in Artisanal and Small-Scale Mining (ASM), 2018, S. 3: Kleinbergbau-Betriebe tragen „to 90 per cent of total employment in gold mining“ bei. Originalzitat im Text: „is generally pursued as a route out of poverty or as an activity to complement insufficient income, especially in communities where alternative employment is hard to come by.“ Übersetzung Fairever. ↩
  9. Geenen, Stoop & Verpoorten, How much do artisanal miners earn? An inquiry among Congolese gold miners, Resources Policy 70, 2021: Befragung von 453 Bergleuten in Kamituga, Süd-Kivu, 2015; „pit managers earn on average $191 per week, their right hands $92, experts $52 and pelleteurs $24“ während der Förderphasen. Die Einkommen schwanken im Zeitverlauf stark. ↩
  10. Mabe, Dauda & Owusu-Sekyere, Artisanal small-scale mining, farm labour attraction and household welfare in Ghana, Resources Policy 86B, 2023: Landarbeiter:innen, die in den Kleinbergbau wechselten, „increased their consumption expenditure per adult equivalent by 66.6 percent“. ↩
  11. OECD, Illicit Financial Flows: Artisanal and Small-Scale Gold Mining in Ghana and Liberia, 2020, S. 31. ↩
  12. planetGOLD / The Impact Facility, Overcoming Practical Barriers for Integrating Responsible ASM Gold into International Supply Chains, September 2022, S. 5: 85–87 % des LBMA-Fixings an der Mine für kleine Mengen, 97 % für Exporteure. ↩
  13. World Gold Council, The Social and Economic Contribution of Gold Mining, Daten 2024, veröffentlicht 2025; Eigenangaben der Mitgliedsunternehmen. Anteil eigene Berechnung: 740,9 Millionen ÷ 66,4 Milliarden = 1,12 %. ↩
  14. Chuhan-Pole, Dabalen & Land, Mining in Africa: Are Local Communities Better Off?, Weltbank, 2017. Gesamter Industriebergbau in den untersuchten Ländern, überwiegend Gold. ↩
  15. Coulibaly, Foltz, Parker, Olurotimi & Traoré, The effects of mining on local poverty in developing countries: Evidence from Mali, World Development 180, 2024. ↩
  16. Bazillier & Girard, The gold digger and the machine. Evidence on the distributive effect of the artisanal and industrial gold rushes in Burkina Faso, Journal of Development Economics 143, 2020: „a 1% increase in the gold price increases consumption by 0.12% for households near artisanal mines. Opening an industrial mine, in contrast, has no impact on local consumption.“ ↩
  17. Benjamin Madley, An American Genocide: The United States and the California Indian Catastrophe, 1846–1873, Yale University Press, 2016, zusammengefasst vom USC Center for Advanced Genocide Research, Benjamin Madley lecture summary, 31. Oktober 2016: „Between 1846 and 1873, the California Indian population plunged from 150,000 to 30,000“; zwischen 9.492 und 16.094 getötete kalifornische Indigene, „and probably more“. Der Rückgang hatte mehrere Ursachen, darunter Tötungen, Krankheiten, Hunger und Versklavung; die Bevölkerungszahlen sind Schätzungen. ↩
  18. Office of Governor Gavin Newsom, Executive Order N-15-19, 18. Juni 2019: „the state authorized $1.29 million in 1850's dollars to subsidize these militia campaigns“. Zitat aus Newsoms Rede: Erin Blakemore, History.com, California Slaughtered 16,000 Native Americans. The State Finally Apologized For the Genocide, 19. Juni 2019. Originalzitat: „It's called a genocide. That's what it was.“ Übersetzung Fairever. ↩
  19. Vosloo, Extreme apartheid: the South African system of migrant labour and its hostels, Image & Text 34, 2020: „by 1899, 13 years after the discovery of gold on the Witwatersrand, the gold mines employed 100,000 black migrants“; Harington, McGlashan & Chelkowska, A century of migrant labour in the gold mines of South Africa, Journal of the South African Institute of Mining and Metallurgy, März 2004 (Höchststand von rund 480.000 pro Jahr 1986–88; rund 90.000 im Jahr 1899). ↩
  20. Timothy Killeen, A Perfect Storm in the Amazon, 2. Auflage, 2021, neu veröffentlicht von Mongabay, Brazil's wildcat mining is deeply rooted in its politics and thirst for minerals, Juli 2024: „At its peak in the mid 1980s, the population of miners reached 80,000 men and boys“. ↩
  21. International Crisis Group, Getting a Grip on Central Sahel's Gold Rush, Africa Report Nr. 282, 13. November 2019: „more than two million individuals in these three countries are directly involved in artisanal gold mining: one million in Burkina Faso, 700,000 in Mali and 300,000 in Niger“. Originalzitat im Text: „a new source of funding and potentially even recruits to several armed groups, including jihadists.“ Übersetzung Fairever. ↩
  22. Aragón & Rud, Natural Resources and Local Communities: Evidence from a Peruvian Gold Mine, American Economic Journal: Economic Policy 5(2), 2013, S. 1–25. Originalzitat: „the local price of nontradable goods“. Übersetzung Fairever. ↩
  23. Ahlerup, Baskaran & Bigsten, Gold Mining and Education: A Long-run Resource Curse in Africa?, Journal of Development Studies 56(9), 2020 (Working-Paper-Fassung): Personen, in deren Bezirk während ihrer Jugend eine Goldmine lag, haben „significantly lower educational attainment“, erklärt durch „myopic educational decisions when employment in gold mining is an alternative“. Überwiegend Industrieminen. ↩
  24. Stuckler, Basu, McKee & Lurie, Mining and risk of tuberculosis in sub-Saharan Africa, American Journal of Public Health 101(3), 2011 (Länderebene, alle Rohstoffe; der Zusammenhang mit der Goldförderung besteht auch nach Bereinigung um HIV); Corno & de Walque, Mines, Migration and HIV/AIDS in Southern Africa, Journal of African Economies 21(3), 2012: Wanderarbeiter im Bergbau aus Lesotho und Swasiland mit einer um rund 15 Prozentpunkte höheren HIV-Prävalenz. ↩
  25. Orihuela & Gamarra-Echenique, Fading local effects: boom and bust evidence from a Peruvian gold mine, Environment and Development Economics 25(2), 2020, S. 182–203. Originalzitat: „fade with the mine exhaustion“. Übersetzung Fairever. ↩
  26. Auditor-General of South Africa, Media statement: Derelict and Ownerless Mines Performance Audit%20FINAL%20(002).pdf), 31. März 2022: 6.100 verlassene und herrenlose Minen; „illegal miners open previously sealed mine openings“. Alle Rohstoffe. ↩
  27. Parliament of the Republic of South Africa, Media Statement: Minerals and Petroleum Resources, Police Committees Welcome Presentations on Derelict Mines and Operation Vala Umgodi, 18. März 2025: „93 dead bodies that were retrieved from underground“. Zum Einsatz: Daily Maverick, Stilfontein mine rescue ends with 78 dead, 246 rescued and ringleaders in custody, 16. Januar 2025. ↩
  28. Minerals Council South Africa, We remember Vaal Reefs, zum Unglück vom 10. Mai 1995 und zum Mine Health and Safety Act 29 von 1996. ↩
  29. ICMM, ICMM reports 2025 safety performance of members, 30. Juli 2026: 26 berichtende Mitgliedsunternehmen, alle Rohstoffe, eigene Beschäftigte und Subunternehmen; Eigenangaben. Häufigste Ursachen 2025: herabfallendes Gestein („fall of ground“, 10) und mobile Maschinen (10). ↩
  30. AngloGold Ashanti, South African silicosis and TB class action settlement, 2019 (sechs Unternehmen; Tshiamiso Trust); Fidelis Hove, South Africa: Gold Mining's Long Shadow, Daily Maverick via allAfrica, 3. September 2026 (rund 500.000 potenziell Anspruchsberechtigte; rund 23.000 bearbeitete Anträge und rund 2,5 Milliarden Rand ausgezahlt bis Februar 2026; Zitat). Trust von rund 5 Milliarden Rand: AngloGold Ashanti (siehe oben). Anteile eigene Berechnung: 23.000 ÷ 500.000 = 4,6 %; 2,5 ÷ 5 Milliarden Rand = 50 %. Originalzitat: „The migrant labour system that built South Africa's gold economy was a machine for moving value in one direction.“ Übersetzung Fairever. ↩
  31. Weltgesundheitsorganisation (WHO), Mercury and health, Faktenblatt, 24. Oktober 2024: „Mercury is considered by WHO as one of the top ten chemicals of major public health concern“; „Mercury use in artisanal and small-scale gold mining is particularly hazardous, and health effects on vulnerable populations are significant.“ Weitere Originalzitate im Text: „may have toxic effects on the nervous, digestive and immune systems, and on lungs, kidneys, skin and eyes“; „tremors, insomnia, memory loss, neuromuscular effects, headaches and cognitive and motor dysfunction“; „a particular threat to the development of the child in utero and early in life“. Übersetzung Fairever. ↩
  32. Weltbank / Delve, 2023 State of the Artisanal and Small-Scale Mining Sector, 2024: Frauen „processing gold with mercury in their homes“; Quecksilber „can be transferred to young and unborn children through breastfeeding“. ↩
  33. Basta, Viana, de Vasconcellos et al., Mercury Exposure in Munduruku Indigenous Communities from Brazilian Amazon, International Journal of Environmental Research and Public Health 18(17):9222, 2021: 57,9 % von 197 Haarproben bei 6 µg/g oder mehr. ↩
  34. Fiocruz, Yanomamis from nine villages harassed by illegal mining are contaminated with mercury, April 2024: 84 % von 287 Haarproben über 2,0 µg/g, Oberer Mucajaí, Datenerhebung im Oktober 2022. ↩
  35. US Department of Labor, Bureau of International Labor Affairs, 2024 List of Goods Produced by Child Labor or Forced Labor, September 2024. Gold aufgeführt wegen Kinderarbeit in 26 Ländern (Äthiopien, Bolivien, Burkina Faso, DR Kongo, Ecuador, Ghana, Guinea, Indonesien, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Mali, Mongolei, Nicaragua, Niger, Nigeria, Peru, Philippinen, Senegal, Simbabwe, Sudan, Suriname, Tansania, Uganda, Venezuela, Zentralafrikanische Republik) und wegen Zwangsarbeit in 6 (Burkina Faso, DR Kongo, Nordkorea, Peru, Tschad, Venezuela); Gold ist das Produkt mit den meisten Einträgen wegen Kinderarbeit. ↩
  36. International Labour Organization, Child Labour in Mining and Global Supply Chains, Mai 2019. Die Zahl von mehr als einer Million Kindern umfasst Bergwerke und Steinbrüche weltweit und alle Rohstoffe; der Anteil für Mali bezieht sich auf eine Studie von 2015. Originalzitate im Text: „more than one million children are engaged in child labour in mines and quarries“; „some 30-50 percent of the gold mine workforce is comprised of children; most are under the age of 15“; „mercury to amalgamate gold with their bare hands“. Übersetzung Fairever. ↩
  37. ILO / UNICEF, Child Labour: Global Estimates 2024, Trends and the Road Forward, 11. Juni 2025. Alle Branchen; der Bericht nennt keine gesonderte Zahl für den Bergbau. ↩
  38. Human Rights Watch, Mali: Artisanal Mines Produce Gold with Child Labor, 6. Dezember 2011 (Bericht A Poisonous Mix). Originalzitat: „children as young as six dig mining shafts“. Übersetzung Fairever. ↩
  39. Human Rights Watch, "What … if Something Went Wrong?" Hazardous Child Labor in Small-Scale Gold Mining in the Philippines, 30. September 2015. Originalzitat: „the youngest child interviewed who burned the mercury-gold amalgam was 9 years old“. Übersetzung Fairever. ↩
  40. Human Rights Watch, Precious Metal, Cheap Labor: Child Labor and Corporate Responsibility in Ghana's Artisanal Gold Mines, 10. Juni 2015. Originalzitat: „risk brain damage and other life-long disabilities from mercury poisoning“. Übersetzung Fairever. ↩
  41. International Labour Organization, Child labour in the artisanal and small-scale gold mining (ASGM) sector in Nigeria: A situational analysis, 2023; 1.316 Kinder in vier Gemeinschaften. Originalzitat: „including verbal, physical and sexual molestation“. Übersetzung Fairever. ↩
  42. US Department of State, 2025 Trafficking in Persons Report: Venezuela, September 2025, wiedergegeben von ecoi.net. Originalzitate: „approximately 45 percent of miners“; „highly vulnerable to trafficking“. Übersetzung Fairever. ↩
  43. Weltbank, World Bank Urges Action for Gender Equality in Artisanal and Small-Scale Mining, 5. Februar 2024, zum Delve-Bericht 2023 State of the Sector: 13,4 Millionen Frauen, 30 % von 44,67 Millionen Menschen im Kleinbergbau, alle Rohstoffe, vermutlich zu niedrig erfasst; IGF / IISD, Women in Artisanal and Small-Scale Mining: Challenges and opportunities for greater participation, 2018: Frauen „make up around 30 per cent of the total workforce, and up to 50 per cent in some regions“. ↩
  44. Weltbank / Delve, 2023 State of the Sector (Fußnote 32) und Pressemitteilung der Weltbank (Fußnote 43): „Discriminatory property laws and land tenure agreements“; „Gender discrimination, enshrined in mining laws“; geschlechtsspezifische Gewalt „is not being actively monitored by governments at ASM sites“ (Bericht). Weiteres Originalzitat im Text: „excluded from the highest-earning activities“. Übersetzung Fairever. ↩
  45. IISD / IGF, Women and the Mine of the Future: Global Report, April 2023. Gesamter Bergbau, zwölf Länder. ↩
  46. Verité, Risk Analysis of Indicators of Forced Labor and Human Trafficking in Illegal Gold Mining in Peru, Januar 2013. Originalzitat: „told that their wages would be retained for their first 90 days of work“. Übersetzung Fairever. ↩
  47. US Department of State, 2025 Trafficking in Persons Report: Peru, September 2025, wiedergegeben von ecoi.net. Originalzitat: „principally in illegal and legal gold mining, related activities, and service jobs in nearby makeshift camps“. Übersetzung Fairever. ↩
  48. US Department of State, 2025 Trafficking in Persons Report: Peru (Fußnote 47), Senegal („A research study estimated one in five individuals in commercial sex in Kedougou are sex trafficking victims“) und Guyana, September 2025, wiedergegeben von ecoi.net. Originalzitat im Text: „women and girls as young as 12 years old in sex trafficking“. Übersetzung Fairever. ↩
  49. Diana Hidalgo, IDEHPUCP, Luego de Mercurio 2019: los resultados de este mega operativo respecto de la trata de personas, Revista Memoria, 30. April 2019: „52 mujeres adultas y 20 niñas“ (52 erwachsene Frauen und 20 Mädchen; Übersetzung Fairever). ↩
  50. Owen, Kemp, Lèbre, Harris & Svobodova, A global vulnerability analysis of displacement caused by resource development projects, The Extractive Industries and Society 8, 2021: 270 bergbaubedingte Vertreibungen und Umsiedlungen, 1969–2019; mehr als 90 % in fragilen Staaten. Alle Rohstoffe. ↩
  51. ICMM, Managing the impacts of resettlement: Ahafo, Fallstudie mit Zahlen von Newmont. ↩
  52. International Federation for Human Rights (FIDH), Mali: Mining and human rights – International fact-finding mission report, 2007, S. 20. Originalzitat: „did not enable the population to attain the same standard of living as before the move“. Übersetzung Fairever. ↩
  53. Mongabay, Grasberg mine's riches still a distant glitter for Papuan communities, Oktober 2017, über die Feststellungen der indonesischen Nationalen Menschenrechtskommission (Komnas HAM). Originalzitat: „had never compensated the Amungme and the Kamoro as the original stewards of the land“. Übersetzung Fairever. ↩
  54. International Labour Organization, Indigenous and Tribal Peoples Convention, 1989 (No. 169), Artikel 15 und 16. Im Text sinngemäß wiedergegeben; englischer Wortlaut: „before undertaking or permitting any programmes for the exploration or exploitation“ (Art. 15) und „free and informed consent“ (Art. 16). ↩
  55. United Nations Treaty Collection, Convention (No. 169) concerning Indigenous and Tribal Peoples in Independent Countries, abgerufen im September 2026: 24 Ratifikationen, Deutschland als jüngster Staat (2021). Regionale Verteilung (die meisten Ratifikationen in Lateinamerika; in Afrika nur die Zentralafrikanische Republik) aus der Ratifikationsliste. ↩
  56. Responsible Mining Foundation, Responsible Mining Index Report 2022 – Summary, 2022, S. 33: 40 Unternehmen, 250 Minenstandorte, alle Rohstoffe; bewertet wurden nur öffentlich zugängliche Angaben. Originalzitat: „a few companies“. Übersetzung Fairever. ↩
  57. World Resources Institute, New Study Reveals Mining in the Amazon Threatens 20% of Indigenous Lands, 7. Oktober 2020. Legale Konzessionen und illegaler Bergbau, alle Rohstoffe. ↩
  58. Brasilianisches Ministerium für indigene Völker, Dois anos de ações federais na Terra Yanomami, 20. Januar 2025. ↩
  59. Human Rights Watch, Gold's Costly Dividend: Human Rights Impacts of Papua New Guinea's Porgera Gold Mine, 1. Februar 2011. ↩
  60. RAID, Barrick's Tanzania gold mine, one of the deadliest in Africa, Untersuchung April bis Oktober 2022; Barrick, North Mara: response to allegations. ↩
  61. RAID, Barrick subsidiaries settle UK court case alleging deaths and injuries at North Mara, 27. März 2024. ↩
  62. Human Rights Watch, Tanzania: Police Linked to Killings at Gold Mine, 12. Juni 2024. Originalzitat Barrick: „does not, and cannot, have any de facto control over the police“. Übersetzung Fairever. ↩
  63. Leigh Day, New allegations of killing and torture by security forces at African gold mine as 30 people join legal claim against the London Bullion Market Association, 9. Juli 2026. ↩
  64. Dubawa Ghana, Obuasi shooting: all the details about the killing of miners by Ghana's military, 30. Januar 2025. Die Angaben zur Zahl der Toten unterscheiden sich zwischen den ghanaischen Streitkräften (7), der Regierung (8) und der Ghana National Association of Small Scale Miners (9). Veröffentlichte Ergebnisse der offiziellen Untersuchung haben wir bis September 2026 nicht gefunden. ↩
  65. IPIS und PAX, Mapping artisanal mining sites in the Kibali gold mine concession, 8. Dezember 2025. Originalzitat: „security forces have used excessive force in efforts to clear these sites“. Übersetzung Fairever. ↩
  66. Business & Human Rights Resource Centre, Navigating a global crossroads: Human rights defenders and business in 2025, 2026: 790 Angriffe in 80 Ländern, 181 mit Bezug zum Bergbau. ↩
  67. Global Witness, At least 124 Land and Environmental Defenders killed globally in 2025, 16. September 2026. ↩
  68. Defensoría del Pueblo del Perú, Reporte de Conflictos Sociales n.° 270, August 2026, Pressemitteilung vom 21. September 2026: 92 sozial-ökologische Konflikte, davon 66,3 % mit Bezug zum Bergbau (gesamter Bergbau, nicht nur Gold). ↩
  69. IPIS, Analysis of the interactive map of artisanal mining areas in eastern DRC – 2023 update, 2023: 829 Standorte, rund 132.320 Bergleute. Der Anteil der illegalen Abgaben umfasst alle Rohstoffe an den erfassten Standorten; 85 % der erfassten Bergleute arbeiten im Goldbergbau. ↩
  70. Stoop, Verpoorten & van der Windt, More legislation, more violence? The impact of Dodd-Frank in the DRC, PLOS ONE, 2018: „For territories with the average number of gold mines, the introduction of Dodd-Frank increased the incidence of battles with 44%; looting with 51% and violence against civilians with 28%, compared to pre-Dodd Frank averages.“ ↩
  71. US Government Accountability Office, Conflict Minerals: Peace and Security in Democratic Republic of Congo Have Not Improved with SEC Disclosure Rule, GAO-25-107018, Oktober 2024. Originalzitate: „has not reduced the occurrence or number of violent events in eastern DRC“; „was smuggled out of the DRC through neighboring countries, usually destined for Dubai“. Übersetzung Fairever. ↩
  72. US Department of the Treasury, Treasury Sanctions Sudanese Paramilitary Leader, Weapons Supplier, and Related Companies, 7. Januar 2025; siehe auch US Treasury, Treasury Sanctions Companies Fueling the Conflict in Sudan, 1. Juni 2023. Originalzitate: „purchased gold from Sudan, presumably for the benefit of the RSF, and subsequently transported it to Dubai“; „has perpetrated genocide“. Übersetzung Fairever. ↩
  73. SWISSAID, African Gold Report: Sudan: „At least 400 tonnes of gold have been smuggled out of Sudan between 2012 and 2024.“ Schätzung. ↩
  74. Berlin, Clement, Elufisan, Hicks & Kész, The Blood Gold Report, 21 Democracy, Dezember 2023: „Wagner and Russia have earned more than US$2.5 billion from blood gold since the full-scale invasion of Ukraine in February 2022.“ Kampagnenpublikation auf Basis qualitativer Fallstudien zur Zentralafrikanischen Republik, zum Sudan und zu Mali; nicht unabhängig überprüft. ↩
  75. US Department of the Treasury, Treasury Sanctions Illicit Gold Companies Funding Wagner Forces and Wagner Group Facilitator, 27. Juni 2023: Midas Ressources und Diamville; „In 2022, Diamville participated in a gold selling scheme that entailed converting CAR-origin gold into U.S. dollars.“ ↩
  76. Infobae, Mineros secuestrados en Pataz fueron hallados sin vida, 4. Mai 2025. Minera Poderosa erklärte, die Arbeiter „brindaban servicios a contratista vinculado a la empresa“ (erbrachten Leistungen für einen mit dem Unternehmen verbundenen Subunternehmer; Übersetzung Fairever). ↩
  77. UN Independent International Fact-Finding Mission on Venezuela, The human rights situation in the Arco Minero del Orinoco region and other areas of the Bolívar state, A/HRC/51/CRP.2, September 2022. ↩
  78. SWISSAID, Press release: Gold study 2024 und On the trail of African gold, 30. Mai 2024: „At least 435 tonnes of gold was smuggled out of Africa in 2022, the equivalent of 31 billion USD“; VAE 47 %, Schweiz 21 % und Indien 12 % der afrikanischen Goldexporte 2022; Schweizer Importe von „more than 1670 tonnes of gold“ aus den VAE zwischen 2012 und 2022; „gold imported from the UAE is considered Emirati even if its real origin is elsewhere“. Schätzungen. ↩
  79. ETH Zürich, Swiss Minerals Observatory, Swiss Minerals Observatory, abgerufen im September 2026: Die Schweiz „even imports up to two-thirds of globally extracted gold“ (importiert sogar bis zu zwei Drittel des weltweit geförderten Goldes; Übersetzung Fairever). Andere Zahlen weichen ab, weil sie anderes messen: Der Bundesrat beziffert die Schweizer Raffinerien auf „etwa 40 Prozent der weltweiten Kapazitäten“ (Goldhandel und Verletzung der Menschenrechte, 14. November 2018); WWF Schweiz gibt an, „50%–70% of the world's gold“ werde in der Schweiz raffiniert, ohne eine Grundlage zu nennen, und stellt fest, dass nur rund ein Drittel des von großen Schweizer Raffinerien gekauften Goldes unraffiniertes Minengold ist (The Impact of Gold, 2021, S. 3 und 22); SWI swissinfo.ch schätzt, dass die Schweiz „roughly one-third of this newly mined gold“ raffiniert, und führt die oft zitierten 70 % auf eine Branchenschätzung von 2012 zurück (US tariff negotiations reaffirm Switzerland's role as a gold hub, aktualisiert am 17. November 2025). Importe und Handel umfassen auch raffinierte Barren sowie Recycling- und Anlagegold, das durch das Land läuft; sie liegen deshalb über dem Anteil des neu geförderten Goldes, der dort tatsächlich raffiniert wird. ↩
  80. IWF, Countering Tax Avoidance in Sub-Saharan Africa's Mining Sector, 5. November 2021, zum IWF-Departmental-Paper Tax Avoidance in Sub-Saharan Africa's Mining Sector, 2021. Gesamter Bergbau. ↩
  81. OECD, OECD Foreign Bribery Report, 2. Dezember 2014: 427 zwischen 1999 und 2014 abgeschlossene Fälle; auf den Rohstoffsektor – Öl, Gas und Bergbau zusammen – entfielen 19 %. ↩
  82. Europäische Kommission, The regulation explained (Pflichten ab 1. Januar 2021; „Those operating beyond the metal stage do not have obligations under the regulation“); Verordnung (EU) 2017/821, Artikel 1 (1(6): Die Verordnung „shall not apply to recycled metals“); Europäische Kommission, Review of the Conflict Minerals Regulation, COM(2024) 415, 24. September 2024: 2022 lagen 477 von 8.286 identifizierten EU-Importeuren von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold über den Mengenschwellen. ↩
  83. IUCN NL, Recycled but not responsible: loopholes in recycled gold from the Amazon, 7. Mai 2025. ↩
  84. Michael L. Ross, What Have We Learned about the Resource Curse?, Annual Review of Political Science 18, 2015, S. 241. Originalzitat: „only one type of resource has been consistently correlated with less democracy and worse institutions: petroleum, which is the key variable in the vast majority of the studies that identify some type of curse.“ Übersetzung Fairever. ↩
  85. Human Rights Watch, Toxic Toil: Child Labor and Mercury Exposure in Tanzania's Small-Scale Gold Mines, 28. August 2013. ↩
  86. Osei, Yeboah, Kumi & Fredua Antoh, Government's ban on Artisanal and Small-Scale Mining, youth livelihoods and imagined futures in Ghana, Resources Policy 71, 2021: „approximately one million persons, who were engaged in the sector lost their jobs and income sources“. Schätzung. ↩
  87. Hunter & Ofosu-Peasah, Mapping Ghana's Expanding Gold Sector. Part One: The Challenges of Artisanal and Small-Scale Mining, Global Initiative Against Transnational Organized Crime, Juni 2025, S. 34–35. Originalzitat: „there was no notable decrease in unlicensed ASGM“. Übersetzung Fairever. ↩
  88. planetGOLD, Ecuador: „Although the use of mercury in mining is prohibited by law, it continues to be used clandestinely throughout the ASGM sector.“ Übersetzung des Zitats im Text: Fairever. ↩
  89. Minamata-Übereinkommen über Quecksilber, Text and annexes, Artikel 7 und Anlage C (Quecksilbereinsatz im Gold-Kleinbergbau über nationale Aktionspläne verringern und, wo möglich, beenden); Alliance for Responsible Mining, Fairmined Standard for Gold from Artisanal and Small-Scale Mining, Version 2.0, 2014, Abschnitt 2.1: Ein sofortiger Ausstieg würde bedeuten, dass „95% of all artisanal miners would be excluded“. Übersetzung des Zitats im Text: Fairever. ↩
  90. Fairtrade International, Fairtrade Standard for Gold and Associated Precious Metals, Version 1.2 (gültig bis 30. Juni 2027): Mindestpreis von 95 % des LBMA-Fixings und Fairtrade Prämie von 2.000 US-Dollar je Kilogramm Feingold (4.5.3/4.5.4); Prämienkomitee repräsentativ „in number and gender“ (4.1.1); Landrechte, freie, vorherige und informierte Zustimmung, ILO-Übereinkommen 169 (1.4.2/1.4.3). Audits durch FLOCERT. ↩
  91. Alliance for Responsible Mining, Fairmined Standard 2.0 (Fußnote 89): Fairmined Prämie von 4.000 US-Dollar je Kilogramm Feingold (5.2.5); Prämienkomitee mit fairer Vertretung aller sozialen Gruppen, einschließlich der Bergarbeiterinnen (4.1.1/4.1.2); Zertifizierung durch von ARM anerkannte Zertifizierungsstellen. ↩
  92. Swiss Better Gold Association, Impact Report 2025, 2026: 27 akkreditierte Betriebe in Kolumbien und Peru, 7.352 Bergleute; 2025 wurden 960.566 US-Dollar in 28 Projekte investiert. Programmzahlen, nicht die Wirkung eines einzelnen Produkts. ↩
  93. Single Mine Origin, SMO Gold: „Every ounce of SMO Gold is traceable to a named source mine“; SMO, SMO Gold Introduction Brochure, 2026: „SMO only works with carefully selected member mines, that adhere to the strictest ESG principles and undergo an annual assurance audit“. ↩
  94. IRMA, Independently Assessing, zuletzt aktualisiert am 13. Juli 2026 (Gold erscheint nur als Nebenprodukt in Minen für Platingruppenmetalle); Governance (je zwei Vorstandsmitglieder aus sechs Sektoren); IRMA Standard for Responsible Mining, v1.0, 2018 (zu den sozialen Anforderungen gehören menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und die freie, vorherige und informierte Zustimmung). ↩
  95. Alliance for Responsible Mining, CRAFT Code 2.1, 16. Oktober 2024 („an open and collaborative framework that drives progressive improvement in artisanal and small-scale mining (ASM) practices“, ausgerichtet an der OECD Due Diligence Guidance); Standards and certification (ein erreichbarer Maßstab für Organisationen, die „not currently capable of meeting the advanced performance requirements of the Fairmined Standard“ sind). CRAFT ist ein Rahmenwerk, kein Zertifizierungssiegel. ↩
  96. planetGOLD, Annual Progress Report 2024–2025, kumulierte Ergebnisse bis Juni 2025: 41.821 Bergleute bei ihrer Formalisierung unterstützt; Programm in 28 Ländern, finanziert von der Globalen Umweltfazilität (GEF) und geleitet von UNEP. ↩
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